TOTUS TUUS, MARIA !

PFINGSTBRISE

VORWORT

Betrachtung: Sturm des Feuers

Um uns herum haben sich die Zeichen des werdenden Frühlings eindeutig kund getan, und entlang ihres Weges in den Sommer erweckt die Natur Tag für Tag die Zeugen für Gottes Gegenwart und Seine Werke zu neuem Leben. Am Himmel hat sich die Feuerkugel, den wir als 'Sonne' kennen, in ihr Kleid der Königin gehüllt, damit die Natur weiβ, wem sie das neue Leben verdankt. So hat Gott es gewollt: Die Menschenseele sollte in sich selbst und in der Schöpfung um sie herum ansatzweise vieles von der Natur ihres Schöpfers kennenlernen können, und zwar in dem Maβe desto mehr und desto tiefer, wie sie sich von sich selbst zu entleeren bereit ist und sich reinen Herzens völlig in ihren Schöpfer hinüberflieβen lässt.

Die Sonne, die Feuerkugel am Himmel, gilt für das menschliche Denken und Betrachten als die Quelle allen Lebens. Die wahre Quelle allerdings, ist Gott, aus dessen Herzen diese Feuerkugel hervorgekommen ist. Immerhin lehrt uns die Sonne etwas vom Wesen ihres Herstellers: Gott ist Wärme, Licht, und Beseelung. Er verkörpert somit die Wesenszüge des Feuers. Feuer vermittelt Wärme, Licht, und besitzt die Fähigkeit, Altes zu reinigen und gegebenenfalls zu verbrennen damit es durch Neues, Gereinigtes, Geläutertes ersetzt werden kann, wie in einer Wiedergeburt. Was heiβen denn diese Eigenschaften, wenn man sie in der Tiefe betrachtet?

  • Wärme steht symbolisch für die Liebe. Die Liebe ist die Göttliche Kraft und Eigenschaft schlechthin, durch welche Gott das eigene Herz restlos und bedingungslos in jedes Geschöpf ausgieβt in der alles beherrschenden Absicht, dass sich das Geschöpf in allen Umständen geborgen, beschützt, geschätzt und glücklich fühlen kann und sich erst in der Erkenntnis von Seiner Gegenwart bei und in ihm richtig voll und ganz entfalten kann. Aus diesem Grunde ist die wahre Liebe die Grundkraft, der Brennstoff, aller Werke Gottes und somit die Kraft, welche die ganze Schöpfung instand halten und deren Entwicklung erst ermöglichen soll. Von jeder Menschenseele erwartet Gott eine inständige Nachfolge Seiner eigenen Verfassung der Liebe allen ihren Mitgeschöpfen und Ihm gegenüber.

    Im Gegensatz zur Liebe steht der Hass in allen seinen Erscheinungsformen, aber auch die Angst, die sich dadurch kennzeichnet, dass sie erst dort wächst und blüht, wo die Liebe nicht mehr ausreichend bzw. nicht mehr in ihrer wahren Reinheit empfunden wird. Angst ebenso wie jeder Mangel an Empfindung der Liebe im Herzen weisen darauf hin, dass in der Seele die Verbindung mit ihrem Schöpfer verunreinigt worden ist.
  • Licht steht symbolisch für die Wahrheit. Die Wahrheit ist die tiefe Wirklichkeit, der Kern von Gottes Handeln (Seinen Werken) und Seinen Absichten (Seinen Plänen). Da Gottes Werke und Pläne sich aus Liebe zusammensetzen, durch Liebe genährt und durch Liebe gelenkt werden, und die Liebe Gottes Gesetz ist, lässt sich sagen, dass die Wahrheit eigentlich die Kenntnis von Gottes Gesetz ist. Die Wahrheit bezieht sich auf das Ganze des Wissens und der Erkenntnisse, die erforderlich sind, damit die Seele in den Stand erhoben wird, der sie für die Rückkehr zu Gott, zur Heiligkeit, zum Ewigen Leben bereit macht.

    Im Gegensatz zum Licht steht die Finsternis, welche die Seelen dadurch von Gottes Licht zu trennen versucht, dass sie diese in den unterschiedlichsten Weisen verblendet, täuscht, in die Irre führt und ihnen eine Scheinwahrheit vortäuscht, welche eine Wirklichkeit verkörpert, die Gottes Gegenwart, Seine Werke und Pläne leugnet bzw. deren Wirklichkeit aus den Herzen zu verbannen versucht.
  • Reinigung ist der Vorgang, durch welchen dasjenige, was dabei war, das wahre Leben zu verlieren, neu belebt, beseelt werden kann, und zu einer Wiedergeburt bzw. zu einer Neugestaltung kommen kann. Das Feuer aus Gottes Herzen ist die Kraft, durch welche Er das Erkrankte heilt, neu gestaltet und zu einer Wiedergeburt führt.

Trotz Seiner Allmacht hat die Wirkung von Gottes Feuer eine Beschränkung: Sie entfaltet sich nur in dem Maβe, wie das Geschöpf sie in sich zulässt. Die Menschenseele wäre mit Holz vergleichbar, das von Gottes Feuer nur angezündet werden kann wenn es dazu die richtige Beschaffenheit besitzt. Holz brennt nur wenn es trocken ist, im nassen Zustand lässt es sich nicht anzünden: Das Feuer ist bei nassem Holz unwirksam. Das Holz der Menschenseele wird dadurch feucht bzw. schimmlig, dass sich die Seele durch die Einflüsse der Welt verunreinigen lässt. In dem Maβe, wie die Seele das Denken, Fühlen, und die Bestrebungen der Welt in sich Wurzeln schlagen lässt, wird sie gleichsam schimmlig und feucht. Jede Berührung mit dem Feuer Gottes bleibt in ihr unwirksam. Entflammt sie sich trotzdem, so weist sie eine unreine Verbrennung auf, wobei sich Gestank und erstickende Rauchentwicklung ergeben: In der Seele wird das Wirken Gottes durch die Beimischungen der Welt verunreinigt, wodurch die Seele leicht in einen Stand vollkommener Verwirrung und inneren Kampfes hinübergleitet.

Kann denn das feuchte Holz der Seele überhaupt trocknen? Ja, das kann es, und zwar in dem Maβe desto leichter, wie die Seele ein inneres Feuer zu entwickeln vermag: Sie muss die Liebe neu entdecken, und zwar dadurch, dass sie sich allmählich wieder nach dem reinen Licht Gottes sehnt. Die Seele wird sich allerdings nur nach demjenigen sehnen, von dem sie den Wert für das eigene Leben erkennt. Dieser ganze Vorgang muss letzten Endes von Gottes Feuer gelenkt werden, das durch den Heiligen Geist verkörpert wird.

Die Finsternis hat in dieser Welt die Macht an sich gerissen. Sie regiert nunmehr unzählige Herzen und Geister. Trotzdem kann sie vollkommen von dem Licht der Ewigen Weisheit aus dem vor Liebe brennenden Herzen Gottes durchbrochen werden, wobei sich die Nebelschwaden der Verwirrung und des Chaos der Welt völlig auflösen würden. Eine Voraussetzung gäbe es jedoch: Die Seele muss das Licht der Wahrheit, das Feuer der Liebe, die neugestaltende Wirkung der neuen Beseelung zu einer Wiedergeburt annehmen und in sich hegen als dasjenige, was diese wirklich sind: die Komponenten der Ausgieβung aus dem Herzen eines Gottes, Der keine Ruhe findet solange Er nicht jede Seele in der Lage vorfindet, in welcher sie die Gegenwart, die Werke und die Absichten ihres Schöpfers erkannt hat und sich vor allen Dingen nach der Verschmelzung mit Seinem Herzen sehnt.

Das Pfingstfeuer lieβe sich als einen Sturm der Liebe betrachten, durch welchen Gott durch Seinen Geist eine Lichtexplosion in den Seelen hervorbringen möchte. Gottes Licht ergieβt sich in die Finsternis der Welt, die in den Herzen ihre konkrete Gestalt angenommen hat und sich in vielen Herzen zügellos auswirkt. Dieses Feuer will zu einem Flammenmeer anwachsen, das sämtliche Menschenseelen anzündet und durch die Seelen die ganze Schöpfung reinigt. Alle Geschöpfe sind ja untereinander verbunden in diesem allumfassenden Netz, durch welches Gottes Liebe in alle Richtungen zu strömen versucht und während dieses unaufhörlichen Strömens alles neu zu gestalten versucht.

Pfingsten heiβt Wiedergeburt, die Krönung der Auferstehung (Ostern) nach der Selbstaufopferung (Passion – den Prüfungen bzw. den Geiβelhieben und Kreuzen des Lebens). Gott nötigt Seine Geschenke jedoch nicht auf. Das Pfingstfeuer sucht Seelenholz, das sich freiwillig anzünden lässt und sich bewusst auf dieses Entflammen vorbereitet. Der Heilige Geist ist wie ein Schlüssel, der Schlösser sucht, Sobald der Schlüssel steckt, muss er umgedreht werden damit sich das Schloss tatsächlich aufschlieβt. Dieses Umdrehen erfolgt durch die Verschmelzung des menschlichen Willens mit dem Willen Gottes: Die Seele strebt genau dasjenige an, was Gott vollenden will. Die Hand, durch welche das Umdrehen des Schlüssel im Schloss am zweckmäβigsten gelenkt und zeitlich eingeplant werden kann, ist jene der Himmelskönigin, der Braut des Heiligen Geistes, der Königin des Pfingstfeuers, Die von Gott mit der Macht zur Führung der Neugestaltung ausgestattet worden ist und aus Der die Seele ins Licht neu geboren werden kann.

Die Herrin aller Seelen als Führerin auf der Reise ins Licht, d.h. in das Herz Gottes: Da lodert der Funke der Liebe einer jeden Seele guten Willens auf zu einer Flamme, die, in dem Maβe wie sie sich mit ähnlichen Flammen anderer Seelen in dem Feuermeer in Marias Herzen verschmilzt, zu einem Sturm des Feuers anwachsen kann. Jener Sturm des Feuers ist die Kraft, welche Gott Selbst seit der Erbsünde auf Erden zu entfachen versucht, in der Hoffnung, sie möge die Schöpfung läutern, denn gerade in jenem Sturm könnte Er Seinen Plan der Reinigung der Herzen von aller Finsternis, aller Kälte und aller Krankheit zur Vollendung führen. Durch diesen Sturm will die Quelle des Lebens den Tod aus dem Boden Seiner Schöpfung entwurzeln, die Finsternis auflösen in der Herrschaft des Lichtes, und jeden Mangel an Liebe als den wahren Feind der Ewigen Glückseligkeit und sogar des wahren Glücks auf Erden entlarven.

Gott kann es tatsächlich Feuer in die Herzen regnen lassen, durch die Wirkungen und Ausgieβungen Seines Geistes. Zu einem neugestaltenden Sturm des Feuers allerdings, kann dieses Feuer nur kraft der Unterschrift seitens der Menschenseele anwachsen. Damit dieser Vorgang zu einem endgültigen und niederschmetternden Sieg über alles Elend der Welt wird, hat Gott uns die Herrin aller Seelen gegeben, durch Die der Heilige Geist die Möglichkeit der Vermählung Gottes mit der Menschenseele nachgewiesen hat und der Sohn Gottes tatsächlich zu den Seelen gekommen ist. In dem Maβe, wie Sie von einer gröβeren Zahl von Seelen in die Lage versetzt wird, Ihre uneingeschränkte Macht tatsächlich auszuüben, wird Sie die Funken der Heiligung in den Seelen so mächtig auflodern lassen können, dass der von Gott herbeigesehnte Sturm des Feuers die Wiedergeburt der Menschheit aus der Braut des Heiligen Geistes wird herbeiführen können.

Der Geist Gottes will die Schöpfung in ihren ursprünglichen Stand der Heiligkeit zurückführen, und will dies durch Maria tun, Die als Königin und Herrin aller Seelen die Menschheit im Feuer der wahren Heiligkeit an Gott zurückgeben soll. Sie wird die Finsternis unter den Füβen zertreten, weil Ihre vollendete Heiligkeit die Verkörperung und Vorabbildung von Gottes Sturm des Feuers ist. In Ihrer Seele und in Ihrem Herzen ist der Funke der Heiligkeit in der vollkommenen Verschmelzung mit dem Willen Gottes zu einem unbegrenzten Meer auflodernder Flammen geworden. Pfingsten will genau das in jedem und jeder von uns wiederholen. Wir müssen uns nur selber danach sehnen. Schwer sollte dies nicht sein, wo wir als Kinder Gottes ja gerade für die Wiedergeburt im Feuer Gottes bestimmt sind, und diese Berufung sich tief in unsere Seele geprägt hat. Der Weg ist uns bekannt: Er läuft durch das Herz der Herrin aller Seelen.

In Liebe und zu Diensten der Herrin aller Seelen,
Ihre Myriam, Osterzeit 2013

 

668. PFINGSTNOVENE

(Myriam van Nazareth)

1. Tag – Liebe
Komm, Heiliger Geist, öffne mein Herz, meinen Geist und meine Seele.
O Geist Gottes, mache mich stark in der wahren Liebe. Geruhe, mich von jeder Unvollkommenheit in meinen Beziehungen zu meinen Mitmenschen und zu Gott zu heilen. Breche in mir jede Gleichgültigkeit. Wecke in meinem Herzen das Feuer der Heiligen, das in mir alles verzehren wird, was in Finsternis gehüllt ist, und meine Seele mit dem Licht entflammen wird, das Gottes Heil auf die Welt bringen wird.
Gegrüßet seist Du, Maria...
O Heiliger Geist, erschließe für mich die Tiefen meiner Seele. Bringe mich zur Selbsterkenntnis. Lass mich doch sehen, wer ich wirklich bin. Verberge die Wahrheit nicht länger unter dem Schleier meiner Menschlichkeit.

2. Tag – Innere Ruhe
Komm, Heiliger Geist, öffne mein Herz, meinen Geist und meine Seele.
O Geist Gottes, bringe mich zur wahren Ruhe. Geruhe, mich von aller Unrast, von jedem inneren Kampf, von allem Unfrieden in meinem Herzen zu heilen. Wecke in mir das Vertrauen und die stille Sicherheit, dass Gott in mir lebt und dass mein Herz zu Seinem Reich werden kann, sobald ich alle meine Sorgen, alle Einflüsse aus meiner Vergangenheit und alle weltlichen Einflüsse loszulassen vermag.
Gegrüßet seist Du, Maria...
O Heiliger Geist, erschließe für mich die Tiefen meiner Seele. Bringe mich zur Selbsterkenntnis. Lass mich doch sehen, wer ich wirklich bin. Verberge die Wahrheit nicht länger unter dem Schleier meiner Menschlichkeit.

3. Tag – Bußfertigkeit und Aufopferungsbereitschaft
Komm, Heiliger Geist, öffne mein Herz, meinen Geist und meine Seele.
O Geist Gottes, schenke mir einen Geist wahrer Bußfertigkeit und Aufopferungsbereitschaft. Geruhe, mich von aller Selbstsucht, aller Genusssucht, jeder Auflehnung gegen das Leid und die Bürden meines Lebensweges zu heilen. Lehre mich wie wertvoll es ist, mein eigenes Wohlergehen hinter das Heil meiner Mitmenschen zurückzustellen.
Gegrüßet seist Du, Maria...
O Heiliger Geist, erschließe für mich die Tiefen meiner Seele. Bringe mich zur Selbsterkenntnis. Lass mich doch sehen, wer ich wirklich bin. Verberge die Wahrheit nicht länger unter dem Schleier meiner Menschlichkeit.

4. Tag – Erkenntnis von den wahren Bedürfnissen der Seele
Komm, Heiliger Geist, öffne mein Herz, meinen Geist und meine Seele.
O Geist Gottes, öffne die Augen meines Geistes, damit ich die wahren Bedürfnisse meiner Seele kennen lernen möge. Öffne die Ohren meines Herzens für meine Seelennöte, die mir selbst verborgen geblieben sind. Geruhe, mich von allen untugendhaften oder sündhaften Neigungen und Gewohnheiten zu heilen, die das Wachstum meiner Seele behindern.
Gegrüßet seist Du, Maria...
O Heiliger Geist, erschließe für mich die Tiefen meiner Seele. Bringe mich zur Selbsterkenntnis. Lass mich doch sehen, wer ich wirklich bin. Verberge die Wahrheit nicht länger unter dem Schleier meiner Menschlichkeit.

5. Tag – Vergebungsbereitschaft
Komm, Heiliger Geist, öffne mein Herz, meinen Geist und meine Seele.
O Geist Gottes, schenke mir die Fähigkeit, alles zu verzeihen, was Menschen mir angetan haben. Geruhe, mich von allem Groll und aller Bitterkeit über Unrecht oder Beleidigungen zu heilen, denen ich zum Opfer gefallen bin. Lehre mich zu verstehen, dass Gott mir in dem Maße vergeben wird, in dem ich selbst meinen Mitmenschen vergeben kann, und dass ich erst das wahre Glück kennen werde, wenn ich mich in meinem Herzen mit meinen Feinden versöhnen kann.
Gegrüßet seist Du, Maria...
O Heiliger Geist, erschließe für mich die Tiefen meiner Seele. Bringe mich zur Selbsterkenntnis. Lass mich doch sehen, wer ich wirklich bin. Verberge die Wahrheit nicht länger unter dem Schleier meiner Menschlichkeit.

6. Tag – Hingabe und Weihe
Komm, Heiliger Geist, öffne mein Herz, meinen Geist und meine Seele.
O Geist Gottes, lege in mir die Fähigkeit zu einer vollkommenen Hingabe an Gottes Willen, eine stille Ergebenheit in dasjenige, was die Vorsehung für mich verfügt, und eine vollkommene Weihe an Maria, damit ich zur Verwirklichung von Gottes Heilsplan beitragen möge. Heile mich von der Neigung, alles selbst zu regeln, meine Sorgen festzuhalten und meinen Lasten übermäßige Aufmerksamkeit zu schenken.
Gegrüßet seist Du, Maria...
O Heiliger Geist, erschließe für mich die Tiefen meiner Seele. Bringe mich zur Selbsterkenntnis. Lass mich doch sehen, wer ich wirklich bin. Verberge die Wahrheit nicht länger unter dem Schleier meiner Menschlichkeit.

7. Tag – Reinheit des Mundes
Komm, Heiliger Geist, öffne mein Herz, meinen Geist und meine Seele.
O Geist Gottes, schenke mir die Reinheit des Mundes, denn Jesus sagt: "Was aus dem Mund des Menschen kommt, verunreinigt ihn". Heile mich von jeder Versuchung zur Verleumdung, zum Klatsch, zur üblen Nachrede, zur Lüge, zur Unaufrichtigkeit und zur falschen Schmeichelei. Lehre mich, lieber zu schweigen, als Gott in meinen Mitmenschen zu beleidigen.
Gegrüßet seist Du, Maria...
O Heiliger Geist, erschließe für mich die Tiefen meiner Seele. Bringe mich zur Selbsterkenntnis. Lass mich doch sehen, wer ich wirklich bin. Verberge die Wahrheit nicht länger unter dem Schleier meiner Menschlichkeit.

8. Tag – Glaube und Gottesfurcht
Komm, Heiliger Geist, öffne mein Herz, meinen Geist und meine Seele.
O Geist Gottes, schenke mir die Gabe eines brennenden Glaubens und einer tiefen Gottesfurcht. Heile mich von aller Unehrerbietigkeit gegenüber Gott und allem, was heilig ist, und von jedem Mangel an Vertrauen auf Gottes Vorsehung. Wecke in mir das Feuer, das alle Lauheit im Gebet, in der Heiligen Messe und gegenüber den Sakramenten aus mir vertreiben wird und mich vor jedem Sakrileg bewahren wird.
Gegrüßet seist Du, Maria...
O Heiliger Geist, erschließe für mich die Tiefen meiner Seele. Bringe mich zur Selbsterkenntnis. Lass mich doch sehen, wer ich wirklich bin. Verberge die Wahrheit nicht länger unter dem Schleier meiner Menschlichkeit.

9. Tag – Erkenntnis von eigenen Fehlern und Schwächen
Komm, Heiliger Geist, öffne mein Herz, meinen Geist und meine Seele.
O Geist Gottes, öffne meine Augen für meine eigenen Fehler und Mängel. Heile mich von allen meinen schlechten Gewohnheiten, die Verärgerung erwecken können oder mich selbst zur Sünde führen. Mache mich mehr meines eigenen Verhaltens bewusst, damit ich jede Schwäche in der Liebe und der Reinheit in mir selbst entdecken kann und mit Gottes Gnade an mir selbst arbeiten kann.

Gegrüßet seist Du, Maria...

O Heiliger Geist, erschließe für mich die Tiefen meiner Seele. Bringe mich zur Selbsterkenntnis. Lass mich doch sehen, wer ich wirklich bin. Verberge die Wahrheit nicht länger unter dem Schleier meiner Menschlichkeit.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, Pfingsten, 4. Juni 2006)

"(...) Dort, wo die Herrin aller Seelen Ihr Reich gründet, wird auch der Heilige Geist Sein Reich haben. Pfingsten ist wie das Aufblühen des Keimes der Heiligkeit in den Seelen. Pfingsten ist die Morgendämmerung von Gottes Reich in den Seelen. Es ist die aufgehende Sonne von Gottes Kraft, welche die Seelen bestrahlt, um den Keim der Heiligkeit, den der Ewige Vater in sie gelegt hat, zu befruchten. Pfingsten ist für jede Seele, die sich dafür empfänglich macht, die Wiederholung der Menschwerdung Christi in Meinem Schoß: Der Heilige Geist gießt Sich auf die Seele herab, um das Göttliche in ihr zum Blühen zu bringen. Aus diesem Grunde bedarf die Seele Meiner absoluten Herrschaft in sich, denn es ist Meine Herrschaft in der Seele, welche der Befruchtung durch den Heiligen Geist dadurch Form geben wird, dass Jesus Christus in der Seele wächst".

 

35. GEBET ZU MARIA UM DIE GABEN DES HEILIGEN GEISTES

(Myriam van Nazareth)

Liebe Mutter Maria,
In Dein liebevolles Mutterherz lege ich mein Sehnen danach, dass der Heilige Geist für immer Besitz von mir ergreifen möge.
Er möge meinen Geist erhellen, damit ich durch die Nebel hindurch, mit denen Satan meine Augen verschleiert, die ewige Wahrheit sehe. Möge ich so zur Erkenntnis von dem gelangen, was wirklich wichtig ist, und meine weltlichen Sorgen und Rückschläge als so unwichtig betrachten lernen, dass sie meinen Geist nicht länger in Fesseln halten.
Er möge mein Herz immer mehr in der Liebe zu Dir entbrennen lassen, damit ich mich jeden Augenblick des Tages so nach Dir und Jesus sehne, dass während meiner Gebetsvereinigung mit Dir nichts anderes mehr Platz in meinem Herzen und in meinem Geist findet.
Möge dieselbe erhabene Liebe zu Dir mich in eine vollkommene Hinwendung zur Abtötung eintauchen, damit ich alle Begrenzungen und Unzulänglichkeiten in meinem Alltag Dir frohgemut aufopfern kann, statt diese als ständige Quelle der Ablenkung meinen Geist beherrschen zu lassen.
Möge mein Glaube an die Ewigen Dinge als alleinigen Zweck meines Lebens mich wirklich glücklich machen, unabhängig von dem, was in meinem Leben geschieht.
Möge meine Liebe zu Dir der einzige Sinn meines Lebens sein und bleiben, denn als Dir geweihte Seele habe ich mein ganzes Wesen, mein ganzes Sein, Haben und Tun für immer in Deine Hände gegeben, und lebe ich somit nur für Dich, die Tür zu meinem Gott.

 

Die Gaben des Heiligen Geistes sind für die Seele das, was Nahrung für den Körper ist: lebensnotwendig. Es lässt sich sagen, dass die Einstellung, die Lebensweise, die Haltung und die Tugend eines Menschen weitgehend vom Ausmaß bestimmt wird, wie er durch den Heiligen Geist inspiriert wird. Es ist die gleiche Beseelung, die in einem hohen Ausmaβ den Grad der Liebe und Reinheit des Menschen bestimmt. Liebe zu Gott, Maria und den Mitmenschen, und Reinheit in Taten, Worten, Gedanken, Gefühlen und Wünschen sind die wichtigsten Gradmesser für die Heiligkeit. Dies alles lässt begreifen, warum der Heilige Geist der Heiligmacher genannt wird.

 

Zur Betrachtung: (Aus Antwortbriefe - Brief 50)

"Wenn das Herz von den Strahlen des Heiligen Geistes berührt wird, und es trinkt in vollen Zügen davon, schließt es sich Schritt für Schritt, Schicht für Schicht auf. Das Gefühlsleben könnten wir mit einer Rose vergleichen, von denen sich die Blätter bei anhaltend schönem Wetter Schicht für Schicht entfalten. Bei jeder weiteren Schicht, die sich entfaltet, erhöht sich die Fähigkeit, Licht und Wärme aufzunehmen. So ähnlich ergeht es dem Herzen (oder der Seele) unter Einwirkung des Heiligen Geistes. Das Herz orientiert sich immer tiefer an der wahren Liebe, möchte immer mehr davon verbreiten, usw."

 

39. GEBET ZUM HEILIGEN GEIST UM GEBETSVERTIEFUNG

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist,
Gemeinsam mit Deiner Himmlischen Braut, der ich mich vollkommen geweiht habe, sehnst Du Dich danach, Gottes Kinder in Heiligkeit zum Vater zu führen.
Auch Dein Widersacher weiß das, und untergräbt meinen Geist, damit meine Gespräche mit Gott und meine Hingabe an die Kraft des Lichtes gestört werden.
Da Du in jeder Seele erscheinst, in welcher Maria wahrhaftig die Herrin geworden ist, wende ich mich zuversichtlich an Dich um Erleuchtung und Befreiung.
Gewähre mir die Fähigkeit zu unterscheiden, was in diesem Leben und in meiner Denkwelt wirklich wichtig ist. Gewähre mir die Erkenntnis von allen Zeichen von Satans Wirken in meinem Geist, damit ich lerne, alle Entmutigung, Bitterkeit, Angst oder Sorge wie Kinder seiner Finsternis zu betrachten und diese zu meiner Befreiung dem Licht von Gottes Liebe aufopfern kann.
So wie die Herzen Mariä und Jesu in absoluter Liebe vereint sind, so möchte auch ich mein Herz in Liebe mit dem Unbefleckten Herzen vereinen.
Sende mir daher Dein Feuer. Lass mein Herz in tiefer Liebe entbrennen, damit ich nicht aufhöre, mich nach Maria zu sehnen. Möge diese tiefe Liebe und Sehnsucht mein Herz und meinen Geist ständig bei und in Maria verweilen lassen, und möge ich Sie immer in meinem Herzen und meiner Seele beherbergen zur Entfernung aller nicht mit Ihr zu vereinbarenden Gedanken.
Heiliger Geist, geruhe, mir ebenfalls die Gnade der vollkommenen Hingabe zu schenken. Lehre mich, mich selbst in blindem Vertrauen in Marias Hände zu legen, so dass ich vor Ihr als ein hilfloses Kind erscheinen kann, das selber nichts kann, und das weiß, dass die Mutter mit Göttlicher Liebe und Weisheit für es sorgt und über es herrscht. Nur dann wird mir die Gnade des Gleichmuts und des Frohmuts zuteilwerden.
Mache aus mir ein wahres Kind Mariä, das in der Geborgenheit des Lichtes lebt und nicht durch die scheinbaren Unsicherheiten der Schatten berührt wird, die Satan wirft, wenn er die Gelegenheit bekommt, sich zwischen das Licht Gottes und der Menschenseele zu schieben.
O Heiligmacher, sättige meine Sehnsucht und vereine mich mit meiner Himmlischen Mutter.

 

Die Tiefe unseres Gebetes ist von größter Bedeutung, denn das Gebet ist Sprechen mit Gott. Es ist durch das Gebet, dass wir Gott in unser Leben herein ziehen, und es ist auch durch unser Gebet, dass wir zur Reinigung der Welt beitragen: Je inbrünstiger unser Gebet ist, desto mehr tragen wir zur raschen Gründung des Reiches Christi auf Erden bei.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 27. Mai 2006)

"Die Seele setzt sich aus einer Anzahl von Schichten oder 'Stockwerke' zusammen, die sich eigentlich gleichsam durcheinander bewegen können. In den tiefsten Kern der Seele hat Gott den Keim der Heiligkeit gelegt, als eine Einladung für das menschliche Geschöpf, die Reise der Selbstentfaltung niemals aufzugeben. In diesem tiefsten Kern suche Ich Meinen Thron als Herrin der Seele zu errichten. In diesem Kern wird auch die Himmlische Hochzeit zwischen Jesus oder Mir Selbst und der Seele geschlossen, wenn diese zu diesem Weg berufen worden ist. Auch in diesen Kern sucht Jesus nach der Heiligen Kommunion hinabzusteigen.

Der tiefste, heilige Kern der Seele wird von der übergroßen Mehrheit der Seelen nie entdeckt. Die Kontakte mit allen irdischen Einflüssen, Bildern, Worten, Geräuschen, Situationen ebenso wie eigenen Erinnerungen, Einbildung, Phantasien, Gedanken und anderen Faktoren legen Staub und Schlamm um die Seele herum und vermischen sich in und zwischen sämtlichen Schichten derselben. Dadurch wird die Heiligung ein schwieriger Prozess, und zwar in dem Maße umso schwieriger, wie die Seele an weltlichen Genüssen, Gewohnheiten, Scheinbedürfnissen, Erinnerungen, Verfassungen, Denkweisen festhält. Heiligung der Seele ist daher an erster Stelle eine Sache der Reinigung: Aller Staub und Schlamm muss ausgegraben und entfernt werden. Dies erfolgt durch Gebet, Aufopferungen, Sühneakte, Anstreben eines Lebens in allen Tugenden, und Anteilnahme an den Heiligen Sakramenten in tiefem Glauben und tiefer Ehrerbietung. Die Seele kann dies nicht alleine tun.

Reinigung ist gewissermaβen wie das Graben eines Tunnels zum Kern der Seele, um diese zu befreien. Dabei müssen unterwegs alle Erde, aller Staub, Schlamm und alle Unreinheiten entfernt werden. Dieses Entfernen erfolgt durch die Weihe derselben an Mich: das ausdrückliche Aufopfern jeder verunreinigenden Situation und jedes verunreinigenden Ereignisses des Lebens in der Vergangenheit und Gegenwart, und von jeder Erinnerung, jedem Gedanken, jeder Verfassung, jeder Prüfung und jedem Element aus dem Alltag, das verunreinigt und das Unfrieden in das Herz bringen kann oder zur Untugend oder Sünde Anlass geben kann. Das letztendliche Ziel des Grab- und Reinigungswerkes ist das Freilegen des Kerns der Seele, damit der heilige Keim neuen Sauerstoff bekommt: den Atem des Heiligen Geistes. Die treibende Kraft dieser ganzen Grab- und Aufräumungsarbeit ist die Liebe."

 

57. WEIHE AN DEN HEILIGEN GEIST

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, ich gebe mich Dir hin.
Verwandle mich in ein Kind des Lichtes.
Schenke mir die Fülle Deiner Gaben.
Reinige den Garten meiner Seele vom Unkraut meiner Sünden, damit der Baum meines Lebens Früchte tragen kann.
Mach aus meinem Herzen einen Tempel der Reinheit, einen Ort der Heiligkeit, in dem ich Seelen an Maria und Jesus weihen darf.
Möge Dein Pfingstfeuer all dasjenige verbrennen, was in mir tot ist. Wecke in meiner Seele das Ewige Leben, das sie bei ihrer Schöpfung erhalten hat, das allerdings schlummert unter der Schicht der irdischen Finsternis.
Befreie mich aus jeglicher weltlichen Verwirrung. Öffne mir die Augen für den Plan, zu dem Gott mich bestimmt hat.
Ergieße die unvergängliche Liebe in mein Herz, damit mir nur das Geben Freude bereiten kann und ich durch die völlige Hingabe meines ganzen Wesens zur Fülle des Reichtums gelangen kann. Tränke mich am Ozean Deiner Gnaden, damit auch die Quelle meiner Großzügigkeit nie versiegt, und ich zum Mond werden möge, der Gottes Licht an die Welt weiterleitet.
Heiliger Geist, ich gehöre Dir mit meinem ganzen Wesen. Bestrahle meinen Geist mit der Göttlichen Weisheit. Erleuchte Tag für Tag den Weg meines Lebens mit dem Göttlichen Feuer, damit ich immer Gottes Wege finde, meine Augen Deine Himmlische Braut Maria schauen können und ich Ihre Führung begreifen kann.
O Heiliger Geist, gewähre mir die Kenntnisse der ewigen Wahrheit. Lass meine Augen dasjenige schauen, was wirklich ist.

 

Unsere Zeit bedarf einer dringenden Ausgießung der Gaben von Gottes Geist in die Seelen. Trotz des rasch zunehmenden Grades der materiellen Entwicklung ist diese Welt in eine beispiellos tiefe Finsternis gehüllt. Die Anrufung des Heiligen Geistes und das Gebet zu Ihm gehört zu den wichtigsten Schlüsseln zur Gründung des Königreichs Christi auf Erden. Es ist somit kein Zufall, dass die Allerheiligste Jungfrau Maria so inständig drängt, uns an den Heiligen Geist zu wenden. Tun wir dies immer in Verbindung mit Maria, denn Ihre Macht, die Ausgießung des Heiligen Geistes zu erwirken, ist wirklich uneingeschränkt. Dienen wir Ihr in vollkommenem Gehorsam, und Sie wird uns die unendlichen Schätze des Heiligen Geistes schenken, die unser ganzes Wesen und Leben bereits hier auf Erden in einem beispiellosen Maße verändern werden.

 

Zur Betrachtung: (Aus Antwortbriefe - Brief 66)

"Jesus versprach, der Vater werde auf Sein Wort hin den Heiligen Geist senden. (...) Der Vater sendet den Heiligen Geist jetzt in Seiner Fülle in der Herrin aller Seelen, denn Sie unterrichtet jetzt mehr denn je die Seelen in sämtlichen Mysterien der Seele, des seelischen Lebens und der Heiligung. So ist Sie auch in dieser Hinsicht Vorbote der Vollendung".

 

72. GEBET ZUM HEILIGEN GEIST UM BEFREIUNG AUS DER FINSTERNIS

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, Botschafter des Lichtes,
Aus dem Todeskampf unserer umnachteten Seele rufen wir zu Dir.
Finsternis entzieht unser wahres Selbst unseren Augen. Die Fenster unserer Herzen bleiben geschlossen für unseren Nächsten. Gott ist nur noch ein Schatten in dunklen Fernen.
Unsere Ohren sind betäubt durch die schreiende Unwissenheit dieser Welt. Öffne sie für die besinnliche Wahrheit des Evangeliums.
Unsere Augen sind müde von der Dunkelheit der Gottlosigkeit um uns herum. Öffne sie für den Glanz der wahren Heiligkeit.
Unsere verstummten Münder sprechen das stille Urteil der Gleichgültigkeit. Öffne sie, damit sie Gottes Gerechtigkeit verkünden.
Unsere Geister dösen auf den betäubenden Wellen eines materiellen Lebens ohne Gefühl. Wecke sie auf mit der beseelenden Kraft der Weisheit.
Unsere Herzen verkümmern in der trostlosen Kälte von Hass und Selbstsucht. Brenne das Merkzeichen der Welt aus unseren Herzen durch das alles verzehrende Feuer der Liebe.
Unser Gemüt ertrinkt in den Stürmen des Fürsten von allem Chaos und aller Unsicherheit. Nimm alle Zweifel aus den Menschenherzen weg in den Zeichen der Gegenwart Gottes, damit unsere Wankelmütigkeit zur unverwüstlichen Treue zum Reich der Ewigen Freude wird.
Unsere getöteten Sinne kommen nur noch zum Leben in den Zuckungen von allem, was schocken will und unseren Nächsten demütigt. Gib ihnen das ewige Leben im Genuss der Schönheit wahrer Schlichtheit und Nächstenliebe.
Unsere Seelen sterben langsam am Gift aus Evas Apfel. Gib ihnen den Leib Jesu zu essen, gib ihnen Sein Blut zu trinken, bade sie in Marias Sühnetränen und parfümiere sie durch die salbende Berührung unserer Himmlischen Lilie, damit sie im Duft der Heiligkeit zum Reich des Lichtes hinübergehen.

 

Alles im Zusammenhang mit dem Irdischen trägt Elemente der Finsternis in sich. Alles, was Himmlisch ist, ist Licht. Unsere Prüfungen, Qualen, und Schmerzen können nur Früchte tragen und unsere Unwissenheit, Verblendung, Verirrungen und Täuschungen können nur durchbrochen werden, wenn wir uns vollkommen für das Licht öffnen. Uns dem Licht öffnen, bedeutet, uns mit dem Heiligen Geist verbinden und uns durch Ihn‚ 'erobern' lassen. Er kann uns von aller Finsternis befreien.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 1. Juni 2006)

"(...) Die liebevolle Annahme und Weihe aller Leiden und aller Prüfungen bildet das Fundament, auf dem der ganze Heilsplan Gottes gebaut ist. Die Erlösung, die Jesus am Kreuz durch Seine Leiden in vollkommener Annahme und brennender Liebe erkauft hat, kann erst in dem Maβe ihre volle Auswirkung in den Seelen bekommen, wie sie selbst dem Vorbild Jesu nachfolgen. Erlösung bleibt gleichsam tot, solange die Seele diese nicht wirklich im Kern ihres Wesens lebt, indem sie alle Prüfungen und Kreuze ohne Protest und mit Liebe zu Jesus und Mir Selbst annimmt. Nur dann führt Erlösung zu ihrer Krönung: zur Heiligung. Dies ist die tiefe Bedeutung der Tatsache, dass der Heilige Geist kommen musste, das Werk Christi zu krönen: Erlösung durch Christus muss ihre Vollendung in der Heiligung durch den Heiligen Geist finden. Ich Selbst bin die Führerin in jeder dieser Phasen. (...)"

 

115. BITTGEBET UM DAS KOMMEN DES HEILIGEN GEISTES

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist,
Flammender Pfeil, der Sich in die Herzen bohrt und alles Blut mit dem Feuer der Heiligkeit schwängert, wie unterkühlt ist Gottes Schöpfung geworden.
Tränen von Leid, Einsamkeit und Qual haben in vielen Herzen das Feuer der Liebe gelöscht. Die glimmende Asche der Hoffnung ist alles, was ihnen bleibt.
O sengender Wind der Neugestaltung, aus dem Mund Jesu gestoßen am Kreuz der verkannten Liebe, taue die gefrorenen Herzen auf, Erben des kalten Feuers der Hölle.
O Blume der Ewigen Wahrheit, in auserwählten Seelen am Ersten Pfingsten erblüht, reinige die vernachlässigten Gärten vom Unkraut der Täuschung.
O unendliche Quelle des Lichtes, die verdunkelte Geister erleuchtet, wecke alles zum Leben, was in den Seelen am Gift der Unwissenheit gestorben ist. Schließe die Augen vor dem Irrlicht aus dem Reich des Zerfalls.
O Schatzkammer der Ewigen Tugenden, wecke in den abgeirrten Herzen die Sehnsucht nach der Vermählung mit Deiner Himmlischen Braut Maria, der Schatzmeisterin aller Deiner Gaben, damit sie am Brunnen von Gottes Gnaden gelabt werden mögen.
O erquickende Brise der schöpfenden Weisheit, vertreibe den Rauch, der Deine Welt vor trüben Menschenaugen verbirgt, damit sie ihren Unglauben begraben können. Befreie Gottes blinde Erben von weltlichem Denken und weltlichen Anhänglichkeiten.
O alles beseelende Allmacht, gieße die Kenntnis der ewigen Werte in die Herzen, damit sie in Freude und Frieden leben. Lehre Gottes Kinder, die tiefe Schönheit ihrer Nächsten zu entdecken und zu ehren.
Komm Heiliger Geist, Seufzer der Liebe, ewige Stimme, die das Wort durch die Jahrhunderte flüstert, komm und erfülle uns mit Gottes Weisheit.
Komm Heiliger Geist, Feuer der schöpfenden zarten Liebe, lasse alle Herzen für Gott und für alles um sie herum brennen.
Komm Heiliger Geist, geflügelter Träger allen Wissens, offenbare uns Gottes Herrlichkeit und enthülle uns das tiefe Wesen unserer eigenen Seele.
Komm, Heiliger Geist, Atem des Ewigen Lebens, befreie uns aus der bedrängenden Sklaverei der Finsternis, die Herzen und Seelen erstickt.
Komm, Heiliger Geist, ergieße Dich über uns mit der Fülle der Gaben Gottes, damit wir den Weg der Heiligkeit finden, die zum wahren Glück in Deinem Reich des Lichtes führt.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 4. Juni 2006)

"Es passt zu der Würde der Seele, dass sie ein Zönakel wird. Ich will in der Seele herrschen können, damit sie zum Zönakel wird. Die Seele in ein ständiges Zönakel umzugestalten, bedeutet, dass sie gleichzeitig zu drei Dingen wird:

1. zu einem Ort, an dem das Letzte Abendmahl gefeiert wird und wo Jesus Seine ewig dauernde Gegenwart im Allerheiligsten Sakrament einsetzt. So wird die Seele einer konsekrierten Hostie und einem Kelch des Blutes ähnlich, das Erlösung bringt.

2. zu einem Ort, an dem Ich Selbst inständig bete und die reinsten Verbindungswege zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit zustande bringe.

3. zu einem Ort, an dem der Heilige Geist Seine große Ausgießung Göttlicher Gaben vollzieht, weil Ich dort als Königin thronte".

 

208. LITANEI ZUM HEILIGEN GEIST

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, Spender von Gottes Licht, Feuer und Kraft, durch das Unbefleckte Herz Mariä, Deiner Himmlischen Braut, und zur Heilung Ihres Kummers um die Welt bitte ich Dich, gieße Dich Selbst über Gottes Kinder aus, denn die Verlockungen der Welt haben sie geschwächt.

Damit sie begreifen, dass Anbetung des gekreuzigten Jesus ihr eigenes Kreuz zur Quelle von Gnaden macht, komm, Heiliger Geist, gieße Gottes LICHT in die GEISTER.
Damit sie begreifen, dass Buße und Opfer sie aus dem Griff des Bösen befreit, (...).
Damit sie begreifen, dass die Annahme von Bürden und Unannehmlichkeiten den Teufel aller Macht beraubt, (...).
Damit sie begreifen, dass Vereinigung mit Maria, der Schmerzensreichen Mutter und Miterlöserin, alle ihre Prüfungen heiligt, (...).
Damit sie begreifen, dass die vollkommene Weihe ihrer selbst an Maria sie und viele andere zum Himmelstor führt, (...).
Damit sie begreifen, dass Krankheit und Schmerzen, die Maria geopfert werden, Gnaden auf die Welt herabrufen, (...).
Damit sie begreifen, dass der Rosenkranz die Kette ist, mit welcher der Teufel gebunden wird, (...).

Damit sie brennen vor Sehnsucht nach Bekehrungen, um den Durst des gekreuzigten Erlösers zu löschen, komm, Heiliger Geist, gieße Gottes FEUER in die HERZEN.
Damit sie brennen vor Sehnsucht nach Gebet zur Befreiung ihrer Nächsten, die Sklaven der Sünde sind, (...).
Damit sie brennen vor Liebe für den schöpfenden und rettenden Gott, der ihnen den Himmel bereitet, (...).
Damit sie brennen vor Liebe zu Maria, ihrer ewigen Mutter, die durch Ihre Tränen die Seelen veredelt, (...).
Damit sie brennen vor Eifer, wahre Diener Jesu und Mariä zu sein, (...).
Damit sie brennen in der Gabe ihrer selbst und ihres ganzen Lebens zur Gründung des Reiches Christi auf Erden, (...).
Damit sie brennen, durch ihre Selbstverleugnung das Weizenkorn zu sein, womit der Herr der Ernte sterbende Seelen nährt, (...).

Damit sie imstande sind, ihr wahres christliches Erbe mit Standhaftigkeit und Liebe zu verteidigen, komm, Heiliger Geist, gieße Gottes KRAFT in die SEELEN.
Damit sie imstande sind, ihr Kreuz mit Liebe zu tragen zur Rettung von Gottes Welt, (...).
Damit sie imstande sind, das kurze Glück ihres irdischen Lebens frohgemut für das ewige Heil aufzuopfern, (...).
Damit sie imstande sind, auf alle Anhänglichkeiten zu verzichten, die sie von der Vereinigung mit Gott entfernen, (...).
Damit sie imstande sind, weltlichen Genuss für die Interessen Gottes und ihres Nächsten aufzugeben, (...).
Damit sie imstande sind, alle Tugenden Mariä durch Reinheit an Geist, Herz und Körper anzustreben, (...).
Damit sie imstande sind, mit Mut und Glauben weltliche Gewohnheiten abzulegen und die Stimme der Welt nicht zu beachten, (...).

 

Zur Betrachtung: (Aus Antwortbriefe - Brief 115)

"Sie befürchten, der Heilige Geist könne wegen Ihrer derzeitigen Verfassung nicht wirklich in Ihnen wirken. Der Heilige Geist wirkt in allen Seelen. Allerdings ist es so, dass Er Sein Wirken erst fruchtbar machen kann, wenn Er in einer Seele einen Boden vorfindet, der 'offen' ist, so ähnlich wie der Boden eines Ackers nicht allzu angepresst sein darf. Eine offene Seele ist eine Seele mit freiem, entspanntem Gemüt. Diese Verfassung herrscht in der Seele vor allem dann, wenn sie den inneren Frieden gefunden hat. Sie atmet gleichsam auf, fühlt sich frei und öffnet sich voll dem Göttlichen Licht".

 

233. GEBET ZUM HEILIGEN GEIST UM FÜHRUNG

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist,
Brise Ewigen Lebens, der Jesus, das Licht der Welt, in Marias Schoß zum Blühen brachte.
Unrast löscht alles Licht in meinem Herzen, Finsternis macht meine Schritte unsicher. Komm doch, Licht von Heiligkeit, entzünde in mir den Göttlichen Funken, der meine ganze Umgebung entflammen lässt.
Salbe mein Gemüt mit der Sicherheit und dem Glauben der Seele, die sich in Gottes Händen weiß, damit kein Zweifel mich vergiftet.
Beseele alle meine Taten und Worte mit dem Mut von Gottes Erben, der weiß, dass nichts von dieser Welt sein wahres Wesen berühren kann.
Führe mich in allen meinen Handlungen und Entscheidungen, damit sie Früchte der Saat sein mögen, die Du in mir gesät hast.
Schenke mir das Vertrauen und die Standhaftigkeit eines Gotteskindes, damit kein Wort, keine Handlung, kein Blick Bösartiger oder Unwissender mich ins Wanken bringen kann.
Lege mir die Worte der Ewigen Weisheit in den Mund, damit nur Atem des Lebens aus mir strömen möge.
Lehre mich, Gut und Böse zu unterscheiden, damit keine Falle mir verborgen bleiben möge und meine Augen auf das Licht geheftet bleiben.
Gieße das Göttliche Licht über mich aus, das alle finsteren Einflüsse weit von mir vertreibt, damit mein ganzes Wesen Frucht tragen möge.
Verzehre mein Herz mit Himmlischer Liebe, damit ich allem, was nicht heilig ist, mit dem Frieden Christi und Marias Sanftmut entgegentreten kann.
Mache alle meine Tage zu einem ständigen Gebet, einem niemals aufhörenden Zwiegespräch mit Gott, damit in mir nur Handlungen, Gedanken und Worte von Licht und Heiligkeit geboren werden können.
O Heiliger Geist, Führer und Stimme der Heiligen, ich gebe Dir meinen Geist, mein Herz, meine Hände, meinen Mund und mein ganzes Wesen. Sei bei und in mir, jetzt, demnächst und alle Zeit bis zu meinem letzten Atemzug auf dieser Welt.

 

Die moderne Welt ist wie ein steuerloses Schiff auf einem unruhigen Meer. Dies kommt in hohem Maße dadurch, dass die Menschen die uralten christlichen Werte ungenügend beibehalten und nicht mehr auf die Stimme des Heiligen Geistes hören. Der Mensch ist umgeben von dem Getümmel und dem Chaos der Zivilisation und kehrt nicht mehr in die Stille seines eigenen Herzens ein, wo Gottes Geist spricht. Der Heilige Geist spricht mit vielen Zeichen, die der Mensch nicht mehr sieht, weil seine Augen sich an aufdringliche Reize gewöhnt haben und unempfindlich geworden sind für die sanften Eingebungen, mit denen Gott Sich ihm zuwendet. 

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, Pfingsten 4. Juni 2006)

"Einer der deutlichsten Ausdrücke der Unterschrift des Heiligen Geistes in der Seele ist dieser: Er hält der Seele einen Spiegel ihrer selbst vor, so dass sie sich selbst, manchmal für einen kurzen Augenblick, manchmal länger, manchmal auch unaufhörlich, durch die Augen Gottes sieht. Sie sieht sich selbst gewissermaßen so, wie Gott sie sieht, mit ihren Schwächen, Fehlern und Unvollkommenheiten. Sobald eine Seele nicht imstande ist, diese zu sehen, und nicht bereit ist, anzunehmen, dass diese in ihr anwesend und wirksam sind, trägt sie den Heiligen Geist nicht wirklich in sich. Als die Herrin aller Seelen habe Ich die Aufgabe, diesen Bewusstwerdungsprozess in der Seele richtig zu lenken, damit die Seele dadurch nicht schockiert wird, sondern diesen Prozess durch die Kraft der Liebe wie ein Sprungbrett zur Bekehrung oder Vervollkommnung benutzt".

 

262. HERABFLEHEN DES HEILIGEN GEISTES AUF DIE WELT

(Myriam van Nazareth)

O geliebter Heiliger Geist,
Die Finsternis der Sünde verbannt das Licht der Heiligkeit aus den Seelen.
Komm, o Göttliche Flamme, rufe die Morgendämmerung auf unsere Herzen herab, die leiden unter der Aussichtslosigkeit der Nacht des irdischen Exils.
Ich bitte um die Ausgießung des Feuers, das Du in Maria gelegt hast und das das Licht der Welt geboren hat.
Steige auf alle Herzen herab. Erfülle sie mit dem Feuer der reinen Liebe, damit sie sich von allem abkehren, was von den christlichen Tugenden abweicht.
Steige auf alle Geister herab. Gib ihnen die Fähigkeit, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, die Feinde Christi zu erkennen und alle Lügen, Listen und Versuchungen des Bösen zu entlarven.
Steige auf alle Körper herab. Gib ihnen die Kraft, die Aufgabe zu erfüllen, die der Göttliche Heilsplan ihnen anvertraut hat, und ihr Kreuz zu tragen zur Rettung der Welt.
Steige auf alle Seelen herab. Wasche sie unter dem Wasserfall Deiner Gaben, damit die Menschheit aufs Neue die Krone der Heiligkeit erwerben möge, wozu Gott sie bei der Gründung der Welt vorherbestimmt hat.
Komm, Heiliger Geist, steige jetzt auf die Erde herab, damit sie von aller Finsternis und Unreinheit gereinigt werden möge und bereit sein möge, das Reich Gottes in ihrem Schoß zu empfangen.

 

Zur Betrachtung: (Aus Antwortbriefe - Brief 124)

"Wenn Sie jetzt schreiben, dass Sie mit den weltlichen Dingen und mit dem Mammon keine Kompromisse mehr eingehen können und Sie sich ganz dem Heiligen Geist hingeben wollen, so deuten Sie dadurch gerade den Weg an, auf welchem Sie die Besteigung des Berges zu Gott hin – und dadurch zum wahren inneren Frieden hin – in der zweckmäßigsten Weise absolvieren können, ohne dabei in Atemnot zu geraten. Der Atem des Heiligen Geistes hält die Seele aufrecht, wenn sie durch die Prüfungen, durch die neuen Erkenntnisse von der Wahrheit und durch ihre Enttäuschungen über sich selbst der Empfindung des Erstickens unterliegt. Halten Sie sich dabei fest vor Augen, dass es in diesen Letzten Zeiten Maria ist, die den Heiligen Geist in die bereitwilligen Seelen hineinträgt. Sie ist es, die jegliche innere Entwicklung und jeglichen inneren Kampf in der Seele so benutzt, dass die Seele völlig neu gestaltet werden kann. Sie ist es auch, die Ihnen den für Sie geeigneten und vorbestimmten Pfad auf den Berg zeigen und mit Ihnen zum Gipfel steigen wird, in dem Maße, wie Sie Ihr das erlauben und wie Sie an Ihre Macht und Liebe glauben".

263. TÄGLICHES GEBET ZUM HEILIGEN GEIST

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist,
Sei mein Sonnenstrahl, wenn mein Geist umnebelt ist, denn ohne das Göttliche Licht bleibt meine Bestimmung für mich verborgen.
Sei mein Licht, wenn Verwirrung mich in Finsternis hüllt, denn jeder Gedanke, der nicht von Dir beschienen wird, verliert sich im Nichts.
Sei mein Führer in allen meinen Wahlen und Entschlüssen, denn nur die Wahrheit führt zum Ewigen Leben.
Sei mein Feuer, wenn mein Herz sich abkühlt, denn nur die reine Liebe führt zum Himmel.
Sei mein Warner, wenn ich in Sünde zu fallen drohe, denn jede Sünde ist ein Irrweg, der von Gottes Liebe wegführt.
Sei mein Tröster in allen meinen Betrübnissen, denn die Freude ist Gottes Schild gegen die verwüstenden Spuren des Bösen in den Herzen.
Sei meine Quelle der Hoffnung in aller Mutlosigkeit, denn wer vertraut, trägt Gottes Kraft in sich.
Sei meine Kraft in allen Schwachheiten an Körper, Geist und Herz, denn wer seinen schweren Weg zu vollenden weiß, sät ewige Blumen in den Garten seiner Seele.
Sei meine Quelle der Weisheit, denn ohne das Licht Deiner Eingebungen ist mein ganzes Wesen blind.
Sei das Wasser des Lebens für den Acker meiner Seele, denn ohne den Regen Deiner Gnaden kann sie keine Früchte der Heiligkeit tragen.
Sei der Ring meiner Vermählung mit Jesus und Maria, denn wer bereit ist, sich selbst als Brautschatz dem Erlöser und der Königin des Himmels hinzugeben, erhält die Ewige Glückseligkeit des Himmels als Brautstrauß zurück.
O Geist Gottes, in den Namen Jesu und Mariä, inspiriere alle meine Handlungen, Gedanken, Worte, Gefühle und Bestrebungen, damit sie das Wahre Leben in sich tragen mögen.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 8. Juni 2006)

"(...) Ich bin der Sitz der Weisheit, der Thron des Heiligen Geistes. Ein Thron ist ein Symbol für den Ort, von welchem herab Macht ausgeübt wird. Der Heilige Geist übt Seine neugestaltende Macht in vollkommener Weise durch Mich aus. Er tut dies nur, weil Ich vollkommen eins mit Ihm bin. Er hat an Mir die Himmlische Hochzeit vollzogen, und hat Seine sämtlichen Güter und alle Seine Kräfte mit Seiner Braut geteilt. Er lebt und herrscht als Göttliche Person, und auch Seine Braut lebt und herrscht als Herrin über alle Seine Güter und Kräfte (...)".

 

312. BITTGEBET ZUM HEILIGEN GEIST

(Myriam van Nazareth)

(u.a. empfohlen zu Beginn eines Gebetstreffens)

O Heiliger Geist,
Breite Deine Flügel über uns aus. Aufgrund der Gegenwart Deiner Himmlischen Braut Maria in unseren Herzen, lass jetzt Jesus Christus in uns geboren werden, zur Verherrlichung der Heiligsten Dreifaltigkeit.
Komm, Heiliger Geist, öffne mein Herz mit dem Feuer Deiner brennenden Liebe, damit ich meinen Nächsten mit Marias Herzen lieben möge.
Komm, Heiliger Geist, erleuchte meinen Geist mit dem Licht der Göttlichen Weisheit, damit ich Gottes Plan mit mir, mit meinem Leben und mit der ganzen Schöpfung durchschauen und erfüllen helfen möge.
Komm, Heiliger Geist, entzünde mein Herz mit der wahren Gottesfurcht, damit ich mit Inbrunst mein tägliches Kreuz aufnehmen möge und Maria in demütiger Hingabe dienen möge zur Bekämpfung von allem Bösen.
Komm, Heiliger Geist, beatme meine Seele mit der Reinheit der Engel, damit ich wie Maria einen Himmlischen Widerstand gegen alle Sünde anstreben möge.
Komm, Heiliger Geist, stärke meinen Glauben und mein Vertrauen, damit die scheinbare Finsternis mich nicht täuscht oder entmutigt, und ich spüren möge, dass das Licht unbesiegbar ist.
Komm, Heiliger Geist, mache jetzt mein Herz frei von allem, was das Göttliche Licht hindern kann.
Auf Marias Fürsprache, gieße jetzt Deine Himmlischen Gaben in meine Seele, damit die Kraft, die Gottes Güte mir geben will, in mir zum Blühen kommen möge.

 

Zur Betrachtung: (Aus Antwortbriefe - Brief 218)

"Sie fragen, wie die Seele den Heiligen Geist in sich nähren kann?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir ausfindig machen, wie die Seele den Heiligen Geist anziehen und Ihn davon überzeugen kann, dass es sich in ihr 'gut lebt'.

Der Heilige Geist kann von der Seele zwei verschiedene Einladungen bekommen.

* Entweder lädt Ihn die Seele dazu ein, einen Besuch bei ihr abzustatten. Er wird kommen, wird der Seele Blumen mitbringen und wird bald wieder gehen;

* oder die Seele lädt Ihn dazu ein, bei ihr wohnen zu bleiben. Er wird kommen, aber diesmal mit Gepäck, und wird bei der Seele einziehen.

Was ist der Unterschied?

Wenn die Seele in einem Augenblick der Inbrunst ein Gebet oder Stoßgebet zu Gott hochschickt und Ihn um Hilfe bittet, kann Gott Seinen Geist in die Seele ergießen. Vergisst die Seele das alles bald, nachdem sie Hilfe hat erfahren dürfen, so wird Sich der Geist Gottes wieder zurückziehen, bis Er davon überzeugt ist, dass Er weiterhin willkommen ist und die Seele eine etwas dauerhaftere Sehnsucht nach Ihm entwickelt hat.

Wenn sich die Seele jedoch zu einem Leben in ständiger Berührung mit Gott hingezogen fühlt, wird der Geist Gottes Sich ihrer annehmen, weil sie sich Ihm richtig aufschließt. Er betritt dann die Seele sozusagen mit einem Koffer voller Gnaden, die nie ausgehen. Er errichtet in ihr Seine Burg, die Er zu einer Festung umbaut, in der Er lebt und in der Sein Atem die Luft füllt. Seine Gaben sind unerschöpflich, weil alles, was Göttlich ist, nie zu Ende geht".

 

352. MORGENANRUFUNG ZUM HEILIGEN GEIST

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, Mysterium heiligenden Feuers vom Dreifaltigen Gott, hülle heute mein ganzes Wesen in den Regenbogen der Gnaden, damit das Leben bringende Licht der Heiligsten Dreifaltigkeit meine wahre Nahrung sein möge.
Komm, Heiliger Geist, schenke mir heute das Licht der Himmlischen Freude.
Komm, Heiliger Geist, öffne heute meine Seele für die Himmlische Weisheit.
Komm, Heiliger Geist, heilige heute das Kreuz meiner Leiden und Schmerzen.
Komm, Heiliger Geist, öffne heute meine Augen für das Ewige Licht.
Komm, Heiliger Geist, richte heute meinen Blick auf dasjenige, was meine Seele braucht.
Komm, Heiliger Geist, befruchte heute alle meine Handlungen, Gedanken und Worte.
Komm, Heiliger Geist, lass heute mein Herz brennen wie eine Fackel Himmlischer Liebe.
Komm, Heiliger Geist, bestrahle heute meine Seele mit dem Licht der Heiligkeit.
Komm, Heiliger Geist, breche heute alle Schlösser in mir auf.
Komm, Heiliger Geist, lass mich heute erkennen, wer ich wirklich bin.
Komm, Heiliger Geist, zeige mir heute meinen Weg und meine Bestimmung.
Komm, Heiliger Geist, lass mich heute sehen, was verborgen bleibt für Verblendete.
Komm, Heiliger Geist, erschließe heute für mich das Wissen um Gut und Böse.
Komm, Heiliger Geist, schmücke heute meine Seele mit Deinen Himmlischen Gaben.
Komm, Heiliger Geist, vermähle mich heute mit Deiner Himmlischen Braut Maria, damit ich für immer in Deinem Herzen leben kann.

 

Der Wert des Heiligen Geistes für das Heil der Seele wird sogar von vielen Christen unterschätzt. Gottes Geist ist für die Seele, was Kraftstoff für ein Auto ist: Ohne Seine Gaben und Wirkungen 'funktioniert die Seele nicht', trägt sie kein Leben und kommt sie nicht voran. Wer den Heiligen Geist vernachlässigt, bleibt stecken. In Gottes Augen ist dies eine Unzugänglichkeit, denn jedem Menschen obliegt die Verpflichtung, zu versuchen, seine Seele zu entwickeln. Sobald wir uns angewöhnen, den Heiligen Geist regelmäßig anzurufen, werden wir sogar bei unseren täglichen Schwierigkeiten Hilfe erfahren, als ob uns plötzlich alles besser gelingt. Vor allem aber auf der seelischen Ebene werden sich Veränderungen vollziehen, deren immensen Wert wir jetzt noch nicht sehen.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 23. November 2006)

"Schwere Wolken können auf verschiedene Weisen verschwinden: Sie können ausregnen, sie können durch den Wind vertrieben werden, oder sie können durch die Kraft der Sonnenstrahlen aufgelöst werden. So ergeht es auch den Wolken in einer Seele, die blind für das Licht von Gottes Wahrheit ist: Es fehlt der Sonne von Gottes Licht nicht an Kraft, aber die Seele kann hartnäckig an ihrer Verblendung festhalten, weil sie meint, dabei weltlichen Vorteil zu haben. Daher ist oft Wind notwendig, um die Wolken zu verjagen, die das Licht für die Seele verbergen. Dieser Wind ist der Heilige Geist, der Seine Wirkung in den Seelen entfaltet, indem Er alle Wolken und Nebel wegbläst. Dieser Wind wird erzeugt durch die Kraft von Gebeten, Aufopferungen, Buße, innig gelebter Weihe und die inbrünstige Anwendung der Heiligen Sakramente.

In bestimmten Fällen wird es für die Seele günstig sein, dass Wolken einfach an Ort und Stelle ausregnen. Dies geschieht, wenn die Seele durch Reue oder Betrübnis über sich selbst ergriffen wird: Der Regen der Tränen fällt auf den Boden der Seele und macht diesen fruchtbarer.

Wie können die Wolken in einer Seele ausregnen? Das kann unter Einfluss der Sonnenstrahlen der Göttlichen Vorsehung geschehen. Es kann auch durch innere Temperaturänderungen innerhalb der Seele geschehen, wenn in ihr ein Kampf zwischen ihrer üblichen Kälte und den ersten Aufwallungen des Feuers wahrer Liebe entsteht. Dadurch kann die Atmosphäre in der Seele gewittrig werden, so dass die Wolken sich entladen.

Sowohl Betrübnis als auch Gewitter in einer Seele können Vorzeichen ihrer Reinigung sein. Diese kann sich allerdings nur gemäß Gottes Plan auswirken, wenn sie durch inniges Gebet unterstützt wird, damit der Wind des Heiligen Geistes die Schauer zerstreut und der Regen, der dennoch losplatzt, nicht zur Überflutung, sondern zur Fruchtbarkeit führen möge".

 

394. MEMORARE ZUM HEILIGEN GEIST

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist,
der in der Allerheiligsten Jungfrau Maria die vollkommene Vermählung zwischen Gott und den Menschen vollzogen hat und die Saat des Göttlichen Messias in Ihren Schoß gegossen hat.
Gedenke, dass Du der Heiligmacher bist, der Du den Geist läuterst, das Herz reinigst und alle Bestrebungen der Seele mit Gottes Plan im Einklang bringst.
O mache mich zu einem Tempel von Licht und Heiligkeit, dessen Altar im Weihrauch Deiner allerheiligsten Gaben badet.
Gedenke, dass Du der Tröster bist, der Du die Kreuze des Lebens dadurch erträglicher machst, dass Du die Seele von der höheren Wirklichkeit kosten lässt, die das Sichtbare der Welt übersteigt.
O lass mich jeden Augenblick meines Lebens die einzige Wahrheit sehen, die nicht von dieser Welt ist.
Gedenke, dass Du das Feuer der Göttlichen Liebe bist, der Du das Herz an den nimmer erlöschenden Flammen aus Gottes Herzen entfachst.
O mache mein Herz zu einem brennenden Herd der Liebe, gleichförmig mit den Herzen Jesu und Mariä, damit die Seelen daran Gefallen finden können, sich auf ihrer Suche nach dem Himmel an mein Herz zu werfen.
Gedenke, dass Du der Wind der Erneuerung bist, der Du den Frühling auf winterliche Böden bringst und aufatmen lässt, was zu ersticken droht.
O vertreibe doch aus meiner Seele, aus meinem Herzen und aus meinem Geist all dasjenige, was das Leben in mir dahinsiechen lässt.
Gedenke, dass Du die Quelle Himmlischer Kraft bist, der Du heilst, was krank ist, stärkst, was schwach ist, und ermutigst, was mutlos ist.
O mache mich stark an Seele, Geist, Herz und Körper, damit ich imstande bin, das Kreuz zu tragen, das das Kommen des Reiches Christi auf Erden beschleunigen hilft.
Gedenke, dass Du der Strom der Göttlichen Weisheit bist, der Seele und Geist inspiriert und Gottes Wort in das Herz flüstert.
O lass mich hinter den Schein der Dinge sehen, unterscheiden zwischen Gut und Böse, und jeden Augenblick begreifen, was Gott von mir erwartet.
Gedenke, dass Du der Beseeler allen Lebens bist, ohne Den die Seele im Schatten des Todes lebt. Du hauchst der Seele das wahre Leben ein, das sie für das Reich der Unsterblichkeit auferstehen lässt.
O beseele mich mit der Begeisterung, die mir jetzt bereits an der Freude des Lebens im Land des Ewigen Frühlings Anteil geben wird.
O Heiliger Geist, Du hast Maria zu einem Meisterwerk Göttlicher Gaben gemacht. Geruhe, auf Ihre Fürsprache hin auch mich für die wahre Hochzeit mit Gott bereit zu machen.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 8. Januar 2007)

"Heute lade Ich die Seelen dazu ein, sich an den Auftrag zu erinnern, zu dem Jesus sie ausgesandt hat, nämlich, dass sie sich durch die Taufe haben reinigen lassen, um ein Leben in der Nachfolge Christi zu führen. Zur Vollendung dieses Auftrages lade ich die Seelen dazu ein, im Jordan Meines Unbefleckten Herzens hinabzutauchen, um sich dort in dem reinigenden Wasser aller Tugenden unterzutauchen, damit Ich den Heiligen Geist über sie herabrufen kann, um das Feuer der Wiedergeburt in sie auszugießen.

Der Heilige Geist kreist unaufhörlich über dem Wasser Meines Jordans, nach Seelen suchend, die sich nach dem wahren Feuer, nach dem wahren Licht sehnen, um, nachdem sie aus dem Wasser gestiegen sind, dem Lamm Gottes auf allen Wegen zu folgen, die das Licht für sie bescheinen wird. (Maria meint hier deutlich die Dinge, welche die Göttliche Vorsehung auf jeden Lebensweg bringt).

Der Heilige Geist ist Mein Himmlischer Bräutigam, Er ist nie weit von Mir weg, ja, Er ist immer in Mir. Wer sich in dem Jordan Meines Herzens untertaucht, badet in dem reinigenden Wasser der Tugend und im Feuer der Wahrheit Gottes. Mögen die Seelen sich entschlossen in Mir untertauchen, damit Ich ihren Durst nach Gottes Wahrheit löschen kann und sie derart waschen kann, dass die Welt sie nicht länger wieder erkennt.

Der Heilige Geist sehnt Sich nach ihnen, denn Feuer sucht immer Material, das brennbar ist. Selig die Seele, die sich in Brand stecken lässt, denn ihr Licht und ihre Wärme werden Gott Selbst zu ihr hinziehen. In ihr hat der Allerhöchste Sein Wohlgefallen, denn sie geht die Wege des Göttlichen Lamms".

Das nachfolgende Gebet wurde als Hilfsmittel für Menschen inspiriert, die es zu einem bestimmten Zeitpunkt schwer haben, neue Kraft zu finden, weil jede negative Gemütslage für Entscheidungen anfällig macht, die von Gottes Absichten mit unserer Seele abweichen.

407. NOTSCHREI ZUM HEILIGEN GEIST UM HILFE

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, Gott des Feuers und der Liebe,
Durch die mächtige Fürsprache Deiner Himmlischen Braut, der allerreinsten Jungfrau Maria, die unter dem Kreuz Jesu meine Mutter geworden ist, bitte ich Dich flehentlich um Hilfe für meine gequälte Seele.
Reinige doch mein Gemüt, denn ich fühle mich so beschwert.
Lass mich doch die Himmlische Liebe spüren, denn ich fühle mich so allein.
Beseele mich doch mit Deinem Feuer, denn ich fühle mich so matt.
Stärke doch meinen Körper, denn ich fühle mich so kraftlos.
Lass mich doch fühlen, wie vorübergehend meine ganzen Leiden sind, denn ich fühle mich so niedergeschlagen.
Berühre doch meine Seele mit der Erkenntnis von der Ewigen Wahrheit, denn mein Glaube und meine Hoffnung sind so schwankend.
Erfülle mich doch mit Deiner Weisheit, denn ich fühle mich so verwirrt.
Lass mich doch fühlen, dass Du in mir lebst, denn mir mangelt es an Vertrauen und Mut.
Lass mich doch das wahre Licht sehen, denn ich verfalle immer wieder in meine Fehler.
Öffne doch meine Augen für das Wirken der Vorsehung, denn Angst und Zweifel bedrängen mich so sehr.
Gieße doch Deine Gaben in meine Seele, denn die Argumentierungen der Welt suchen mich auf Irrwege zu führen.
O Heiliger Geist, Du, der Du Leben gibst dem, was hinsiechend ist, und Licht gibst dem, was finster ist, führe mich doch jetzt zur Heiligkeit, zu der ich berufen bin, denn die Seelen brauchen heute die Blumen meiner Liebe, meines Frohmuts und meiner Sanftmut, um sich in Himmlische Gärten zu verwandeln, in denen die Saat von Gottes Reich auf Erden reiche Früchte tragen wird.

 

Gebet zum Heiligen Geist ist eine mächtige Hilfe, die allerdings weitgehend vernachlässigt wird. Der Heilige Geist kann den Geist und das Gemüt durchgreifend verändern. Aus diesem Grund wird Er 'der große Tröster' genannt: Er lässt Menschen begreifen, warum Dinge so sind, wie sie sind, und dass alles seinen Nutzen hat im Hinblick auf das Ewige Leben. Er nimmt einen Teil des Schleiers weg, der die tiefere Wahrheit vor den Augen der Menschen verborgen hält. Hierdurch werden die Leiden erträglicher, und in bestimmten Fällen sogar zu einer Freude.

 

Zur Betrachtung: (Aus Die Himmlische Hochzeit, Punkt 233)

"Der Heilige Geist ist die Quelle von Licht, der die Seele und den Geist mit der Göttlichen Weisheit und der Kenntnis der Göttlichen Mysterien befruchtet. Er macht die Seele für ein Leben in Gott reif, indem er sie der Finsternis entzieht, welche das Leben auf dieser Welt mit sich bringt. 'Finsternis' müssen wir hier als das ganze Zusammenspiel der weltlichen Einflüsse verstehen, die mit den Denkmustern, Wünschen, usw. durchdrungen sind, die hauptsächlich oder ausschließlich an materiellen Dingen und Bedürfnissen orientiert sind. Dadurch kleben daran viele Elemente, welche die Bedürfnisse der Seele oder Gottes Gesetz nicht berücksichtigen.

Alles, was nicht die wirklichen Bedürfnisse der Seele berücksichtigt, die von Gott in die Seele gelegt worden sind, kann die Seele von Gottes Licht wegführen, von der Ewigen Weisheit, die nichts mit dem Leben in der Welt zu tun hat. Der Mensch hat das Leben auf Erden so eingerichtet, dass die Bedürfnisse des Körpers, also die materiellen Bedürfnisse, im Mittelpunkt aller Tätigkeiten stehen. Das alles hat mit einem Element unseres Wesens zu tun, das vergänglich ist und das keinerlei Bezug auf die Wünsche und die Nöte der unsterblichen Seele hat, denn das Ewige Leben hat keine materiellen Elemente.

Die Ewige Weisheit ist die Logik, 'gemäß welcher Gottes Gedanken wirken' und der auch die Seele unterworfen ist. Jede Abweichung von der Göttlichen Weisheit lässt in der Seele ein Gefühl der Unzufriedenheit zurück, die sie verdüstert. Wo die Weisheit nicht mehr lebt, verliert die Seele an Lebenskraft".

 

408. TÄGLICHES GEBET ZU MARIA
UM ÜBERSCHATTUNG DURCH DEN HEILIGEN GEIST

(Myriam van Nazareth)

Liebe Mutter Maria,
Von tiefstem Sehnen beseelt bitte ich Dich um die Ausgießung des allerheiligsten Feuers des Heiligen Geistes in meine Seele, meinen Geist, mein Herz und meinen Körper.
Rufe auf meine Seele das Feuer der vollkommenen Läuterung herab, damit ich vor Heiligkeit strahlen möge.
Rufe auf meinen Geist das Feuer der Göttlichen Weisheit herab, damit ich im Himmlischen Licht leben möge.
Rufe auf mein Herz das Feuer der Himmlischen Liebe herab, damit ich mit der heiligen Beseelung der Engel brennen möge.
Rufe auf meinen Körper das Feuer der Göttlichen Kraft herab, damit die Berührung durch meine Hände Mitmenschen heilen möge an Seele, Geist, Herz und Körper.
O Braut des Heiligen Geistes, geruhe doch, Dein befreiendes Wort zu sprechen, damit mein Sehnen Erfüllung findet.
Möge jetzt, auf Deine Fürsprache hin, der Heilige Geist auf mich herabsteigen und mich zu einem duftenden Garten der Heiligkeit umgestalten, damit mein ganzes Wesen ein Spiegel Deiner Selbst sein möge, zum Zeugnis von Gottes Herrlichkeit.

 

Die 'Berührung' durch den Heiligen Geist lässt Menschen über sich selbst hinauswachsen. Gottes Geist macht den schwachen Menschen zu einem Heiligen: Er beseelt den Geist, so dass dieser die Dinge mit unendlich mehr Tiefe sieht, Er beseelt das Herz, so dass dieses zu brennender Liebe fähig ist, Er beseelt den Körper, so dass dieser ein heiliger Tempel wird, und Er umhüllt gleichsam die Seele in einen Tau von Heiligkeit, der sich Versuchung und Sünde kräftiger widersetzt, so dass der Mensch immer mehr dem Bild entspricht, das Gott ursprünglich für den Menschen bestimmt hatte.

 

Zur Betrachtung: (Aus Antwortbriefe - Brief 218)

"Was kann den Heiligen Geist denn anziehen? Was sucht Er in der Seele?

Im Grunde genommen, sucht der Heilige Geist in der Seele vor allem die nachfolgenden drei Dinge:

1. Ähnlichkeit zwischen der Seele und Gott,
2. den inständigen Willen der Seele, heilig zu werden,
3. Maria, Seine Braut.

Betrachten wir diese drei Suchobjekte etwas näher:

  1. Der Heilige Geist sucht in der Seele die Ähnlichkeit mit Gott. Es ist die wichtigste Komponente der Berufung einer jeden Seele, dass sie danach streben soll, zum Bilde und Gleichnis Gottes zu wachsen. Dazu soll die Seele aufrichtig bereit sein, ihren freien Willen in allem an Gott abzutreten. Das ist nicht leicht, denn es setzt voraus, dass die Seele bereit ist, sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse vollkommen zurückzustellen. Die Ähnlichkeit mit Gott erreicht die Seele in dem Maße, wie ihr Wille mit dem Willen Gottes identisch wird, weil Gott Sich umso tiefer in der Seele auswirkt, wie sie Ihn in allem gewähren lässt. Er macht sie dann zu einem Spiegel Seines Herzens.

  2. Der Heilige Geist sucht in der Seele den inständigen Willen, heilig zu werden. Heilig werden, heißt, in allen Worten und Taten, in allen Gedanken, in allen Gefühlen und in allen Wünschen Heil über die Schöpfung bringen. Heil bringen kann die Seele nur dann, wenn sie in allem Gottes Werke tut und Seine Gesetze berücksichtigt. Die Seele lebt dann in wahrer Tugendhaftigkeit und scheut jegliche Sünde, jegliche Untugend, jeglichen Irrweg, jegliche Versuchung. Sie wird dadurch zu einem vollkommen zuverlässigen Werkzeug Gottes auf Erden.

  3. Der Heilige Geist sucht in der Seele Maria, Seine Braut. Gottes Gesetz hat zwischen dem Heiligen Geist und Maria eine besondere Beziehung zustande gebracht. Maria hat ein Leben lang die vollendete Heiligkeit in jeder Einzelheit Ihres Alltags gelebt. Sie handelte, sprach, dachte, fühlte und wollte in hundertprozentiger Einheit mit dem Heiligen Geist, in vollendeter Himmlischer Hochzeit. Nie hat der Heilige Geist auf Erden eine zweite Seele gefunden, die Ihm einen so vollendeten Spiegel von Gottes Herzen und Willen zeigen konnte. Er liebt es außerordentlich, in einer Seele Marias vollkommene Herrschaft vorzufinden. Wenn in der Seele sämtliche inneren Vorgänge mit Marias Unterschrift versehen sind, bestätigt dies dem Heiligen Geist gegenüber, dass die Seele mit der Himmelskönigin den Bund der Heiligung eingegangen ist. Die Seele wird dadurch zu einem Magneten, der den Heiligen Geist anzieht".

 

412. ANRUFUNG ZUM HEILIGEN GEIST UM INSPIRATION

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist, Ursprung allen Lichtes,
Wo Du erscheinst, stirbt alle Finsternis.
Durchstrahle meinen Geist, damit ich tiefer schauen kann als nur den Schein der Dinge.
Durchstrahle mein Herz, damit ich spüren möge, was Gott von mir erwartet.
Erleuchte nun den Weg vor meinen Füßen, damit ich mich nicht verirre.
Lösche nun in mir alle Irrlichter. Verschließe mich allem, was mich täuscht, und richte nun meinen Blick auf die Himmlische Wirklichkeit, die sich der Seele zeigt, die mit Deinen Augen schauen darf.
Nimm nun Besitz von mir und beseele mein ganzes Wesen mit der Göttlichen Weisheit, dem Unterscheidungsvermögen, der heiligen Vorsicht und der Gabe, in vollkommenem Einklang mit der Erkenntnis Gottes zu urteilen, damit ich jetzt durch alle meine Handlungen, Worte und Gedanken ausschließlich den Willen Gottes vollbringen möge.

 

Zur Betrachtung: (Aus Die Himmlische Hochzeit, Punkt 239)

"Eine Seele, die sich nicht vollkommen durch den Heiligen Geist führen lässt, ist der Gefahr ausgesetzt, ziellos durch das Leben zu gehen, indem sie den wahren Sinn des Lebens nicht findet. Es ist der Heilige Geist, der der Seele Erkenntnis von Gottes Plan gibt, sowohl vom ganzen Heilsplan mit den Seelen als auch von Gottes Plan mit der Seele als Individuum (der Berufung). Zu dem Zweck wird der Seele auch die Erkenntnis geschenkt, dass sie Gottes Vorsehung als ein Ganzes von Wegweisern auf ihrem Lebensweg wirksam werden lassen muss.

Die Seele, die diese Führung in sich wirksam werden lässt, gelangt bis zu einem gewissen Grad zur Erkenntnis von ihrer Bestimmung: Sie kennt nicht ihre Zukunft, lernt jedoch durchaus Zeichen erkennen, die ihr Richtung geben, und spürt mit Sicherheit, was von ihr erwartet wird. Das alles wird für die Seele zur Quelle des Vertrauens. Die Beseitigung eines jeden Gefühls der Ziellosigkeit gibt dem Leben Richtung und kann ein wichtiger Baustein für das Glück werden. Darin liegt einer der größten Unterschiede zwischen einer Seele, die glaubt, und einer Seele, die Gott keinen Platz in ihrem Leben gibt oder dies nur in einem oberflächlichen Maße tut".

 

413. ANRUFUNG ZUM HEILIGEN GEIST UM RETTUNG DER WELT

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist,
Ich bitte Dich um die Ausgießung des Göttlichen Lichts in alle Seelen, zur Gründung des Reiches Christi auf der ganzen Welt.
Erleuchte alle Seelen, damit sie inbrünstig werden in dem einzig wahren Glauben an Jesus Christus, den einzigen Messias und ihren Erlöser, sodass ihre Liebe Gottes Licht auf die Welt bringen möge.
Erleuchte alle Seelen, damit sie in tiefer Liebe zum Kreuz ihrer Erlösung zurückkehren, sodass der Strom von Gottes Gnaden reichlich auf die Welt niederkommen möge.
Erleuchte alle Seelen, damit sie vom Sinn für Gebet, Buße und Annahme ihrer ganzen Prüfungen durchdrungen werden, sodass Gott durch ihre Aufopferungen die Welt von allem Bösen befreien möge.
Erleuchte alle Seelen, damit sie sich zu Füßen Mariä, ihrer Miterlöserin, Fürsprecherin und Mittlerin aller Gnaden niederwerfen, sodass Gottes unendliche Barmherzigkeit auf die Welt kommen möge.
Komm, Heiliger Geist, um des Kreuzesopfers Jesu und Marias Schmerzen willen, heilige jetzt alle Seelen zur Rettung der Welt.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 25. Februar 2007)

"Was ist die größte Frucht der Göttlichen Weisheit, welche die Seele in sich zur Reifung kommen lassen kann? Keine andere als diese: die Erkenntnis, dass alles, der völlige Heilszustand der Seele, durch den Grad der Inbrunst der Liebe in der Seele bestimmt wird. Die inbrünstige Liebe ist zwar ein Geschenk des Heiligen Geistes, aber die Fruchtbarkeit der Seele wird durch den Willen, den Wunsch erschlossen, in der Liebe zu wachsen, und durch jede Anstrengung, dies im täglichen Leben in die Praxis umzusetzen.

Wahrlich selig ist die Seele, die erkennt, dass jeder Fehler, jede Nachlässigkeit, jede Unzulänglichkeit, jede Sünde aus einem (manchmal vorübergehenden) Mangel in der Strömung der Liebe in der Seele hervorgeht. Mangel an Inbrunst oder Mangel am Sehnen nach Inbrunst kann die Seele gleichgültig machen. Das Sehnen nach Inbrunst in der Liebe genügt bereits, um den Heiligen Geist zu sich hinzuziehen, der dann das Gebiet der Seele erkundet, um in Seiner Ewigen Weisheit die Strategie zu bestimmen, um die Seele zu verwandeln. Damit das Feuer des Heiligen Geistes wirklich auf den Kern des Herzens übergreift, ist es an erster Stelle erforderlich, dass die Seele sich selbst brennbar, entflammbar macht. Dies kann sie nur dadurch tun, dass sie sich vollkommen von allen weltlichen Gedanken, Erinnerungen, Gefühlen und Wünschen loslöst und nichts aus ihrem täglichen Leben im Herzen wachsen lässt".


427. ANRUFUNG ZUM HEILIGEN GEIST UM TAUFE MIT DEM HEILIGEN FEUER

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist, Quelle der Heiligung und Glückseligkeit,
Öffne meinen Geist für Deine Geheimnisse.
Öffne mein Herz für die wahre und bedingungslose Liebe.
Öffne meine Seele für die Gnade der Erlösung.
Öffne meine Augen für die Wahrheit, die sich hinter dem äußeren Schein der Dinge verbirgt.
Öffne meine Ohren für Deine Stimme, die auch in mir sprechen will.
Öffne meinen Mund für inbrünstiges Gebet und Worte der Liebe.
Erschließe jetzt mein ganzes Wesen, damit ich die Ausgießung Deiner Gaben in mich aufnehmen kann, der Himmel bereits jetzt in mir leben kann, und das wahre Glück in mir blühen möge.
Steig dann auf mich hernieder, o Heiliger Geist, im Namen Jesu Christi und auf die Fürsprache der Heiligen Jungfrau Maria hin, und taufe mich mit Deinem Heiligen Feuer.

 

Zur Betrachtung: (Aus Die Himmlische Hochzeit, Punkt 240)

"Viele Menschen verstehen nicht den tieferen Sinn des Titels des Heiligen Geistes als 'der Tröster in der Zeit', wie Er in dem bekannten Gebet Veni Creator genannt wird: 'In der Zeit' bedeutet 'während des irdischen Lebens' (im Gegensatz zu 'in der Ewigkeit'). In welchem Sinne ist der Heilige Geist eine Quelle des Trostes? Er kann der Seele die Gnade der Erkenntnis von der Ewigen Wahrheit schenken, wodurch sie den Sinn aller Leiden, allen Kummers und aller Prüfungen begreifen lernt. Aus diesem Wissen lässt sich viel Trost und Kraft schöpfen".

 

428. ANRUFUNG ZUM HEILIGEN GEIST UM DAS PFINGSTFEUER

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist, auf die Fürsprache Deiner Himmlischen Braut Maria hin, flehe ich Dich an, mein ganzes Wesen am unauslöschbaren Feuer von Pfingsten zu entzünden.
Komm, Heiliger Geist, lass Dein Pfingstfeuer in meinen Geist strahlen, damit weder Finsternis noch Schatten dort noch jemals überleben können.
Komm, Heiliger Geist, entzünde mein Herz an Deinem Pfingstfeuer, damit ich für immer in der Himmlischen Begeisterung brennen möge, die Seelen befreit.
Komm, Heiliger Geist, lege Dein Pfingstfeuer in meine Augen, damit ich alles so sehen möge, wie Gott es sieht.
Komm, Heiliger Geist, lege Dein Pfingstfeuer in meinen Mund, damit alle meine Worte Träger des Feuers der Bekehrung werden.
Komm, Heiliger Geist, kröne in meiner Seele die Frucht des Kreuzesopfers Jesu mit einem Kranz Deines Pfingstfeuers, damit sie zur Frucht wahrer Heiligkeit reifen möge.

445. BITTGEBET ZUM HEILIGEN GEIST UM BESEELUNG

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, der Du durch Deine Himmlischen Gaben Seelen zur Hochzeit mit der Vollkommenheit bereitest.

Nach jeder der nachfolgenden Anrufungen: "O heiliger Geist, führe mich zur Vollkommenheit"

Beseele mich mit dem Licht des Kreuzes der Erlösung...
Beseele mich mit der Heiligkeit der Unbefleckten Empfängnis Mariä...
Beseele mich mit der Reinheit Mariä, frei von jeder Sünde...
Beseele mich mit der Kraft des Wunder wirkenden Jesus...
Beseele mich mit der Liebe des leidenden Jesus...
Beseele mich mit der Zärtlichkeit meiner allerheiligsten Mutter Maria...
Beseele mich mit der Weisheit des Ewigen Wortes...
Beseele mich mit der Vergebungsbereitschaft des gekreuzigten Jesus...
Beseele mich mit Marias Selbstverleugnung bei Ihrem Ja-Wort...
Beseele mich mit der Geduld des predigenden Messias...
Beseele mich mit der Inbrunst von Marias brennendem Herzens...
Beseele mich mit Marias Sehnsucht von Kalvaria bis zur Auferstehung...
Beseele mich mit der Hingabe Jesu und Mariä in der erlösenden Passion...
Beseele mich mit Marias Seele, Herzen und Geist, damit Gottes Licht aus mir strahlen möge...
Beseele mich mit der Fülle der Göttlichen Gnaden, damit ich heilig leben und sterben möge...

 

Zur Betrachtung: (Aus der Belehrung Die Himmlischen Quellen)

"Die Seele kann wirklich so sehr 'vom Geist getrieben werden', dass sie eine neue Energiequelle erschlossen zu haben scheint. Falls die Seele diese Empfindung vollkommen benutzt, kann sie anfangen, bewusster zu leben, und dazu neigen, das Allerbeste aus jedem Augenblick zu machen, weil sie die Wirkung von Gottes Geist in sich bewusster spürt als zuvor und sie sich dadurch dessen bewusster wird, dass jedes Ereignis, jede Situation und jede Minute für ihr Wachstum zur wahren Heiligkeit kostbar sind".

 

449. BITTGEBET ZUM HEILIGEN GEIST UM BEWAHRUNG VOR DER SÜNDE

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist,
Auf die Fürsprache Deiner Himmlischen Braut Maria hin, bitte ich Dich um die Fülle Deines Lichts, damit ich in der Versuchung stark sein möge.
Vertreibe meine Unwissenheit. Schenke mir das Licht der Weisheit, der Erkenntnis, und die Kenntnis der Wahrheit und der Göttlichen Mysterien.
Vertreibe meine Gleichgültigkeit. Lass mein Herz im Feuer Deiner Gnade entflammen und lass mich vor Liebe brennen.
Heile meine Blindheit. Gib, dass ich sogar die geringste Falle des Bösen erkennen darf.
Heile meine Schwachheit. Gib mir Kraft und Widerstand gegen jede Versuchung und Täuschung, nachdem ich diese in Deinem Licht erkannt habe.
Vertreibe meine Zweifel und meinen Unglauben. Gib mir ein vollkommenes Vertrauen in die Göttliche Vorsehung und in Gottes Heilsplan.
Vertreibe meine ganze Furcht und alle meine Ängste. Mache mich dessen bewusst, dass Gott in mir lebt.
Heile mich von allem Hochmut und Eigendünkel. Mache mich eins mit Maria in der Demut und in allen Tugenden.
Geruhe, mich zu überschatten, o Göttlicher Heiligmacher, damit mein ganzes Wesen im Himmlischen Licht getränkt wird und ich so wie Maria vor aller Sünde bewahrt werden möge

 

Zur Betrachtung: (Aus Antwortbriefe - Brief 218)

"Die Seele, die Gottes Geist zeigt, dass sie sich nach Seiner ständigen Gegenwart und Wirkung in sich sehnt, wird immer gründlicher von Ihm beherrscht. Vorzugsweise wirkt der Heilige Geist durch Maria. Er lässt im Herzen das Feuer der Liebe zur Himmelskönigin immer höher auflodern, genauso wie Sie im Herzen das Feuer der Liebe zum Heiligen Geist auflodern lässt. Es ließe sich so ausdrücken, dass der Heilige Geist und Maria ihre vollendete Hochzeit auch in der Seele gestalten, als ob die Seele zur Brautkammer wird, in welcher Gottes Geist und Maria immer wieder verschmelzen und Früchte des Heils zeugen".

 

502. TÄGLICHE ANRUFUNG ZUM HEILIGEN GEIST

(Myriam van Nazareth)

Geist Gottes, allerheiligste Quelle allen Lebens,
Erschlieβe die Tiefen meines Geistes.
Erfülle mit dem Göttlichen Licht die Finsternis meines Herzens.
Mache meinen Körper zu einem heiligen Tempel Gottes, und mache ihn zu einem Werkzeug des Heils für die Seelen.
Bade meine Seele in dem Tau der Heiligung.
Binde mein ganzes Wesen an Marias Unbeflecktes Herz und pflanze in mir das Kreuz ewigen Heils als eine nie versiegende Quelle der Kraft.
Sei mein treuer Gefährte auf meinem Lebensweg, heute und alle Tage meines Lebens bis in alle Ewigkeit.

 

Zur Betrachtung: (Aus der Belehrung Die Himmlischen Quellen)

"Die Seele kann auch von einem inneren Feuer getrieben werden, das vielmehr von dem Fieber einer Versuchung ausgeht. Dieses innere Feuer wird durchwegs nicht mit Frohmut, sondern mit einer gewissen inneren Spannung einhergehen, und auch nicht 'beseelt' sein: Es handelt sich gleichsam um ein 'totes Feuer', ein Feuer, das keine guten Früchte einbringt und die Seele nicht wachsen lässt. Maria bezeichnet dieses Phänomen als 'falsche Begeisterung': Getriebenheit, die nicht vom Heiligen Geist kommt. Diese hat oft eine Zielsetzung, die vielmehr weltlichen oder persönlichen Bedürfnissen der Seele als den Bedürfnissen von Gottes Heilsplan dient".

Bringen Sie das nachfolgende Gebet vor, während Sie sich auf Ihre größte Schwäche konzentrieren, von der Sie geheilt werden möchten.

518. ANRUFUNG ZUM HEILIGEN GEIST UM GNADE IN MEINER SCHWÄCHE

(Myriam van Nazareth)

O Geist Gottes,
Im Licht des erlösenden Kreuzes Jesu und mit dem Siegel von Marias Tränen auf meinem Herzen bekenne ich vor Dir meine Qual wegen meiner Sündhaftigkeit.
Wie sehr sehnen sich meine Augen nach dem Himmlischen Licht, denn meine Seele ist so blind.
Wie sehr sehnt sich mein Geist nach Deiner Weisheit, denn die Wahrheit verbirgt sich hinter Früchten, die sich als giftig erweisen.
Wie sehr sehnt sich mein ganzes Wesen nach heiliger Kraft und Widerstand, denn die Ketten der Sünde und Versuchung sind so mächtig.
Komm, Heiliger Geist, komm und befreie mich aus der Sklaverei meiner größten Schwäche, denn sie versperrt mir den Weg zu Gottes Herz.
Streue jetzt in mich die Saat der Beharrlichkeit, damit am Rande des Weges meiner irdischen Verbannung Blumen blühen mögen, die mir den Garten der Himmel verdienen.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, Ostern 8. April 2007)

"Das schönste Symbol für den Ewigen Frühling ist folgendes: Als Gott Meine Seele ohne irgendeine Spur der Erbsünde schuf, pflanzte Er dadurch in die Menschheit eine Blüte, deren Blumen nie mehr verwelken sollten. Während die Blüte Meiner Seele unaufhörlich blühte und immer neue Blümchen bekam, ohne dass auch nur eine einzige davon verwelkte, bekam eine davon den Fruchtknoten, der die ganze Heilsgeschichte vollkommen verändern sollte: die Frucht des Gott-Menschen, des Christus. Aus Ihm kamen neue Blüten hervor, und die Kette ist bis heute nie unterbrochen worden. In jeder Seele, die sich für ein Leben im bekennenden Christentum entscheidet, blüht eine neue Blüte. Das ist Ewiger Frühling. Dennoch verwelken sehr viele dieser Blüten vorzeitig, bevor sie ihrerseits neue Blumen hervorbringen können.

Der einzige Weg, auf dem die Blüten weiterhin ihre Frische bewahren, ist jener der Weihe an Mich, die Unbefleckte Blüte. Ich halte ihre Lebenskraft instand, indem Ich sie ständig reinige, den Tau des Heiligen Geistes über sie herabrufe und die Sonne der Göttlichen Liebe über sie strahlen lasse. Diese Sonne ist die Lebenskraft aus dem Herzen des Schöpfers, und spaltet diese Lebenskraft in viele Strahlen unterschiedlicher Tugenden auf. Genauso wie jeder Sonnenstrahl eine andere Nuance an Energie tragen kann, aber dennoch Teil derselben Kraftquelle ist, die 'Sonne' heißt, so trägt jede Tugend in sich einen verschiedenartigen Aspekt derselben Göttlichen Lebenskraft. Alle Tugenden sind Elemente der Größten der Tugenden: der Liebe, die sich aus allen verschiedenen Tugenden zusammensetzt. Dennoch würde eine Zufuhr von nichts als Sonnenstrahlen für die Blüte schädlich werden, wenn diese kein Wasser bekommen würde.

So ist auch ein Zufuhr von Liebe nicht ausreichend, um die Seele instand zu halten und sich entwickeln zu lassen: Die Seele braucht auch etwas, das in ihr die Fähigkeit wachsen lässt, sich diese Liebe zunutze zu machen. Dieses 'Etwas' ist der Tau des Heiligen Geistes, die ständige Beseelung, die ständige Inspiration aus Gottes Geist. Liebe ohne Beseelung bleibt ohne Auswirkung. Die Beseelung, der Tau des Heiligen Geistes, ist der Richtungsweiser hinter der Liebe, die Göttliche Intelligenz, die dieser Liebe ihre wirkliche Lebenskraft schenkt. Diese Kraft und deren Leitung für die Seelen zu erwirken, ist Meine Aufgabe und Berufung. Daher bin Ich Diejenige, die den Ewigen Frühling fortbestehen lassen muss, und Ich kann dies tun, weil der auferstandene Christus das Leben der Seelen für immer erkauft hat".

 

527. ANRUFUNG ZUM HEILIGEN GEIST UM ERSCHLIEßUNG MEINES WESENS

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist, Seele von allem, was lebt,
Strahle Dein Licht in die Augen meines Geistes, damit ich sehen möge, was für mich verborgen ist, und ich Gottes Ewige Wahrheit kennen möge.
Reiβe die Mauern meines Herzens ab, damit das Feuer der Göttlichen Liebe es verzehren und mein ganzes Wesen in den Strahlen der Heiligkeit entflammen kann.
Tauche meine Seele in dem Flammenmeer Deiner unendlichen Gnaden unter, damit in ihr Gottes Plan zur Vollendung gebracht werden möge, zur Verherrlichung der unvergänglichen Schönheit des Gartens der Himmlischen Tugenden.
Komm, o Heiliger Geist, befreie mich von allem Unkraut, damit sich in mir die Blüten des ewigen Frühlings entfalten, um Früchte zu tragen, die bleibend sein mögen.

 

Zur Betrachtung: (Aus der Belehrung Die Früchte des Ewigen Frühlings)

"Verbreiten Sie den Hauch des Heiligen Geistes über Ihre Umgebung. Ein Hauch erquickt und führt neue Luft über einen Boden. Von Ihnen wird erwartet, dass Sie zur Verbreitung von Gottes Wahrheit beitragen und den Nebel der Verwirrung und Verblendung aus dem Garten Ihres Mitmenschen vertreiben helfen. Sie stärken dadurch die Seelen im wahren Glauben, im Vertrauen und in der Ausdauer auf dem Kreuzweg des Lebens".

 

529. GEBET DER HINGABE AN DEN HEILIGEN GEIST

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, Gottes Feuer der Heiligung, in Anbetung Deiner Herrlichkeit liefere ich mich selbst Dir aus und bitte ich Dich, mich nach dem Vorbild Mariä, Deiner allerheiligsten Braut, zu den höchsten Stufen der Vollkommenheit führen zu wollen.
Lege in mich die inbrünstigste Liebe, damit aller Hass und alle Selbstsucht aus mir verbannt werden.
Lege in mich die Reinheit des Wortes, damit keine Verleumdung, kein Klatsch, keine Lügen noch Urteile jemals noch meinen Mund verlassen.
Lege in mich die Keuschheit, damit ich so wie Maria ein Engel auf Erden sein möge.
Lege in mich den Frieden des Herzens, damit keine Unruhe oder Unfrieden meine Seele noch wanken lassen kann.
Lege in mich die Freude und den Frohmut, damit weder Unzufriedenheit noch Trübseligkeit in mir noch einen Platz finden.
Lege in mich die Sanftmut, damit aller Jähzorn in mir gezügelt wird.
Lege in mich die Geduld, damit ich in allem auf Gottes Stunde vertraue.
Lege in mich die Verträglichkeit, damit ich in allem auf Gottes Absichten vertraue und mein Mund von jeglicher Kritik frei bleiben möge.
Lege in mich die Vergebungsbereitschaft, damit in mir kein Groll leben kann.
Lege in mich die Weisheit, damit alle meine Entscheidungen von Dir beseelt werden.
Lege in mich die Milde, damit ich in allem barmherzig und gut sein möge.
Lege in mich den einen wahren Glauben, damit ich niemals mehr wanke auf dem Weg der Wahrheit.
Lege in mich die Vorsicht, damit keine Leichtfertigkeit Gottes Plan mit mir stört.
Lege in mich die Selbstbeherrschung, die mich gegen jede Versuchung und Verführung stärken wird.
Lege in mich die Treue zu meiner Weihe, damit ich ein zuverlässiges Werkzeug Gottes sein möge.
Lege in mich die Demut, damit kein Hochmut oder Stolz mich in das Verderben stürzen kann.
Lege in mich die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, damit ich kein Instrument der Täuschung werde.
Lege in mich die Mäßigkeit, damit ich mich aus dem Griff meiner weltlichen Bedürfnisse loslösen möge.
Lege in mich die Aufopferungsbereitschaft, damit ich Heil für die Seelen erwirken kann.
Beseele mich mit Göttlicher Kraft, damit ich alle Prüfungen und Bürden des Lebens in Annahme und Hingabe tragen kann.
Möge Maria, die Königin aller Tugenden, meine Führerin sein, bis zum Ende meines Lebensweges, damit in Ihr alle meine Schritte von Dir geführt werden mögen.

 

Zur Betrachtung: (Aus Antwortbriefe - Brief 218)

"Wenn der Heilige Geist in der Seele zum Dauergast wird, soll sie Ihm auch die Nahrung anbieten, nach der Er ständig sucht, damit Er Sich in der Seele wohl fühlt. Kann die Seele Gott überhaupt etwas anbieten, was Er nötig hätte? Im Grunde genommen, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Gott eigenständig ist und das Göttliche Wesen alles umfasst, nein. Trotzdem hat Gott ein einziges Bedürfnis, das in Ihm unersättlich ist: Er sehnt Sich danach, dass die Liebe, die Er unaufhörlich aus Seinem Herzen durch die Schöpfung strömen lässt, in möglichst vielen Seelen das Göttliche Leben keimen lässt und aufgrund der Heiligung dieser Seelen in Strömen zu Ihm zurückkehrt. Wenn die Göttliche Liebe auf ihrem Weg durch die Schöpfung mit den Willensakten möglichst vieler Seelen bereichert wird, dehnt sich Gottes Herz gleichsam immer weiter aus: Je mehr Seelen den eigenen Willen mit dem Willen Gottes verschmelzen lassen, desto rascher verwirklichen sich Gottes Werke und Sein Heilsplan.

Es gibt somit keine Nahrung, die dem Heiligen Geist besser gefällt, als die aufrichtige, wahre, selbstlose Liebe. Die Liebe ist Göttliche Nahrung für die Seele und 'ernährt' auch Gott Selbst, sobald sie aus Menschenseelen zu Ihm zurückgeführt wird, als Zeuge dafür, dass diese Seelen Sein Wirken in ihrem Leben herbeisehnen".

 

537. GEBET UM DEN HEILIGEN GEIST UM HEILUNG
EINES VERLETZTEN HERZENS

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, dessen Göttliches Feuer jedes Herz heilt, in Gegenwart meiner Himmlischen Mutter Maria bitte ich Dich um Salbung und Öffnung meines Herzens, das vom Schlamm des Lebens erstickt wird.
Öffne mein Herz, damit ich für Gottes Liebe empfänglicher werden möge.
Öffne mein Herz, damit ich die Liebe meiner Mitmenschen als ein Heilmittel für meine Seele annehme.
Öffne mein Herz, damit ich in der Lage bin, spontan Liebe zu geben.
Öffne mein Herz, damit ich lernen möge, mit mir selbst, meinen Schwächen und Unzulänglichkeiten zu leben.
Öffne mein Herz, damit ich lernen möge, mit meiner Vergangenheit umzugehen, und in der Lage bin, mir selbst zu vergeben.
Öffne mein Herz, damit ich lernen möge, mit den Fehlern und Unzulänglichkeiten meiner Mitmenschen umzugehen.
Öffne mein Herz, damit ich von allem Unfrieden und aller Unruhe, die mich ersticken, befreit werden möge.
Öffne mein Herz, damit Dein Feuer die immer strömende Quelle von Bitterkeit in mir trockenlegen kann.
Öffne mein Herz, damit es durch das Licht und die Schönheit berührt werden möge, die nur durch meinen Verstand gesehen werden.
Öffne mein Herz, damit meine Seele Gottes Gegenwart in meinem Leben wirklich erfahren und erleben möge.
Öffne mein Herz, damit mein Vertrauen und meine Hingabe an Gottes Vorsehung vollkommen werden mögen.
Öffne mein Herz, damit jedes Gefühl der Furcht und Bedrohung in Gottes Liebe weggenommen werden möge.
Öffne mein Herz, damit es von allen Schlägen und Wunden geheilt werden möge, die das Leben mir zugefügt hat, denn in Nachfolge des leidenden Jesus und der durch Schmerzen gebrochenen Maria will ich ein Stern sanftmütiger Liebe sein, zur Verherrlichung Gottes und zum Heil der Seelen, die Er auf meinen Lebensweg gebracht hat.

 

Liebe geben und Liebe empfangen, sind Fähigkeiten, die durch die unterschiedlichsten Rückschläge in diesem Leben blockiert werden können. Solche Blockaden stehen dem Wachstum und der Heiligung unserer Seele im Weg. Es ist wichtig, dafür zu sorgen, dass der Liebesstrom ungehemmt fließen kann, und zwar in beide Richtungen.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, Pfingsten, 27. Mai 2007)

"Jede Eingießung des Heiligen Geistes ist wie die Vollziehung der Hochzeit, nach der Sich Gott mit jeder Seele sehnt. Schau, die Heilige Taufe lieβe sich bereits mit einer Verlobung zwischen der Seele und Gott vergleichen, die Heilige Firmung mit einer Hochzeit. Wie schmerzlich ist es für Gott, wenn die Seele sich aus dieser Hochzeit zurückzieht, indem sie ihre Beziehung zu Gott nicht mehr bekennt.

Die vollkommene Weihe an Mich ist wie das Betreten der Hauptkirche, um die Hochzeit zu erneuern. Ich bin der Tempel, in dem der Heilige Geist in Seiner absoluten Fülle lebt und herrscht. Durch Mich kann die Seele vollkommen vom Heiligen Geist erfüllt werden, gemäß den Bedürfnissen ihres Lebensweges und des Plans, den Gott und Ich Selbst mit ihr hegen.

Sobald sich die Seele wirklich nach dem Heiligen Geist sehnt, ist es, als ob sie den Ring der Hochzeit aufs Neue hervorholt. Ich werde ihn an ihren Finger schieben, sobald der Augenblick dazu fruchtbar erscheint. Es ist der freie Wille der Seele, der alles in Gang setzt".

 

541. ANRUFUNG UM UMWANDLUNG DURCH DEN HEILIGEN GEIST

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist, Feuer Gottes, lasse mich entbrennen, wecke Gottes Heiligkeit in mir zum Leben.
Reinige mich von meiner Vergangenheit mit ihren Wunden, Leiden und Spuren der Sünde.
Bändige alle Bedürfnissen und Begierden meines Körpers, damit das Leben des Ewigen Reiches jetzt bereits in mir blühen möge.
Ergänze alles, was mir fehlt für ein Leben nach Gottes Wohlgefallen bis zur Stunde meines Gerichtes vor Seinem Antlitz.
Hierum bitte ich Dich in Einheit mit Maria, Deiner allerheiligsten Braut.

 

Zur Betrachtung: (Aus der Belehrung Ihr Letztes Rettungsmittel)

"Wie öffnet man sein Herz für Maria? Dadurch, dass man sich wirklich brennend nach Ihr sehnt. Denken wir an Sie, während wir uns inständig danach sehnen, dass Sie 'zu uns zu Besuch kommt.' Seien wir davon überzeugt, dass Sie es wirklich tun wird. Jesus sagte bereits, dass wir alles, worum wir bitten und was gut für uns ist, auch bekommen werden. Sich nach Himmlischem Besuch im Herzen sehnen, ist gut, sowohl für die eigene Seele als auch für das Heil derjenigen, mit denen man in Berührung kommt. Aus diesem Grunde braucht man nicht zu befürchten, dass einer solchen Bitte nicht stattgegeben würde. Nur muss das Herz dazu völlig an der Liebe orientiert sein, und muss die Reinheit angestrebt werden. Wenn dies der Fall ist, zieht man wie von selbst den Heiligen Geist zu sich hin, der den Weg zur Vollkommenheit zeigen wird. Maria wird die ewige Gefährtin auf diesem Weg sein".

 

544. GEBET ZUM HEILIGEN GEIST ZUR VORBEREITUNG MEINES GERICHTES

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, Licht meiner Seele,
Erleuchte meinen Geist, damit ich alle meine Fehler erkennen möge, mich ausnahmslos meiner Sünden erinnern möge, und Erkenntnis von meinen ganzen Unzulänglichkeiten erwerben möge.
Lass mein Herz entbrennen, damit in mir nur der Wille zum Guten lebt und die Liebe meine Seele jetzt bereits mit der Saat des Himmlischen Lebens befruchten möge.
Geruhe, mich jeden Augenblick zur wahren Heiligkeit im Verhalten, in Worten, Gedanken und Wünschen zu inspirieren.
Reinige mich von allen unbewussten Bürden und Gefühlen der Bedrängnis aus meiner Vergangenheit und schenke mir die Gabe des inneren Lichtes, damit ich jeden Makel sehen möge, der auf meiner Seele ruht, damit ich sie durch Abbüßung, Gebet, Reue und das Sakrament der Versöhnung zum vollkommenen Stand der Gnade bringen möge, bevor Gott mich für mein ewiges Gericht zu Sich ruft.
Darum bitte ich Dich auf die Fürsprache der Heiligen Jungfrau Maria hin, meiner Mutter und Mittlerin bei Gottes Thron, auf die ich mein ganzes Vertrauen gesetzt habe.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 3. Juni 2007)

"Sollte sich die Seele selbst als ein Haus betrachten, so wäre der Ewige Vater Derjenige, Der es baut, der Sohn der Vollender, und der Heilige Geist der Instandhalter und Verstärker. In diesem Bild ist die Sünde jeder Einfluss, wodurch die Seele durch eigenes Dazutun Risse in ihren Mauern oder Löcher in ihrem Dach entstehen lässt. Die Mauern und das Dach haben ständig unter allen Witterungsbedingungen des Alltags zu leiden. An sich können diese das Haus schon beeinflussen, es jedoch nicht beschädigen, solange der Heilige Geist Seine Instandhaltungs- und Verstärkungsarbeiten ständig ausführen darf. Die Seele muss Ihn dafür bezahlen, durch ihre Anstrengungen, mit Ihm mitzuwirken".

 

550. GEBET ZUM HEILIGEN GEIST UM FREIHEIT VON HERZ UND SEELE

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist,
Auf die Fürsprache Mariä, Deiner auserkorenen Braut und meiner Mutter, bitte ich Dich um Befreiung aus Einflüssen, Gedanken und Erinnerungen, die mich gefangen halten und mein Herz daran hindern, sich für Gottes Liebe aufzuschlieβen.
Komm, Heiliger Geist, befreie mich von der Neigung, alles in meinem Leben selbst zu regeln. Ich bitte Dich um die Gnade vollkommener Hingabe und vollkommenen Vertrauens auf Gottes Führung.
Komm, Heiliger Geist, befreie mich von dem lähmenden Einfluss, den das Urteil von Menschen auf mich ausübt. Lehre mich, die Flamme der Heiligkeit in meiner eigenen Seele zu entdecken und an mich selbst zu glauben.
Komm, Heiliger Geist, befreie mich aus dem würgenden Griff aller weltlichen Beeinflussung. Richte die Augen meiner Seele auf Gottes unendliche Liebe zu mir.
Komm, Heiliger Geist, befreie mich von der bedrängenden Last meiner Vergangenheit. Lehre mich, jeden Tag so zu leben, als hätte es gestern nie gegeben. Schenke mir die Gnade der ständigen Wiedergeburt aus Maria, meiner vollkommen heiligen Mutter, die an Seele, Geist, Herz und Körper mit Gottes Sohn verbunden gewesen ist.
Komm, Heiliger Geist, befreie mich von allem Unfrieden in meinem Herzen und in meiner Seele. Mache mich los von allen Ketten der Sorgen, die mich an vergänglichen Prüfungen festhalten. Öffne mein Herz für die Himmlischen Schätze, mit denen Gott mir den unvergänglichen Reichtum der wahren Schönheit und des wahren Glücks geben will, der mir auch heute bereits zuteilwerden kann.

 

Was ist die wahre Freiheit des Herzens und der Seele? Sie ist Loslösung von allem, was Sie an die Welt bindet und Sie in Gefühlen gefangen hält, die nie wirkliche Befriedigung finden können. Diese Freiheit ist die Schwester der Heiligkeit. Die wahre Freiheit ergibt sich aus weitgehender Beseelung durch den Heiligen Geist und durch Diejenige, die durch vollkommene Weihe Ihre Himmlische Herrin geworden ist. Wenn Sie mit dem Blick auf den Himmel leben, und Maria die Möglichkeit geben, wirklich in Ihnen zu leben, werden Sie spüren, wie relativ die wirkliche Bedeutung der weltlichen Einflüsse ist. Der Mensch lässt sich oft vollkommen durch sie betören, in Wirklichkeit allerdings gelten sie nicht viel. Weltliche Einflüsse sind mit Elementen beladen, die nicht im Einklang mit Gottes ewiger Wahrheit sind und die den Menschen von den Interessen und wahren Bedürfnissen seiner Seele wegführen. Die Welt ist Quelle von Unfrieden, Spannungen, Täuschung, Verblendung, Versuchung, Unreinheit, und die Erfahrungen von gestern können die Spontaneität Ihres Verhaltens von heute vollkommen entstellen. Relativieren Sie alles, und halten Sie nur an dem wahren Leben fest: Ihrem Gebet, Ihrer Weihe und Ihrer Inbrunst.

 

562. GEBET ZUM HEILIGEN GEIST ZUR ERLEUCHTUNG UNSERER LIEBEN

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, Licht und Kraft aus den Quellen der Himmel,
Ich bitte Dich um die Ausgießung Deiner Gaben und Gnaden auf meine Familie, Freunde und Bekannten, damit ihre Herzen in dem Licht baden mögen, das Freiheit und Erlösung bringt.
Erleuchte sie, damit sie das Kleid der Welt ablegen und sich von Dir mit dem Mantel der Heiligkeit bekleiden lassen.
Befreie sie von ihren Bindungen an jeden Einfluss, der das Wachsen ihrer Seele behindert.
Schenke ihnen die Gabe, ihre wahre Berufung zu erkennen und ihr mit Frucht nachzugehen.
Befreie sie aus dem Griff von allem Bösen, jeder Täuschung und jeder Verirrung.
Beseele sie mit der wahren heiligen Liebe und der Reinheit im Verhalten, in Worten und in Gedanken.
Öffne die Augen ihrer Seele für die Ewige Wahrheit, für Gottes Gesetz und ihre eigene Bestimmung, damit sie Gottes Absichten und ihr eigenes Wesen kennen mögen, und die Frucht der Weisheit sie zu Strahlen von Licht in der Finsternis der Welt machen möge.
Möge Deine Himmlische Braut Maria ihre Führerin auf allen ihren Wegen sein.

 

Zur Betrachtung: (Aus der Sammlung Sturmböcke)

"Satan weiß, wie empfindlich der Mensch für ein Urteil oder einen Kommentar seines Mitmenschen ist und welches Gewicht er dem beimisst, bei seinem Mitmenschen gut anzukommen. Darin liegt die Gefahr, dass man Dinge nicht wirklich von Herzen tut oder sie gerade nicht tut, wegen des Eindrucks, den sein Tun und Lassen bei seinem Mitmenschen erwecken kann. Nicht selten finden Sünden ihren Ursprung in dieser Haltung. Wirklich Kind Gottes zu sein, bedeutet, sich trauen, sich selbst zu sein, und die Beseelung und Eingebungen des Heiligen Geistes nicht zu vernachlässigen, um Wege zu gehen, welche die eigene Seele (das Gewissen) trotzdem als unerwünscht erkennt, nur um dasjenige zu tun, was seinem Mitmenschen gefällt. So werden Ketten des Bösen hervorgebracht und instandgehalten".

 

619. ANRUFUNG ZUM HEILIGEN GEIST IN DER ENTMUTIGUNG

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, Quelle der Ewigen Weisheit, Vater der Menschwerdung vom Licht der Welt, zu Dir rufe ich um Befreiung aus dem Nebel, der meinen Geist umschließt.
Mein Herz ächzt unter dem Kreuz der Mutlosigkeit, und meine Seele weint, denn das Leben raubt mir die Gründe zu glauben, zu hoffen und zu vertrauen.
Durch Marias allerreinstes Herz bitte ich Dich um ein Zeichen von Licht, denn Finsternis versucht, mein Herz auf immer von Gott zu entfernen.
Lass doch das Licht in mein Herz strahlen, damit ich sehen möge, und nicht mehr durch den trügerischen Schein der Dinge entmutigt werde.
Komm, o Geist der Liebe, Göttliches Feuer und Wahrheit, lüfte doch einen einzigen Augenblick den Schleier, der die Schönheit der tiefen Wirklichkeit für mich verbirgt, damit die Zeichen von Gottes Liebe mich aufs Neue zum Leben erwecken.

 

Ein negativ eingestellter Mensch kann eine Schneise der Verwüstung hinter sich ziehen. Negative Einstellungen sind diejenigen, die von den Tugenden abweichen, in erster Linie alles, was abweicht vom Frohmut, der Sanftmütigkeit, der Verträglichkeit, der Milde, der Geduld, der Freundlichkeit. Diese Tugenden bilden die wichtigsten Bausteine der wahren Liebe. Einen Menschen, der nicht in der Liebe ist, erkennt man an seiner Neigung oder Gewohnheit, zu klatschen, Böses zu sprechen, zu verleumden, an der Neigung zur Grobheit, Jähzorn, Unfreundlichkeit, Ungeduld, Kritiksucht, der Neigung zu richten und zu verurteilen. Sie kennen das Sprichwort: "An den Früchten erkennt man den Baum". Schöne Früchte können nicht von einem kranken Baum geliefert werden. So kommen auch negative Aussagen über einen Mitmenschen nicht vom Baum der wahren Liebe. Es gibt Menschen, die behaupten, eine Berufung zu haben, als Kanal oder Instrument Mariä oder Jesu zu fungieren, die aber gleichzeitig über Menschen Böses sprechen oder auf eine andere Weise eine negative Verfassung des Herzens zum Ausdruck bringen. Seien Sie vorsichtig mit ihren Aussagen, denn es ist sehr zweifelhaft, ob Menschen, die solche Früchte abwerfen, schon in dem Boden verwurzelt sind, wo der Baum der Ewigen Liebe blüht.

 

646. GEBET ZUM HEILIGEN GEIST FÜR DIE WELT

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist, Lebensatem von Gottes Schöpfung,
Nimm doch die Decke der Bedrängnis und Finsternis weg, welche die Christen der ganzen Welt bedrückt, damit sie Gottes Plan erfüllen können und die Welt in den mächtigen Strahlen von Gottes Licht und Liebe baden möge.
Durch Marias Schmerzensreiches Herz bitte ich Dich um Befreiung der Seelen.
Möge Dein Himmlisches Feuer alles verbrennen, was nicht von Gott kommt und die Ausführung Seines Plans zu verhindern sucht, damit Gottes Liebe und Weisheit die Welt für immer erobern mögen, und Sein Reich auf Erden kommen möge.

 

Betrachtung: (Aus der Belehrung Kehrt um, denn das Reich Gottes ist nahe)

"Eine gründliche Beichte zu sprechen, ist eine Gnade an sich, die Sie dadurch erhalten können, dass Sie jeden Tag (zum Beispiel abends vor dem Einschlafen) eine Gewissenserforschung vornehmen. Dabei bitten Sie den Heiligen Geist, Er möge Ihnen Erkenntnis von den Tiefen Ihrer eigenen Seele verschaffen, damit Sie deutlicher sehen, welche Fehler, Schwächen, Mängel und Sünden Ihre Seele bedrücken. Da ein solches Anliegen darauf hinweist, dass Sie sich bessern wollen, wird Gott Ihnen diese Gnade nicht verweigern. Halten Sie sich ganz fest vor Augen, dass eine gute Beichte nach einer Gewissenserforschung eine sehr große Gnade einbringt: Sie kann Ihnen das ewige Leben erwirken".

 

648. ANRUFUNG ZUM HEILIGEN GEIST UM BEFREIUNG

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist,
Befreie mich von den Ketten der Vergangenheit und von den Verirrungen der Welt.
Mache mein Herz leer von allen Banden, die das Wachstum meiner Seele zum Licht behindern, und schaffe in mir ein neues Herz, erfüllt von Gottes Liebe.
Möge in mir nicht länger der Rauch leben, sondern das Feuer.

 

Zur Betrachtung: (Aus Antwortbriefe - Brief 313)

"Wir alle sind dazu berufen, Gott irgendwie in unserem Leben zu finden. Wir können dies nur in unserem Inneren tun, und zwar dadurch, dass wir den Boden unserer Seele vollkommen erschließen lassen, und zwar durch die Liebesherrschaft der Gottesmutter und unsere eigene aktive Mitwirkung in der Nachfolge Ihrer Anweisungen und Belehrungen zur vollkommenen und tief gelebten Weihe. In diesem erschlossenen Boden wird der Keim der Heiligkeit wachsen, die Oberfläche erreichen (d.h.: sich durch alle Hemmnisse von Seiten des weltlichen Lebens — der Erde — zu Gott emporringen) und blühen in wahrer Liebe. Dieses Blühen kann das Ende unserer Trockenheit bedeuten, denn wo der Keim zur Blume wird, sehnt die Seele das Wasser des Göttlichen Lebens herbei. Der Heilige Geist, der bekanntlich alles erneuert, wird dieses Wasser deswegen beschaffen, weil Er in der Blume das Werk Seiner Himmlischen Braut vorfindet, mit der Er in jeder Seele verschmelzen will in der Absicht, immer wieder die Hochzeit an Ihr zu vollziehen. So erzeugt der Heilige Geist auch in dieser Zeit die Heiligen: dadurch dass Er die mystische Ehe an Seiner Braut in jeder Seele zu vollziehen versucht. Für die Seele führt dieser Vorgang die Empfindung wahrer Fruchtbarkeit herbei".

 

710. ANRUFUNG ZUM HEILIGEN GEIST UM DIE FREIHEIT DER SEELE

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist,
Gieße doch das volle Licht und Feuer Gottes auf die Seelen aus.
Brich die Kerker der Finsternis auf und befreie jene, die im Irrtum, in Täuschung und Unwahrheit gefangen sind. Nimm sie in das wahre und einzige Licht auf, damit Gottes Reich in den Seelen herrschen möge.

 

757. STURMGEBET ZUM HEILIGEN GEIST FÜR DIE WELT

(Myriam van Nazareth)

Komm, o Heiliger Geist, ich weihe Dir die ganze Menschheit. Ergieße Dich doch über alle Herzen.
Geist Gottes, führe doch die Kirche Christi zu Gottes Wahrheit zurück.
Geist Gottes, öffne doch alle Augen für alle Täuschungen, Irreführungen und Fallen des Bösen.
Geist Gottes, mache doch alle Menschen rein in Taten, Worten, Gedanken und Gefühlen.
Geist Gottes, befreie doch die ganze Menschheit aus den Netzen der Geldgier, der Genusssucht und des Hochmuts.
Geist Gottes, wecke doch in allen Herzen die Verfassung der inbrünstigen Liebe und der Selbstaufopferung zugunsten der Mitmenschen und zugunsten von Gottes Plänen und Werken.
Geist Gottes, orientiere doch alle Herzen an dem einzigen Lebensziel: dem Ewigen Leben.
Geist Gottes, wecke doch zwischen allen Menschen den Geist der Barmherzigkeit, des Verständnisses und der Vergebung.
Lebe in allen Menschen, o Heiliger Geist, und mache jetzt die ganze Welt zu Gottes Reich, auf Fürsprache der allerheiligsten Jungfrau Maria, Deiner Himmlischen Braut.

SCHLUSS: 3 x "Ehre sei dem Vater ..."

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 12. Juni 2007)

"Wie groß doch kann das Kleine in Gottes Augen sein, aber die Menschenseele braucht gute Augen, um das Kleine zu sehen. Gott hat jeder Seele gute Augen gegeben, aber die Seelen missbrauchen ihre Augen, indem sie diese auf die Irrlichter des Banalen, von allem Weltlichen, richten, bis sie so ermüdet sind, dass sie auch das wahre Licht nicht mehr sehen. Du hast selbst erfahren, wie sogar ein Tier von Gottes Vorsehung benutzt wird, um die Wahrheit zu bestätigen.

Selig ist die Seele, die nicht unachtsam daran vorbeigeht, denn jedes Wesen, Mensch oder Tier, kann die Seele ihrer Endbestimmung näher bringen: der vollkommenen Heiligung. Das Wesen selbst ist Botschafter von Zeichen, Gottes Geist öffnet die Schlösser, die verhindern können, dass diese Zeichen mit Pfingstfeuer in den Kern der Seele gebrannt werden. Erforderlich ist nur, dass die Seele bereit ist, den Schlüssel zu diesen Schlössern Gottes Geist und Mir, die Ich Seine Vertreterin bin, zu übereignen. Diese Übereignung erfolgt in der Form einer vollkommenen Opfergabe des eigenen freien Willens, so dass Gottes Plan mit der Seele sich vollkommen auswirken kann".

 

838. ANRUFUNG ZUM HEILIGEN GEIST VOR DER BEICHTE

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, Licht aus Gottes Herz,
Geruhe doch, mir die wahre Verfassung meiner eigenen Seele zu offenbaren, damit ich meine Seele so sehen möge, wie Gott sie sieht.
Möge ich so die Gnade der Kenntnis und Erkenntnis von meinen Sünden erwerben, ebenso wie die Gnade, mich nach der vollkommenen Reinheit der Seele, des Herzens, des Geistes und des Körpers sehnen zu lernen.
Geruhe, mich jetzt zur Quelle von Gottes Vergebung zu führen und dort auch die dunkelsten Winkel meiner Seele für mich zu erschließen.

 

Zur Betrachtung: (Aus der Sammlung Sturmschriften, Teil 53)

"Der Heilige Geist bringt die höheren Existenzebenen des Menschen (Seele, Herz und Geist) mit der Gottheit in Harmonie. Den Vorgang, wobei der Mensch in seiner Erfahrung, in seiner Gefühls- und Denkwelt mit Gottes Erwartungen und mit dem Kern Seines Wesens in Übereinstimmung gebracht wird (nach Seinem Bild und Gleichnis!), können wir als die Heiligung betrachten. Die Nahrung, die Sie essen, wird in Ihren Körper eingebaut. Auf ähnliche Weise wird, wenn Sie die Heilige Kommunion empfangen, gleichsam das Wesen von Gott Selbst in Ihre Seele, in Ihr Herz und Ihren Geist eingebaut, um Sie zu heiligen und Sie immer mehr Gott ähnlich sein zu lassen.

Heiligung ist die Frucht einer fortgeschrittenen Wechselwirkung von Gnadengaben durch Gott und Ihrer völligen Annahme und Beantwortung dieser Gnadengaben. So versucht der Heilige Geist, Ihr ganzes Wesen zu einem Spiegelbild Gottes zu kneten und zu formen".

 

856. GEBET UM DEN GEIST DER STÄRKE

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist,
In tiefer Zerknirschung öffne ich mein Herz für Deine beseelende Kraft.
Habe doch Mitleid mit meiner Schwachheit.
Wie groß ist mein Sehnen danach, meine Seele mit den Blumen der wahren Heiligkeit zu schmücken.
Ich bitte Dich, erfülle mich mit Strömen von Leben aus der Quelle von Gottes Heiligkeit, damit ich einen großen Widerstand gegen jede Neigung erwerben möge, die mich von den Wegen nach Gottes Garten der ewigen Glückseligkeit abweichen lassen kann.
In Dir, o Heiliger Geist, werden alle meine Schwächen zu Bausteinen für einen Tempel von Licht, der die Finsternis beschämt.
Siehe meine arme Seele, sie hat sich zu den Füßen Mariä, ihrer Herrin und Deiner allerreinsten Braut, niedergelegt.
Möge Ihre allermächtigste Fürsprache mir die Eingießung von Gottes Kraft erwirken, um meine Schwächen zu besiegen, damit meine Heiligkeit Marias Füße wie eine Krone Himmlischer Blumen zieren möge, und ich Dein Lob singen möge bis in Ewigkeit.

 

O Maria, Vollmond über meinem Tempel, Licht meiner Hoffnung in der Nacht meines Gemütes. Geräuschlos wie die Sommerbrise hast Du meine Seele betreten, um ihr das Leben zu bringen, das in den ewig strömenden Quellen von Gottes Liebe entspringt. Wie könnte ich Dich nicht lieben mit einer Liebe wie aus tausend Herzen, Du, die Du meine Unruhe mit den Küssen von Gottes Geist lähmst. Lebe für immer in mir, denn ich will mein Herz und meinen Geist, meinen Körper und meinen Willen in Dir begraben, damit Deine Seele mein einziger Besitz sein möge, wenn ich vor Gottes Thron erscheine. (Myriam, in tiefer Betrachtung von Marias Wesen, Abend des 20. September 2007)

 

995. AKT DES DANKES AN DEN HEILIGEN GEIST NACH DER BEICHTE

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist, glänzendes Licht, das die ganze Schöpfung durchstrahlt,
Nimm meinen bescheidenen Dank dafür, dass Du mich zum Thron von Gottes Barmherzigkeit geführt hast.
Nimm meinen bescheidenen Dank dafür, dass Du meine Seele für mich selbst erschlossen hast.
Nimm meinen bescheidenen Dank dafür, dass Du mir den Mut gegeben hast, mein Herz zu öffnen und meine Finsternis zu bekennen.
Nimm meinen bescheidenen Dank dafür, dass Du für mich neue Wege geöffnet hast.
Nimm meinen bescheidenen Dank dafür, dass Du das Licht meines Lebens sein willst und die Frucht der Weisheit auch für mich im Feuer Deiner Liebe reifen lassen willst.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 21. August 2007)

"Ich habe dir ein Bild gezeigt, das Ich dich jetzt aufschreiben sehen möchte, weil es so einfach ist, dass jede Seele es verstehen kann. Teile den Seelen Meine folgenden Worte mit. Schau den Heiligen Geist in dem Bild, womit Er oft angedeutet wird: in der weißen Taube. Schau, wie diese Taube das Göttliche Licht über die Seelen ausstreut, jeden Augenblick eines jeden Tages und einer jeden Nacht.

Schau jetzt die Empfänglichkeit der Seelen für diese Göttlichen Geschenke:

Es gibt drei Arten von Seelen: die Seelen, die sich nach dem Heiligen Geist und Seinen Gnadengaben sehnen, die diese Geschenke hegen und sie in jede Einzelheit ihres Lebens einbauen. Die zweite Kategorie von Seelen sind jene, die dem Wachsen ihrer Seele gleichgültig gegenüber stehen. Zum Schluss gibt es die Seelen, die an allem Anstoß nehmen, was sie an das Göttliche Licht erinnert. Sie ärgern sich daran, fallen über die Zeichen von Gottes Licht in ihrem Leben einem inneren Konflikt anheim, und suchen innerlich zu Ruhe und Frieden zu kommen, indem sie dies alles aus ihrem Leben verbannen.

Schau nun wie diese drei Arten von Seelen vorgehen, in Bildern ausgedrückt:

Die erste Kategorie sind Seelen, welche die weiße Taube mit Freude begrüßen, Sie hegen, Ihr zu essen geben und den Frieden Ihrer Nähe mit vollen Zügen in sich aufnehmen. Die Taube spürt dies, und streicht sanft in ihren Garten nieder, ja sogar in ihr Haus, als ob Sie an jeder Einzelheit des Lebens einer solchen Seele teilhaben will.

Die zweite Kategorie sind Seelen, welche die weiße Taube vorüberfliegen sehen, Ihr jedoch so gut wie keine Aufmerksamkeit schenken. Sie gehen so sehr in ihrem weltlichen Leben auf, dass die Taube für sie genauso gut ein lebloser Gegenstand sein könnte. Die Taube wird dann und wann auf ihr Dach oder in einen Baum in ihrem Garten niederstreichen, allerdings bereits bald wieder wegfliegen, weil sie nicht in das Leben dieser Seele zugelassen wird.

Die Seelen der dritten Kategorie betrachten die Taube als einen Eindringling, einen Dieb, der schon Mal ihren Garten beschädigen könnte, von den Früchten ihrer Bäume essen könnte oder ihr Dach beschmutzen könnte. Sie werfen daher mit Steinen nach Ihr, jagen Sie weg, versuchen, Sie abzuschrecken, ja weichen in bestimmten Fällen nicht davor zurück, Sie zu beschießen. Sie verfluchen Sie wie ein Untier, das auf ihrem Eigentum nichts zu suchen hat.

So fühlt Sich Gottes Geist bei den Menschenseelen: als Freund, als banaler Gegenstand oder als Feind und Eindringling".

 

997. BITTE ZUM HEILIGEN GEIST ZUR ERSCHLIEßUNG MEINER FINSTERNIS

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist, Träger des Göttlichen Lichts,
In meiner höchsten Not bitte ich Dich, erbarme Dich meines Herzens, das in einem Kerker der Finsternis eingesperrt sitzt.
Meine Seele ist für mich eine Unbekannte, denn die Prüfungen auf meinem Lebensweg haben mich von dem Licht weggeführt, das einst mein Herz erfreute.
O Geist des Trostes und Feuers, erschließe mich für mich selbst und öffne das Fenster meiner Seele, damit sie nicht länger erstickt.
Sei für mich die aufgehende Sonne, damit ich aufs Neue die Blumen finden möge, die Maria, Deine Himmlische Braut, meinen Lebensweg entlang gesät hat.
O gib mir aufs Neue die Freude am Leben in Gottes Dienst, damit ich wissen möge, wofür ich wirklich lebe, und mein Kreuz mich zum wahren Glück führen möge.

 

Zur Betrachtung: (Aus Die Himmlische Hochzeit, Punkt 242)

"Man hört schon mal Menschen sagen, dass sie 'auf der Suche nach sich selbst sind' oder dass sie sich 'in einer Identitätskrise' befinden. Wenn der Heilige Geist einer Seele ihre wahre Beschaffenheit, Berufung und 'geistige Identität' offenbart, wird dies zur Quelle der Selbsterkenntnis, aufgrund dessen sie sich der Welt um sich herum auf einem stabileren Fundament nähern kann. Eine größere Selbsterkenntnis gibt der Seele Standfestigkeit, so dass sie dann weniger leicht ins Wanken gerät. Ein Schiff ohne Anker ist empfindlicher gegen Stürme".

1038. SELBSTAUFOPFERUNG AN DEN HEILIGEN GEIST
UM VOLLKOMMENE INNERE REINIGUNG

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist, Quelle aller Heiligkeit, zur Anbetung Deiner Göttlichen Herrlichkeit bringe ich Dir die Opfergabe meines ganzen Wesens und meines Lebensweges.
Geruhe, mich von dem Ballast meiner Vergangenheit zu reinigen, von jeder Spur meiner Erziehung und alter Kritik, von Vorwürfen und negativen Vorhersagen über den Verlauf meines Lebensweges, die mich Gefühlen der Minderwertigkeit, des Versagens und des Unvermögens preisgegeben haben.
Geruhe, mich von allen schlechten Gewohnheiten zu reinigen, die mein seelisches Heil bedrohen.
Geruhe, mich von den Auswirkungen meiner Schwächen und Neigungen zu Untugenden zu reinigen, die mich für bestimmte Versuchungen anfällig machen.
Geruhe, mich von jedem Mangel an Erkenntnis und Durchblick in die Interessen der Seele und des Göttlichen Lebens zu heilen.
Geruhe, mich von jeder Oberflächlichkeit, jedem Mangel an Tiefe in der Empfindung dessen, was für meine Seele heilsam oder schädlich ist, und vom Mangel an Tiefe in der Empfindung meines Kontaktes mit dem Himmlischen zu heilen.
Lehre mich, meine wahre Berufung und meine Lebensaufgabe zu entdecken, damit ich allem in meinem Leben seinen wahren Sinn geben kann, und ich somit zu einer wahren Freude und zum inneren Frieden kommen möge.
Schenke mir die Gabe eines blinden Vertrauens und Glaubens in Dein beseelendes Wirken in mir, damit aus mir jegliche Form von Angst, Zweifel, Unglauben, Unsicherheit, Wankelmütigkeit und Unrast ausgetilgt werden mögen und keine weltliche Entwicklung oder Worte von Menschen mich jemals noch berühren können.
Sei die Quelle meiner Inspiration in allen meinen Entscheidungen. Ersetze mein ganzes weltliches Denken und Fühlen durch Himmlisches Denken und Fühlen.
Lehre mich, mir selbst zu vergeben, und zeige mir Wege zur Gutmachung meiner früheren Fehler.
Lehre mich, mich selbst anzunehmen, damit die Erkenntnis von meinen Unzulänglichkeiten mich nicht lähmen möge, sondern mich in Dankbarkeit zur vollkommenen Weihe meiner selbst an die Königin des Himmels und der Erde anregen möge, die mich aus Ihr neu gebären wird für eine Wiedergeburt als eine geläuterte Seele, die bereit ist, Gottes Werke zu tun und für die Gründung Seines Reiches fruchtbar zu werden.
O Geist Gottes, Quelle allen Lichts und des Göttlichen Lebens in den Seelen, ich bekenne vor Deinem Göttlichen Antlitz, dass ich Deiner Himmlischen Braut gehören will, denn die Seele, die Maria zur Herrin hat, wird, so wie Sie, von Dir überschattet, um die Fülle Christi in sich zu tragen, zu ihrer vollkommenen Heiligung.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 2. Oktober 2007)

"Jede Seele hat von Gott einen Keim der Heiligkeit empfangen, der im Mittelpunkt der Seele als Empfänger des Göttlichen Lebens, des Göttlichen Lichts, der Göttlichen Liebe dient, und von wo aus die höheren Lebensprozesse in dem Wesen gesteuert werden. In diesem Keim wirkt der Heilige Geist Seine Inspirationen aus, prägt Er den Schlüssel zur Entzifferung der Zeichen der Vorsehung. In diesem Keim steht auch der Thron, von welchem herab Ich Meine Macht über die Seele entfalte, sobald diese Mich als ihre wahre Herrin anerkannt hat. Dieser Keim ist ein Paradies, ein unsterblicher Göttlicher Garten, der die Samen unendlicher Herrlichkeiten trägt.

Alle Blumen in diesem Paradies sind verzückend, aber auch zerbrechlich wegen der Erbsünde, die den Keim der Heiligkeit in jeder Seele mit einer Kraft gepfropft hat, die dem Göttlichen Licht entgegengesetzt ist. Dieser Pfröpfling kann die Verfassungen in der Seele in eine Richtung zurechtbiegen, die nicht von Gott beabsichtigt ist. Der freie Wille der Seele hat aber Macht über das Maß, in dem die Kräfte in diesem Pfröpfling sich auswirken können. Weil der freie Wille schwach und äuβerst verführbar ist, wird er leicht durch die irreführenden Kräfte der Finsternis manipuliert, die der Seele ein anderes Paradies in Aussicht stellen: jenes der weltlichen Vergnügen. Daher ist es notwendig, dass die Seele, die sich Mir weiht, die Macht über den Pfröpfling der Erbsünde Meiner Macht überträgt, mit den Worten: 'Maria, mächtige Herrin meiner Seele, sei die einzige Herrin meines freien Willens. Präge Dein Gesetz in meine Seele'.

Weil das Paradies der Seele sehr zerbrechlich ist, dürfen Seelen einanders Paradies nur mit äußerster Leichtfüßigkeit betreten, das heißt, mit Vorsicht, Takt, Milde, Ehrerbietung, Frohmut, Sanftmut, Verträglichkeit, zärtlicher und salbender Liebe, Zuvorkommenheit, aufrichtiger Freundlichkeit und äußerster Reinheit von Herz und Mund. Jedes Gefühl, das die Seele einer anderen Seele gegenüber hegt, fließt von ihrem Lebenskeim zu jenem der anderen Seele hinüber, das heißt, vom einen Paradies zum anderen.

Schau doch, welche Auswirkung es hat, wenn eine Seele grob, beleidigend, unehrerbietig, verletzend, unverträglich, verurteilend, kritisierend, mürrisch, schlecht gelaunt oder misstrauisch auf ihren Mitmenschen zugeht: Ihre Verfassung rast wie ein Wirbelwind durch das Paradies der anderen Seele, das Göttliche Eigentum mit unzähligen zerbrechlichen Blumen, und richtet unbemerkt Schaden an, der die andere Seele in der Ausführung der Anweisungen behindern kann, die der Heilige Geist oder Ich Selbst ihr in der darauf folgenden Zeit geben können.

Verstehe somit, wie viel Schaden die Seele Gottes Plänen und Werken zufügen kann durch die Einstellung von Groll, Unversöhnlichkeit, Mangel an Vergebung und Unreinheit des Herzens gegenüber einem Mitmenschen. Der Schaden, den sie dadurch Gottes Heiligtum in der anderen Seele zufügt, lädt auf die Seele im Unfrieden eine Schuld gegenüber der Göttlichen Gerechtigkeit. Wenn Ich zu den Seelen sage 'Sei Mein Engel' oder 'Sei eine Blume', dann suche Ich sie durch diese Einladung vor einer der am wenigsten bekannten Formen von Sakrileg zu bewahren: jenem, einer anderen Seele, Eigentum des Allerhöchsten, zu schaden".

 

1041. BITTGEBET ZUM HEILIGEN GEIST UM DAS GÖTTLICHE LEBEN

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, auf die Fürsprache Deiner so mächtigen Himmlischen Braut hin, bitte ich Dich um die Gnade der Gnaden.
Aus Gottes Liebe bin ich geboren. Zu der Rückkehr in die Fülle Seiner Liebe bin ich bestimmt.
Daher bitte ich Dich um meine Wiedergeburt in der Fülle des Göttlichen Lebens.
Geruhe, mein Herz im Feuermeer der wahren, allerreinsten Liebe entflammen zu lassen.
Geruhe, meinen Geist vollkommen in das Denken meines Gottes einzutauchen, ebenso wie in das Wahrnehmen, so wie Er wahrnimmt, damit ich sehen und verstehen möge, wie leer die Dinge und Einflüsse der Welt sind.
Geruhe, meinen Körper in einer makellosen Selbstaufopferung verzehren zu lassen, so wie mein Göttlicher Erlöser es mir vorgemacht hat.
Geruhe, meinen Willen mit dem Willen Gottes einförmig zu machen, damit ich nichts anderes mehr tue als Seine Werke und mich nach nichts anderem mehr sehne als der Verwirklichung Seiner Pläne.
O Geist der Heiligkeit, unter Deinen Augen werfe ich mich zu Marias Füßen nieder, in Der das Göttliche Leben vollkommen geworden ist. Möge Ihre vollkommene Herrschaft über mein ganzes Tun und Lassen und über meine ganzen Gesinnungen vollkommen werden, damit Sie in mir das Reich Gottes errichten kann.
Geruhe, mich jetzt um Ihretwillen in die Fülle des Göttlichen Lebens aufzunehmen, denn dazu hat Jesus Sein menschliches Leben am Kreuz der Wiedergeburt für jede Seele preisgegeben, die sich wirklich danach sehnt, zum Bild und Gleichnis Gottes zu werden.

 

O Jesus, öffne den Kerker meiner Seele, damit sie das wahre Licht sehen möge. Lass die Strahlen des Heiligen Geistes alle Winkel meines Herzens bescheinen. Lass mich wieder aufleben in der Hoffnung auf meine Geburt für das wahre Göttliche Leben.(Myriam, bei der Heiligen Kommunion, 8. April 2008)

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 20. Dezember 2007)

"Gott hat in Seiner Schöpfung eine ganz bestimmte Ordnung eingesetzt, die Er durch Inspirationen des Heiligen Geistes instand zu halten versucht. Der Geist Gottes tut dies auf viele unterschiedliche Weisen: durch die Unterrichtungen aus Meinem Mund, durch das Gewissen der einzelnen Seelen, durch das Gemütsleben der Seelen, durch unterschiedliche Ereignisse auf dem täglichen Lebensweg, durch wohlmeinende Unterrichtungen von Eltern gegenüber ihren Kindern, usw." (Maria erklärt nach dieser Offenbarung, dass Sie mit 'wohlmeinend' auf alle Unterrichtungen verweist, womit die Eltern (oder ein Elternteil) beabsichtigen, das Verhalten ihres Kindes in Übereinstimmung mit Gottes Willen, Seinen Plänen und Werken zu bringen).

 

1123. GEBET ZUM HEILIGEN GEIST, WIND DER BESEELUNG

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist, anbetungswürdiges Licht von Gottes Wahrheit, Quelle aller Weisheit,
Ich gebe mich Dir hin, damit Du meinen Tempel zu Deinem Reich machst.
Siehe, bereits schimmert in mir die Morgenröte von Gottes Reich, denn alle meine Bürden, alle meine Prüfungen, der Ballast meiner ganzen Vergangenheit und meine ganze Hoffnung habe ich vor die Füße der Königin des Paradieses ausgebreitet.
Durch das Kreuzesopfer Jesu bin ich Erbe der Verheißung der Wiedergeburt aus dem Geist.
Daher vertraue ich mich dem Herzen meiner Himmlischen Herrin an, damit Sie mich dem süßen Feuer aus der Quelle allen Lebens ausliefert.
O verzehre mein altes Ich, denn der verheißungsvolle Baum meiner Seele ist in der versengenden Glut der Versuchungen dürre geworden
Beseele mich mit dem Feuer des Göttlichen Lebens, denn wie kann ich geben, was ich meinem Lebensweg entlang verloren habe?
Durchströme mich mit Deiner Verzückung bringenden Brise der Heiligung, denn alles in mir sehnt sich nach dem Atem meines Gottes, damit mein Tempel in Seinem Licht auferstehen möge.
Komm, o Feuer der Läuterung, o Licht der Enthüllung, o Wind der Beseelung, damit ich wissen möge, wofür ich lebe und wofür ich sterben werde.

 

Notiz unmittelbar nach einer mystischen Erfahrung im Abendgebet, 20. Juli 2009

Die Empfindung des wahren Glücks ist eine Erfahrung der Glückseligkeit, die völlig von der stofflichen Natur losgelöst ist.

Sie ist die Erfahrung der Seele, die sich unter dem Empfinden der Wogen wahrer Liebe zu Gott und zu Seinen Werken weit aufschlieβt.

Sie ist die Erfahrung der Seele, die sich völlig an den Interessen Belange des Ewigen Reiches orientiert.

Sie ist die Erfahrung von Tropfen unbefleckter Glückseligkeit, die aus dem Zeitlosen und völlig Unstofflichen von Gottes Ewigem Reich in die Seele hineinsickern und sie in eine intensive Empfindung der Ewigen Wahrheit aufnehmen.

Sie ist die allumfassende Erfahrung der Gegenwart des Göttlichen. Sie ist die Erfahrung der vollkommenen Befreiung der Seele, die während dieser allerheiligsten Berührung keine einzige Verbindung mit dem Weltlichen mehr erfährt, mit der Materie, die sich vollkommen in die unendliche und vollendete Empfindung aufgenommen weiß.

Diese Erfahrung lässt die Seele plötzlich begreifen, weshalb die Himmlische Glückseligkeit ewig dauernd, absolut vollkommen und keiner einzigen Hemmung noch Begrenzung unterworfen ist, weshalb sie, mit anderen Worten, die allumfassende Erfahrung ist, die absolute Vollendung des Empfindens der Seele.

 

Zur Betrachtung: (Aus der Sammlung Sturmschriften, Teil 60)

"Betrachten wir das Bild einer Apfelsine an einem Baum, der von der Sonne beschienen wird. Die Apfelsine ist hier wie die Seele. Wenn die Seele die Welt zu sehr hegt, wird ihre Schale (alles, was ihr zartes Inneres bedeckt) immer dicker, auf Kosten des Fruchtfleisches. Dadurch wird es immer weniger möglich, dass die Schale noch die Wärme der Sonnenstrahlen (die Eingebungen des Heiligen Geistes) an das Fruchtfleisch weitergibt.

Wie kann diesem Zustand abgeholfen werden? Dadurch, dass man den Ballast des weltlichen Denkens und Sehnens von sich abwirft. Die Schale wird dann nicht mehr genährt und wird dünn, und die Strahlen von Gottes Geist dringen wieder besser zum Fruchtfleisch durch. Wer seine Seele in den Stand der Kindheit zurückbringen möchte, muss sein Herz für dasjenige öffnen, was wirklich zählt: für die Bedürfnisse der Seele. Der Mensch ist nicht in die Welt gesandt worden, um den vergänglichen Dingen des irdischen Lebens als einem Ziel an sich anzustreben. Sobald man dies verstanden hat, beginnt die Schale weltlicher Einflüsse abzubröckeln, und wird man sich immer freier fühlen.

In dem Maße, wie Ihr Herz dadurch leichter wird, erfährt es immer mehr die Einflüsse der Heiligung, die Gott wie einen neuen Mantel um Sie herum legt. Die Schale der Welt ist wie ein dicker Mantel, der eine Scheinwärme, eine Scheingeborgenheit gewährt, die allerdings Seele erstickt und sie daran hindert, Gottes Duft einzuatmen. Der Mantel der Heiligkeit dahingegen, ist leicht und nährt die Seele mit allem, was aus Gottes Herzen kommt".

 

1125. GEBET ZUM GEIST DER WAHRHEIT

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, Göttliches Licht, das jede Seele durchstrahlt,
So viele Seelen sehen sich selbst nicht so, wie Gott sie sieht. Ich bitte Dich, schenke allen Seelen das Licht der Selbsterkenntnis, damit sie aus den vielen Irrtümern über sich selbst befreit werden mögen, und vom Hochmut, der ihnen alle Früchte raubt.
Behüte sie vor jeder Einbildung, durch welche die Finsternis sie davon abhält, an ihrer wahren Heiligung zu arbeiten.
Schenke ihnen das Licht der Weisheit, damit sie weder andere Seelen noch sich selbst noch länger täuschen.
Wecke in ihnen den Durst nach Deinen Belehrungen, die sie den Weg der Heiligung lehren, damit sie sehen mögen, dass nicht die Zeichen, die sie hegen, sondern nur die Kenntnis des Göttlichen Lebens und ihrer eigenen Schwächen, ebenso wie die selbstverleugnende Liebe, sie in Gottes Herz hineinführen können.

 

Zur Betrachtung: (Aus Antwortbriefe - Brief 363)

"So wie in einem biologischen Organismus die Zellen atmen, solange sie Sauerstoff verarbeiten, und gären, sobald sich der Sauerstoffaustausch einstellt, so ist es in der Seele: Solange der Sauerstoff des Heiligen Geistes voll aufgenommen (angenommen) und benutzt wird, 'atmet' die Seele und bringt verhältnismäßig reine Dinge hervor. Sobald die Seele diesen Mechanismus abzuschalten beginnt, setzt die Gärung ein und wird ihr Widerstand gegen die Versuchung zu Untugenden und Sünden kleiner und kleiner. So lässt sich erklären, wie ein Mensch, Geschöpf aus Gottes Hand, Behüter eines Keimes von Heiligkeit, zum Beispiel zu einem kalten Massenmörder werden kann".

 

1126. GEBET ZUM HEILIGEN GEIST UM ERSCHLIEßUNG DER SEELE

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist, tauche mich unter in das Licht von Gottes Ewiger Wahrheit, damit ich die Wege des Heils erkennen möge.
O zeige mir Gottes Verfügungen für mein Leben, den Weg, den Seine Weisheit für mich vorgezeichnet hat.
Erschließe in meiner Seele die verborgenen Schatzkammern aller meiner Gaben und Talente, und tränke mich an den Quellen der Göttlichen Liebe, damit ich die Kraft und den Willen ernten möge, vollkommen aufzublühen, denn die Seele, welche die Göttliche Saat entdeckt hat, die der Schöpfer in sie gelegt hat, wird zu einem Paradiese Himmlischer Blumen.
Taufe mich dann, o Geist Gottes, in Deinem Atem Göttlichen Lebens, damit von dem Schatz der Heiligkeit, den Gott auch in mir verborgen hat, nichts verloren gehen möge.
Ich bitte Dich um Erhörung aufgrund der Erlösung, die Jesus Christus für mich bewirkt hat, und aufgrund der Fürsprache Mariä, Deiner makellosen Braut. Lass mich im Licht des wahren Lebens auferstehen.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 11. Januar 2008)

"Um normal zu funktionieren, braucht der menschliche Körper Nahrung, Wasser und Sauerstoff. Diese Quellen von Leben werden durch die Verdauung, den Blutkreislauf und andere Transportkanäle, und durch die Atmung benutzt. Du könntest es so betrachten, dass diese Systeme in der Seele ihre Gegenstücke haben. Die Nahrung für die Seele ist die Liebe, das Wasser für die Seele wird von den Gnaden geliefert, und der Sauerstoff für die Seele wird durch alle Inspirationen, Unterrichtungen und die Beseelung seitens des Heiligen Geistes geliefert. Die Liebe beseelt somit gleichsam die Verdauung in der Seele, wodurch die Seelennahrung verarbeitet und für das Wachsen der Seele zu ihrer Bestimmung als Bild und Gleichnis Gottes benutzt wird.

Die Gnaden erfüllen die Funktion des Wassers, das labt, reinigt, und die Liebe durch die Seele hindurch befördert, so dass alle Ebenen des Seelenlebens genährt und gereinigt werden können. Alle Formen der Beseelung und Unterrichtung seitens des Heiligen Geistes einschließlich jeder Folge von dem Wirken der Göttlichen Vorsehung erfüllen die Funktion des Sauerstoffs, der hilft, sämtliche Nährstoffe in der Seele zu verarbeiten und umzusetzen und als 'Zündung' für alle Lebensprozesse dient. Schau die Tiefe des Bildes: Wenn die Seele alle Inspirationen des Heiligen Geistes und jeden Einfluss seitens der Göttlichen Vorsehung ignoriert, beginnt sie langsam aufgrund des Mangels an Himmlischem Sauerstoff zu ersticken. (...)"

 

1130. BITTGEBET ZUM HEILIGEN GEIST UM LICHT

(Myriam van Nazareth)

O Heiliger Geist, allumfassendes Licht aus den Quellen der Schöpfung,
Durchstrahle mich selbst und meine Umgebung mit dem Göttlichen Licht, das Wahrheit und Göttliches Leben bringt.
Beatme meinen Lebensweg, damit er von allen Spuren der Finsternis gereinigt wird, und unfruchtbar werden möge für die Werke von demjenigen, der die Liebe hasst.
Lass das Licht der vollkommenen Erkenntnis in die tiefsten Regionen meiner Seele leuchten, damit ich die Wurzeln meines Handelns, Sprechens, Denkens, Fühlens und Wollens so sehen möge, wie sie wirklich sind, und geruhe, mir die Kraft und die Liebe zu schenken, um künftighin für das Licht der wahren Liebe und der Tugend zu leben und zu sterben, und alle Finsternis zu verabscheuen.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 24. Januar 2008)

"(...) Ich habe bereits früher darauf hingewiesen, dass der Verkehr auf den Lebenswegen durch Falschfahrer erschwert wird: Seelen, die eher den Werken der Finsternis dienen. Sie machen das Fahren ohne Unfälle verdienstlicher. Sie sorgen ebenfalls dafür, dass die Seelen guten Willens wachsamer bleiben. Die Falschfahrer sind in der Regel Seelen, die in ausreichend hohem Maße von den Interessen der Finsternis an sich gerissen worden sind, um die drei Punkte, die Ich vorhin erwähnt habe, in immer höherem Maße zu verleugnen. Sie werden denn auch durch schwankende Grade an Selbstsucht, Gleichgültigkeit, Liebe für alles Weltliche, Verleugnung von Gott und von Mir, Gewissenlosigkeit und Mangel an Rücksichtnahme für ihre Mitgeschöpfe gekennzeichnet. Das Straßennetz von Gottes Schöpfung hat auch einen Verkehrsregler, einen großen Polizisten. Er steht nicht sichtbar auf dem Weg, sondern ist in den Seelen wirksam. Sein Name ist 'Heiliger Geist'. "

 

1156. MORGENWEIHE AN DEN HEILIGEN GEIST

(Myriam van Nazareth)

Geliebter Heiliger Geist, Licht der Quelle des Göttlichen Lebens,
Ich öffne Dir meine Seele, mein Herz und meinen Geist als Blumen, die nach der Fülle des Lichtes dürsten.
Den gestrigen Tag vertraue ich Deinem läuternden Feuer an, damit alle meine Schulden in Dir verzehrt werden.
Geruhe, mich von allen Spuren der Unreinheit zu waschen, welche die Welt und meine Vergangenheit in mir hinterlassen haben.
Geruhe, meine Seele wie einen Rosengarten im Frühling zum Blühen zu bringen, damit mein Duft Gottes Herz in Verzückung bringen möge.
Erwecke in mir dasjenige zum Leben, was erkrankt ist, damit ich Gottes Plan mit meinem Leben zur reichen Fruchtbarkeit bringen kann.
Sei heute mein Licht, damit keine Wolke noch irgendwelche Finsternis über meinem Weg mir noch schaden kann.
Ich gebe Dir mich selbst so, wie ich jetzt bin, um von Dir gewaschen und geheiligt zu werden und durch die allerreinsten Hände Deiner Himmlischen Braut zum Altar des ewigwährenden Bundes mit meinem Gott geführt zu werden, in dem ich nie mehr sündigen noch sterben werde.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, 4. Oktober 2008)

"(...) Hat Jesus nicht gesagt, die Seele sollte wiedergeboren werden aus dem Geist? Seelen, Ich bin euch von Jesus als Mutter gegeben. Ich bin die Mutter, aus der jede Seele wiedergeboren werden sollte aus dem Geist . Ich trage den Christus in Mir, Ich bin die Braut des Heiligen Geistes. In Vereinigung mit dem Heiligen Geist erzeuge Ich immer noch Früchte für das Göttliche Leben. Jede Seele, die sich Mir in aufrichtigem Sehnen in vollkommener und bedingungsloser Weihe hingibt, kann aus Mir neu geboren werden für das Göttliche Leben.

Die Seele, die zu Mir kommt während sie sich danach sehnt, völlig umgestaltet zu werden, wird von Mir völlig ausgekleidet. Sie muss den Mut haben, nackt vor Mir zu stehen. Das ist nur möglich, wenn sie Mir gegenüber die Bekenntnis ausspricht, sie möchte Mein Eigentum sein. Nur wenn die Seele dazu bereit ist, auf ihr altes 'Ich' und ihre sämtlichen Gewohnheiten, Verbindungen, bedrückenden und hemmenden Erinnerungen, weltliches Denken, Fühlen und Wollen zu verzichten, kann Ich sie völlig auskleiden und sie neu bekleiden mit den Gewändern Meiner eigenen Gesinnungen. Ab jenem Zeitpunkt erkennt der Heilige Geist die Seele als eine Frucht aus Meinem Obstgarten.

Die Seele muss also alle ihre Gewänder ablegen, bis einschlieβlich des Unterkleides. Das Unterkleid ist der Kern des alten 'Ichs', der letzte und hartnäckigste Rest der alten Persönlichkeit mit allen ihren weltlichen Neigungen. Solange die Seele nicht dazu bereit ist, auch das Unterkleid abzulegen, hat es keinen Zweck, dass Ich sie mit Meinen Gewändern bekleide, denn sie wird immer noch ihren eigenen Geruch um sich herum verbreiten, den Geruch, der nach wie vor spürbar von ihr ausgehen wird. Auch ihr Unterkleid soll das Meinige werden, damit sie den Duft des wahren Göttlichen Lebens verbreiten kann, und nicht mehr an ihr altes 'Ich' erinnert wird. Das ist vollkommene Weihe an Maria. Die Seele, die sich aus Mir wiedergeboren werden lässt, ist im tiefsten Sinne des Wortes Bruder oder Schwester Jesu.

Ich bin von Jesus zu eurer Mutter gemacht. So war es von Gott bestimmt. Ich kann jedoch erst im wahren Sinne eure Mutter sein, wenn Ich euch neu gebären darf für das wahre Leben, das Göttliche Leben. Gebt euch Mir deswegen vollkommen hin, damit ihr ernährt werdet vom Blut, das auch den kleinen Jesus ernährt hat, dem Blut, das vollkommen vom Geist Gottes geheiligt worden ist. Gebt Mir die Gelegenheit, im wahren Sinne des Wortes eure Mutter zu sein, und ab eurer Wiedergeburt aus Mir eure Herrin zu sein, die euch über den Weg des Göttlichen Lebens in das Herz Gottes hineinführt, zum Zweck der Vollendung eurer Erlösung und Heiligung. Dieser Weg ist der Weg des wahren Glücks, bereits hier auf Erden".

 

1242. TÄGLICHES BITTGEBET ZU MARIA UND ZUM HEILIGEN GEIST

(Myriam van Nazareth)

O Maria, mächtige Herrin meiner Seele,
Bitte doch den Heiligen Geist auf mich herab.
Komm, Heiliger Geist, durchstrahle mein Herz, meinen Geist und meine Seele mit Deinem Göttlichen Licht, damit ich mich selber so sehen kann, wie Gott mich sieht.
Führe mich zur Selbsterkenntnis. Zeige mir, wie ich wirklich bin.

 

Zur Betrachtung: (Aus Antwortbriefe - Brief 426)

"Wenn die Seele zur Erkenntnis ihrer tieferen Verfassungen erlangt, ist es, als ob der Heilige Geist Selbst eine Lichtbahn bis in den Mittelpunkt der Seele zieht, so dass der Seele gleich die Wege zur Heiligung und die Strategie der Selbstvervollkommnung gezeigt werden".

 

1267. GEBET ZUM HEILIGEN GEIST, LICHT GOTTES

(Myriam van Nazareth)

O Licht Gottes, schlage Wurzeln in meiner Seele, damit im Boden meines ganzen Wesens keine Finsternis mehr gedeihen kann.
Mache in mir alle Saat der Welt unfruchtbar, denn sie wird nicht aus Gottes Hand in mich gesät.
Entwurzle in mir die Disteln, an denen sich meine Seele verwundet, damit sie meinen Lebensweg nicht überwuchern, denn sie rauben den Rosen in meinem Herzen alles Licht.
Beleuchte mein ganzes Wesen aus allen Winkeln mit dem Göttlichen Licht, damit in mir kein Schatten am Leben bleibt.
Gründe in mir den Ewigen Frühling, denn in Dir ist die Fülle des Göttlichen Lebens, in Dir blüht die Fülle der Heiligkeit, in Dir werde ich von allem Gift geheilt, das jemals in mir die Ewige Weisheit hat täuschen wollen.
Siehe, Dich habe ich lieb wie die Morgendämmerung nach der Nacht, die Verheiβung des Sommertages, der mich in das Herz aufnehmen wird, in dem die Ewige Liebe auf mich wartet.
Deshalb lege ich meine Armseligkeit zu den Füβen der Königin von allem, was ist, damit Sie mich mit Dir bekleiden möge, und ich in Dir das wahre Leben finden möge, zu dem ich für alle Zeit gerufen bin. Zu den Füβen Derjenigen, Die von Anfang an ohne Schatten war, werden nur Kinder des Lichtes geboren, denn wo Ihre Füβe ruhen, hält keine Finsternis stand.

 

Zur Betrachtung: (Aus den Offenbarungen der Herrin aller Seelen, Pfingsten 30. Mai 2009)

"Liebe Seelen aus der Quelle des Ewigen Lebens, Ich komme, den Weg frei zu machen für den Triumphzug des Pfingstfeuers in jedem von euch. Weihnachten ist das Fest der Geburt, Ostern ist das Fest der Erlösung, Pfingsten ist das Fest der Heiligung. Seht die drei Meilensteine, die Gott für jede Seele vorgesehen hat: Geburt, Erlösung und Heiligung.

Pfingsten erinnert die Seele an den absoluten Sinn ihres Lebens auf Erden: die Heiligung. Das ganze Leben auf Erden soll ein bewusster Heiligungsprozess sein. Ich habe bereits wiederholt den Lebensweg mit dem Kreuzweg verglichen. Er ist ebenfalls ein Weg der Heiligung. Die Kreuze des Lebens sollen die Seele zu ihrer Heiligung führen. Der Faktor, der den Kreuzweg zu einem Weg der Heiligung macht, ist die wahre Liebe, die Liebe, die von irdischen Bindungen und stofflichen Bedürfnissen losgelöst ist, die Liebe von Seele zu Seele und von Seele zu Gott. Der Heilige Geist ist die Quelle der allerreinsten Liebe, welche der Seele das wahre Göttliche Leben einhaucht. Der Heilige Geist ist die Quelle des Göttlichen Lichtes, das keine Schatten wirft, das alles so vollkommen umhüllt und so tief durchdringt, dass keine Spur von Finsternis zurückbleibt.

Das größte Geschenk, das der Heilige Geist jeder Seele zu Pfingsten geben will, ist das Licht der Selbsterkenntnis, der Kenntnis von den Geheimnissen des seelischen Lebens. Schaut in euch selbst hinein. Soviel Verwirrung herrscht in euch vor, soviel Unruhe und Unfrieden. Diese Verwirrung, Unruhe und Unfrieden werden in euch von den Kräften der Finsternis geweckt. Je intensiver das Göttliche Licht in die Seele strahlt, umso freier wird sie, indem das Licht sie von aller Unruhe, von allem Unfrieden und von aller Verwirrung heilt. Erkenntnis von der Wahrheit über das seelische Leben und vom Kampf des Lebens bringt Ruhe, Frieden und unerschütterliches Verständnis.

Seht doch, wie der Fürst der Finsternis euren Seelenboden durch seine vielen Formen von schleichendem Gift verseucht, damit euer Boden keine guten Früchte einbringt, sondern Unkraut. Er hüllt euch in einen Nebel, der euch vom Licht des Heiligen Geistes trennt, so dass eure Wahrnehmung vom Leben um euch herum verzerrt wird: Ihr seht viele Dinge anders, als Gott sie sieht, denn viele Elemente von allem um euch herum bleiben euch verborgen und andere werden dadurch verzerrt, dass ihr sie nicht mit dem Herzen wahrnehmt – das von Gottes Geist gelenkt wird –, sondern mit dem Verstand, vor dem Hintergrund früherer Erfahrungen und bestimmter Erwartungen. Aufgrund dieser verzerrten Wahrnehmung trefft ihr Entscheidungen, vollbringt ihr Handlungen und sprecht ihr Worte, die nicht das wahre Licht in sich tragen. Ihr glaubt, das einzig Richtige zu tun oder zu sagen, aber eure Seele, welche die Spuren der Wahrheit und des Göttlichen Lichtes in sich bewahrt hat, erkennt eure Entscheidungen, Handlungen und Worte als Abweichungen vom Gesetz Gottes. So sind sie nicht immer beabsichtigt, aber oft haben sie diese Wirkung. Durch dieses 'Erkennen' wird in euch Unfrieden, Unruhe und Verwirrung hervorgerufen. Ihr werdet unzufrieden mit euch selbst und wisst nicht wieso. Dadurch werden auch alle eure guten Absichten gelähmt, und die Finsternis siegt ein zweites Mal.

Seelen, Ich bin Maria, die Braut des Heiligen Geistes. Ich trage den Brautstrauß von Demjenigen, der die Quelle des Göttlichen Lichtes und des Göttlichen Lebens ist, Demjenigen, aus dem tausend Herrlichkeiten strömen, welche die Seele an ihr wahres Lebensziel erinnern und sie dazu veranlassen können, allem Weltlichen, allem Verwirrenden den Rücken zuzuwenden, weil das alles vergänglich ist. Jede Blume aus Meinem Brautstrauß ist Trägerin der Fülle der Heiligkeit. Öffnet Mir weit das Tor eures Seelentempels, und Ich werde in euch die Samen der Blumen der wahren Heiligkeit ausstreuen. Die Allerheiligste Dreifaltigkeit hat Mir die unumschränkte Macht dazu geschenkt. Ich werde die wankenden Fundamente eures Tempels erneuern. Zu dem Zweck bin Ich euch gegeben worden. Ich bin die Herrin aller Seelen. Ich besitze die Fülle der Liebe, die heilt. Ich besitze unerschöpfliche Reichtümer Göttlichen Lichtes. Ich kann eure Finsternis vertreiben. Mein Göttlicher Bräutigam verweigert denjenigen, die Seine Braut auf Händen tragen und Ihr ungeteilt gehören wollen, nichts. So ist die wahre Liebe zu Mir Quelle der Glückseligkeit und Befreiung.

Gebt euch Mir vollkommen hin, damit Ich die Opfergabe eures freien Willens in der Quelle des Göttlichen Lebens untertauchen kann, die aus dem Herzen des Heiligen Geistes entspringt. Sehnt euch nach Mir, damit Ich euch an den unendlichen Strömen der Gnade trinken lassen kann. In Mir ist die Fülle des Lebens, denn Ich bin der Thron, auf dem der Heilige Geist in die Seele hinein getragen wird. Gebt euch Mir vollkommen hin, damit Mein Göttlicher Bräutigam in euch Sein Pfingstfeuer ausstreuen möge, das euch in der Göttlichen Liebe entbrennen lassen wird, die Entzückung bringt, und das in euch Lichtexplosionen hervorrufen wird, die alle Verwirrung, Unruhe und Unfrieden aus euch verbannen werden. Das Pfingstfeuer wird euch vom Nebel der Unwissenheit befreien und wird euch erkennen lassen, dass die Finsternis der Welt nichts mehr ist als Brennholz, dessen eure Seele bedarf, um sich ihres Ballastes zu entledigen und die wahre Heiligkeit zu verwirklichen. Heiligkeit ist wahre Freiheit der Seele und Befreiung aus den Fesseln der weltlichen Erfahrungen, die keine Macht mehr über diejenige Seele haben, die sich an dem wahren Licht orientiert hat.

Ich bin die Trägerin des Göttlichen Feuers. Nehmt Mich vollkommen in euch auf, lasst Mich über euer ganzes Wesen und euren Lebensweg herrschen, und der Geist des Göttlichen Feuers wird aus euch all dasjenige wegbrennen, das euch vom wahren Glück entfernt.

Seelen Meines Herzens, bittet den Heiligen Geist in Meinem Namen, und kraft der Verdienste des Erlösers:

  • um Selbsterkenntnis;
  • um Kenntnis einer jeden Spur von Finsternis in euren Handlungen, Gedanken, Gefühlen und Gewohnheiten und eurer tiefsten verborgenen Gesinnungen, und
  • um Kenntnis eurer Schwächen und Verführbarkeiten, also Kenntnis von all demjenigen, was in euch zum Nährboden für die Finsternis wird.

Nur das Licht der Wahrheit und das Feuer der Liebe können diese Finsternis vertreiben und euch für das Göttliche Leben wiedergeboren werden lassen, die einzige Quelle unvergänglichen Glücks.

Folgt Mir, Ich bringe euch die Wissenschaft des Göttlichen Lebens, damit ihr selbst zu Trägern des Heiligen Geistes werden könnt".