TOTUS TUUS, MARIA !

Im Auftrag der Herrin aller Seelen bezeuge ich zur Einführung auf diese wunderbare Schrift, dass dieses Manifest, ebenso wie die später verfassten Texte im Rahmen des Menüpunktes Gott und die Tiere, letztendlich die Früchte einer groβen Anzahl von Visionen und Privatoffenbarungen sind, durch welche Maria bereits mehrere Jahre vor der Verfassung der Bächlein des Heils begann, mich vorzubereiten, ebenso wie einer bemerkenswerten Zahl ungewöhnlicher Erfahrungen mit Tieren in meinem Privatleben.
Die Himmelskönigin erklärte eines Tages, dass Sie Selbst den vorerwähnten Erfahrungen zugrunde lag, weil Sie in meinem eigenen Leben Beweise für die auβergewöhnliche, allerdings gewaltig unterschätzte Rolle der Tiere als Kanäle von Gottes Liebe und als Werkzeuge zur Bildung des seelischen Lebens von Menschenseelen liefern wollte.
Mit diesem Zeugnis bietet die Gottesmutter einen ersten Anstoβ zur Besinnung für Seelen, die der Versuchung anheimfallen sollten, zu meinen, dass spirituelle Manifeste mit Bezug auf die immense Rolle der Tiere und den Umgang von Menschenseelen mit Tieren im Rahmen der Erfüllung des Göttlichen Gesetzes der wahren Liebe, und zwar zwecks Bekämpfung aller Finsternis, allen Elends und allen Unglücks in der Welt, nicht ernst genommen zu werden braucht.
Ich verbürge mich deshalb mit meinem ganzen Leben für die authentisch Himmlische Quelle dieser ganzen Inspirationen.
Myriam, im Dienst an Maria, der Herrin aller Seelen.

DIE BÄCHLEIN DES HEILS

Manifest von der Heiligsten Jungfrau Maria inspiriert

an Myriam van Nazareth

über den Wert und die Rolle der Tiere innerhalb von Gottes Heilsplan
als mystische Begründung der Notwendigkeit eines
bedingungslos liebevollen Umgangs mit den Tieren

Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Das System der Schöpfung

2. Warum hat Gott die Tiere erschaffen?

2.1. Gründe für die Schöpfung der Tiere
2.2. Über die vielseitigen Folgen der Schöpfung der Tiere

3. Das tiefere Wesen des Tieres. Die Eigenheit der Natur des Tieres

4. Die Verantwortung des Menschen gegenüber den Tieren

4.1. Die Menschenseele als Verwalterin der Schöpfung
4.2. Die Beziehungen innerhalb der Schöpfung
4.3. Die Wiederentdeckung der Liebe
4.4. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier

5. Spirituelle Bewertung des Leides, das Tieren zugefügt wird

5.1. Das allumfassende Bewusstsein Gottes und der Gottesmutter
5.2. Vom Bösen inspirierter Umgang mit Tieren
5.3. Kategorien des vom Bösen inspirierten Umgangs mit Tieren
5.3.1. Misshandlung im wahren Sinne des Wortes
5.3.2. Vernachlässigung
5.3.3. Betrachtung von, und Umgang mit, Tieren als Handelsware
5.3.4. Das Töten von Tieren für den Konsum oder als Ritual
5.3.5. Die Jagd
5.3.6. Bedrohung von Tieren in ihrem natürlichen Umfeld
5.4. Der spirituelle Hintergrund des unheilsamen Umgangs mit Tieren
5.5. Der spirituelle Kampf gegen den unheilsamen Umgang mit Tieren

6. Der Umgang mit 'abscheuerregenden' oder 'lästigen' Tieren

6.1. Der Umgang mit 'abscheuerregenden' oder 'angsterregenden' Tieren
6.2. Der Umgang mit 'lästigen' Tieren

7. Spirituelle Umrahmung des Todes eines Tieres

7.1. Begründung des Gebotes "du sollst nicht töten"
7.2. Was erfolgt beim Tod eines Tieres?

8. Erschlieβung der Bächlein des Heils

8.1. Die Bächlein – Wesentliche Erwägungen
8.2. Himmlische Ratschläge für eine grundlegende Erneuerung der
Einstellung des Menschen gegenüber den Tieren

Schlussbetrachtung

Einführung

Diese Schrift ist eine Liebeserklärung. Sie ist in Antwort auf eine groβe Gnade geschrieben, welche die Himmlische Königin Ihrer Myriam nach vielen Jahren des Gebets hat zuflieβen lassen. Aufgrund einer angeborenen tiefen Liebe zu den Tieren betete ich seit Jahren um eine Gelegenheit, Wiederherstellung für die vielen bedauerlichen Mängel an Liebe im Rahmen des Umgangs vieler Menschenseelen mit Tieren zu leisten. Diese Gebete sind nun erhört worden, in Form einer auβerordentlichen Inspiration von Seiten der Herrin aller Seelen für diese Schrift, in welcher Sie auf eine einmalige Weise Erkenntnisse über einen Wissensbereich in Bezug auf die Wirkungen von Gottes Heilsplan vermitteln lässt, der bisher gröβtenteils geschlossen geblieben ist.

Diese Schrift ist als eine Liebeserklärung an Gott, Schöpfer von allem Lebendigen und Quelle aller Liebe gemeint, ebenso wie an alle Tiere als Bauwerke Gottes und kleine verborgenen Helfer in unserer seelischen Entwicklung. In dieser Schrift werden die Tiere den Seelen als Bächlein des Heils vorgeführt. Gottes Heilsplan für die Menschenseelen basiert vollkommen auf der Strömung Seiner Liebe, der Essenz des Göttlichen Lebens. Die Heilige Jungfrau lässt nachweisen, dass auch die Tiere eine gewaltig unterschätzte, sogar in groβen Zügen unbekannte Rolle als kleine Knotenpunkte im Kreislauf der Liebe durch die Schöpfung spielen, und dass der Umgang der Menschenseelen mit den Tieren einen wichtigen Anteil im Maβe bildet, in dem Gottes Werke innerhalb der Schöpfung verwirklicht werden, da auf jenem Gebiet die Strömung der Liebe sehr oft blockiert. Viele Seelen schneiden sich dadurch von der Fülle des Heils los, setzen dadurch ebenfalls den Gnadenstand der ganzen Menschheit herab, und tragen zum Anwachsen des Ungleichgewichtes bei, unter welchem die Schöpfung aufgrund der Sündenbürde leidet, welche die Menschheit durch die Jahrhunderte angesammelt hat und von welchem ein Groβteil weder abgebüβt noch wiedergutgemacht worden ist.

Ich biete diese Schrift der Herrin aller Seelen dar mit dem Anliegen, dass durch Ihre Vermittlung in Menschenseelen alle Tiere auf dieser Welt die Liebe erhalten mögen, die sie als Bauwerke von Gottes Liebe verdienen.

Dadurch, dass Maria hier den Seelen die Tiere als Bächlein offenbart, durch welche unbemerkt beträchtliche Mengen des Heils zu den Menschenseelen flieβen können, und das Heil sich ausschlieβlich auf der Grundlage der wahren Liebe entwickelt und auswirkt, hat sich diese Schrift ebenfalls als eine tiefe Ergründung der wahren Liebe selbst entwickelt. Auch dadurch stellt diese neue Frucht der Wissenschaft des Göttlichen Lebens eine bedeutungsvolle Äuβerung von Gottes Liebe, Barmherzigkeit und Gnade für die Seelen dar.

Genauso wie sämtliche anderen Teile in Marias Wissenschaft des Göttlichen Lebens ist diese Schrift eine Frucht mystischer Offenbarung. Dadurch ist sie Trägerin von Wissenselementen, die, wie dies bei allen mystischen Schriften der Fall ist, teilweise eine Ergänzung des bisher allgemein angenommenen Wissens über diesen Bereich von Gottes Heilsplan bilden. Bestimmte dieser von der Himmelskönigin geschenkten Erkenntnisse werden, trotz ihres Himmlischen Ursprungs und somit trotz der Tatsache, dass dies alles auf Wahrheit gegründet ist, bei mancher Seele Anlass zum Unverständnis geben, zumal da die Annahme dieser Erkenntnisse für jene Seelen die Notwendigkeit mit sich bringt, gewisse Elemente ihres Verhaltens und ihrer Lebensanschauung grundlegend zu ändern. Trotzdem habe ich mich, wie überhaupt, in dieser Verkündigung nicht von irgendwelchen menschlichen Betrachtungen führen lassen, sondern ausschlieβlich von der Liebe und dem Gehorsam derjenigen gegenüber, vor der ich Gelübde abgelegt habe: Die Herrin aller Seelen verkündigt kein einziges Wort, das nicht aus der Quelle von Gottes Wahrheit hervor kommt. Ihre Myriam hat Ihr gegenüber das Gelübde abgelegt, diese Verkündigung an die Seelen bedingungslos durchzuführen.

So verkünde ich hiermit die Tiere als Bächlein, durch welche Gott einen beträchtlichen Strom Seiner Liebe flieβen lässt, und als Kanälchen, welche die Seelen an den Quellen des Heils trinken lassen helfen, und lade ich in Marias Namen die Seelen, die sich mit manchen Elementen dieser Schrift möglicherweise etwas schwer tun werden, dazu ein, weder die Herrin aller Seelen noch Ihre Myriam für diese Schwierigkeiten verantwortlich machen zu wollen, sondern sich mit Gottes Gnade Marias Lichtkette anzuschlieβen im Gebet für grundlegende Änderungen in unserer Gesellschaft und im menschlichen Denken, die durch die Jahrhunderte hindurch immer weiter von Gottes Ansichten und von Seinem Gesetz abgewichen sind, und die aus diesem Grunde als Einzige für die Tatsache verantwortlich sind, dass genau dasjenige, was unmittelbar aus Gottes Herzen in die Seelen gelegt wird, oft zur gröβten Quelle des inneren Kampfes wird. Dieser Kampf kann und soll für die ganze menschliche Gesellschaft die Anregung zur Rückkehr zur Quelle werden: dem Herzen Gottes. Dies war bereits die Essenz der These zur Verkündigung derer Jesus in die Welt gekommen ist und den Kreuzestod angenommen hat.

Jedem und jeder von uns, die wir ja die von Gott beabsichtigte Krone auf Seinem Schöpfungswerk sind, obliegt die heilige Pflicht, durch ein heiliges Leben, Denken und Fühlen die Harmonie innerhalb der Schöpfung wiederherstellen zu helfen. Wir können zu diesem Zweck am Besten bei den Kontakten mit allen Mitgeschöpfen beginnen, welchen Gottes Vorsehung den Zutritt auf unseren Lebensweg zulässt: Mitmenschen und Tieren. Was die Kontakte zu dieser letztgenannten Kategorie betrifft, will die Gottesmutter in dieser Schrift eine Tür zu einer vollkommen neuen Erfahrung und Anwendung der wahren Liebe öffnen.

In Liebe, und zu Diensten der Herrin aller Seelen,

Ihre Myriam – im September 2011 (Datum der Beendung der Originalschrift in niederländischer Sprache)

Kapitel 1

Das System der Schöpfung

Gott ist der Schöpfer von allem Lebendigen und Nicht-Lebendigen. Von dem Nicht-Lebendigen um uns herum kommt vieles aus der Hand von Menschen. Trotzdem ist der Mensch niemals Schöpfer sondern höchstens Gestalter der Dinge. Der Wesenskern von allem Nicht-Lebendigen setzt sich aus Mineralien und Rohstoffen zusammen, die ausschlieβlich von Gott geliefert werden. Auch das Lebendige setzt sich aus Mineralien und Rohstoffen zusammen, ist aber ebenfalls von einem einmaligen, nichtstofflichen Faktor durchdrungen: der Beseelung, demjenigen, was Leben spendet. Der Wesenskern von allem Lebendigen wird dadurch zu einem tiefen Mysterium.

Die ersten von Gott erschaffenen Lebewesen waren die Engel. Sie besitzen keine stoffliche, tastbare Komponente, sie setzen sich ganz aus nichttastbarem Geist zusammen. Der Mensch war das erste Wesen, das wesentlich Seele ist, aber mit einem stofflichen Körper bekleidet ist, durch welchen sich der Mensch auf Erden bewegen können sollte. Die Menschenseele sollte auf Erden ein Leben führen, das auch eine stoffliche Ebene haben sollte.

Gott hatte in Seinem Schöpfungsplan auch die Tiere und Pflanzen vorgesehen, die ebenfalls diesen untastbaren Faktor in sich tragen sollten, der Leben heiβt. Im Menschen sollte Gott das Wunderwerk der Schöpfung dadurch vollenden, dass Er im Menschen dem Leben eine zusätzliche Dimension vermittelte: die Seele in ihrer ganzen Komplexität, die jene aller Tiere und Pflanzen übersteigen sollte. Die Art des Lebens unterscheidet sich in hohem Maβe an Komplexität von der einen Gattung von Lebewesen zur anderen. Bereits weniger komplex als die Natur des Menschen ist die Natur des Tieres, und auch zwischen den vielen verschiedenen Tiergattungen variiert diese Komplexität in zahlreichen Abstufungen von höher zu niedriger. In der Welt der Pflanzen liegt die Komplexität des Lebens noch etwas niedriger, ebenfalls mit vielen Abstufungen.

Was den Menschen innerhalb der Schöpfung einmalig macht, ist die Tatsache, dass er als Einziger unter den Lebewesen im wahren Sinne des Wortes eine Seele besitzt. Tiere und Pflanzen besitzen nicht im wahren Sinne des Wortes eine Seele, sondern ein Lebensprinzip, das bei den Tieren, besonders bei den höheren Tiergattungen, wie z.B. den uns bekannten Haustieren, komplexer ist als bei den Pflanzen. Der wichtigste Unterschied zwischen der menschlichen Seele und dem Lebensprinzip des Tieres, liegt darin, dass die Menschenseele Trägerin von Richtlinien und Vorschriften bezüglich der aktiven Nachfolge von Gottes Gesetz ist, und Trägerin des Keimes der Heiligkeit. Um der Deutlichkeit willen: Gottes Gesetz ist das Ganze der Göttlichen Verfügungen und Ratsbeschlüsse, welche die ganze Schöpfung regeln und bezwecken, dass Gottes Pläne und Werke zur Vollendung gebracht werden können.

Die Herrin aller Seelen definiert den Keim der Heiligkeit folgendermaβen:

  • als Bauplan des Göttlichen Lebens in der Seele: das Programm für die mögliche Erfahrung und die mögliche Entwicklung des Göttlichen Lebens in der Seele;

  • als Fruchtknoten desjenigen, was die Seele nach Gottes Bild und Gleichnis wachsen lassen kann;

  • als Samen von Gott Selbst, den der Schöpfer in jeder Seele hinterlassen hat.

Diese Begriffsbestimmungen sind nicht einzeln zu betrachten, ganz im Gegenteil: sie ergänzen sich, weil sie genau dasselbe beschreiben, nur aus verschiedenen Winkeln betrachtet.

Das Einmalige der Menschenseele besteht somit daraus, dass sie mit der Fähigkeit versehen ist, geheiligt zu werden. Heiligung ist der Entwicklungsvorgang, durch welchen die Seele durch alle ihre inneren Verfassungen und Einstellungen und durch alles, was von ihr ausgeht, in einem immer höheren Ausmaβ unmittelbar Gottes Werke fördern und die Vollendung Seiner Pläne beschleunigen helfen kann. Anders ausgedrückt: Heiligung ist der Vorgang, durch welchen der Mensch in seiner Empfindung, in seiner Gefühls- und Denkwelt mit Gottes Erwartungen und mit dem Kern von Gottes Wesen in Übereinstimmung gebracht wird. Auch hier wird zweimal dasselbe ausgedrückt, nur aus einem verschiedenen Winkel betrachtet.

Das Tier und die Pflanze können nicht geheiligt werden. Sie haben nicht das Vorrecht erhalten, nach Gottes Bild und Gleichnis zu wachsen, und können dadurch auch nicht unmittelbar Gottes Werke und Pläne fördern helfen. Sie, und an erster Stelle die Tiere, können dies schon auf unmittelbare Weise tun, durch die Menschenseele. Dies bildet den Kern dieser Schrift, wie sich herausstellen wird.

Eine ebenfalls einmalige Komponente der Menschenseele ist das Gewissen. Die Herrin aller Seelen definiert das Gewissen als das System, das den Menschen in den Stand versetzt, Reue über seine Verstöβe gegen Gottes Gesetze zu fühlen, sich danach zu sehnen, diese Verstöβe wiedergut zu machen (Buβfertigkeit), und künftighin diese Verstöβe zu vermeiden. Das Gewissen ist der Steuermechanismus für das ganze Verhalten und sämtliche innerlichen Verfassungen der Seele. Es ist das von Gott der Seele geschenkte Warnsystem, durch welches die Seele zu jeder Zeit über den Stand informiert werden kann, in welchem sie sich in Gottes Augen befindet, ebenso wie über das Ausmaβ, in welchem dieser Stand Gottes Erwartungen entspricht.

Die Tiere und Pflanzen sind nicht mit diesem Regelmechanismus versehen. Die höheren Tiergattungen besitzen zwar die Fähigkeit, aus ihrem Verhalten und ihren Erfahrungen zu lernen, aber diese Fähigkeit geht nicht mit einer Fähigkeit zur Heiligung einher, ebenso wenig wie mit jedwedem Sündenbewusstsein. Anders ausgedrückt: Tiere tragen nicht, wie dies bei der Menschenseele schon der Fall ist, die Fähigkeit, zu spüren ob ihr Verhalten Gottes Gesetze der Heiligung entspricht. Dies alles heiβt mithin auch, dass Tiere und Pflanzen sich nicht versündigen können. Sich versündigen, kann ausschlieβlich die Menschenseele, weil sie Gottes Gesetz in sich trägt und von ihr erwartet wird, dass sie dieses in allem anwendet. Sich versündigen, ist eben der Verstoβ gegen Gottes Gesetz, und setzt eine Fähigkeit voraus, zu wissen ob etwas in Gottes Augen falsch ist oder nicht.

Mal ganz konkret: Ein Tier versündigt sich zum Beispiel nicht wenn es ein anderes Tier oder einen Menschen tötet oder ihm Schaden zufügt; der Mensch dahingegen, der ein Mitgeschöpf tötet oder ihm Schaden zufügt, versündigt sich. Wir können es auch so betrachten: Gott verlangt nur von der Menschenseele ein Leben in vollkommener Übereinstimmung mit Seinem Gesetz, weil nur die Menschenseele die Fähigkeit erhalten hat, Sein Gesetz zu kennen, und den Unterschied zwischen Gutem (allem, was die Verwirklichung von Gottes Werken fördert) und Bösem (allem, was der Verwirklichung von Gottes Werken entgegen wirkt). Später komme ich darauf zurück.

Gott hatte Seine Schöpfung als ein System gedacht, innerhalb dessen die unterschiedlichen Arten von Lebewesen in vollkommener Harmonie unter einander leben sollten. Zusammen bilden diese vielen Milliarden von Lebewesen auf Erden ein riesiges unsichtbares Netz, in welchem jedes Lebewesen einen Knotenpunkt bildet, und sämtliche Knotenpunkte unter sich verbunden sind.

Durch dieses Netz lässt Gott ununterbrochen Ströme von Liebe flieβen. Die Göttliche Liebe ist die Essenz, das tiefe Wesen und der Kraftstoff allen Lebens. Zwischen den zahlreichen Lebensarten unterscheidet sich die Fähigkeit, die Göttliche Liebe in sich aufzunehmen, in sich reifen zu lassen, und weiter strömen zu lassen. Die Menschenseele besitzt dazu die gröβte Fähigkeit. Aus diesem Grunde schickt Gott die Ströme Seiner Liebe zunächst durch die Menschenseelen. Sie haben den Auftrag erhalten, die 'Träger' des Netzes der Schöpfung zu sein. Auf den Menschenseelen ruht allerdings die Verpflichtung, diese Liebesströme:

  • ungehemmt in sich aufzunehmen;

  • in sich zum Reifen (zur Entfaltung) zu bringen, das heiβt: diese so in sich zu verarbeiten, dass sie die Seele auf immer höhere Stufen der Heiligung erheben können, oder anders ausgedrückt: dass die Seele sich so von der Göttlichen Liebe ernähren würde, dass sie ihre Lebensaufgabe, sich dem Wesen Gottes und Seinem Göttlichen Leben immer mehr zu nähern, erfüllen kann;

  • zu anderen Lebewesen weiter strömen zu lassen, mit welchen sie in welcher Weise auch immer auf ihrem Lebensweg in Berührung kommt.

Die Tatsache, dass Gott Seine Liebe an erster Stelle zu den Menschenseelen strömen lässt, heiβt nicht, dass er die Menschenseelen 'mehr liebt' als die Tiere oder Pflanzen: Gottes Liebesgabe ist immer vollkommen, Er verkleinert diese auf keinen Fall und hält niemals etwas zurück. Die Herrin aller Seelen drückt dies so aus: Die Göttliche Liebe ist unteilbar. Sie wird immer in ihrer Fülle geschenkt, nur kann die Fähigkeit, sie aufzunehmen, von Geschöpf zu Geschöpf sehr hochgradig unterschiedlich sein. Aus diesem Grunde lässt sich das Ausmaβ, in welchem Gott Seine Liebe schenkt, nicht 'messen' in 'mehr' oder 'weniger'. Die Tatsache, dass Gott Seine Liebe in erster Linie zu den Menschenseelen strömen lässt, heiβt, dass Er für die Menschenseelen eine 'höhere' Rolle als unmittelbare Beteiligte an Seinem Heilsplan vorgesehen hat.

Indem auf Erden nur die Menschenseelen die Fähigkeit zur Heiligung besitzen und sie ebenfalls die einzigen Geschöpfe sind, die sich versündigen können, sind sie die einzigen unmittelbaren Beteiligten an Gottes Heilsplan.

Zur Erinnerung: Der Heilsplan ist der Plan Gottes, der daraus besteht, dass alle Seelen die Gelegenheit bekommen, sich zu heiligen und sich dadurch, trotz der Erbsünde, die Ewige Glückseligkeit zu erwerben und jede für sich zur Erhebung der ganzen Menschheit auf immer höhere Ebenen des Heils beizutragen. Die letztendliche Zielsetzung von Gottes Heilsplan ist die Gründung von Gottes Reich auf Erden. Die Entwicklung des Heilsplans wird vollkommen vom Verhalten aller Menschenseelen aller Zeiten getragen. Die anderen Lebewesen spielen bei der Entwicklung des Heilsplans lediglich eine indirekte Rolle. In dieser Unterrichtung will die Herrin aller Seelen nachweisen, wie groβ diese indirekte Rolle genau ist. Weil nur die Menschenseelen die unmittelbar beteiligten Schauspieler bei der Entwicklung dieses groβen Göttlichen Plans sind, strömt Gottes Liebe in erster Linie zu den Seelen, und obliegt diesen die Verantwortung, das optimale Einbauen dieser Essenz des Göttlichen Lebens in die Schöpfung ermöglichen zu helfen.

Gott lässt Seine Liebe zwar auch unmittelbar zu den Tieren und Pflanzen strömen (sonst wäre in diesen Wesen kein Leben möglich), aber einen Groβteil Seiner Liebe lässt Er durch die Menschenseelen zu den Tieren und Pflanzen strömen, so dass sich sagen lässt, dass diese Letzteren Gottes Liebe sowohl direkt von Gott als auch indirekt (durch die Menschenseelen) erhalten.

Dies ist die Bedeutung der Aussage der Herrin, wo Sie sagt, die Menschenseele soll Gott gegenüber der ganzen Schöpfung vertreten helfen, und trägt deshalb die Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass sie imstande ist, dies zu tun, und zwar aufgrund einer möglichst groβen Reinheit. Der Wert eines jeden Menschenlebens für Gottes Werke und Pläne wird deshalb von Gott beim Lebensgericht über die individuelle Seele nach deren Tod unter anderem nach dem Maβ gemessen, wie diese Seele Seine Liebe an die ganze Schöpfung, besonders an die Mitmenschen und an die Tiere, weitergeleitet hat. Weiter in dieser Schrift wird sich herausstellen, dass diese These der Himmelskönigin von wesentlicher Bedeutung ist.

Gott wünscht Sich, dass jeder Kontakt zwischen Lebewesen von einer vollkommenen, bedingungslosen Liebe geprägt wird. Diese Liebe ist ja die Trägerin allen Lebens, und ohne das Göttliche Leben kann Gottes Reich nicht auf Erden kommen. Das heiβt, dass die Lebewesen die Göttliche Liebe, welche sie von Gott als Kraftstoff und Baustoff erhalten, in einer nicht verunreinigten Form strömen lassen sollen. Es ist wichtig, bereits an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass der Strom der Göttlichen Liebe nur von der Menschenseele verunreinigt werden kann, weil die Tiere und Pflanzen nicht die Fähigkeit zur Heiligung besitzen, kein Gewissen besitzen, und sich somit auch nicht versündigen können. Dies heiβt mithin auch, dass

die Verantwortung für eine ungehemmte Strömung der wahren Liebe durch die Schöpfung ausschlieβlich der Menschenseele obliegt.

Die Strömung der Göttlichen Liebe durch das Netz der Schöpfung wird von Gottes Intelligenz gelenkt.

Die wahre Liebe strömt also aus Gottes Herzen in erster Linie zu den Menschenseelen, und diesen Letzteren obliegt die Verantwortung, diese Liebe in ihre Werke, Worte, Gedanken, Gefühle und Wünsche einzubauen. Das Einzige, was das Maβ bestimmt, in welchem die Seelen die Liebe in sich einbauen, ist der Gebrauch des freien Willens durch jede Menschenseele. Der richtige Gebrauch des freien Willens, das heiβt, der Gebrauch zugunsten von Gottes Werken und im Hinblick auf die Erfüllung von Gottes Willen, ist in der Menschenseele seit der Erbsünde beeinträchtigt.

Die Tatsache, dass in immer mehr Menschenseelen die Aufnahme der Göttlichen Liebe beeinträchtigt ist, hat schwere Folgen: Die Strömung der Göttlichen Liebe durch die Schöpfung wird dadurch immer schwächer, so dass die Zeichen von Gottes Gegenwart in der Schöpfung immer schwächer werden. Dies ist die unmittelbare Ursache allen Elends, aller Leiden, und sogar der Naturkatastrophen auf dieser Welt. Die ganze Schöpfung (Menschenseelen, Tiere, Pflanzen und Naturelemente) leidet darunter, indem die Schwächung der Strömung von Gottes Liebe und die unzähligen Unterbrechungen derselben in unzähligen Knotenpunkten innerhalb des Netzes der Schöpfung schwere Störungen des Gleichgewichtes innerhalb des ganzen Systems der Schöpfung herbeiführen. Die unzähligen Seelen, die Gottes Liebe nicht bzw. in einem nicht ausreichenden Ausmaβ in sich aufnehmen, sind immer kaum dazu imstande, den Heiligungsprozess in sich zu vollbringen. Ihre Handlungen, Gedanken, Gefühle und Wünsche werden immer weniger fruchtbar für Gottes Werke und Pläne, und sie sind immer weniger dazu imstande, ihren freien Willen in den Dienst von Gottes Willen zu stellen, welcher der Motor allen Lebens innerhalb der Schöpfung ist.

Die Schöpfung kann nur in dem Maβe wiederhergestellt werden, und alles Elend kann nur in dem Maβe vom Erdboden verschwinden, wie eine gröβere Zahl von Seelen die wahre Liebe zu einer gröβeren Zahl von Mitgeschöpfen (Menschen und Tieren, und sogar der Welt der Pflanzen) bringen.

Die Wirkung und Entwicklung des Systems der Schöpfung in Einklang mit Gottes Gesetz basiert vollkommen auf dem gegenseitigen Austausch von Liebe, Sorgsamkeit und Hilfe. Besonders der Menschenseele obliegt die Verantwortung für die Instandhaltung der Lebenskraft in allen Mitgeschöpfen, die auf ihren Weg kommen.

Dadurch,dass sie Liebe in allen ihren unterschiedlichen Äuβerungen ausstrahlt, verstärkt die Seele in ihren Mitgeschöpfen den Kontakt zu Gott Selbst. Die Seele vertritt dabei gleichsam Gott Selbst gegenüber ihrem Mitgeschöpf. Jede Handlung, jedes Wort, jeder Gedanke oder jedes Gefühl aufrichtiger Liebe zu einem Mitgeschöpf – Mensch oder Tier – verstärkt die Strömung von Gottes Liebe durch die Schöpfung und schwächt die Finsternis.

Für ein richtiges Verständnis dieser Schrift ist es von höchster Bedeutung, sich dieses ganze System ständig ganz genau vor Augen zu halten.

Kapitel 2

Warum hat Gott die Tiere erschaffen?

2.1. Gründe für die Schöpfung der Tiere

Gott tut nichts 'nur so'. Alles hat einen Sinn, der durchwegs viel tiefer reicht als es der Menschenverstand fassen kann. Wenn wir feststellen, wie viele Tierarten es gibt (auf der ganzen Welt sind zurzeit fast zwei Millionen von Tierarten bekannt, und jährlich werden Tausende neue – das heiβt: bisher unbekannte – Gattungen zum ersten Male verzeichnet, so dass angenommen wird, dass sich die wirkliche Zahl auf mehrere Millionen von Tierarten beläuft), können wir kaum umhin, davon auszugehen, dass Gott mit der Existenz der Tiere, und jener von jeder einzelnen Gattung an sich, spezifische Absichten verfolgt haben muss. Die Frage, warum Gott die Tiere erschaffen hat, wird von der Herrin folgendermaβen beantwortet. Gott hat die Tiere erschaffen:

     1. weil Er Gefallen daran hatte, eine groβe Vielfalt an Lebensformen zu erschaffen. Der Mensch mag sich schon selber als Mittelpunkt der Schöpfung betrachten, immerhin ist er nur eine einzige Art unter sehr vielen Arten von Geschöpfen. Gott sah von Anfang an die Existenz sehr unterschiedlicher Tierarten vorher, und Gottes Gesetz bestimmte, dass diese nicht unabhängig voneinander leben sollten, sondern dass sie zusammen ein komplexes System bilden sollten, von welchem die unzähligen Komponenten (Milliarden von Menschen und noch viel mehr Tiere) zusammen ein Netz von Liebe instand halten sollten. Dieses Netz setzt sich aus unzähligen Kanälen zusammen, durch welche die Göttliche Liebe durch die Schöpfung strömen soll. Das ganze Netz mit allen seinen gegenseitigen Verbindungen soll letztendlich Gottes Plänen dienen. Solange das System im Gleichgewicht ist, fördert es die Verwirklichung von Gottes groβem Heilsplan für die ganze Schöpfung. Die Folge ist Glück unter den Menschenseelen, was in einem groβen inneren Frieden, und somit in einer geringeren Sündenbürde zum Ausdruck kommt, denn die Herrin aller Seelen weist betont darauf hin, dass die Sünde in dem Maβe anwächst, wie mehr Seelen einen gröβeren inneren Unfrieden empfinden, und in dem Maβe abnimmt, wie mehr Seelen einen gröβeren inneren Frieden empfinden.

In diesem groβen Netz der Göttlichen Liebe bildet jedes Lebewesen einen Knotenpunkt, durch welchen Liebe in unterschiedliche Richtungen strömen soll. So ist die ganze Schöpfung ein System, das völlig auf der Grundlage der Göttlichen Liebe erbaut ist. Nicht nur jede Menschenseele, sondern auch jedes Tier bildet einen solchen Knotenpunkt. Die Gröβe eines jeden Knotenpunktes wird hauptsächlich durch die spirituelle Entwicklung des betreffenden Lebewesens bestimmt, ebenso wie durch dessen Berufung bzw. durch die Rolle, wozu es von Gott gerufen worden ist, oder noch anders ausgedrückt: durch die Aufgabe, welche dieses Geschöpf erhalten hat damit es diese während seines irdischen Lebens erfüllt. So bildet ein Mitglied einer sogenannten höheren Tierart (Hund, Katze, Pferd...) einen gröβeren Knotenpunkt als zum Beispiel ein Mitglied der niedrigeren Tierarten (Insekten usw.).

     2. weil Er die Menschenseele die Begegnung mit Wesen ganz unterschiedlicher Natur erfahren lassen wollte. In dieser Absicht verbirgt sich Gottes Liebe zum Menschen. Die Liebe ist ein Göttliches Phänomen, und so wie alles was Göttlich ist, kann sie sich in unendlich vielen unterschiedlichen Formen offenbaren. Die Herrin aller Seelen drückte es einst folgendermaβen aus: Alles was Göttlich ist, vervielfacht sich unaufhörlich, wie eine Rose deren Blättchen sich endlos zu entfalten scheinen, Schicht für Schicht. In der unendlichen Verschiedenheit der Weisen in welchen sich die Liebe zeigen kann, liegt die gröβte Quelle der Ewigen Glückseligkeit im Himmel. Anders ausgedrückt: Für die Seele besteht der Zustand der Glückseligkeit wesentlich darin, dass sie mit endlosen Erfahrungen einer unendlichen Verschiedenheit an Verzückungen konfrontiert wird. Nun denn, Gott hat das Leben der Menschenseele auf Erden auch bereits als einen Zustand von Verzückungen gemeint (das irdische Paradies). Die Erfahrung der Berührung mit sehr vielen verschiedenen Lebensformen sollte für die Menschenseele zum Zustand der Verzückung beitragen.

Jedes Lebewesen ist mit unterschiedlichen Fähigkeiten versehen, Liebe in sich aufzunehmen und weiterzuleiten. Gottes Allmacht und Gröβe werden auch dadurch nachgewiesen, dass es mehrere Millionen verschiedener Tierarten gibt, dass jede dieser Gattungen viele artgebundene Eigenschaften, Merkmale und Verhaltensmuster aufweisen, und dass es zwischen den Individuen innerhalb einer selben Tierart nochmals viele Unterschiede gibt (genauso wie dies zwischen allen Menschen auf dieser Welt der Fall ist). Diese riesige Verschiedenheit sorgt dafür, dass die unzähligen Milliarden von Tieren auf dieser Welt in Gottes Netz der Liebe Knotenpunkte bilden, die völlig verschiedener Art sind und durch welche Gottes Liebe in unzähligen verschiedenen Äuβerungen strömen kann.

Wieso diese riesige Verschiedenheit? Dieses Mysterium liegt in Gottes Herzen geborgen, aber vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die ganze Schöpfung letzten Endes an erster Stelle dazu gedacht ist, die Menschenseele auf ihrem Weg zur Heiligung, zur seelischen Vervollkommnung, zu unterstützen, muss Gott die Verschiedenheit der Schöpfung als vielseitige Herausforderung für die Menschenseele gedacht haben, damit diese mit Liebesströmen der unterschiedlichsten Art umgehen lernt.

Gott hat die Tiere als Liebesgeschenke an die Menschenseelen erschaffen. Jedes Tier ist ein Wesen, das fähig ist, Liebe zu erfahren – je nach der Tiergattung ist diese Fähigkeit mehr oder weniger ausgeprägt – und Gottes Liebe weiter strömen zu lassen. Die Menschenseele ist so erschaffen worden, dass das Herz (die Seinsebene der Seele, auf welcher die Gefühle empfunden und verarbeitet werden) imstande ist, mit sehr unterschiedlichen Emotionen auf Wahrnehmungen zu reagieren (z.B. Wahrnehmungen der unendlichen Verschiedenheit an Tieren und der unzähligen wunderschönen Merkmale und Eigenheiten der verschiedenen Tiere) und auf all dasjenige, was auf nicht sinnlich wahrnehmbare Weise von allen Mitgeschöpfen ausgeht.

In dem Maβe, in dem eine Menschenseele reiner auf Gottes Gegenwart ausgerichtet ist, können diese Wahrnehmungen intensiver und schärfer sein. Jedes dieser unzähligen Merkmale, die von Gattung zu Gattung und von Geschöpf zu Geschöpf verschieden sind, hat innerhalb von Gottes Heilsplan eine spezifische Bedeutung. Jede Tierart hat unzählige spezifische Merkmale, und innerhalb jeder Tierart hat jedes Individuum wiederum sehr viele eigene Merkmale. In Wahrheit bildet jedes Tier eine Welt für sich, die allerdings mit all diesen unzähligen 'anderen' Welten in Verbindung steht. Dies alles zusammen wird von Gottes Intelligenz, Weisheit und Vorsehung verwaltet und beschützt.

     3. weil Er für jedes individuelle Geschöpf, ob Tier oder Menschenseele, eine ganz spezifische Rolle vorgesehen hat. Die Heiligung der Menschenseele ist ein sehr komplexer Prozess, der sich aus sehr vielen Stufen zusammensetzt. Die Seele ist wie ein Göttliches Bauwerk, das sich aus sehr vielen Zimmerchen zusammensetzt, in welchen sich die Entwicklung vieler Fähigkeiten und Tugenden vollzieht. Sie kann somit durch viele unterschiedliche Kanäle gereinigt werden, das heiβt: zum Bilde und Gleichnis Gottes geputzt werden. Aus diesem Grunde kann die Seele durch die unterschiedlichsten Eindrücke berührt werden, sowohl im positiven als im negativen Sinne. Je nach den Entwicklungen, die eine Seele durchmacht, und den Erfahrungen, die sie während ihres ganzen Lebens in sich eingebaut hat, kann sie entweder durch Einfluss A, oder durch Einfluss B, C, D usw., am Besten in ihrem Wesenskern berührt werden. So kann jedes Tier auf eine verschiedene Art und Weise eine Menschenseele beeinflussen. Je nach der spezifischen Eigenheit eines bestimmten Tieres kann es genau die kranken Stellen einer spezifischen Menschenseele aufgreifen, usw. Gott hat dies alles vorher gesehen. Dies ist einer der Gründe wieso Er eine so groβe Verschiedenheit in Seine Schöpfung gebracht hat.

Gerade weil keine Menschenseele die Rolle eines jeden Tieres kennen, diese verstehen und sie mit der Rolle eines jeden anderen Geschöpfes in Verbindung bringen kann, steht es der Menschenseele nicht zu, über Leben und Tod spezifischer Tiere zu entscheiden. Diese Himmlische These ist sehr wichtig für eine richtige Bewertung des Verhaltens eines Menschen den Tieren gegenüber. Gott hat jeder Tierart – und innerhalb jeder Art, jedem Individuum – ganz spezifische Merkmale, Eigenschaften, Neigungen und Verhaltensmuster mitgegeben, gerade weil diese ganze Verschiedenheit mithin unterschiedliche Wege notwendig macht, wie die Mitgeschöpfe, zum Beispiel der Mensch, sich jedem Tier nähern.

Jedes Geschöpf hat seine 'Eigenheiten' weil es diese braucht für die Erfüllung seiner spezifischen Rolle innerhalb der Schöpfung. Für bestimmte Tiere liegt diese Rolle gröβtenteils in bestimmten Aufgaben in der Natur (denken wir nur an die Bodentiere, die oft eine groβe Rolle bei der Instandhaltung und Förderung der Fruchtbarkeit des Bodens spielen), für andere Tiere liegt diese Rolle in hohem Maβe in ihrem Anteil an Beziehungen zu Menschenseelen (denken wir an die Haustiere, die von Gottes Intelligenz auf das Zusammenleben mit Menschen vorbereitet sind, wodurch sie den Charakter und die seelischen Verfassungen dieser Seelen gestalten helfen können).

     4. weil Er den Menschenseelen Helfer für ihr irdisches Leben geben wollte. Der Schöpfer erschuf zunächst die Tiere, krönte allerdings Sein Schöpfungswerk mit der Menschenseele, in Bezug auf welche Er den Wunsch hegte, sie solle ein Leben nach Seinem Bild und Gleichnis führen und Ihn gegenüber der ganzen Schöpfung vertreten, mit anderen Worten: Seine Gegenwart und die Heiligkeit Seines Wesens gegenüber der Schöpfung spürbar machen. Gott dachte Sich die Tiere in gewisser Hinsicht als Helfer für den Menschen. Sie würden ihm aufgrund bestimmter Eigenschaften dienen können, z.B. durch ihre Körperkraft. Der Mensch hat sich dies tatsächlich im groβen Stil zunutze gemacht, besonders dadurch, dass er bestimmte Tiere als Reittier oder als Hilfskraft in der Landwirtschaft einsetzte.

Dieser vierte Grund war nicht Gottes wichtigste Absicht. Es soll darauf hingewiesen werden, dass Gott die Tiere nicht bedingungslos den Menschen als Helfer anvertraut hat. Die immer geltende Bedingung war, dass der Mensch das Tier weder ausbeutet noch in irgendeiner Weise behandelt, die nicht mit Gottes Gesetz der Liebe übereinstimmt, sondern dass er mit dem Tier eine 'Arbeitsbeziehung' eingehen kann, im Rahmen derer die Seele die Verpflichtung auf sich nimmt, das Tier liebevoll, sanft, schonend und mit Nachsicht in ihre Tätigkeiten einzuschalten. Es sollte dies dann nicht um jeden Preis erfolgen, sondern in einer Gesinnung gesunder Zusammenarbeit mit Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse und das Wohlbefinden des Tieres.

Vergessen wir nicht, dass Gott die Tiere der Menschenseele anvertraute bevor die ersten Seelen die Erbsünde begingen. Seit der Erbsünde befindet sich die Menschenseele nicht länger 'automatisch und spontan' in einer Verfassung wahrer Liebe. Aus diesem Grunde werden in dieser Welt Tiere nur selten in eine 'Arbeitsbeziehung' mit dem Menschen eingeschaltet nach den Bedingungen, die Gott diesbezüglich vorgebracht hat.

Gott hat ebenfalls vorgesehen, dass Tiere aufgrund bestimmter Eigenschaften das physische Wohlbefinden des Menschen steigern helfen können. Viele Tierarten können zu Lieferanten von Heilsubstanzen werden. Ein Beispiel ist das Öl aus der Leber von Haifischen oder gewissen Fischarten. Ein anderes Beispiel ist das Gift von gewissen Gattungen von Schlangen und Spinnen, das gemäβ den homöopathischen Grundsätzen auf eine derartige Weise verdünnt und 'potenziert' wird, dass dieses Gift im menschlichen Körper nicht mehr als Gift sondern als äuβerst milder Reiz wirkt, auf einer Lebensebene, die über die stoffliche Ebene hinaussteigt, so dass bestimmte Heilungsmechanismen im Körper selbst dadurch erweckt werden.

Diesbezüglich gilt dieselbe Bedingung: Der Mensch darf solche Substanzen dem Körper dieser Tiere entnehmen, striktestens vorausgesetzt, die Tiere werden dabei nicht getötet, in keinerlei Weise dabei misshandelt, ihr wird durch diesen 'Eingriff' auf keinerlei Weise (weder physisch noch geistig) geschadet, und dieser 'Eingriff' erfolgt strikt nach einem Verfahren, dass mit dem Gesetz der Liebe übereinstimmt. Falls auch nur eine einzige dieser Bedingungen nicht erfüllt wird, wird dieser Einsatz von Tieren zur Förderung des menschlichen Wohlbefindens von Gott zurückgewiesen. Ich komme später darauf zurück.

Gott dachte Sich die Tiere auch als Helfer für die Menschenseelen im Sinne von Brücken zur geistigen und seelischen Heilung. Auch darauf komme ich noch zurück.

2.2. Über die vielseitigen Folgen der Schöpfung der Tiere

Die Tatsache, dass Gott die Tiere erschaffen hat, hat für die Menschenseelen Folgen, die sehr viel gröβer sind als es die Seelen gewöhnlich erkennen. Die Tiere spielen unbemerkt eine wichtige indirekte Rolle in Gottes Heilsplan. Betrachten wir einige Thesen der Herrin aller Seelen um dies zu erläutern:

     1. Es gehört zu den groβen Lebensaufgaben einer jeden Menschenseele, Gottes Liebe erkennen zu lernen und zur Strömung derselben beizutragen. Die Tiere vertreten in der Schöpfung in vieler Hinsicht die Schlichtheit. Je nachdem sich die menschliche Gesellschaft durch die Geschichte hindurch weiter entwickelte fielen immer mehr Menschenseelen der Verblendung anheim, die Wissenschaft und Technologie wären dazu imstande, Gott zu ersetzen, und der Menschenverstand könne die Welt regieren. Diese Ansicht hat dem System der Schöpfung schweren Schaden zugefügt, und dieser Schaden verbreitet sich in dieser Zeit schneller als je zuvor. Der Mensch hat sich in Wissenschaft und Technologie und in vielen Denksystemen Abgötter gebaut, und den einzigen wahren Gott beseitigt. Unzählige Menschenseelen haben dadurch den kostbarsten Schatz verloren: die Empfindung von Gottes Gegenwart, Seiner Liebe, und der Wirkungen Seiner Werke.

Durch die Tiere allerdings, will Gott die Seelen die groβe Lektion lehren, dass sie an Gott, Seine Mysterien, die wahre Liebe und das wahre Glück weder durch die Errungenschaften der modernen Wissenschaft und Technologie noch durch die vielen menschlichen Denksysteme Anschluss finden können, sondern ausschlieβlich durch das eigene Herz: Gott hat in den 'unmündigen' Geschöpfen (der ganzen Tier- und Pflanzenwelt) unendlich viele Schätze Seiner Liebe verborgen, die allerdings von vielen Menschenseelen verkannt und sogar verachtet werden. In vielen Menschenseelen ist die Liebe so sehr geschwächt, dass sie den Wert von allem um sich herum ausschlieβlich nach dem materiellen Gewinn (Geld, Besitz) messen, welchen es ihnen in diesem Leben einbringen kann. Dies alles wird dann nicht aus dem Liebesstrom im Herzen heraus betrachtet, sondern aus einem rechnenden Geist heraus. Aus diesem Grunde werden die Tiere im groβen Stil missachtet, oder begegnet man ihnen oft mindestens aus einer Einstellung der Lieblosigkeit und Gleichgültigkeit heraus.

Die Herrin aller Seelen ruft die Menschenseelen zu einer gründlichen Aufwertung der Natur, besonders der Tiere auf, die ihnen auf den Weg kommen, denn sie bilden alle in den unterschiedlichsten Graden und Formen Schatzkammern von Gottes Liebe. Wir brauchen nur ein Tier aufmerksam zu betrachten, und bereits können wir feststellen, mit welcher Intelligenz und Liebe es gemacht worden ist: Jedes Tier besitzt seinen eigenen Körperbau, seine eigenen Merkmale, Schönheiten, Verhaltensweisen... eine Sammlung unzähliger Elemente, die zeigen, dass das Tier mit einer vollendeten Sorgfalt gemacht worden ist, die nur Gott aufbringen kann. Später komme ich auf die Tierarten zurück, die vom Menschen gewöhnlich in einer negativen Weise betrachtet oder empfunden werden.

Jede Menschenseele kann Gottes Gegenwart in der Natur entdecken lernen. Wenn Sie in einem ruhigen Naturgebiet, auf einem Wanderweg oder in einem Wald spazieren, und Sie empfinden in sich eine immer zunehmende Ruhe, so hat diese Wirkung nicht lediglich einen biologischen (frische Luft) oder psychologischen Ursprung (weniger Stress), sondern weist diese Wirkung an erster Stelle auf ein Aufschlieβen Ihrer Seele hin, die Gottes Berührung durch das ganze ungezwungene natürliche Leben um Sie herum gespürt hat. In einer Seele, die sich ausreichend für das Überweltliche geöffnet hat, kann diese Wirkung in dem Maβe desto tiefer einwirken, wie die Umgebung natürlicher ist, das heiβt: wie sie von menschlichen Einflüssen und Faktoren freier ist. Unter 'menschlichen Einflüssen und Faktoren' sind dabei Gebäude, Verkehr und menschliche Geschäftigkeit zu verstehen, die alle von der Unruhe und dem Unfrieden des Weltlichen durchdrungen sind.

Das ungezwungene natürliche Leben ist das Ganze des Seinszustandes, des Wachstums und der Blüte, der Entwicklung und der Tätigkeiten von Pflanzen und Tieren in dem Maβe, in welchem diese frei von menschlicher Einmischung sind und dadurch ausschlieβlich die Auswirkung von Gottes Plan und Intelligenz aufweisen, die in ihnen wirksam sind. Dieser Plan und diese Intelligenz sind völlig von der Göttlichen Liebe durchdrungen. Diese ist es gerade, die Sie in der Natur zur Ruhe, zur Empfindung des Friedens, zur Revitalisierung an Leib und Seele bringt. Revitalisierung an Leib und Seele heiβt, in der Tiefe, nicht anders als eine Rückkehr zur wahren Quelle: Gott und Seiner Liebe.

     2. Die Tiere spielen eine groβe und vielseitige Rolle in der spirituellen Bildung der Menschenseele.

Die Erlösung und die Sünde wirken sich nur in der Menschenseele aus, aber jedes Tier spielt eine Rolle in den indirekten Wirkungen des Erlösungsmysteriums. Die spirituelle Bildung einer jeden Menschenseele wird von den Tieren mitbestimmt, denen diese Seele auf ihrem Lebensweg begegnet, nicht nur während wiederholter Kontakte, die eine lange Zeit anhalten (zum Beispiel den Haustieren), sondern auch bei kürzeren Begegnungen mit Tieren, die eher 'zufällig' den Lebensweg der Seele kreuzen. Ein kleines Beispiel: eine Menschenseele kann plötzlich vom Anblick eines toten Tieres am Wegrand ergriffen werden, oder von der kurzen Wahrnehmung einer Szene, in welcher ein Tier ein Verhalten eindeutiger Liebe zu einem anderen Tier oder zu einem Menschen aufweist. Ich komme in einem folgenden Punkt darauf zurück.

Die Art und Weise, wie die Menschenseele mit allen Tieren umgeht, denen sie auf ihrem Lebensweg begegnet, trägt zum Stand der Heiligkeit, der Gnade, des Verdienstes bzw. der Schuld bei, den sich die Seele Gott gegenüber erwirbt bzw. die sie vor Gott auf sich lädt. Gott hat die Tiere dem Menschen anvertraut, damit der Letztgenannte die Tiere hütet, gleichsam 'auf stellvertretende Weise' für Gott. Wir könnten es so betrachten, dass die ganze Schöpfung für Gott wie Sein persönlicher Gutsbesitz ist, ein riesiger Park, den Er unter die Obhut oder die Aufsicht der Menschenseelen gestellt hat.

Gott richtet deshalb die Menschenseele nach der Art und Weise, wie diese mit ihren Mitmenschen umgeht, aber auch mit den Tieren. Die Tiere sind dem Menschen zu dem Zweck anvertraut, damit der Mensch die Tiere so behandelt und so mit ihnen umgeht, wie Gott Selber dies tun würde. Deshalb versucht Gott die Menschenseelen gerade durch viele verschiedene Kontakte mit Tieren unendlich verschiedene Lektionen zu lehren, wobei die Seele sich jedes Mal einem völlig anders gearteten Wesen gegenüber gestellt weiβ. Wer eine Anzahl verschiedener Katzen oder Hunde als Haustiere gehabt hat, weiβ sehr wohl, wie sehr diese im Verhalten und in den Einstellungen von einander abweichen können. Gottes Vorsehung bringt sie der Menschenseele auf den Lebensweg damit der Seele eine möglichst groβe Verschiedenheit an Übung in den Tugenden gewährleistet wird.

Die Menschenseele vertritt gleichsam Gott Selbst gegenüber den Tieren und der ganzen Schöpfung. Als Gott sagte, der Mensch solle über die Tiere herrschen, meinte Er nichts weniger als dies: dass die Menschenseele die Tiere behüten und Gottes Liebe und Licht zu den Tieren ausstrahlen sollte. So wie in Gott Selbst keine Finsternis ist, so soll die Menschenseele sich bemühen, in einem solchen Ausmaβ Spiegel von Gottes Herzen zu sein, dass von ihr aus zu den Tieren keine Finsternis strömt. Der Menschenseele obliegt die heilige Pflicht, Gott gegenüber der ganzen Schöpfung zu vertreten. Dies heiβt, dass vom Menschen verlangt wird, er solle zu den Tieren dasjenige ausstrahlen, was Gott Selbst kennzeichnet: Liebe, Sorgsamkeit, Zärtlichkeit, Geborgenheit, Geduld, Einfühlung in die Eigenheit des Tieres, usw., mit anderen Worten: eine möglichst groβe Reinheit auf allen Ebenen seines Wesens. Reinheit heiβt automatisch, dass die Seele keine Finsternis in sich blühen lässt, noch Finsternis um sich herum verbreitet.

Ich muss deswegen bereits an dieser Stelle darauf hinweisen, dass jede Handlung eines Menschen einem Tier gegenüber, wodurch dieses Letztere entwürdigt wird, von Gott als eine Sünde in Rechnung gestellt wird, weil jede solche Handlung einen Verstoβ gegen Sein Gesetz der Liebe bildet. Jede Lieblosigkeit von Seiten einer Menschenseele ist somit nicht nur dann eine Sünde, wenn sie einem Mitmenschen gegenüber betrieben wird, sondern ebenfalls dann, wenn sie einem Tier gegenüber betrieben wird.

Ich zitiere die Herrin aller Seelen in einer Offenbarung vom 11. Juni 2007:

"Ich betone die Bedeutung der Art und Weise, wie die Menschenseele mit den ihr anvertrauten Tieren umgeht. Gott vertraut dem Menschen Tiere an, damit diese dem Menschen bei seinem Wachstum hin zur Heiligung helfen. Die Art und Weise, wie die Menschenseele damit umgeht, ist für Gott von groβer Bedeutung. Es ist über diesen komplexen Weg, dass ein Tier einer höher entwickelten Gattung [aufgrund der Bilder, die mir innerlich gezeigt werden, stellt sich heraus, dass Maria hier an erster Stelle, aber nicht ausschieβlich, auf Hunde und Katzen, und zum Beispiel auch auf Pferde hinweist] auf indirekte Weise eine Rolle von Bedeutung im groβen Heilsplan Gottes spielen kann, der sich eigentlich nur auf die Menschenseele bezieht".

     3. Gottes Vorsehung bringt Menschen und Tiere zusammen. Die Menschenseele ist sich dessen gewöhnlich nicht bewusst, aber Kontakte zwischen einer Seele und einem Tier werden nicht selten von Gottes Vorsehung geregelt, genau weil Gott eine Seele durch jeden solchen Kontakt etwas lehren will, sie etwas erfahren lassen will. So wird ein Haustier deswegen von Gottes Vorsehung bestimmten Menschenseelen anvertraut, weil ein längerer Kontakt zwischen diesem spezifischen Tier und diesen spezifischen Seelen diese Letztgenannten bilden helfen kann, ihre Entwicklung fördern helfen kann, also etwas Konkretes innerhalb des spezifischen Plans bedeuten kann, den Gott für den Lebensweg dieser Seelen vorgesehen hat weil sie eben ganz bestimmter Erfahrungen bedürfen, die ihnen durch dieses bestimmte Tier vermittelt werden können.

Aus diesem Grunde kann ein Haustier dem Menschen sehr nahe sein, vorausgesetzt, der Mensch lässt diese Annäherung zu. Menschenseelen und Haustiere werden gleichsam von Gottes Weisheit für einander gewählt, weil die beiden Parteien aus der also entstandenen Situation Nutzen ziehen können. Wir dürfen niemals aus dem Auge verlieren, dass alles, was auf dieser Welt geschieht, letztendlich nur einen einzigen tiefen Sinn hat: es soll Gottes Werke vollbringen und die Verwirklichung Seines groβen Heilsplans für die ganze Schöpfung voranbringen helfen. Falls die Seele die ihr gebotene Beziehung mit dem spezifischen Tier auf die richtige Weise ausfüllt, kann sie daraus viel lernen, und kann sie auch die Reinheit von Gottes Liebe spüren lernen.

Kein einziger Kontakt zwischen einer Menschenseele und einem Tier vollzieht sich rein zufällig. Die Seele kennt durchwegs nicht die wahre Bedeutung, noch kann sie die Hintergründe oder Gottes Absichten jemals völlig ergründen, aber sie soll sich dessen bewusst sein, dass Gottes Vorsehung ständig Situationen vorbereitet, welche sie für ihr seelisches Wachstum und ihr seelisches Blühen braucht. Ein Pferd tritt nicht zufällig auf den Draht um eine Wiese zu um eine Menschenseele zu begrüβen; der Grund für diese Handlung übersteigt bei weitem das 'Betteln um Nahrung', wie der Mensch meistens meint. Ein Wanderer sieht auch nicht zufällig ein Vöglein auf einem Ast herumtanzen. Einige Beispiele aus meinem eigenen Leben (und die Liste ist alles andere als vollständig):

  • Vor ein paar Jahren kam ausgerechnet am Vorabend des Gründonnerstags ein makellos weiβes Lämmchen auf mich zu gehüpft, auf einem Rasen, wo es normalerweise nie Tiere gibt. Es lieβ sich streicheln, leckte mir die Hand, und berührte mein Herz auβergewöhnlich tief. Aus diesem Tierchen strahlte eine Liebe, die mich zu Tränen rührte. Am selben Abend sagte die Herrin aller Seelen zu mir: "Das Osterlamm Christus hat dich heute Abend begrüβt". Laut Ihrer Erklärung habe Sie beabsichtigt, mich über diesen einmaligen Weg in der letzten Phase der Passionsatmosphäre unterzutauchen.

  • Ebenfalls vor ein paar Jahren wurde ich einen ganzen Winter lang jeden Morgen, beim Füttern der Vögel im Garten, vom selben Rotkelchen begrüβt. Dieses Tierchen kam mir ungewöhnlich nahe und wies ein Verhalten auf, das ich nie zuvor im Leben bei einem Vogel gesehen hatte. Die Herrin aller Seelen vergönnte mir in der Nähe dieses Tierchens auβergewöhnlich mystische Erfahrungen, und erklärte mir später eines Tages, dass diese täglichen Begegnungen von Ihr geregelt waren weil diese in jenen Tagen sehr günstig für meine tägliche Ausbildung in Ihrem Dienst gewesen seien.

  • Mehrere Haustiere sind mir auf ungewöhnliche Weisen auf den Weg gekommen, durch auβergewöhnliche Begegnungen in der Natur. Maria bestätigte auch in jenen Fällen das Wirken von Gottes Vorsehung, weil diese Tiere 'ihren Lebensweg ab jenem Augenblick mit mir teilen mussten'.

Seit meiner Berufung bestätigte Maria mir wiederholt, dass bestimmte Haustiere von Gottes Vorsehung bestimmten Menschenseelen zugewiesen werden, und zwar weil die Seelen durch die Beziehung mit jenen bestimmten Tieren ganz spezifische Lektionen lernen können, oder aber sich auf ganz bestimmte Weisen in bestimmten Tugenden üben und vervollkommnen können. Aus diesem Grunde bezeichnet Maria die Beziehung zwischen einer Menschenseele und einem Haustier als einen 'Bund', einen ungeschriebenen Vertrag kraft dessen sich die Seele gegenüber Gott dazu verpflichtet, im Rahmen einer liebevollen Beziehung für dieses Tier zu sorgen. Die Seele, die diese Regel nicht einhält, ihr Haustier nicht entsprechend des Gesetzes der Liebe behandelt, oder sogar das Tier leichtfertig im Stich lässt (denken wir an die vielen Haustiere, die ausgesetzt werden damit die Besitzer ungestört in Urlaub fahren können) macht sich vor Gott des 'Vertragsbruchs' schuldig (es handelt sich ja um das Brechen des Bundes der Sorgsamkeit gegenüber dem Tier).

     4. Jedes Wesen, nicht nur ein Mitmensch sondern auch ein Tier, kann eine Seele näher zu ihrer endgültigen Bestimmung (der vollkommenen Heiligung) bringen. Gott will die Menschenseele ständig daran erinnern, damit sie sich dessen bewusst ist, dass jeder Kontakt auf ihrem Lebensweg – auch mit einem Tier – ein Ereignis ist, das sich innerhalb des Netzes der Liebe der ganzen Schöpfung vollzieht. Jedes Tier kann von Gott dazu benutzt werden, der Menschenseele gegenüber Seine Wahrheit durch Zeichen der Liebe zu bestätigen und der Seele immer wieder zu zeigen, wie einmalig Gottes Weisheit und Intelligenz sind, die es ermöglichen, dass ein Tier ganz bestimmte Verhaltensmuster aufweist, die oft sogar intelligenter und ebenfalls oft liebevoller als jene von Menschenseelen sind. Das Tier ist oft der reinste Botschafter von Zeichen, denn es denkt nicht über sein Verhalten nach, so dass dasjenige, was das Tier oft aus einem natürlichen Antrieb heraus tut, nicht von der Finsternis des Denkens beeinflusst wird.

Seelen gehen oft unaufmerksam an auffälligem Verhalten ihrer Haustiere vorüber, mit anderen Worten: sie vergessen es bald und bringen ihm keine Aufmerksamkeit entgegen. Nicht selten setzt Gottes Vorsehung jedoch Zeichen durch Tiere. Der Mensch betrachtet Tiere sehr leicht zu Unrecht als unmündige, unwissende Gegenstände. Dadurch ignorieren sie im Grunde genommen oft Kanäle, derer Gott Sich bedient um der Entwicklung von Seelen Richtung geben zu helfen. Die Seelen sollen lernen, dass Tiere Bauwerke Gottes sind, die zu jeder Zeit von ihrem Schöpfer dazu benutzt werden können, Menschenseelen zu bestimmtem Verhalten, bestimmten Befunden oder Gefühlen anzuregen und ihnen Lektionen zu erteilen.

Einst durfte ich in den letzten Lebenstagen eines Haustieres Zeuge eines höchst ungewöhnlichen Verhaltens sein, bezüglich dessen Maria erklärte, es seien Zeichen durch welche Gott nachweisen wollte, in welch hohem Maβe ein sterbendes Tier in Hingabe an Gottes Plan lebt. Diese Reihe von Zeichen wurde gleichsam durch die Sterbestunde dieses Tieres gekrönt: es starb um Punkt Mitternacht nach Vatertag, einem Tag, der im Grunde genommen als Fest des Ewigen Vaters gelten kann, als wolle Gott zeigen, wie das Tier bis zum letzten Atemzug in Seinem Dienst gestanden hatte.

     5. Durch ihren Umgang mit den Tieren können Seelen in hohem Maβe ihr Glück auf dieser Welt fördern helfen. Die Herrin aller Seelen sagte einst, dass:

wenn die Seelen einen viel gröβeren Respekt und eine viel tiefere Liebe zu den Tieren aufbringen sollten, sich bereits allein deswegen der Berg des Elends auf dieser Welt beträchtlich verkleinern würde.

Wir sollten dies so verstehen: Es gibt im Umgang mit den Tieren einen solchen Mangel an Liebe, dass der Liebesstrom durch die Schöpfung aus diesem Grunde an unzähligen Punkten vollkommen oder gröβtenteils zum Stehen gekommen ist. Jeden Tag vollziehen sich auf dieser Welt Milliarden von Kontakten zwischen Menschen und Tieren. In einem übergroβen Teil dieser Kontakte herrscht im unterschiedlichsten Ausmaβ ein Mangel an Liebe. Mangel an Liebe äuβert sich in allerhand Zeichen der Feindseligkeit, der Misshandlung und der Ausbeutung gegenüber Tieren, aber auch in Gleichgültigkeit gegenüber Tieren.

Dies heiβt, dass das Göttliche Leben an unzähligen Punkten aus dem Netz der Schöpfung wegflieβt, so dass sich die gesamte Lebenskraft innerhalb der ganzen Schöpfung beträchtlich verkleinert. Das heiβt, dass sich die Gnadenwirkung verringert, und dass folglich die Zeichen von Gottes Gegenwart weniger deutlich werden. Die Schöpfung entfernt sich immer weiter von dem von Gott erschaffenen Gleichgewicht, das vollkommen auf der Strömung der Liebe basiert. Wir stellen Folgendes fest:

  • alle Menschenseelen und Tiere reagieren darauf durch stark wechselnde Grade inneren Unfriedens, der in Aggression, Depression, Mangel an Lebenslust, Ängsten und vielen anderen Zeichen des Verlustes an wahrem Leben und der zunehmenden Beherrschung durch die Finsternis zum Ausdruck kommen kann;

  • die Natur reagiert darauf durch ungewöhnliche Erscheinungen einschlieβlich wahrer Naturkatastrophen, die am Allerwenigsten ausschlieβlich durch meteorologische und geologische Gesetze erklärt werden können noch dürfen;

  • die Pflanzenwelt reagiert darauf durch Abweichungen im Wachstum und in der Blüte. Bekannt sind die vielen Mutationen, wobei Pflanzengattungen (auch bei Tieren kommt dies immer wieder vor) allmählich andere Merkmale aufweisen. Die Gottesmutter weist darauf hin, dass dieses Phänomen nicht nur biologische sondern auch spirituelle Ursachen hat, die letzten Endes der Sündenbürde zuzuschreiben sind, die sich die Menschenseelen gesammelt hat. Dasjenige, das von der Wissenschaft hin und wieder als 'natürliche Evolution' bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit sehr oft der Ausdruck von Abweichungen gegenüber Gottes Wachstumsgesetzen, wodurch die Entwicklung gleichsam ein Leben an und für sich zu führen beginnt. Solche Entgleisungen treten aufgrund der Sünde zutage, weil die Sünde ein Verstoβ gegen das Gesetz der Liebe ist, und die Göttliche Liebe die Essenz und die unentbehrliche Nahrung allen Lebens ist.

Das Ganze bringt Chaos und Elend in den unterschiedlichsten Formen. Ich weise bereits an dieser Stelle auf die These der Himmelskönigin hin, dass:

die Menschenseelen nie das wahre Glück auf Erden finden, solange sie die Tiere und die Natur nicht im Lichte der ihnen von Gott zugeteilten Rolle als würdige Vertreter von Gottes Liebe – d.h. solange sie diese nicht entsprechend Gottes Gesetz der Liebe – betrachten.

     6. Tiere können als Träger der Liebe die Menschenseele heilen helfen. Tiere werden oft als minderwertig betrachtet. Trotzdem besitzen sie eine ausgeprägte Fähigkeit, Liebe strömen zu lassen. Dies gilt besonders für die höher entwickelten Tierarten, zu denen unter anderem die üblichen Haustiere, aber zum Beispiel auch der Delphin gehören. Diese Tiere sind dazu imstande, eine aufrichtige Liebe und einen groβen Frieden in die Menschenseele hinein zu führen, und dadurch die Seele von allerhand Verletzungen und Blockaden im Liebesstrom heilen zu helfen. Aufgrund ihrer Gegenwart und ihres Verhaltens gelingt diesen Tieren oft dasjenige, was keinem Mitmenschen gelingt: die Aufschlieβung einer Menschenseele, die kaum oder gar nicht mehr für die Liebe zugänglich ist, und die sich entweder in sich selbst zurückgezogen hat, oder sich in depressive Stimmungen gehüllt hat, oder die im Gegenteil aggressiv geworden ist weil sie nicht mehr an die Liebe glaubt.

Viele Tiere haben eine Ausstrahlung der Ungezwungenheit, der Spontanität, der Unschuld, der Aufrichtigkeit, der Vorbehaltlosigkeit, der bedingungslosen Zuneigung, und sind dadurch tatsächlich imstande, einen blockierten Liebesstrom erneut in Bewegung zu bringen und dadurch die Last vieler bedrängender Emotionen wegzuspülen. Das Tier spricht nicht, aber ein Menschenherz, das genügend empfindlich für die Atmosphäre der aufrichtigen Liebe ist, kann sich durch bestimmte Verhaltensmuster von Tieren wieder 'verstanden' und sich plötzlich in den Strom der Göttlichen Liebe aufgenommen fühlen.

Haben Sie schon mal bemerkt, wie bestimmte Tiere einen Menschen anschauen können während dieser weint, oder während dieser betet? Mir sind ebenfalls wundervolle Dinge über das Verhalten meiner Haustiere in meiner Nähe erzählt worden, während mir von der Heiligsten Jungfrau Maria tiefe Verzückungen vergönnt wurden. Aus diesem Verhalten ergibt sich, dass diese Tiere eine bemerkenswerte Empfindlichkeit für besondere seelische Verfassungen in der Menschenseele in ihrer Nähe besitzen müssen. Ich habe bei meinen Haustieren sogar Verhaltensmuster festgestellt, die eindeutig auf eine auβergewöhnliche Empfindlichkeit für das Übernatürliche hinwiesen während die Gegenwart der Heiligen Jungfrau im Zimmer sehr betont spürbar war. Gott setzt ohne den geringsten Zweifel Zeichen durch die Tiere.

Die Feststellung, dass Tiere dazu imstande sein können, Menschenseelen für die Liebe, für das Licht aufschlieβen zu helfen, und somit zu deren Heilung beitragen können, ist von wesentlicher Bedeutung zur Unterstützung der These der Herrin aller Seelen, dass Tiere eine wichtige indirekte Rolle innerhalb von Gottes Heilsplan spielen können. Wenn sich eine Seele für die Strömung der Liebe verschlieβt, kann sie die von Gott für sie vorgesehene Funktion nicht mehr so erfüllen, wie es sich gehört, was heiβt, dass sie ihre eigene seelische Entwicklung ebenso wie ihren Beitrag zur Verwirklichung von Gottes Heilsplan lähmt. Die Seele erfüllt dann nicht länger die Aufgabe zu welcher sie in die Welt gekommen ist. Die Tatsache, dass Tiere diese Blockade beseitigen helfen können, hebt die Tatsache hervor, dass Gott ihnen ebenfalls die Rolle zugedacht hat, der Menschenseele auf ihrem Weg zur Heiligung zu helfen. Bedenken wir dabei ebenfalls, dass wahre Heilung an Körper, Geist und Gefühlen nur in dem Maβe dauerhaft sein kann, wie die Seele wirklich gesund ist. Nun denn, Tiere können eine wahre Brücke zur tiefen Heilung in der Seele bilden. Wenn ein Tier einen Menschen wirklich berührt, erfolgt dies immer auf den höheren Ebenen des seelischen Lebens, auf der Ebene, auf welcher die Seele Gottes Gegenwart spüren kann.

Ein Tier kann somit eine besonders wertvolle Brücke für Gottes Werke zugunsten der Menschenseele sein. Es ist deshalb eine sehr unvernünftige Auffassung, sogar eine Beleidigung an Gott, von einem Tier so zu sprechen als handle es sich 'lediglich um ein dummes Tier'. Gott erwartet von jeder Seele Respekt für Seine Werkzeuge, egal in welcher Form Er diese einsetzen möchte. Gott benutzt tatsächlich auch die Tiere als Werkzeuge.

Die Menschenseele soll mit jedem Mitgeschöpf in einer Verfassung des makellosen Respektes umgehen, im Bewusstsein der Tatsache, dass jedes Geschöpf (Mensch und Tier) Gottes Unterschrift in sich trägt, und dass somit jede Äuβerung der Lieblosigkeit gegenüber einem Mitgeschöpf letzten Endes einer Aggression gegenüber Gott Selbst gleichkommt.

Der Menschenseele obliegt auch in dieser Hinsicht eine besondere Verantwortung. Die Fähigkeit des Tieres um die Liebe strömen zu lassen und dadurch Seelen für die Liebe aufschlieβen und sie in der Tiefe heilen zu helfen, wird in hohem Ausmaβ durch die Art der Lebenserfahrungen beeinflusst, welche dieses Tier gemacht hat bzw. immer noch macht. In einem Tier, das – zum Beispiel durch menschliche Hand – ständig traumatisiert wird, kann es sein, dass sich die Liebesströmung ständig verringert. Das Tier kann ängstlich, misstrauisch, in sich zurückgezogen oder aggressiv werden, und wird dadurch als aktiver Knotenpunkt im Netz der Göttlichen Liebe ausgeschaltet. Ich könnte es mit den Worten der Herrin aller Seelen in einer Ihrer Offenbarungen aus dem Jahre 2007 ausdrücken:

"Die Liebe des Tieres kann, einigermaßen mit der einer Menschenseele vergleichbar, bis zu einem gewissen Grad unter den Einflüssen von Lebenserfahrungen verunreinigt werden".

Daraus ergibt sich nochmals, wie groβ die Verantwortung ist, welche eine Menschenseele auf sich nimmt wenn sie sich zum Beispiel der Misshandlung von Tieren schuldig macht.

Zur Bestätigung der Tatsache, dass Tiere ganz bestimmt von Gottes Vorsehung als Werkzeuge zur Ausführung Seiner Werke eingesetzt werden, führe ich gerne an dieser Stelle noch die nachfolgenden Worte der Herrin aller Seelen an, in Ihrer Offenbarung vom 11. September 2007:

"Indem alle Verfassungen sämtlicher Geschöpfe Mir bekannt sind, bin Ich in der Lage zu beurteilen, was Geschöpfe sich gegenseitig bieten können, dies alles im Hinblick auf die Verwirklichung des Göttlichen Heilsplans für die Seelen".

Vor dem Hintergrund dieser Worte versteht es sich leicht, dass Tiere und Menschenseelen deshalb mit einander in Berührung gebracht werden, weil Gott Sich etwas von diesem Kontakt verspricht, an erster Stelle für die Blüte der Seele und ihre Fähigkeit, positive Beiträge zur Verwirklichung Seiner Werke zu leisten.

Kapitel 3

Das tiefere Wesen des Tieres. Die Eigenheit der Natur des Tieres

Die Tiere haben nicht im wahren Sinne des Wortes eine Seele, sie sind Träger von dem, was die Herrin aller Seelen als Lebensprinzip bezeichnet, einem Keim, der Träger vom Leben des ganzen Wesens ist, auch des Körpers, in welchem sich das Tier auf Erden bewegt. Maria vergleicht diesen Keim mit einer Blume, deren Blättchen in einer Anzahl aufeinander folgender Kreise eingepflanzt sind. In dem Maβe, wie das Tier einer höher entwickelten Art angehört, setzt sich diese sogenannte Seelenblume aus einer gröβeren Anzahl von Kreisen zusammen, und ist die Blume somit sozusagen komplexer. Diese Blume ist nichts anders als ein geniales Bauwerk von Gottes Liebe, und setzt sich im Grunde genommen aus nichts anderem als Liebe zusammen, denn es ist die Liebe, welche die Essenz aller Lebenskraft in allen Geschöpfen bildet. So erklärte es die Herrin aller Seelen im Juni 2007.

Ich wies früher bereits darauf hin, dass Tiere selber sich nicht versündigen können. Wenn in der Beziehung zwischen einem Menschen und einem Tier etwas nicht gemäβ Gottes Gesetz läuft, nämlich wenn diese Beziehung vom Menschen heraus nicht von aufrichtiger Liebe gekennzeichnet ist, wird nicht das Tier deswegen vor Gott zur Rechenschaft gezogen, sondern der Mensch. Sollten sich die Seelen schneller der Tragweite bewusst sein, die alle ihre Taten und sogar ihre Gedanken und Gefühle innerhalb von Gottes Heilsplan und für ihr eigenes Ewiges Glück haben, und sollte auβerdem unter den Seelen ein gröβeres Sündenbewusstsein herrschen, so würden sehr viele Dinge, die jetzt im Rahmen des Umgangs von Menschen mit Tieren unachtsam erfolgen, gar nicht erfolgen. Gerade in dieser Unachtsamkeit, diesem Mangel an Rücksicht, dieser Gleichgültigkeit auch, liegt ein reicher Nährboden für die Sünde. Täglich werden auf der Welt von Menschenseelen Tieren gegenüber unzählige Handlungen gestellt, die nicht als Sünde erkannt werden, aber trotzdem vor Gott als Sünde gelten. Die Tatsache, dass ein Tier nicht im wahren Sinne des Wortes eine Seele besitzt, heiβt durchaus nicht, dass Gott jedes Verhalten seitens einer Menschenseele gegenüber dem Tier billigt. Ich komme später ausführlich darauf zu sprechen.

In einer Offenbarung vom 11. Juni 2007 wies die Herrin aller Seelen darauf hin, dass die Liebe eines Tieres durchwegs reinere Berührungspunkte mit der Göttlichen Liebe bewahrt als die Liebe einer Menschenseele, indem das Tier in der Gabe seiner Liebe nicht durch die unzähligen Einflüsse des Verstandes gehindert wird, wie dies bei der Menschenseele schon der Fall ist.

Es kennzeichnet nämlich die Tiere, dass sie viel mehr aus dem Herzen als aus dem Denken heraus leben. Bei der Menschenseele war dies ursprünglich ebenfalls der Fall, aber diese Fähigkeit ist seit der Erbsünde bei sehr vielen Seelen in hohem Maβe verdrängt worden.

Bedenken wir, wie sehr die menschliche Gesellschaft 'rationalisiert' ist: Wissenschaft, Technologie und viele Denkströmungen haben den Menschenverstand zu einem Gott erhoben, der alles regieren kann und den einzigen wahren Gott überflüssig macht. Die überwältigenden Erfolge in Wissenschaft und Technik, ebenso wie verschiedene politische Weltanschauungen, haben die Menschenseele dazu verführt, zu glauben, dass Gefühle des Menschen nicht würdig sind, ihn schwächen und dem 'Fortschritt' der Welt entgegen wirken.

Der Verstand des Tieres ist nicht so wie der unsrige dafür gerüstet, zu analysieren und zu argumentieren. Das Tier lebt nahezu völlig aus seinen Gefühlen heraus, ebenso wie aus intuitiven Reaktionen auf Wahrnehmungen, die durch seine Sinne herein strömen. Besonders die höheren Tierarten besitzen dadurch eine gröβere Empfindlichkeit und ein Herz, das sehr aufgeschlossen ist, und das aus diesem Grunde sowohl positive als auch negative Eindrücke besonders intensiv zu empfinden imstande ist. Wenn nun ein Tier mit viel aufrichtiger Liebe behandelt wird, wird es in seinem Verhalten so aufgeschlossen sein, dass die Menschenseele, die dafür empfindlich ist, durch dieses Verhalten und die ganze Atmosphäre um das Tier herum tief berührt werden kann. Wohlgemerkt heiβt dies nicht, dass ein Tier, das wenig oder keine Liebe erhält, nicht imstande wäre, eine Menschenseele aufzuschlieβen. Es heiβt nur, dass ein Tier, das mit Liebe umhegt wird, diese Liebe spürbar mit sich trägt, weil sein Lebensprinzip dadurch aufblüht.

Eine der Gründe, wieso Gott Tiere erschaffen hat, die als Haustier für den Menschen dienen können, ist jener, dass diese Tiere einen heilenden Einfluss auf ein verletztes Menschenherz entwickeln können. Eine Menschenseele, der es schwer fällt, Gottes Liebe zu finden, kann dadurch für diese Erfahrung geöffnet werden, dass sie sich von der Aufgeschlossenheit der Liebe des Haustieres berühren lässt. Wenn der Lebensweg eines bestimmten Tieres den Lebensweg eines bestimmten Menschen kreuzt, sollen wir davon ausgehen, dass Gottes Vorsehung mit dieser Begegnung eine Absicht verfolgt. Dies gilt sogar für die Kontakte kürzerer Dauer. Auch Kontakte von ganz kurzer Dauer können eine Menschenseele manchmal völlig unbewusst lange Zeit beeinflussen. Wenn ein Tier für längere Zeit auf den Lebensweg einer Menschenseele kommt, so dass dieses Tier und diese Seele mehr Erfahrungen mit einander zu teilen beginnen, so darf die Seele davon überzeugt sein, dass Gott damit einen wohl umrissenen Plan verfolgt.

Wenn eine Menschenseele ein bestimmtes Tier als Haustier in ihr Leben aufnimmt, geht sie in Wirklichkeit mit diesem Tier einen Bund ein, für dessen Gestaltung sie irgendwann vor Gott zur Rechenschaft gezogen werden soll: die Menschenseele übernimmt gegenüber jedem Tier, das sie auf dauerhaftere Weise in ihr Leben aufnimmt, die Verpflichtung, diesem Tier Pflege, aufrichtige Liebe, Beschützung, Hilfe und Beistand zukommen zu lassen. Die Menschenseele legt grundsätzlich bezüglich jedes Tieres auf ihrem Lebensweg Gott gegenüber das Gelübde ab, dass sie sich diesem Tier gegenüber so verhalten wird, wie Gott Selber dies tun würde.

Wenn eine Menschenseele und ein Tier sich gefunden haben, und eine intensivere Beziehung eingehen, schlieβen sie dadurch tatsächlich eine Art von Bund. Konkret heiβt dies, dass die Menschenseele sich Gott gegenüber dazu verpflichtet, für dieses Tier ein Kanal der Geborgenheit, der Pflege und der Liebe zu werden, d.h. also die Verantwortung zu übernehmen, welche mit dieser Beziehung einher geht, ebenso wie die Verpflichtungen, die Gottes Pläne fördern helfen können. Die Seele, die mit einem anderen Geschöpf eine Beziehung eingeht, übernimmt dadurch die Verpflichtung, Gott diesem anderen Geschöpf gegenüber zu vertreten. Dies heiβt an erster Stelle, dass zu diesem anderen Geschöpf Liebe und jeder Baustoff für Vertrauen und Geborgenheit flieβen soll, damit alle Wesen, die an der Beziehung beteiligt sind, ihre Aufgabe innerhalb von Gottes Plan ganz vollbringen können.

Das ist gerade die tiefe Bedeutung einer jeden Beziehung zwischen einem Menschen und einem Tier, egal ob diese Beziehung von kurzer oder langer Dauer ist: die Beteiligten an der Beziehung sind einander von Gott gegeben, in der Absicht, sich gegenseitig beim Vollbringen ihrer jeweiligen Lebensaufgabe zu unterstützen.

Sogar in einer Begegnung, die nur einige Augenblicke lang dauert, trägt der Mensch Gott gegenüber die Verpflichtung, das Tier liebevoll zu behandeln. Maria inspiriert mich seit Jahren dazu, zu jedem Tier, dem ich begegne, egal ob es sich um eine Meise auf einem Ast handelt, oder um eine Maus unter einem Strauch, oder um eine streunende Katze usw., aus dem Herzen heraus still zu sagen "ich hab dich lieb!". Sie versicherte mir, dass dieses Tier das Signal empfängt und es als einen kleinen Strahl neuer Lebenskraft in sich einbaut, und dass dieses kleine verborgene Geschenk der Liebe einen Lichtstrahl durch die Schöpfung schickt.

Das Tier kann deswegen ein sehr reiner Kanal von Gottes Vorsehung sein, dass es nicht von den Hindernissen gehemmt wird, welche die Menschenseele so oft in sich überwinden muss um Gottes Gegenwart zu spüren:

  • dem Argumentieren mit dem Verstand

  • dem Festhalten an Einzelheiten aus der Vergangenheit

  • der Menschenfurcht

  • dem Mangel an Glauben an die Göttlichen Mysterien und an Gottes Wirken in sämtlichen Einzelheiten des Lebens

  • der Jagd nach materiellem Gewinn und Besitz.

Das Haustier kennt diese Hindernisse in einem viel geringeren Maβe, einige davon sind dem Tier sogar vollkommen fremd. Dadurch steht das Haustier in vieler Hinsicht Gott näher als die Menschenseele mit ihren vielfältigen Einflüssen und den Reaktionen ihres Verstandes zu diesen Einflüssen. Die Himmelskönigin zeigte mir durch einige eigene Erfahrungen, wie sogar ein fremdes Tier aus gewisser Ferne aufrichtige Liebe spüren und darauf reagieren kann. In einem dieser Fälle kam eine einigermaβen schüchterne Katze, die sich in einer Entfernung von etwa zwanzig Metern auf einem schmalen Pfad befand, nachdem ich intensiv innerlich (also unhörbar) "ich hab dich lieb!" gesagt hatte, ganz plötzlich auf mich zu und schmeichelte sich an mich heran. Das Vertrauen schien gleich vollkommen zu sein.

Maria erklärte nach diesem bemerkenswerten Ereignis:

"Ein Tier erkennt in einer Einstellung aufrichtiger Liebe spontan den natürlichen Zustand, so wie Gott diese in Seiner Schöpfung vorgesehen hatte", und etwas später:

"Tiere einer höher entwickelten Gattung sind sehr empfindlich für die Essenz des Lebens und der Gegenwart Gottes – die Liebe – und besitzen das Vermögen, diese ungehemmt strömen zu lassen sobald sie spüren, dass das Wesen dem sie begegnen, diese Kraft in sich trägt".

Tiere sind sehr empfindlich für Gefühle, schwankende Stimmungen, Liebe, genauso wie für negative Gesinnungen oder Absichten, die von einer Menschenseele ausgehen. Ich habe in Erfahrung gebracht, wie Katzen und Hunde die Neigung aufweisen, sich an eine weinende Menschenseele heran zu schmeicheln oder diese eine ganze Zeit lang regungslos anzuschauen. Ich habe auch wiederholt Haustiere sehr ausgelassen reagieren sehen wenn eine Menschenseele Freude ausstrahlt.

Die Tatsache, dass ein Tier nicht sprechen kann, macht es nicht automatisch für den Austausch von Emotionen ungeeignet: Genau dadurch, dass ein Tier nicht spricht, können seine Gefühle, die genauso wie beim Menschen aus dem Herzen strömen, nicht durch Worte befleckt werden. Wahre, nicht verunreinigte Liebe strömt immer unmittelbar zwischen Herzen, und kommt ganz leicht vom Kurs ab wenn sich der Mund in den Prozess einschaltet. Die Menschenseele wird oft unter anderem in jenem Punkt daran gehindert, innerlich Anschluss an Gottes Gegenwart zu bekommen: sie spricht zu viel, und hindert ihr eigenes Herz daran, Gott zu finden. Sprechen unterbricht öfters das innere Leben um Sinneseindrücken den Platz zu räumen, die durchwegs von Gott wegführen. Beim Tier fehlt dieser Mechanismus, und unter anderem deswegen spürt es noch schärfer die wahre Liebe bzw. den Mangel an wahrer Liebe, als viele Menschenseelen diese(n) zu spüren fähig sind.

Tiere sind oft am Besten dazu imstande, geschlossene, verletzte Herzen aufzuschlieβen: Sie denken nicht nach, sondern sie leben aus der Gefühlsebene heraus. Aus diesem Grunde gelingt es Tieren oft am Besten, aufrichtige Liebe um sich herum zu verbreiten und Gefühle wahrer Liebe im Menschen hoch zu bringen. Ein Herz, das (wieder) in den Stand versetzt wird, Liebe zu spüren, öffnet sich, und kann wieder in den Strom von Gottes Liebe und dem Göttlichen Leben eingeschaltet werden.

Ich habe früher in dieser Schrift bereits darauf hingewiesen, dass die Art der Erfahrungen, welche ein Tier macht, mitbestimmt, wie zweckmäβig das Tiere seine Rolle als Knotenpunkt im Netz der Liebe erfüllen kann. Auch die höheren Tierarten verfügen über ein Gefühlssystem, das wie eine Tür hin zum tieferen Kern ihres Wesens wirken kann: Eindrücke, die als positiv empfunden werden, öffnen diese Tür; Eindrücke, die als negativ empfunden werden, schlieβen sie. Wenn ein Geschöpf wiederholt negativen Eindrücken ausgesetzt ist, kann diese Tür sogar dauerhaft verriegelt werden. In diesem letztgenannten Fall liegt das Risiko vor, dass sich das Wesen aus Angst vor Verletzungen immer tiefer in sich zurückzieht, sich sogar der wahren Liebe zu verschlieβen beginnt, und dadurch das wahre Leben aus sich wegflieβen lässt. Es ist dann nicht mehr imstande, dasjenige zu tun, wofür Gott es bestimmt hat. Genau dort liegt die Tragödie eines jeden Mangels an wahrer Liebe im Leben eines Geschöpfes – Menschenseele und Tier.

Dadurch, dass ein Tier hauptsächlich aus Gefühlen heraus lebt, nicht aus dem Denken mit dem Verstand heraus, gelingt es ihm viel besser, das Herz eines Menschen zu ergründen als es dem durchschnittlichen Menschen gelingt, das Herz des Tieres zu ergründen. Vor der Erbsünde war die Menschenseele automatisch dazu imstande, so zu kommunizieren, wie es die Engel tun: von Herz zu Herz. Dies heiβt, dass der Mensch 'das Herz seiner Mitgeschöpfe lesen konnte'. Wegen des Sündenfalls ist dieses Vermögen verborgen worden, das heiβt: die Seele muss es wieder erschlieβen lernen. In unserer Zeit gilt es deswegen als eine mystische Begabung wenn eine Seele genau nachempfinden kann was in einem Mitgeschöpf (Mitmenschen oder Tier) vorgeht.

Der Sündenfall war ein Bruch in der Anwendung der wahren Liebe Gott gegenüber. Die Seele wurde dadurch schwer verletzt. Wir können es als 'natürliche Frucht' der Erbsünde betrachten, dass das Herz der Menschenseele als Kanal von Gottes Liebe künftighin verunreinigt sein würde. Ein verunreinigter Kanal ist nicht länger zu reinen Wahrnehmungen imstande wo es sich um die wahre Tiefe eines Mitgeschöpfes handelt. Die Tiere jedoch, können sich nicht versündigen. Die Fähigkeit, die sie bei ihrer Schöpfung erhalten haben um aus dem Herzen heraus zu leben, ist deshalb unversehrt geblieben.

Das Tier besitzt diese Fähigkeit um aus den Gefühlen heraus zu leben aufgrund seiner Aufgeschlossenheit für Gottes Wirken. Ein Tier ist oft empfänglicher für Gottes Wirken als die Menschenseele. Deshalb wird ein Tier, das zu einer mehr entwickelten Tierart gehört, zum Beispiel ein Haustier, sehr empfindlich für aufrichtige Liebe, Licht, Geborgenheit, Frohmut, Sanftmut, inneren Frieden, Geduld, Verständnis und Sorgsamkeit sein, und wenn es diese Verfassungen in einem Menschen spürt, wird es seinerseits eine aufrichtige Liebe schenken, denn in dieser Seele spürt es einen Spiegel von Gottes Gegenwart, welche das Tier intuitiv aus sich selbst heraus als die Quelle seines Lebens erfährt.

Das Tier macht diese Erfahrung vollkommen gedankenlos und somit vollkommen unbewusst. Es stellt sich nämlich keine Fragen, im Gegensatz zur Menschenseele, und wird dadurch auch nicht so leicht zur Täuschung und Finsternis in den inneren Verfassungen verführt, als dies beim Menschen der Fall ist. Berücksichtigen wir ständig, dass die Tiere Geschöpfe Gottes sind, die meistens sogar feinfühliger sind als die Menschenseele im Zusammenhang mit dem, was mit Gottes Gesetz vereinbar ist oder nicht.

Unbewusst lebt das Tier mithin in gröβerer Hingabe an Gottes Gesetz als die durchschnittliche Menschenseele. Die Herrin aller Seelen sagte mir einst, dass das leidende Tier seine Leiden völlig anders trägt als die meisten leidenden Menschen dies tun. Der Mensch lässt sich leicht in einem solchen Ausmaβ vom Verstand führen, dass seine eigenen Geistesprozesse bald zu seinem schlimmsten Feind werden: sein Leid wird dadurch viele Male schwerer, dass er darüber grübelt oder es zu analysieren beginnt und sich allerhand Vorstellungen wegen seiner Zukunft macht. Das Tier dahingegen, lässt sich mit Gottes Herzen verbinden, nur so, ohne weiteres. Es leidet, tatsächlich, geht allerdings völlig anders damit um, so dass das Leiden gleichsam einen völlig anderen Sinn bekommt.

Es lieβe sich gewissermaβen sagen, dass das Tier unbewusst und ohne sein eigenes Wissen seine Leiden von Herzen Gott weiht, einfach wegen seiner ganzen inneren Verfassung. Ich wies früher bereits darauf hin, dass Maria mir einst während einer Krankheit eines Haustieres versicherte, dass es in einem Tier keinen Widerstand gegen seine Leiden gibt: es trägt diese, weil dies der natürliche Zustand des Lebensprinzips ist. So sollte es in der Menschenseele ebenfalls sein, aber ganz im Gegenteil widersetzt sich der Mensch sehr oft seinen Leiden und Prüfungen weil der denkende Geist diese nicht annimmt und die Seele ständig von finsteren Inspirationen gegen jedes Kreuz aufgestachelt wird, gerade weil angenommenes und geweihtes Leid einen miterlösenden Wert besitzt. Beim Tier gibt es dieses miterlösende Element nicht, aber Gott unterrichtet auch in diesem Punkt die Menschenseele durch die Tiere um sie herum.

Kapitel 4

Die Verantwortung des Menschen gegenüber den Tieren

4.1. Die Menschenseele als Verwalterin der Schöpfung

Gott hat die Menschenseelen als Krone auf Seiner Schöpfung vorgesehen. Das schafft eine Verantwortung. Der Mensch sollte Gott gegenüber Verwalter von allem sein. Dies bringt für die Menschenseele die Pflichtaufgabe mit sich, mit den Tieren und Pflanzen respektvoll umzugehen, denn sie sind Gottes Eigentum: Er hat sie mit Liebe erschaffen, ernährt sie ständig mit Seiner Liebe, und hat Schätze von Leben und Heilung für die Seelen in ihnen verborgen. Die Menschenseele mag ja 'Besitzerin' eines Haustieres genannt werden, der Landwirt 'Besitzer' von Rindern, Schweinen, Schafen, usw., in Wirklichkeit allerdings ist dies nur im Kontext des weltlichen Lebens der Fall. Jedes Tier ist und bleibt in Wirklichkeit Gottes Eigentum, während der Mensch auf Erden nie etwas mehr als Behüter, Mieter, Verwalter ist, egal wovon. Tieren gegenüber ist die Menschenseele diejenige, die vor Gott einen heiligen Bund der Sorgsamkeit und der Liebe eingeht.

Die Herrin aller Seelen weist darauf hin, dass die Menschenseele in der Stunde ihres Lebensgerichtes ebenfalls nach ihrem Verhalten gegenüber den Tieren und der Natur gerichtet wird. Ein guter Verwalter behandelt dasjenige, was ihm seitens des Eigentümers anvertraut worden ist, mit tadelloser Sorgfalt. Diese Sorgfalt schuldet der Mensch somit an erster Stelle jedem Mitmenschen und jedem Tier, der bzw. das von Gottes Vorsehung unter seine Obhut gestellt wird. Der Mensch ist auf dieser Welt tatsächlich von nichts der Besitzer, sondern der Verwalter oder, wenn man es so nennen möchte, der Mieter. Jede Seele, jedes Tier und jede Pflanze bleibt ausschlieβlich Gottes Eigentum.

Weil unsere Haustiere Gott allein gehören, und wir nichts anders als ihre Behüter sind, ist die Sorge, welche wir auf sie verwenden, in Wirklichkeit ein Dienst an Gott.

Weil jedes Geschöpf Gottes Eigentum ist, bildet die Behandlung eines Tieres mit Respekt und Liebe eine groβe Ehrerweisung an Gott.

Sehr oft wird mit Tieren sehr gleichgültig umgegangen: die Seele erkennt dann nicht das Besondere eines jeden Lebewesens. Der Wert und die Würde eines Tieres zu erkennen, heiβt erkennen, dass dieses Tier ein Bauwerk Gottes ist, nicht ein Gegenstand ohne Gefühle oder ohne echtes Leben, der lediglich dazu gemacht worden wäre, unsere Bedürfnisse in welcher Weise auch immer zu befriedigen. Bedenken wir immer, dass die Würde eines Mitgeschöpfes – auch jene eines Tieres – zu verteidigen, im Grunde genommen heiβt: Gottes Liebe gegen jegliche Respektlosigkeit zu verteidigen. Die wahre Liebe ist die Essenz aus Gottes Herzen, und soll als heilig betrachtet werden. Sie bildet nämlich das Wesen, den Baustoff und die Kraft allen Lebens, und somit des gröβten Mysteriums, das die Existenz und die Wirkung Gottes vertritt.

4.2. Die Beziehungen innerhalb der Schöpfung

Ich habe bereits darauf hinweisen müssen: Unter den Geschöpfen kann nur der Mensch sich versündigen. Als die beiden ersten Menschenseelen die Erbsünde begingen, wurde die Beziehung zwischen dem Menschen und Gott ernsthaft verletzt: Die Erbsünde verstieβ gegen den Bund, kraft dessen sich die Menschenseele Gott gegenüber zum Gehorsam, zur Folgsamkeit und zur Dienstbarkeit verpflichtete. Die Dienstbarkeit der Menschenseele Gott gegenüber heiβt in erster Linie ihre Bereitschaft, sich mit ihrem ganzen Leben auf Erden für die Verwirklichung Seines groβen Heilsplans einzusetzen. Da die Menschenseele zur Verwalterin und Behüterin der ganzen Schöpfung eingesetzt worden war, litt gleich die ganze Schöpfung unter der Erbsünde, denn die Verwalterin hatte durch diese Sünde ihre Heiligkeit verloren und vertrat nicht mehr spontan Gott.

Die Herrin aller Seelen wies früher bereits darauf hin, dass durch die Erbsünde das Gleichgewicht innerhalb des Netzes der Schöpfung ernsthaft gestört ist. Dies ist leichter zu verstehen wenn wir uns vor Augen halten, dass dieses Netz gleichsam ein riesiges Ganzes von Kanälen bildet, durch welche Gottes Liebe zwischen allen Geschöpfen strömt, und dass jede Sünde ein Verstoβ gegen die Liebe ist. Da die Erbsünde die Erste aller Sünden war, der eigentliche Bruch vom Bund der Heiligkeit, musste sie zwangsläufig eine Unterbrechung im Liebesstrom mit sich bringen: Gott lässt den Hauptstrom Seiner Liebe zu den Menschenseelen flieβen, und weitere Ströme zu den anderen Geschöpfen. Von diesem Hauptstrom heraus müssen sich durch die Menschenseelen viele Verzweigungen zu allen Geschöpfen bilden, mit welchen die Seelen in Berührung kommen.

Durch sehr viele dieser unzähligen Verzweigungen strömt seit der Erbsünde keine reine Liebe mehr. Diese Störung hat unzählige Beziehungen zwischen allen Geschöpfen schwer aus dem Gleichgewicht gebracht. Die Sünde ist ja der Gegenpol der Liebe, und die Liebe ist der Kraftstoff allen Lebens.

Durch jede Sünde, die eine Menschenseele begeht, schlägt gleichsam das Netz der Schöpfung erneut leck. In Anbetracht der Tatsache, dass täglich Milliarden von Sünden begangen werden, flieβt täglich an Milliarden Stellen im Netz eine gewisse Menge an Göttlicher Liebe weg: diese bleibt unbenutzt, und geht somit für Aufbau, Wiederherstellung und Heilung der Schöpfung verloren.

Dieser jahrhundertelange massive Verlust an Liebe ist dafür verantwortlich, dass die gegenseitigen Beziehungen zwischen den Lebewesen und zwischen den Lebensarten völlig verzerrt sind. Gerade daraus sind die Zustände zwischen den Wildtieren, zwischen den Arten, und die Furchtsamkeit der Tiere vor den Menschen, die Raubsucht in der Natur, die Aggression zwischen den Lebewesen usw., hervor gekommen. Gott hat diese Zustände also nicht erschaffen – die Sünde der Menschenseelen hat sie erweckt.

Die Menschenseele geht mit vielen Lebewesen so um, wie sie es nun einmal tut, weil sie den Plan, den Gott mit Seiner Schöpfung verfolgt, nicht begreifen und nicht ergründen kann. Der Umgang mit den Tieren gehört zu einem riesigen Bereich der Unwissenheit, in welchem sich die Menschenseele seit der Erbsünde vortastet. Aus diesem Grunde ist dieser Umgang in vieler Hinsicht in einem solchen Ausmaβ von Finsternis geprägt, dass dieser viel mehr zum Elend in der Welt beigetragen hat als es die meisten Seelen glauben würden.

Da die vielen Verzerrungen innerhalb der Beziehungen zwischen allen Geschöpfen letztendlich der Erbsünde und den darauf folgenden zügellosen Sünden der Menschheit zuzuschreiben sind, obliegt auch den Menschenseelen die Verantwortung, diese Beziehungen wiederherstellen zu helfen.

Zu dem Zweck soll sich jede Seele zu Allernächst des Göttlichen Ursprungs allen Lebens bewusst werden und bleiben, und soll sie jedes Geschöpf – Tiere sowohl als den Mitmenschen – in dessen Eigenschaft als Gottes Werk und Eigentum behandeln.

Jede Menschenseele sollte sich zum Beispiel Folgendes vor Augen halten:

Indem man die Würde eines Geschöpfes verteidigt, verherrlicht man den Schöpfer, von dem dieses Geschöpf seine Eigenheit, seine spezifischen Merkmale und Eigenschaften erhalten hat. Die Finsternis hat sich von Anfang an zum Ziel gesetzt, Gottes Werke zu unterminieren und die Geschöpfe in den unterschiedlichsten Formen von Elend unterzutauchen. Zu dem Zweck hat Satan alle Seine Listen eingesetzt, in der Absicht, die Liebe in den Menschenseelen zu schwächen und womöglich zu töten, weil er wusste, dass dadurch die ganze Schöpfung zerrüttet werden und die Menschenseele folglich noch eine zweite Stoβwelle von Finsternis über sich bekommen sollte, die ihr den Gnadenstoβ geben würde. Jeder Mangel an Liebe in den inneren Verfassungen und dem Verhalten einer Menschenseele wirkt wie ein Bumerang von Finsternis: die Seele schleudert durch ihre sündhaften und untugendhaften Einstellungen und Verhaltensweisen gleichsam Finsternis um sich herum, und diese fällt durch die zerrüttete Schöpfung auf die Seele zurück, so dass sie zweimal zum Opfer wird:

  • durch den zunehmenden Unfrieden in ihrem eigenen Gewissen;

  • dadurch, dass sie erntet was sie um sich herum sät.

Die Folge ist klar: Die Menschenseelen sind für jegliches Ungleichgewicht in der Schöpfung verantwortlich, das in der Natur, in der Wetterlage, in aggressivem oder aber in schüchternem Verhalten von Tieren, und in unzähligen anderen Zeichen der Entgleisung und des Mangels an Übereinstimmung mit Gottes Gesetzen zum Ausdruck kommt.

Satan hat die Menschenseele zu einer Verleugnung der Liebe verführt, mit unzähligen schweren, dauerhaften Folgen, die wie ein Schneeball unaufhörlich anwachsen. Jeder Mangel an Liebe weckt Finsternis auf, und somit Elend für die ganze Schöpfung. Wo Liebe fehlt, wird Gott sozusagen unwirksam gemacht, weil Er den Seelen niemals Seine Vorzüge aufnötigt: Entscheidet sich die Seele für die Finsternis, dann wird sie Finsternis ernten, trotz allem Licht, das Gott ihr so gerne schenken möchte. Die Menschenseele in all ihrer Blindheit allerdings, sieht ihre eigenen Mängel an Liebe nicht als die Quellen allen Elends auf der Welt, gräbt auf ihrer Suche nach 'Lösungen' für die Probleme der Welt immer tiefer in das Weltliche, und findet denn auch selbstverständlich nur 'Lösungen' die kein Licht in sich tragen und deswegen nichts anders gebären als Kinder der Finsternis.

Da die Welt mit allen ihren Verlockungen und falschen Versprechen die Seelen in ihrem Bann zu halten weiβ, wird auf Gott, den groβen Gegenpol von allem Weltlichen und den groβen Stolperstein zu einer ungehemmten Befriedigung aller weltlichen Scheinbedürfnisse, als den Schuldigen für jegliches Elend gezeigt. Die Seele lässt sich von den Irrgedanken ihres Verstandes zu der Meinung verführen, Gott habe Seine Schöpfung vollkommen im Stich gelassen, und als logischer nächster Schritt zu der Überzeugung, es könne einfach keinen Gott geben. Wir sehen also die Geburt und das schnelle Aufblühen der Gottlosigkeit.

Es gibt einen Weg zurück: Sobald die Menschenseelen im groβen Stil alle ihre Mitgeschöpfe – Tiere ebenso wie Menschen – mit Respekt und aufrichtiger Liebe behandeln, und keine von ihnen mehr demütigen, wird das Vorhaben der Finsternis, Gottes Werke zu unterminieren und im unterschiedlichsten Elend unter zu tauchen, völlig gebrochen werden. So einfach ist es, denn dies ist das grundlegendste Göttliche Gesetz: Liebe bringt Licht und Frieden, Mangel an Liebe bringt Finsternis und Unfrieden in allen ihren Formen.

Das Erkennen und Verteidigen der Würde eines Mitgeschöpfes heiβt: so zu handeln, dass es für alle Geschöpfe und für Gott Selbst sichtbar wird, dass man dieses Mitgeschöpf als etwas Wertvolles betrachtet, und dass man die Gegenwart dieses Geschöpfes auf dem eigenen Lebensweg (sei es für eine kurze oder eine etwas längere Zeit, je nach den Verfügungen der Vorsehung) würdigt. Die einzige natürliche Einstellung, die zu einer Menschenseele passt – denn sie hat diese, und keine andere, von Gott eingegossen bekommen – ist jene, dass sie jedes Mitgeschöpf, auch jedes Tier, als Geschenk Gottes erkennt und sich von dessen Dasein und Gegenwart rühren lässt. Vergessen wir nie, dass auch jedes Tier auf unserem Lebensweg einen Knotenpunkt in diesem riesigen Netz der Schöpfung bildet, durch welches Gott Seine Liebe und somit das wahre Leben schickt.

Die goldene Regel für jede Beziehung, die eine Menschenseele zu einem Mitgeschöpf – Mensch oder Tier – eingeht und gestaltet, und für jeden Kontakt seitens einer Menschenseele mit einem Mitgeschöpf, lautet:

Gott erwartet von der Seele, dass diese an ihr Mitgeschöpf aus einem Herzen heraus herantritt, das in keinerlei Hinsicht eigenen Vorteil anstrebt, sondern nur bemüht ist, für das Mitgeschöpf etwas Positives zu bedeuten. Die Seele soll jedes Mitgeschöpf so behandeln, dass sie nach bestem Wissen und Gewissen sagen kann, dass sie für das Leben dieses Mitgeschöpfes irgendeinen positiven Unterschied gemacht hat.

Mit anderen Worten: Die Bilanz einer jeden Beziehung mit einem Mitgeschöpf soll positiv sein. Dies heiβt automatisch auch, dass alles Negative, was die Seele jemals einem Mitgeschöpf antut, zu ihm sagt, bezüglich des Mitgeschöpfes denkt oder fühlt, wieder gut gemacht werden soll. Wenn diese Wiedergutmachung nicht erfolgen kann, zum Beispiel deswegen, weil das Mitgeschöpf nicht mehr am Leben ist oder ein weiterer Kontakt in irgendwelcher Weise unmöglich geworden ist, soll diese aufrichtig aus dem Herzen heraus erfolgen, durch Gebet, Weihe der Beziehung an die Allerheiligste Jungfrau, und womöglich durch ausgleichende Aufopferungen, die eigens als Liebesakte dargebracht werden.

4.3. Die Wiederentdeckung der Liebe

Aus dem vorangehenden Punkt ergibt sich logischerweise, dass die Menschenseele wieder lernen muss, Gottes Liebe zu entdecken, die sich in so vielen Dingen auf ihrem Lebensweg bemerkbar macht, sogar in der kleinsten Blume, in einem streunenden Hund, in einer Hauskatze, in einem tanzenden Schmetterling, in einem Vöglein auf einem Zweig, usw.

Eine Seele, die sich reichlich an Gottes Liebe ernährt, betrachtet allmählich immer mehr die Schöpfung so wie Gott Selber diese betrachtet. Sie bekommt eine immer tiefere Erkenntnis vom wahren Wesen eines jeden Mitmenschen, eines jeden Tieres, einer jeden Pflanze oder Blume, und sieht in all dem was Gott sieht: Werke Seiner Liebe. Diese Seele spürt dadurch eine immer tiefere Liebe zu jedem Mitgeschöpf. Satan weiβ das alles auch, und hat aus diesem Grunde alles daran gesetzt, möglichst viele Menschenherzen zu schlieβen. In dem Maβe, wie der Mensch mehr aus dem denkenden Verstand heraus lebt, misst er in seiner Lebenswelt den Wert aller Dinge nur noch anhand des Ausmaβes, in welchem es seine stofflichen Bedürfnisse befriedigt. Innerhalb einer solchen Denkwelt ist kein Platz mehr für die Liebe, denn Liebe bringt kein Geld, keinen Besitz und kein Eigentum ein, und sobald auch Lebewesen mit Geld und Besitz verbunden werden, wird das Todesurteil der Liebe diesen Wesen gegenüber mithin auch unterschrieben. Aus diesem Grunde lässt sich zum Beispiel eine wahre Liebe zu den Tieren nicht leicht mit der Zucht von Tieren zum Schlachten, zum Verkaufen oder für den Leistungssport vereinigen.

Die Herrin aller Seelen wies in Ihrer Offenbarung vom 11. Juni 2007 darauf hin, wie riesig die Bedeutung einer makellosen Harmonie zwischen Menschenseelen und Tieren ist, ebenso wie jene der Durchströmung der Liebe zwischen ihnen, und Sie lässt diesbezüglich bemerken, dass die Welt mit vielen Milliarden von Tieren bevölkert ist, und dass der Lebensweg sehr vieler Millionen von Menschenseelen von Haustieren gekreuzt wird.

Zwischen Menschenseelen und Haustieren allein bereits vollziehen sich auf dieser Welt täglich viele Milliarden von Kontakten. Für den Gnadenstand der ganzen Menschheit macht es einen beträchtlichen Unterschied, wie viel Liebe bei diesen unzähligen Kontakten strömt, oder eben nicht.

Am 13. August 2007 sprach die Himmelskönigin Worte, die so aufsehenerregend sind, dass ich sie an dieser Stelle wortwörtlich wiederholen soll:

"Sage den Seelen, dass jede Handlung und jedes Wort aufrichtiger Liebe einem Tier gegenüber zur Wiederherstellung der so schwer gestörten Schöpfung beiträgt, ja, dass auch die Liebe gegenüber den Tieren die Gründung von Gottes Reich auf Erden voranbringt, weil Gott darin die ursprüngliche Harmonie wieder findet, die Er in die Schöpfung gelegt hat und die mit der Erbsünde verloren gegangen ist".

Es ist schon bemerkenswert, dass die Menschheit, die in den letzten Jahrhunderten ihre Kenntnisse von Wissenschaft und Technologie so sehr erweitert hat, trotz – ja, gerade wegen – der Erweiterung dieser Kenntnisse so wenig Fühlung mit dem Wesenskern und der unermesslichen Bedeutung und dem unermesslichen Wert der Liebe hat.

Aus diesem Grund ist es gar kein Zufall, dass die Himmelskönigin gerade in dieser Zeit die Wissenschaft des Göttlichen Lebens lehrt, welche im Grunde genommen die Seelen die Kunst lehrt, mit Gottes Liebe umzugehen und sie vollkommen fruchtbar für das eigene Heil und für die Vollendung von Gottes Werken zu machen.

Die Seele, die ihr Herz für ihre Mitgeschöpfe (Mensch und Tier) schlieβt, vergisst bald, dass diese Mitgeschöpfe, genauso wie sie selbst, Gefühle bzw. irgendwelche Formen von Empfindung aufweisen, und ebenfalls einen Bedarf an Liebe haben. Wenn die Seele ihre Mitgeschöpfe lieblos oder aber ohne jeglichen Respekt behandelt, verstöβt sie ernsthaft gegen das Grundgesetz Gottes, das es so vorgesehen hat, dass jedes Lebewesen Liebe braucht als Nahrung um seine Rolle innerhalb von Gottes Heilsplan erfüllen zu können, und dass deswegen jeder Seele die Verpflichtung obliegt, den Liebesstrom, den sie von Gott erhält, in sich zu verarbeiten und ungehemmt zu allen ihren Mitgeschöpfen weiter strömen zu lassen.

Die Liebe hat viele Gesichter. Anders ausgedrückt: Die Liebe äuβert sich durch zahlreiche verschiedene Kanäle. Die Herrin aller Seelen verglich bereits wiederholt das Ganze aller Tugenden mit einem Baum, von welchem die Liebe der Stamm ist und alle anderen Tugenden die Äste sind. Dieses Bild heiβt konkret, dass alle Tugenden aus der Liebe genährt werden, dass sie alle mit der Liebe verbunden sind und sogar aus ihr hervorkommen. Wenn wir also die Himmlische Vorschrift betrachten, die sagt, dass die Menschenseele mit den Tieren auf ihrem Lebensweg aus einer aufrichtigen Liebe heraus umgehen soll, heiβt dies konkret, dass sich die Menschenseele jedem Tier gegenüber in allen Tugenden üben kann und soll. Deswegen setzt der von Gott gewünschte Umgang mit Tieren die Anwendung von Tugenden wie Hilfsbereitschaft, Sorgsamkeit, Sanftmut, Geduld, Toleranz, Respekt usw. voraus.

Jedes Tier erfüllt einen eigenen Auftrag innerhalb von Gottes groβem Plan. Dadurch, dass die Menschenseele ein Tier pflegt, es mit Liebe umhegt, ihm Nahrung oder Unterkunft bietet, trägt sie zum Schaffen eines neuen Gleichgewichts innerhalb der schwer gestörten Schöpfung bei, denn aufgrund dieser Art und Weise des Umgangs lässt sie die wahre Liebe reibungslos strömen. Maria weist betont darauf hin, dass jeder Menschenseele die Verpflichtung obliegt, Gottes Liebe zu vertreten, nicht nur gegenüber ihren Mitmenschen, sondern auch gegenüber den Tieren.

Es gehört zu den wichtigsten Lebensaufgaben jeder Seele, ihrem Mitgeschöpf (Mensch und Tier) dabei zu helfen, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Wie groβ ist es in Gottes Augen, wenn eine Seele einer anderen Seele behilflich ist, sogar in kleinen Dingen. Genauso groβ, in manchen Fällen sogar noch gröβer, ist es in Gottes Augen, wenn eine Menschenseele sich selbst verleugnet damit es einem Tier besser geht. Der Grund liegt nicht nur in der Tatsache, dass dieses Tier dadurch in den Stand versetzt wird, seine Lebensaufgabe zu erfüllen, sondern auch darin, dass die Sorgsamkeit einer Menschenseele zugunsten eines Tieres eine Liebe bezeugt, die noch mehr Selbstverleugnung in sich trägt als die Sorgsamkeit einem Mitmenschen gegenüber:

  • Einem Mitmenschen gegenüber kann ja Menschenfurcht mit im Spiel sein (man tut etwas Bestimmtes in der Absicht, gewisse Reaktionen, Kommentare oder negative Gedanken zu vermeiden), oder man kann dem Mitmenschen eigennützig einen Dienst erweisen, weil dieser dann vielleicht seinerseits auch etwas Gutes tut, usw.

  • Einem Tier gegenüber allerdings, ist keine Rede von Furcht vor negativen Kommentaren, Gesichtsverlust, oder von der Erwartung, etwas Tastbares zurück zu bekommen. Wenn man also etwas Positives für ein Tier tut, ist die Chance gröβer, dass man dies aus uneigennütziger Liebe tut.

Die Menschenseele soll an den Bedürfnissen eines jeden Mitgeschöpfes interessiert sein. Wenn sie ihr Mitgeschöpf – Mensch oder Tier – auf eine 'gesunde' Weise beobachtet (d.h.: ohne jegliche krankhafte Neugier für weltliche Dinge) kann sie sehen lernen, wie dessen Verhalten auf bestimmte Bedürfnisse hinweist, hinsichtlich derer die Seele dann versuchen kann, dem Mitgeschöpf entgegen zu kommen. An den Bedürfnissen eines Mitgeschöpfes interessiert sein, heiβt zum Beispiel: die Tatsache berücksichtigen, dass Tiere drauβen im Winter zusätzliche Nahrung brauchen, dass Tiere in jeder Wetterlage frisches Wasser brauchen, aber auch, dass Tiere nicht nur von Nahrung und Wasser leben, sondern zu jeder Zeit Liebe brauchen. Wie oft glauben Menschenseelen, dass es ihrem Haustier an nichts fehlt wenn es über einen gefüllten Futternapf verfügt, während es allerdings des Wichtigsten entbehrt: Liebe, Aufmerksamkeit, und das Gefühl, dass seine Gegenwart geschätzt wird und dass es voll am Leben der Seele beteiligt ist, der es anvertraut worden ist.

Die Seele, welche die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse zum Hauptziel ihres Lebens und Handelns macht, betrachtet ihre Mitgeschöpfe leicht als Konkurrenten oder als Gegenstände, die nur dazu dienen, sie zu bereichern oder ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Diese Seele wird gefühllos oder lieblos. Leider wird auf dieser Welt diese Einstellung den Tieren gegenüber im groβen Stil gehegt. Dies kommt unter anderem in der weltweiten Blüte von Industrien zum Ausdruck, in welchen Tiere als Kaufware für die Nahrungskette, für das Bekleidungsgewerbe, für Sportzwecke und so viele andere Zwecke behandelt werden. Tiere werden auf dieser Welt im groβen Stil lediglich als Nahrungs- und als Einkommensquelle betrachtet.

4.4. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier

Gott hat Seine Schöpfung als ein ganzheitliches System vorgesehen, das heiβt: als ein organisiertes Ganzes, innerhalb dessen sämtliche Elemente unter einander verbunden sind, und in welchem das Zusammenwirken zwischen allen Teilen bestimmt wie zweckmäβig das Ganze funktioniert. "Wie zweckmäβig das Ganze funktioniert", ist hier zu verstehen als "in welchem Maβe das Ganze den letztendlichen Zweck, zu welchem es ins Leben gerufen worden ist, tatsächlich verwirklichen kann". In der Tier- und Pflanzenwelt folgt alles von Natur aus den Richtlinien von Gottes Intelligenz, die in jedem Lebewesen eingebaut sind. Dies heiβt, dass die Tiere und Pflanzen aus sich heraus Gottes Vorhaben entsprechend leben. Unzählige Abweichungen im Wachstum, in Verhaltensmustern usw. sind letzten Endes menschlichem Einschreiten zuzuschreiben:

  • sei es direkt: denken wir dabei hauptsächlich an Entwaldung, Umweltverschmutzung mit allen ihren Folgen, genetische Manipulation, regellose Jagd und Fischerei, Tierzucht für Handelszwecke, Ausrottung ganzer Tierarten, groβ angelegte Verstädterung und Industrialisierung usw.;

  • sei es indirekt: Es ist wenig bekannt, bzw. es wird selten berücksichtigt, dass sich alle Abweichungen im Wachstum, im Blühen, in der Entwicklung, Veränderungen der Art usw., die in der Welt der Pflanzen und Tiere in Erscheinung treten, zwar nach Mustern und in Zwischenschritten auswirken, die in den Bereichen der Biologie und Physik wieder erkannt werden, aber dass ihre allerersten Wurzeln, ihre Grundursache, spiritueller Art sind bzw. ist. Die Himmelskönigin hat dies bisher in mehreren Schriften nachweisen lassen, und betont es an dieser Stelle noch einmal.

In allen diesen Fällen ist die Rede davon, dass Gottes Intelligenz durch menschliches Einschreiten abseits gestellt wird. Gottes Gesetze bekommen seit der Erbsünde kaum noch die Gelegenheit, sich in der Natur auf nicht verunreinigte Weise auszuwirken. Solange die Menschenseele die Fülle von Gottes Liebe annimmt, funktioniert die Seele selbst als reiner Spiegel dieser Liebe für die ganze Schöpfung. Diese Göttliche Liebe, und somit das Göttliche Leben, strömt dann ungehemmt durch die Schöpfung, und alle Geschöpfe werden mit der Kraft der wahren Liebe genährt. Solange diese Kraft die steuernde Kraft innerhalb jedes Geschöpfes und zwischen allen Geschöpfen bleibt, lebt jeder Organismus genau gemäβ Gottes Intelligenz und Weisheit, und vollziehen sich auch alle Kontakte und Beziehungen zwischen allen Geschöpfen genau nach dieser Intelligenz und Weisheit. Durch die Erbsünde allerdings, verlor die Menschenseele ihre Fähigkeit um spontan die Fülle der wahren Liebe weiter strömen zu lassen.

Die Wachstums-, Blüte- und Entwicklungsprozesse in und zwischen allen Lebewesen haben dadurch Schaden erlitten, indem sie nicht länger die Fülle der Göttlichen Liebe in sich einbauen konnten. Dadurch bekamen Abweichungen in allen Lebensprozessen die Gelegenheit, sich zu entwickeln. Die unterschiedlichsten Abweichungen ebenso wie Krankheiten wurden dadurch ins Leben gerufen. Dasjenige, was uns die Evolutionslehre in der Biologie als 'natürliche Entwicklung' vor Augen zu führen versucht, sind in Wirklichkeit die Wirkungen der Sünde. Hätten die Lebewesen die Gelegenheit bekommen, ständig strikt gemäβ Gottes Intelligenz zu leben, so hätte es in der Natur keine einzige 'Evolution' gegeben, denn Gottes Intelligenz ist vollkommen und nicht an Zeit gebunden. Somit wurde von Gott für keinen einzigen Vorgang in und zwischen den Lebewesen irgendeine Änderung beabsichtigt. Der freie Wille der Menschenseelen, namentlich der falsche Gebrauch dieses freien Willens dadurch, dass sich die Seele für die Sünde und gegen Gottes Liebe entscheidet, hat diese Änderungen ins Leben gerufen. Wir wissen inzwischen, dass Gott nicht gegen den freien Willen der Menschenseelen verstöβt.

Tiere und Pflanzen verstoβen nicht aus sich selbst heraus gegen Gottes Gesetz, für diese Verstöβe ist einzig und allein der Mensch verantwortlich. Diese Verstöβe gegen Gottes Gesetz sind nichts anders als Sünden. Ich führe an dieser Stelle gerne die nachfolgende Begriffsbestimmung von 'Sünde' auf, so wie mich die Gottesmutter diese in Teil 3 der Sturmschriften aufzeichnen lieβ:

"Eine Sünde ist jede Handlung, jedes Wort, jeder Gedanke, jedes Verlangen oder jede Nachlässigkeit, wodurch wir Gottes Plan mit der Schöpfung entgegenwirken und die Harmonie und das richtige Funktionieren innerhalb der Schöpfung stören. Gott hat seine Schöpfung mit einer ganz bestimmten Harmonie geordnet, die durch das Göttliche Gesetz der Liebe geregelt wird. Jede Abweichung vom Gesetz der Liebe wird Sünde genannt, denn jede Sünde ist eine bestimmte Art von Verstoß gegen die Liebe".

Diese Begriffsbestimmung zeigt eindeutig, dass ein Trugschluss vorliegt wenn man glaubt, Seelen könnten sich nur im Rahmen ihres Verhaltens ihren Mitmenschen gegenüber versündigen. Jede Handlung, welche die gute Wirkung oder Harmonie innerhalb von Gottes Schöpfung stört, und wodurch Gottes Plan mit der Schöpfung entgegen gewirkt wird, ist eine Sünde, denn eine solche Handlung ist ein Verstoβ gegen die Liebe. Dies heiβt ganz konkret, dass der Mensch, der ein Tier oder sogar die Natur nicht gemäβ Gottes Absichten und dem Gesetz Seiner Liebe behandelt, im Stand der Sünde lebt. Die Herrin aller Seelen lässt diese These mit gröβter Betonung verkündigen, weil diese den Blick auf das Phänomen der Sünde viel weiter macht als jenen, welchen von den meisten Seelen gehandhabt wird.

Gott hat Sich die Schöpfung als ein in sich geschlossenes System gedacht. Ich habe nachweisen müssen, dass der Menschenseele die volle Verantwortung für jede Störung innerhalb dieses Systems obliegt. Die Seelen haben dieses System auf unzählige Weisen gestört. Die wichtigsten Wege, auf welchen sich die Störungen ausgewirkt haben, sind:

  • die Erbsünde: dieser einmalige Verstoβ, durch welchen die ersten Menschenseelen Gottes Gesetz der Liebe verletzt und den Bund ihres Gehorsams und ihrer Dienstbarkeit Seinen Plänen und Werken gegenüber gebrochen haben. Seitdem ist die Menschenseele nicht mehr 'automatisch' dazu imstande, Gott der Schöpfung gegenüber zu vertreten, d.h. Spiegel Seiner Liebe zu sein und Seine Liebesströme ungehemmt zu ihren Mitgeschöpfen flieβen zu lassen;

  • die 'lässlichen Sünden': Ich habe in früheren Schriften mehrfach darauf hinweisen müssen, wie sehr die Sünden der Menschheit das 'Verhalten' der Natur beeinflussen. Dies ist der Tatsache zuzuschreiben, dass durch jede Sünde ein Kanälchen innerhalb des Liebesstromes, der durch die Schöpfung flieβt, abgeschnitten oder zeitweise unwirksam gemacht wird.

  • jedes unmittelbare Einschreiten des Menschen in die 'natürlichen Entwicklungen' in der Natur. Ich wiederhole meine – selbstverständlich unvollständige – Auflistung: Entwaldung, Umweltverschmutzung mit allen ihren Folgen, genetische Manipulation, regellose Jagd und Fischerei, Tierzucht für Handelszwecke, Ausrottung ganzer Tierarten, groβ angelegte Verstädterung und Industrialisierung usw.

Ich habe wiederholt darauf hinweisen müssen, dass auch das Verhalten von Tieren unter einander (Aggression, Raubsucht...) nicht die Art ist, welche Gott von Natur aus für sie vorgesehen hatte, sondern dass auch diese Verhaltens- und Reaktionsmuster den unzähligen Fällen zuzuschreiben sind, in welchen Menschenseelen seit der Erbsünde gegen Gottes Gesetz der Liebe verstoβen haben, und dies noch täglich tun.

Die Menschenseelen allein – also nicht Gott, ebenso wenig wie die Tiere – sind für jede Abweichung gegenüber dem Gesetz der Liebe verantwortlich, die innerhalb der Natur feststellbar ist, also auch für jegliche Aggression und Raubsucht in der Tierwelt.

Der Menschenseele obliegt die Verpflichtung, die Harmonie innerhalb der Schöpfung wieder herzustellen. Dies ist nur in dem Maβe möglich, wie eine gröβere Anzahl von Seelen ein immer heiligeres Leben führen. Ich erinnere daran, dass 'Heiligkeit' im Grunde genommen heiβt: "in einer Verfassung befindlich, in welcher die Seele durch ihr ganzes Verhalten, alle ihre Worte, Gedanken, Gefühle, Wünsche und Bestrebungen Heil über die Schöpfung bringt". Die Bedeutung von liebevollen Beziehungen zwischen jeder Menschenseele und allen Tieren kann dabei unmöglich überschätzt werden.

Gott hat es so verfügt, dass es Tierarten geben sollte, die auβergewöhnlich dazu geeignet sind, mit den Menschenseelen zusammen zu leben. Diese Tierarten hat Er mit Verhaltensmustern versehen, durch welche sie zur Entfaltung der Tugendhaftigkeit der Menschenseelen beitragen können, mit denen sie in Berührung kommen oder mit denen sie ihren kleinen Lebensweg teilen werden.

Gott hat unzählige Tierarten erschaffen. Der Mensch kennt sogar heute noch nicht jede dieser Arten. Ein paar Millionen von Arten sind offiziell verzeichnet worden. Allerdings werden jährlich ein paar Tausend Gattungen neu entdeckt. Dabei hat alles was von Gott erschaffen worden ist, eine wohl umrissene Rolle  innerhalb des Ganzen zu erfüllen. Aus diesem Grunde hatte sich die Menschenseele, die – das sollten wir ständig vor Augen halten – von Gott als Seine 'Vertreterin' gegenüber der Schöpfung gedacht wurde, im Umgang mit den Tieren an zwei Grundregeln zu orientieren:

     1. Jede individuelle Menschenseele gilt den Tieren gegenüber als Vertreterin Gottes. Dies heiβt, dass sie in ihrem Umgang mit jedem Tier Gottes Eigenschaften zum Ausdruck bringen soll: bedingungslose Liebe, Milde, Toleranz, Geduld, Sanftmut, Sorgsamkeit, Verständnis, und grundsätzlich alle Tugenden. Dabei ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass jeder Mangel an Verständnis für die Eigenheit eines Tieres die Strömung der Liebe zwischen Geschöpfen blockiert oder aber in einem wechselnden Ausmaβ abbremst. Die Seele, die sich in einen Mitmenschen oder in ein Tier einfühlen kann, lernt gleichsam durch die Augen dieses Mitgeschöpfes dessen Lebenswelt zu betrachten, und versteht so viel besser wieso sich dieses Geschöpf auf eine bestimmte Art und Weise verhält. Es ist wichtig, dass sich der Mensch ständig vor Augen hält, dass jedes Tier sich so und nicht anders verhält aus zwei Gründen, welche die wichtigsten Faktoren darstellen, die sich gegenseitig beeinflussen:

  • weil es seine Verhaltensmuster von Gott eingeprägt bekommen hat: Er hat diese in jede Tierart eingeprägt, und hat auβerdem innerhalb von jeder Tierart von Individuum zu Individuum unendlich unterschiedliche individuelle Varianten vorgesehen;

  • weil diese von Natur aus vorgesehenen Muster durch unterschiedliche Faktoren direkten und indirekten menschlichen Einschreitens (siehe früher in diesem Punkt) beeinflusst worden sind.

     2. Gott bleibt Herr Seiner Schöpfung. Die Menschenseele ist lediglich Verwalterin. Ich erinnere an das bereits geschilderte Bild, in dem die Schöpfung als Park oder Naturschutzgebiet dargestellt wird, in welchem Gott der Besitzer ist, und die Menschenseele Parkwärterin, Aufseherin oder 'Ranger', die zur Aufgabe hat, dafür zu sorgen, dass alles makellos instand gehalten wird, dass der Fortbestand des Parks oder des Naturschutzgebietes versichert ist, und zwar unter den denkbar besten Umständen (in diesem Zusammenhang heiβt dies: vollkommen im Einklang mit Gottes Gesetzen). Grundsätzlich besitzt die Menschenseele die Tiere nicht, sie darf lediglich über sie verfügen, und zwar ausschlieβlich in der Art und Weise, wie Gott es will, das heiβt, im Hinblick auf die Verwirklichung Seines Heilsplans. Konkret heiβt dies, dass die Menschenseele nicht über das Leben eines Lebewesens verfügen darf, und diesem Letzteren kein Leid und keinen Schaden in egal welcher Form zufügen darf, sondern dafür zu sorgen hat, dass jedes Wesen innerhalb der Schöpfung unter allen Umständen Gottes Gegenwart spüren kann. Dies kann nur in einer Atmosphäre aufrichtiger Liebe erfolgen. Der Menschenseele obliegt die Verpflichtung, diese Atmosphäre zu erschaffen, durch ein Herz, dass vollkommen nach dem Rhythmus von Gottes Herzen schlägt.

In jedem Fall, in dem eine Menschenseele ein Tier tötet, ist Gott allein Richter über die Herzensverfassung, aus welcher heraus diese Handlung vorgenommen worden ist. In jedem Fall, in dem eine Menschenseele einem Tier Leid zufügt, wird sie ebenfalls von Gott gerichtet, der den Beitrag jeder Seele zum Vollbringen Seiner Werke nach dem Maβ der Liebe abmisst, das diese Seele bei jeder Handlung, in jedem Wort, in jedem Gefühl und in jedem Gedanken aufgebracht bzw. unterlassen oder sogar verleugnet hat. Es sind Fälle denkbar, in denen Gott die Menschenseele wegen dem Töten eines Tieres nicht streng richten wird. Die Gottesmutter gab mir die nachfolgende Nuance als Beispiel:

Wenn eine Menschenseele im Urwald oder in der Savanne von einer Schlange bedroht wird, und es gibt keinen einzigen anderen Ausweg, so wird Gott es ihr nicht als Sünde anrechnen wenn sie dieses Tier tötet. Wichtig ist die Herzensverfassung: tötet man die Schlange lediglich in Notwehr, so wird dies ohne weiteres vergeben. Tötet man die Schlange aus einer Einstellung eines 'Wildjägers', so ist die Tat durch Unreinheit des Herzens (eine Untugend) verunreinigt. Ich könnte es folgendermaβen erläutern: solange die Schlange keinen Anlass zur Annahme gibt, dass sie einen Angriff auf den Menschen im Sinn hat, darf der Mensch – wenn er vor Gott wirklich rein dastehen will – sie nicht ohne weiteres töten, noch sie dermaβen herausfordern, dass sie vielleicht trotzdem angreift. In allen Fällen gilt, dass Gott die Menschenseele nach ihrer Herzensverfassung während der Begegnung richtet. Maria weist auch darauf hin, dass die Tatsache, dass eine Seele von einem Tier angegriffen wird, an und für sich kein ausschlaggebender Grund ist, das Tier zu töten. Dazu muss es sich um einen Ausnahmezustand handeln, und auβerdem um ein gefährliches und bzw. oder unberechenbares Tier.

Bedenken wir bei all dem, dass die Menschenseele die Kenntnis von Gottes Gesetz der Liebe in sich eingegossen bekommen hat. Um diese Kenntnis in sich 'zugänglich' oder 'aktiv' zu erhalten, ist es notwendig, dass sich die Seele rein erhält. Reinheit heiβt: so zu handeln, denken, sprechen, fühlen und wollen, wie Gott dies von jeder Seele erwartet, und somit alles zu vermeiden, was die Seele verschmutzt und sie vom Stand der Heiligkeit entfernt. Dies alles heiβt mithin, dass sich jede Menschenseele vor die groβe Aufgabe gestellt sieht, eine möglichst groβe Reinheit anzustreben, damit sie imstande ist, unter allen Umständen zwischen demjenigen zu unterscheiden, was Gott gefällt, und demjenigen, was Ihm nicht gefällt, und sie nie die Sehnsucht danach verliert, ausnahmslos nichts als Liebe um sich herum zu verbreiten. Nur in dieser Einstellung kann die Menschenseele tatsächlich Gott in jedem Kontakt mit ihren Mitgeschöpfen vergegenwärtigen.

Die Menschenseele soll den Tieren gegenüber den Idealzustand anstreben, ein Spiegel von Gottes Gegenwart zu sein, so dass die Tiere in Gegenwart der Menschenseele Gott Selber nahe wissen. Konkret soll man sich dabei ein Verhalten und eine Einstellung vorstellen, die von den nachfolgenden Elementen geprägt sind:

Die Komponenten des Spiegels von Gottes Gegenwart:
  • bedingungslose Liebe
  • Sorgsamkeit – Interesse für die wahren Bedürfnisse des Mitgeschöpfes, zusammen mit Fürsorglichkeit
  • Sanftheit, Zärtlichkeit
  • Geduld
  • Toleranz
  • Wärme – Geborgenheit schenken
  • Licht – das Mitgeschöpf in eine umfassend positive Lebensatmosphäre hüllen
  • Hilfsbereitschaft
  • Gefühl und Takt
  • alle Angst und Unruhe wegnehmen
  • die Lebenslust fördern
  • Mut, Hoffnung und Trost bereiten
  • ein heilender Balsam fur das Herz sein
  • Verständnis und Respekt für das Mitgeschöpf und dessen Eigenheit
  • Verteidigung der Würde des Mitgeschöpfes

Diese Komponenten sind ebenfalls die Komponenten der wahren Liebe, denn Gott = die wahre Liebe. Ich werde diesen Überblick später näher erläutern.

Mensch und Tier spüren unbewusst stark die Nähe von Gottes Liebe wenn eine Seele mit ihnen umgeht oder aber in ihrer Nähe erscheint, in der die vorhin erwähnten Einstellungen voll wirksam sind.

Gott hat die Tiere aus Liebe zum Menschen erschaffen, damit der Mensch Freude an den Tieren hat und damit die Tiere als anders geartete Wesen dem Menschen zur Quelle der Belehrung in den Tugenden werden können. Die Seele kann die oben erwähnten Einstellungen durch den Umgang mit Tieren in einem sehr hohen Ausmaβ in sich zur Entfaltung bringen. Maria sagt dies ganz unmissverständlich. Dies heiβt ohne weiteres, dass der Mensch, der Tiere lieblos behandelt, wegen seines Verhaltens vor dem Antlitz des Göttlichen Richters zur Rechenschaft gezogen werden soll, da ihn Gott ja als Hüter der Schöpfung, und somit auch der Tiere, gedacht hat. Begreifen wir ganz richtig, dass Tiere deswegen auf unseren Weg gebracht werden, weil Gottes Vorsehung uns auch durch die Tiere durch einen Heiligungsprozess führen will. Dadurch, dass die Menschenseele oft eine gröβere Schranke überwinden muss bevor sie sich ganz den Bedürfnissen von Tieren widmen kann, als bevor sie sich ihren Mitmenschen widmet, ist das Verhalten einer Seele gegenüber Tieren für Gott oft der beste Gradmesser für den Entwicklungsstand der Seele im Bereich der Liebe.

Die Verantwortung der Menschenseele für alles, was in der Schöpfung, sogar in der Tierwelt, nicht richtig läuft, geht sehr weit. Bedenken wir nur die nachfolgenden Punkte, und halten wir uns dabei vor Augen, dass diese Auflistung bei weitem nicht vollständig ist:

  • wegen der Sünden der Menschen sind manche Tiere aggressiv. Dies gilt sowohl für den Einfluss der Sünden von Seiten der ganzen Menschheit aller Zeiten auf das Verhalten vieler wilder Tiere, als für den Einfluss der wenig liebevollen Einstellung von individuellen Seelen ihren Haustieren gegenüber. Jeder Mangel an Liebe erweckt die Finsternis. Ein Wesen, das lieblos behandelt wird, wird dadurch allmählich – manchmal auf einmal – unwirksam im Rahmen seiner Lebensaufgabe für Gott;

  • wegen der Sünden der Menschen gibt es unter Tieren in der freien Natur Raubsucht. Die Wissenschaft betrachtet dies als 'Instinkt'. Dies ist nur ein Bruchteil der Wahrheit: Die Himmelskönigin weist darauf hin, dass im Verhalten von Tieren ungeahnt vieles sich durch den verheerenden Einfluss der Erbsünde und der schrecklichen Sündenbürde der ganzen Menschheit seitdem geändert hat;

  • wegen der Sünden der Menschen ist das Verhältnis zwischen Menschen und Tieren so schwer gestört, dass viele Tiere kein Vertrauen zum Menschen haben, dass sie die Flucht ergreifen wenn sich ihnen ein Mensch naht, usw. Wenn wir bedenken, dass die Menschenseele von Gott als Behüterin der Schöpfung gedacht war, als Vertreterin Seiner Gegenwart und Seiner Werke zugunsten aller Geschöpfe, so ist diese Feststellung eine wahre Blamage an die Menschheit: kein einziges Lebewesen ist von Gott so programmiert worden, dass es in Gegenwart der wahren Liebe die Flucht ergreifen würde;

  • wegen der Sünden der Menschen essen viele Tierarten nur, oder überwiegend, Fleisch. Der Verzehr von Fleisch war ursprünglich für kein einziges Geschöpf vorgesehen. Gott hat jedes Geschöpf mit einem Körper versehen, als Werkzeug mittels dessen sich das Lebensprinzip – für den Menschen ist dies die Seele im engen Sinne des Wortes – durch die Schöpfung bewegen kann. Er hat es niemals so beabsichtigt, dass der Körper eines bestimmten Geschöpfes von einem anderen Geschöpf gegessen werden soll. Ich verweise diesbezüglich auch auf Antwortbrief Nr. 435, in welchem eindeutig die spirituellen Begründungen dargelegt worden sind, die gegen den Verzehr von Fleisch sprechen.

Aus der ganzen Ausführung des vorliegenden Manifestes bisher sollte sich jetzt bereits ergeben, dass die Beziehung zwischen Mensch und Tier für den Himmel auβerordentlich wichtig ist, und dass die Beziehungen zwischen Mensch und Tier für die Entwicklungen von Gottes Heilsplan viel wichtiger sind als die meisten Menschen glauben. Bereits der Prophet Jesaja sprach von der messianischen Ära, in welcher die ganze Schöpfung die vollkommene Harmonie zurückfinden wird. Diese Harmonie gab es, bis die Erbsünde begangen wurde.

Es gibt nur einen einzigen Weg zurück in eine vollkommene Harmonie zwischen allen Geschöpfen: jenen zu einer vollkommenen Blüte der wahren Liebe in jeder Menschenseele.

Im Grunde genommen ist diese Blüte der ganze Einsatz des Kampfes vom Licht gegen die Finsternis. Die Kraft hinter der Erbsünde ebenso wie hinter allen später begangenen Sünden ist Satan. Er ist es, der durch alle seine Werke die Liebe zu unterminieren versucht. Deshalb ist der Kampf gegen die Finsternis im Grunde genommen ein Kampf für die Vervollkommnung der Liebe in möglichst vielen Seelen.

Maria ruft die Menschheit auf zu einem vollkommen neuen, bedingungslos und ganz liebevollen Verhalten in Bezug auf die Tiere, und Sie betont immer wieder, wie sehr sich die Lebensatmosphäre auf Erden im günstigen Sinne verändern würde wenn die Menschenseelen den Tieren gegenüber tatsächlich Gott so vertreten würden, wie Er wirklich ist. Keine Menschenseele kann auf Erden ein makelloser Spiegel Gottes sein, aber trotzdem ist es jeder Seele gegeben, einen hohen Grad der Blüte in der wahren Liebe zu verwirklichen. Gerade damit wir dies erreichen können, werden uns die Geheimnisse der vollkommenen Weihe an Maria, Herrin aller Seelen, anvertraut. Es gilt somit, dass die Seelen Kanäle reiner Liebe werden.

Es ist nun wirklich die höchste Zeit, dass sich die Menschheit ernsthaft die Frage stellt, welchen Schaden sie den Wirkungen der Göttlichen Liebe dadurch zufügt, dass sie mit den Tieren so umgeht, wie sie dies zurzeit tut (im Handelsbereich, aber auch allzu oft in der Sphäre des Privatlebens). Die Liebe ist der Kraftstoff des wahren Lebens. Die Seele, die diesen verachtet oder ihn in ihrem eigenen Verhalten verleugnet, kann dies vor Gott nicht rechtfertigen. Alles, was von Gott erschaffen worden ist, trägt Elemente Seiner Liebe in sich. In vielen Geschöpfen werden diese Elemente gelähmt, unwirksam gemacht, in den unterschiedlichsten Weisen unterdrückt, oder getötet. Wehe der Seele, die Werke von Gott zu entstellen versucht. Also lautet Gottes Gesetz.

Kapitel 5

Spirituelle Bewertung des Leides, das Tieren zugefügt wird

5.1. Das allumfassende Bewusstsein Gottes und der Gottesmutter

Gehen wir mal vom Ausgangspunkt aus, der Gottes Stellungnahme bezüglich des Umgangs der Menschenseelen mit den Tieren verständlich macht: Gott verlangt von jeder Menschenseele, dass sie den Tieren gegenüber Seine Liebe, Seine Gegenwart und Seine Werke vertritt. Dies heiβt, dass die Menschenseele mit einem Tier so umgehen soll, dass das Tier in der Nähe der Seele das Gefühl hat, als wäre Gott Selbst da. Gott verlangt von der Menschenseele, dass sie die Tiere als Träger von Gefühlen betrachtet, als Besitz und Eigentum Gottes, und als vollwertige Kanäle durch welche Gott an der Gestaltung der Seele arbeitet. Aus diesem Grunde ist es in Gottes Augen eine Sünde, unter Umständen eine schwere Sünde, wenn eine Menschenseele mit einem Tier nicht so umgeht, wie Er Selber es tun würde, wenn sie einem Tier seine Würde raubt, es nicht bedingungslos liebevoll behandelt, und es nicht als dasjenige würdigt, was es in Wirklichkeit ist: ein Geschenk und ein Werkzeug Gottes.

Es ist sehr wichtig, uns ständig vor Augen zu halten, dass jedes Tier in der Schöpfung eine Rolle zu erfüllen hat, dass es aus diesem Grunde für Gott wichtig ist, und dass jeder Mangel an Liebe von Seiten einer Menschenseele einem Tier gegenüber die Strömung der Liebe und somit auch des Göttlichen Lebens durch die Schöpfung an einer gewissen Stelle ändert.

Wenn man das alles betrachtet, erkennt man wie es kommt, dass Jesus und Maria alle Liebe, aber ebenfalls alles Leid der ganzen Schöpfung uneingeschränkt nachempfinden können. Alles Leid, das Menschenseelen einander und Tieren zufügen, bildet ja das ewig dauernde Leiden Jesu und Mariä.

Jesus und Maria tragen in Sich ununterbrochen das Ganze der Gefühle eines jeden Geschöpfes in Herz und Körper. Es folgen die wichtigsten Gründe, wieso dies der Fall ist:

     1. Gott könnte sonst nicht den genauen Stand der Gnade und Ungnade einer jeden Seele feststellen und bewerten. Tatsächlich, für die Bewertung des genauen Standes der Gnade und Ungnade einer Seele ist es wichtig, dass Gott bis in alle Einzelheiten:

  • genau alles spüren kann, was der Mensch physisch, geistig und seelisch leidet: sonst könnte der erlösende Wert seiner Leiden und Prüfungen nie bestimmt werden, und könnte die Seele Gott dadurch betrügen, dass er Leiden vortäuscht. In diesem Falle würde Gott sogar die Entwicklung Seines Heilsplans von etwaiger Heuchelei von Menschenseelen abhängig machen;

  • genau alles spüren kann, was einem Mitmenschen oder einem Tier angetan wird.

Dieses Phänomen lässt sich als das allumfassende Bewusstsein Gottes bezeichnen.

     2. Jesus und Maria bleiben bis ans Ende der Zeit vollkommen in den 'Kreislauf' der Erlösung eingeschaltet.

Sie könnten nie Teile dieses Systems sein, wenn Sie nicht voll und ganz an den Wirkungen der gegenseitigen Beziehungen zwischen allen Geschöpfen beteiligt wären, bzw. wenn Sie diese Wirkungen nicht in Ihrem eigenen Wesen nachempfinden könnten.

In diesem Sinne lassen sich auch die nachfolgenden Worte verstehen, die sagen, dass Jesus Sein Kreuz für alle Zeiten trägt, und dass Maria für alle Zeiten über die Menschheit weint.

Noch genauer ausgedrückt: Jesus und Maria spüren jeden Schmerz, jedes Herzeleid, jede Ermüdung, jede Krankheit, die Wirkungen einer jeden Prüfung auf jeden menschlichen Körper, jedes menschliches Herz, jeden menschlichen Geist und jede menschliche Seele, weil Sie im Hinblick auf die Vollendung der Erlösung vollkommen mit jedem Lebewesen verbunden sind.

Durch ein Göttliches Mysterium können Jesus und Maria jedes physische, geistige und seelische Gefühl eines jeden Lebewesens gleichzeitig in Ihrem eigenen Wesen nachempfinden. Dies heiβt mithin, dass Sie nicht nur dasjenige nachempfinden, was in allen Menschen vorgeht, sondern ebenfalls all dasjenige, was in allen Tieren vorgeht. Dies bestätigt die Vollkommenheit der Göttlichen Fähigkeit, jede Menschenseele auf unfehlbare Weise zu richten. Tatsächlich, das Ganze der Verdienste, der Heiligkeit, der Fehltritte und der Unvollkommenheiten einer jeden Seele wird ebenfalls durch die Art und Weise bestimmt, wie sie mit den Tieren auf ihrem Lebensweg umgeht. Die meisten Seelen wissen nicht, bzw. berücksichtigen nicht, wie wichtig in Gottes Augen der Umgang mit den Tieren auf ihrem Lebensweg ist.

Ich habe bereits darauf hingewiesen, dass jedes Lebewesen – Mensch und Tier – Gottes Unterschrift in sich trägt. Alles ist von Gott ausgegangen. Jedes Geschöpf ist ein Wunderwerk Seiner Liebe. Verkennung der Würde eines Mitgeschöpfes – Mensch oder Tier – missachtet und verkennt somit die Quelle der Liebe und des Lebens selbst. Die Seele, die einem Mitmenschen oder einem Tier Leid zufügt, fügt Gott Leid zu. Schlägt man einen Mitmenschen, so schlägt man Gott. Dies gilt genauso sehr wenn das Opfer ein Tier ist, als wenn es sich um einen Menschen handelt.

Wer sein Mitgeschöpf – Mensch oder Tier – mit Sanftheit und Zärtlichkeit behandelt, bekleidet dieses Geschöpf mit Wolle. Wer sein Mitgeschöpf gefühllos und grob behandelt, treibt einen Nagel in dessen Herz, einen anderen in das Herz Gottes, und einen dritten in sein eigenes Herz, denn was man einem Mitgeschöpf antut (Gutes sowohl als Böses), tut man auch Gott an, und (dadurch, dass der Schöpfer und alle Geschöpfe unter einander verbunden sind), letztendlich auch sich selbst. Man kann es nicht überbetonen: der Mensch nimmt keine Handlung für sich alleine vor, spricht kein Wort für sich alleine, hegt keinen einzigen Gedanken und kein einziges Gefühl für sich alleine. Alles hat eine Rückwirkung auf die Schöpfung als Ganze, auf die Entwicklung von Gottes Heilsplan, und auf den Stand der Gnade oder der Ungnade der ganzen Menschheit, und entfaltet einen Bumerang-Effekt: es kehrt zur Quelle zurück. Die Seele, die Liebe sät, erntet Liebe, sie, die Finsternis und Leid sät, erntet Finsternis und Leid, dies alles in manchen Fällen und in bestimmten Formen bereits hier auf Erden, mit Sicherheit allerdings nach diesem Leben, vor dem Gericht Gottes.

5.2. Vom Bösen inspirierter Umgang mit Tieren

Ich habe bereits ausführlich auf die wichtigsten Motive hingewiesen, aus denen heraus Gott die Tiere erschaffen hat, ebenso wie auf die spirituelle Bedeutung der Anwesenheit der Tiere in der Schöpfung. Es ist also nicht nur wegen Gottes Gesetzes der Liebe, dass die Menschenseele liebevoll mit den Tieren umgehen soll: ein liebevoller Umgang mit den Tieren ist jeder Seele auβerdem von Natur aus eingeprägt worden. Trotzdem leiden viele Tiere durch die Hand von Menschen. Dies ist ein richtiger Gräuel in Gottes Augen: Tiere als Geschenke Seiner Liebe, werden verachtet. Die Herrin aller Seelen weist sehr betont darauf hin, dass jeder lieblose Umgang mit Tieren auf Gott so wirkt, als würde Ihm ein Geschenk Seiner Liebe voller Verachtung ins Antlitz zurück geschleudert. Die Menschenseelen berücksichtigen gewöhnlich nicht, dass jede schlechte Behandlung eines Tieres in ihrer Wirkung grundsätzlich einer schlechten Behandlung von Gott Selbst gleich kommt, dadurch, dass in einem schlecht behandelten Tier ein Werk Gottes misshandelt wird, und dadurch, dass Gott aufgrund Seines allumfassenden Bewusstseins (siehe Punkt 5.1) alles spürt, was jedes Geschöpf spürt und was jedem Geschöpf angetan wird.

Die Art und Weise, worauf eine Seele mit Tieren umgeht, zeigt Gott, in welchem Ausmaβ die Liebe in dieser Seele entwickelt ist. Wir dürfen niemals aus dem Auge verlieren, dass die Menschenseele nach diesem Leben aufgrund der LIEBE gerichtet wird, die sie aufgebracht hat! Dies gilt nicht nur für die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten (im Sinne von 'Liebe zum Mitmenschen') sondern ebenfalls für die Liebe zu den Tieren.

Ich habe in vielen früheren Schriften bereits darauf hinweisen müssen, dass sich Satan zum Ziel gesetzt hat, Gottes Werke zu entstellen und unwirksam zu machen. Da die ganze Schöpfung auf der Strömung der Liebe basiert, führt er seine Zerstörungswerke gerade dadurch aus, dass er die Seelen zu den unterschiedlichsten Abweichungen von der Liebe inspiriert. Jede Sünde ist deshalb eine Abweichung von der Liebe: egal gegen welche Tugend verstoβen wird, letzten Endes kommt jeder Verstoβ einem Verstoβ gegen die Liebe gleich, denn alle Tugenden sind Zweige am Baumstamm, der 'Liebe' heiβt. So inspiriert Satan die Menschheit jeden Tag zu vielen Millionen liebloser Handlungen gegenüber Tieren. Dies heiβt konkret, dass die Sündenbürde, die auf der ganzen Menschheit lastet, durch die Verstöβe gegen die Liebe den Tieren gegenüber allein bereits von Tag zu Tag beträchtlich wächst.

Die treibende Kraft hinter jedem lieblosen Umgang mit Tieren ist somit, genauso wie dies bei jeder Untugend und jeder Sünde der Fall ist, Satan. Man könnte sich die Frage stellen, was der Böse dabei zu gewinnen hat, wenn Tiere durch die Hand von Menschen leiden, wo ihn doch die Tiere an sich eigentlich nicht interessieren? Letzten Endes geht es ihm ja ausschlieβlich um Menschenseelen. Die Antwort lässt sich vor dem Hintergrund von all dem, was in dieser Schrift bereits nachgewiesen wurde, leicht erraten: Der Mensch kann sich durch sein Verhalten in Bezug auf die Tiere oft versündigen ohne sich dessen bewusst zu werden, dass er gerade Sünden begeht, denn 'es handelt sich bloβ um ein Tier'. Vergessen wir auβerdem nie, dass jedes Tier ein Punkt im Netz der Schöpfung ist, durch welchen Gottes Liebesstrom weiter flieβen muss.

Jedes lieblose Element im Verhalten einem Tier gegenüber stört einen kleinen Knotenpunkt in diesem Netz der Liebe. Was sind die Folgen einer solchen Handlung?

  • sie leistet den Plänen und Werken der Finsternis Vorschub

  • sie blockiert in vielen Punkten gleichzeitig die Werke des Lichtes

  • sie stört im groβen Stil die Beziehungen zwischen Gottes Geschöpfen.

Jede Zerrüttung in der Strömung von Gottes Liebe zwischen den Geschöpfen bringt den Bösen näher zu seinem letztendlichen Ziel (der Zerstörung der Grundlagen von Gottes Reich auf Erden und dem Sturz der Menschenseelen) und schiebt die Verwirklichung von Gottes letztendlichem Ziel auf (der Gründung Seines Reiches der vollendeten Liebe und des Friedens auf Erden). Jede lieblose Handlung einer Menschenseele einem Tier gegenüber bringt neues Elend auf die Welt herab.

Welchen Wert hat das Leiden der Tiere? Das Leiden von Tieren hat an und für sich keinen erlösenden Wert, weil die Tiere an sich auβerhalb des Göttlichen Heilsplans stehen, aber... die Tiere werden auf den Lebensweg von Menschen gebracht damit die Menschenseelen durch ihren Umgang mit Tieren vieles lernen, das ihnen helfen soll, die Vollkommenheit, die völlige Entfaltung als Seele zu erreichen. Ich erinnere an die im Punkt 4.4 aufgelisteten Komponenten des Spiegels von Gottes Gegenwart. Da Gott jede Menschenseele zur Aufgabe gesetzt hat, Spiegel Seiner Gegenwart der ganzen Schöpfung gegenüber zu werden, soll jede Seele auch in ihrem Umgang mit Tieren versuchen, jede der Komponenten dieses Spiegels in sich zur Entfaltung zu bringen. Das Leiden von Tieren ist an sich vollkommen sinnlos solange es nicht von Menschenseelen geweiht wird. Die Himmelskönigin ruft betont dazu auf, dass alles Leid von Tieren von möglichst vielen Menschenseelen inständig an Sie geweiht wird. Wenn dies nicht erfolgt, ruft es nur Finsternis auf die Welt herab. Wenn es geweiht wird, so wird diese Finsternis ausgeglichen, und kann sogar die Gnade losgekauft werden, Seelen zur Bekehrung zu führen, die es sich zu Schulden lassen kommen, Tieren Leid zuzufügen.

5.3. Kategorien des vom Bösen inspirierten Umgangs mit Tieren

Die Menschenseele kann mit einem Tier auf unterschiedliche Weisen umgehen. Es handelt sich dabei immer um Unvollkommenheiten, die mindestens zum Bereich der Untugenden, in vielen Fällen zum Bereich der Sünden gehören. Ich erinnere vollständigkeitshalber an die Begriffsbestimmung, welche die Herrin aller Seelen für Untugend und Sünden vermittelt:

Untugend = jede Gesinnung oder Handlung, welche die Fruchtbarkeit der Seele für Gottes Werke und für den Göttlichen Heilsplan verringert.

Sünde = jede Handlung, jedes Wort, jeder Gedanke, jeder Wunsch oder jedes Versäumnis wodurch die Seele Gottes Plan mit der Schöpfung entgegen wirkt und die Harmonie und ein richtiges Funktionieren innerhalb der Schöpfung stört. Gott hat Seine Schöpfung nach einer bestimmten Harmonie geordnet, die durch das Göttliche Gesetz der Liebe geregelt wird. Jede Abweichung vom Gesetz der Liebe wird als Sünde bezeichnet. Eine Seele begeht eine Sünde, wenn sie einer finsteren Eingebung nachgibt, aufgrund derer sie zu einer Abweichung von Gottes Gesetz angeregt wird.

Bei den beiden Ersten der nachfolgenden Kategorien haben wir es mit wahren Sünden zu tun, die unmittelbar gegen bestimmte Tiere begangen werden:

5.3.1. Misshandlung im wahren Sinn des Wortes

Wir kennen Misshandlung in unterschiedlichen Formen: Aggression, Folterung, physische und geistige Quälerei, usw. Ich werde hier keine konkreten Beispiele aufführen, wegen der einst von der Herrin aller Seelen vorgebrachten These, dass detaillierte Auflistungen von Werken der Finsternis einer Verherrlichung dieser Werke gleichkommen können.

Die Herrin aller Seelen definiert Misshandlung als "jedes Verhalten oder jede Wirkung eines Verhaltens von Seiten einer Menschenseele bezüglich eines Mitgeschöpfes, das bzw. die von Gottes Gesetz der Liebe abweicht, und wobei eines oder mehrere der nachfolgenden Elemente Anwendung finden:
  • das Wesen des Mitgeschöpfes wird zu einem Zweck benutzt, wozu Gott es nicht bestimmt hat;

  • das Wesen des Mitgeschöpfes wird auf eine Art und Weise behandelt, die beabsichtigt, dass Leiden entsteht, oder wovon die Menschenseele wissen muss, dass es beim Mitgeschöpf Leiden mit sich bringen kann;

  • dem Mitgeschöpf wird physischer, geistiger oder seelischer Schaden zugefügt, oder aber das Verhalten kann einen solchen Schaden mit sich bringen;

  • das Mitgeschöpf wird in seiner Würde als Geschöpf Gottes beeinträchtigt;

  • das Mitgeschöpf wird daran gehindert, seine von Gott vorgesehene Rolle innerhalb des groβen Planes Seiner Schöpfung zu erfüllen.

Satan inspiriert Menschenseelen zur Misshandlung von Tieren ebenso wie von Menschen in der Absicht, dass:

  • das Gesetz der Liebe verletzt wird, so dass Gottes Werke unterminiert und die Gründung Seines Reiches auf Erden aufgeschoben wird;

  • die schuldige Seele ihrem eigenen Stand der Gnade Schaden zufügt;

  • das misshandelte Geschöpf in seinem Glauben an die wahre Liebe erschüttert wird;

  • das misshandelte Geschöpf die Aufgabe, zu deren Erfüllung es auf der Welt ist, nicht mehr ungehemmt und bzw. oder nicht mehr in einer reinen Verfassung vollbringen kann".

Lassen wir die Begriffsbestimmung der Misshandlung mal analysieren, damit wir feststellen können, wie tiefgreifend dieses Phänomen ist:

  • Verhalten oder Wirkung eines Verhaltens: unter "Wirkung eines Verhaltens" sind die Fälle zu verstehen, wobei die sündhafte Behandlung auch ihre Auswirkungen erhalten kann ohne dass die Menschenseele physisch beim Mitgeschöpf anwesend ist. Ein kleines Beispiel: Es gibt Systeme durch welche ein Tier, zum Beispiel ein Hund, dazu gezwungen wird, physisch nahezu unbeweglich zu liegen, indem dem Tier bei jeder Bewegung ein elektrischer Strom zugeführt wird. Ein anderes Beispiel ist Wilderei, wobei Tieren schweres Leid zugefügt wird durch Vorrichtungen, in welchen diese Tiere eingefangen werden ohne dass im betreffenden Augenblick eine Menschenseele physisch zugegen zu sein braucht.

  • Verhalten, das von Gottes Gesetz der Liebe abweicht: Wir dürfen es so betrachten, dass Gottes Gesetz der Liebe durch das Ganze der Komponenten des Spiegels von Gottes Gegenwart verkörpert wird, so wie diese im Punkt 4.4. aufgelistet worden sind. In der Misshandlung ist von diesen Komponenten nichts wieder zu finden, weil in der Misshandlung Satan seine Werke der Finsternis voll zur Geltung bringt. Ich komme gleich ausführlicher darauf zurück.

  • Ein Zweck, wozu Gott das Mitgeschöpf nicht bestimmt hat: Dabei können wir an erster Stelle an Situationen denken, in welchen Tiere physisch erschöpft werden um menschliche Bedürfnisse zu decken. Tiere können zwar auf eine von Gott zugelassene Art und Weise als Hilfe bei bestimmten Werken eingesetzt werden, aber nur unter der Voraussetzung, dass sie dabei vom Menschen so behandelt werden, dass die sogenannten Komponenten des Spiegels von Gottes Gegenwart berücksichtigt werden, und auf keinen Fall nach einem Regime, das sie physisch erschöpft.

  • Behandlung auf eine Weise die beabsichtigt, dass Leiden entsteht: Hier befinden wir uns auf dem Gebiet des reinen Sadismus, mit Folterung, physischer und bzw. oder geistiger Quälerei. Die Menschenseele unterzieht das Mitgeschöpf dabei Handlungen, die vom Satan inspiriert werden, so dass sie vollkommen gegen alle Liebe verstoβen, und auf die Unterminierung und sogar die Vernichtung an Leib, Geist, Seele oder des emotionalen Gleichgewichtes ausgerichtet sind. Es werden Wirkungen bezweckt, die als Komponenten in sich tragen: Leiden, Schmerzen, Ängste, ein restloses Brechen der Eigenheit des Geschöpfes, ein Auslöschen des Lichtes im Geschöpf und das Brechen dessen Glaubens an die Liebe von Gott oder von seinen Mitgeschöpfen, und an die Existenz Gottes, Seine Gegenwart oder Seine Wirkung. Satan inspiriert hier zu Handlungen, die sich von Kenntnissen der Schwächen des Lebewesens im physischen und bzw. oder im geistigen Bereich bedienen, in der Absicht, dieses Wesen zu unterminieren, es von Gott zu entfernen und es zu vernichten. In bestimmten Fällen hat die Menschenseele mit diesem Verhalten nicht einmal klare Zielsetzungen vor Augen, und handelt sie aus einer unbezwingbaren Neigung heraus, innere Unzufriedenheit an ein Lebewesen auszulassen. Dabei liegt oft eine unbewusste Neigung vor, diese Unzufriedenheit auszugleichen:

    • durch den Anblick eines Mitgeschöpfes, dem alles Glück und jeglicher innere Friede geraubt wird. Man könnte es so ausdrücken, dass die misshandelnde Seele von der These ausgeht: 'wenn es mir nicht gut geht, so sorge ich dafür, dass es dir noch schlechter geht'. So scheint sich die misshandelnde Seele (bewusst oder unbewusst) unter allen Umständen über ihr Opfer erheben zu wollen, als wolle sie sich selbst zu einer Art von allmächtigem Gott erheben, wo sie allerdings alle Mittel Satans in Anwendung bringt, und sich vollkommen von ihm inspirieren lässt;

    • durch das Gefühl, dass man dieses Mitgeschöpf ungehemmt manipulieren kann.

Die Herrin aller Seelen weist darauf hin, dass sich die misshandelnde Seele sei es dauerhaft, sei es während der Phase der Versuchung, die sie zu ihrem Verhalten bringt, so vollkommen von Gott entfernt fühlt, dass sie sich ihrem Opfer gegenüber als einen strafenden Gott aufführt. In Wirklichkeit ist sie während der Misshandlung voll und ganz Werkzeug Satans in der vollen Auswirkung seines Planes zur Zerstörung der Liebe und zur Beschämung Gottes. Es ist dabei so, als würde sich die misshandelnde Seele eine eigene Welt erbauen, nach ihrer eigenen 'Gerechtigkeit', und in welcher sie selber der allmächtige Gott ist. Sie tut dies, damit sie ihre Frustrationen, ihre Unzufriedenheit und Enttäuschungen über den Lauf ihres Lebens frei und ungehemmt durch den Anblick eines Wesens ausgleichen kann, das ihrer freien Verfügung entsprechend unter ihre 'Gerechtigkeit' fällt und in dem sie nicht selten Gott Selbst treffen will. Gott ist ja derjenige, der ihr 'solch groβes Unrecht zugefügt hat'.
  • Handlung wovon die Menschenseele wissen muss, dass es beim Mitgeschöpf Leiden mit sich bringen kann: Sogar in dem Fall, wo das Mitgeschöpf während der Handlung kein ausgesprochenes Leid erfahren sollte, wird die misshandelnde Seele trotzdem von Gott als eine Seele betrachtet, die Leid zugefügt hat, weil ja die Absicht vorlag, Leid herbei zu führen. Die Herrin aller Seelen wies bereits früher darauf hin, dass Gott nach der Herzensverfassung und der von der Seele gehegten Absicht richtet, und zwar sowohl im Guten als im Bösen.

  • Es wird physischer, geistiger oder seelischer Schaden zugefügt, oder aber das Verhalten kann einen solchen Schaden mit sich bringen: Es kennzeichnet die Misshandlung, dass die Handlung beim Mitgeschöpf Verletzung oder Beschädigung an Körperteilen herbeiführt, Körperfunktionen hemmt oder zerrüttet, das Mitgeschöpf geistig und bzw. oder emotional ins Ungleichgewicht bringt, und oft im Kern seines Wesens (in der Seele für den Mitmenschen, im Lebensprinzip für das Tier) unterminiert. Es ist bereits dann von Misshandlung die Rede, wenn die Absicht vorliegt, dem Mitgeschöpf in seinem Wesen, sei es stofflich sei es nichtstofflich, zu schaden.

  • Das Mitgeschöpf wird in seiner Würde als Geschöpf Gottes beeinträchtigt: Misshandlung demütigt das Mitgeschöpf, und erfolgt in bestimmten Fällen sogar bewusst in der Absicht, das Mitgeschöpf zu demütigen. Ich erinnere daran, dass Demütigung immer eine der Hauptmotive in der Strategie Satans war. Es lag von Anfang an in seiner Absicht, Gottes Unterschrift aus allen Geschöpfen auszuradieren, sie in ihrer Eigenschaft als Werke von Gottes Liebe unkenntlich zu machen. Gerade deswegen verführt er ständig Menschenseelen zur Sünde – weil die Sünde eine Seele entstellt – und versucht er Menschenseelen dazu zu bringen, Tiere zu misshandeln, damit sich die Seelen dadurch versündigen, die Tiere darunter leiden, und die Strömung der Liebe unterbrochen wird. Wie könnte Satan die Werke Gottes besser unterminieren als dadurch, dass er Geschöpfe gegen einander aufstachelt, so dass sie sich gegenseitig die Liebe rauben und sich gegenseitig unwirksam machen? Diese teuflische Zerstörungslist wird von der Menschheit selten erkannt.

  • Das Mitgeschöpf wird daran gehindert, seine von Gott vorgesehene Rolle innerhalb des groβen Planes Seiner Schöpfung zu erfüllen: Misshandlung kann den Lebenslauf eines Geschöpfes gründlich ändern. Nicht nur wird der Körper des Geschöpfes oft in einer Weise gebraucht, der es nicht gewachsen ist, und wird das Geschöpf oft geistig zerrüttet und moralisch entmutigt, so dass die ganze Persönlichkeit sich verändern kann, aber Misshandlung hinterlässt auβerdem auch meistens Spuren, die das Geschöpf im Kern seines Wesens treffen: sehr oft verringert sich im Geschöpf Schritt für Schritt die Fähigkeit zu lieben, Liebe in sich aufzunehmen, Liebe anzunehmen, und an aufrichtige Liebe zu glauben. Das Geschöpf erlischt allmählich – in manchen Fällen ganz plötzlich – als Lichtpunkt und Knotenpunkt in Gottes Liebesstrom.

    Die Folge einer jeden Misshandlung eines Geschöpfes durch eine Menschenseele ist eine Blockade irgendwo im Strom der Liebe, den Gott durch die Schöpfung schickt. Die misshandelnde Seele ist dabei selber, entweder kurz und vorübergehend oder für lange Zeit, in Finsternis eingefangen, und löscht durch ihre Handlungen das Licht und das Feuer im misshandelten Geschöpf aus, so dass eine Bahn von Finsternis entsteht wo Gott eine Bahn von Licht beabsichtigt hatte. Dadurch, dass das Mitgeschöpf auf diesen Zustand gewöhnlich mit Gefühlen der Finsternis reagiert, und seinerseits immer weniger dazu imstande ist, Licht und Liebe um sich herum zu verbreiten, wird hier in vielen Fällen bald eine vielseitige Blockade im Liebesstrom herbei geführt.
    So baut Satan an seiner Kette von Finsternis.

Wir können uns die Frage stellen: Was bringt eine Menschenseele dazu, ein Mitgeschöpf zu misshandeln? Wie ich bereits andeutete: im Allgemeinen Gefühle der Unzufriedenheit, der Minderwertigkeit, des Hasses, und eine allgemeine Unreinheit des Herzens. Eine Seele, die wahrhaftig liebt und die wirklich an die Existenz Gottes und an die Realität Seiner Heilswerke durch die Prüfungen des Lebens glaubt, wird nicht zur Misshandlung kommen. Eine Seele, die fest im weltlichen Denken verwurzelt ist, wird früher oder später von der Welt enttäuscht, und kann darauf reagieren durch bestimmte Formen der Aggression, sadistische Neigungen, einen gewissen Zerstörungsdrang. Eine Seele, die fest an Gott glaubt und in welcher die Liebe wahrhaftig aufgenommen und benutzt wird, lässt ihre negativen Gefühle nicht an ihren Mitgeschöpfen aus, und wird von dem Willen getrieben, Liebe zu verbreiten: sie lebt dann aus dem Herzschlag von Gott Selbst heraus, der nicht zerstört und nicht quält, sondern liebt, hegt und pflegt.

Die misshandelnde Seele scheint jede Erkenntnis von der Tatsache verloren zu haben, dass ihre Mitgeschöpfe Lebewesen sind, die genauso wie sie selbst durch die Prüfungen des Alltags ihren Lebensauftrag zur Vollendung bringen sollen, oder – was noch schlimmer ist, und was auf eine noch gröβere Verblendung hinweist – dies ist ihr vollkommen gleichgültig. Dieses Letztere weist auf den Tod oder eine schwere Krankheit der Liebe in der Seele hin. Sie geht dadurch nämlich mit ihrem Mitgeschöpf so um, als handle es sich um einen  Gegenstand ohne Gefühle.

Um die Natur der Sünde besser fassen zu können, die in der Misshandlung wirksam ist, und auch besser die Unterschrift Satans darin zu erkennen, führe ich Sie mal zu den Komponenten des Spiegels von Gottes Gegenwart zurück, auch als Komponenten der wahren Liebe bezeichnet, diesmal im Vergleich zu ihren Gegensätzen:

Komponenten des Spiegels von Gottes Gegenwart Komponenten der Gegenwart Satans

bedingungslose Liebe

alles, was die Seele tut und anstrebt, hat ausschlieβlich zum Ziel, Gottes Werke und das Wohl des Mitgeschöpfes zu fördern

 

Lieblosigkeit

alles, was die Seele tut und anstrebt, hat ausschlieβlich zum Ziel, Gottes Werke zu unterminieren, dem Mitgeschöpf sein Glück zu rauben und es vom Glauben an Gottes Liebe loszuschneiden

Sorgsamkeit – Interesse für die wahren Bedürfnisse des Mitgeschöpfes, zusammen mit Fürsorglichkeit

die Seele interessiert sich für das Mitgeschöpf in der einzigen Absicht, ihm optimal dienen zu lernen. Sie will ausfindig machen, wie das Mitgeschöpf funktioniert und was seine Schwächen sind, in der Absicht, es in einer optimalen Weise erheben und zum Blühen bringen zu helfen.

 

 

 

die Bedürfnisse des Mitgeschöpfes missbrauchen als Schwächen, die es verletzlich machen

die Seele neigt dazu, nach den Schwächen des Mitgeschöpfes zu suchen in der Absicht, es möglichst zweckmäβig verletzen zu können, es völlig unwirksam machen oder es auf jeder Ebene brechen zu können – darauf basiert u.a. das ganze Konzept des Folterns und der Behandlung von Häftlingen in totalitären Regimen, in der Absicht, das Regime für seine Gegner unantastbar zu machen und zur gleichen Zeit latente Frustrationen seiner Anhänger durch ein eigenes System der 'Gerechtigkeit' ausgleichen zu können.

Sanftheit – Zärtlichkeit

die Seele geht spontan mit dem Mitgeschöpf um wie mit einem zerbrechlichen Wesen, das sie um jeden Preis erhalten möchte, weil sie es als Gottes Werk und Eigentum betrachtet.

Grobheit im Umgang

die Seele behandelt das Mitgeschöpf auf brutale Weise, als wäre es ein lebloser Gegenstand, ohne jedwede Rücksicht und ohne jegliche Einfühlung in das Herz des Mitgeschöpfes.

Geduld

die Seele gönnt dem Mitgeschöpf die Zeit, sich an sie anzupassen, und sucht gemeinsam mit dem Mitgeschöpf nach Umgangsweisen, bei denen sich die beiden wohl fühlen und vollkommen spontan auf einander reagieren können. Die Seele befiehlt nicht, sie lädt ein.

Ungeduld

die Seele unterzieht das Mitgeschöpf bestimmten Regeln, die nur ihr persönlich passen, und duldet nicht, dass diese nicht sofort ihren Erwartungen gemäβ befolgt werden. Durch ihre Verspannung erdrosselt sie das Mitgeschöpf im Mittelpunkt dessen Wesens.

Toleranz

die Seele kann sich damit abfinden, dass das Mitgeschöpf nicht in allem so ist oder reagiert wie sie selbst, und sucht liebevoll nach der besten Grundlage für ein Zusammen-Leben, weil sie das Mitgeschöpf so respektiert, wie es ist.



Intoleranz

jeder festgestellte Unterschied zwischen der Seele und dem Mitgeschöpf erweckt bei der Seele Protest, so dass zwischen den beiden eine unsichtbare Mauer aufgezogen wird. Die Eigenheit des anderen wird für jede Hemmung in der Beziehung verantwortlich gemacht, und wird als die Quelle des 'Elends' zwischen den beiden Parteien identifiziert.

Wärme – Geborgenheit schenken

jede Anwesenheit der Seele scheint das Mitgeschöpf in einen warmen Mantel zu hüllen, so dass sich das Mitgeschöpf bei der Seele richtig gut, sicher und entspannt fühlt.

Kälte, unbehagliche Gefühle um sich herum verbreiten

jede Anwesenheit der Seele erfüllt das Mitgeschöpf mit Unbehagen, wodurch es sich nicht wirklich sicher fühlt, und jeder spontane Liebesstrom zum Stillstand zu kommen scheint. Das Mitgeschöpf fühlt sich in der Nähe der Seele blockiert.

Licht – das Mitgeschöpf in eine umfassend positive Lebensatmosphäre hüllen

die Seele scheint Licht um sich herum zu strahlen, so dass das Mitgeschöpf sich bei ihr ganz entspannt fühlt, indem eine Atmosphäre vollkommener Offenheit die Beziehung beherrscht: es stellt sich heraus, dass es für das Mitgeschöpf keinen einzigen Grund zur Unruhe oder Furcht gibt.

Finsternis – dem Mitgeschöpf das Gefühl vermitteln, dass es in eine dunkle Wolke gehüllt wird, die sie bedrängt

die Gegenwart der Seele erweckt im Mitgeschöpf Gefühle des Unwohlseins, der Unbequemlichkeit oder Verspannung an Leib und bzw. oder Seele; die Seele hat auf das Mitgeschöpf die Wirkung als ob sie das Letztgenannte von Gott trennt, und ihm alle Freude und Hoffnung nimmt.

Hilfsbereitschaft

die Seele betrachtet es als eine Pflicht der Liebe, sich ihrem Mitgeschöpf ganz hinzugeben, ihm unter allen Umständen beizustehen, so dass es seine eigene Lebensaufgabe vollkommen ausführen kann.

Selbstsucht und Gleichgültigkeit

die Seele interessiert sich keineswegs für die Bedürfnisse und Nöte des Mitgeschöpfes. Dieses Letztgenannte muss sich schon alleine durchschlagen und kann nicht mit irgendwelchen Mitgefühlen von Seiten der Seele rechnen.

Gefühl und Takt

die Seele berücksichtigt ständig die Gefühle ihres Mitgeschöpfes, und behandelt es behutsam, so dass es zu seiner Zeit mit der Seele vertraut werden kann. Zum Beispiel: die Seele streckt einem Tier ganz langsam die Hand entgegen, so dass dieses das Gefühl bekommt, eine entgegen gestreckte Hand kann nur etwas Gutes bedeuten.

Gefühllosigkeit, Taktlosigkeit

die Seele berücksichtigt die Gefühle des Mitgeschöpfes nicht, so dass dieses Letztere ganz leicht verletzt wird und der Seele gegenüber kaum oder gar kein Vertrauen bekommt. Die Seele handelt dadurch ohne jegliche Hemmung, so dass auch Misshandlung von der Seele selbst nicht als solche erkannt wird.

alle Angst und Unruhe wegnehmen

Es ist der Seele wichtig, dass das Mitgeschöpf bei ihr entspannt ist. Sie spricht zum Beispiel ganz leise zu jedem Tier auf ihrem Weg, um den Liebesstrom instand zu erhalten, und dafür zu sorgen, dass das Tier sich traut, spontan sich selber zu sein und die Seele als Freund betrachten kann.

Angst und Unruhe erwecken

die Seele verhält sich – oft bewusst – in einer Angst erregenden Weise, oft als Ausdruck eines Geltungsdrangs, so dass das Mitgeschöpf am Liebsten ihrer Anwesenheit entflieht. Es ist ihr nichts daran gelegen, dass das Mitgeschöpf sie nicht als Freund betrachten kann.

die Lebenslust fördern

die Gegenwart der Seele erweckt im Mitgeschöpf neue Lebenslust, neue Kraft. Dadurch gelingt es der Seele, das Mitgeschöpf dazu in den Stand zu versetzen, trotz Prüfungen seinen Lebensweg in der bestmöglichen Weise fortzusetzen. Dadurch wird der Liebesstrom im Mitgeschöpf angekurbelt.

alle Lebenslust nehmen

das Verhalten der Seele, gegebenenfalls sogar bereits lediglich ihre Gegenwart, wirkt auf das Mitgeschöpf lähmend, als ob in diesem Letzteren das Leben zum Stillstand kommt. Das Mitgeschöpf hat es dadurch schwer, seine Lebensaufgabe zu vollbringen, denn es ist als ob es bald nicht mehr wirklich lebt, sondern mechanisch durch die Zeit hin geschleppt wird.

Mut, Hoffnung und Trost bereiten

die Seele ist bestrebt, das Mitgeschöpf unter allen Umständen zu ermutigen und ihm in allem zu helfen, das Licht zu finden.



entmutigen, alle Hoffnung auf Glück nehmen

die Seele ist im Handeln und Sprechen darauf ausgerichtet, im Mitgeschöpf negative Erwartungen zu erwecken und es davon zu überzeugen, dass eine aussichtslose Finsternis alles beherrscht.

ein heilender Balsam für das Herz sein

die Seele verhält sich solchermaβen, dass im Mitgeschöpf Verletzungen, Traumata, Trübsal und Herzeleid dadurch viel schneller heilen, dass sie das Mitgeschöpf ganz für die Liebe öffnet und es völlig in Liebe untertaucht, so dass es sich geschätzt fühlt.

Kummer, Schmerz und Herzeleid zufügen

die Seele ruft im Mitgeschöpf Herzeleid oder Verletzungen hervor. Dies kann durch viele unterschiedliche Verhaltenselemente oder Worte, Mangel an Takt oder absichtliche Beleidigung erfolgen.

Verständnis und Respekt für das Mitgeschöpf und dessen Eigenheit

die Seele behandelt das Mitgeschöpf als ein Wesen, das aus Gottes Hand kommt und Liebe braucht, egal wie es aussieht oder welche Eigenschaften oder Merkmale es aufweist, so dass dieses Geschöpf sich nicht nach der Art betrachtet oder bewertet fühlt, zu welcher es gehört.




das Mitgeschöpf entwürdigen und demütigen

die Seele macht dem Mitgeschöpf gegenüber keinen Hehl daraus, dass sie es verachtet, verspottet oder sonstwie ihm gegenüber negative Gefühle oder Einstellungen hegt wegen der Tatsache, dass es bestimmte Merkmale aufweist. Z.B. die spürbar negative Einstellung gegenüber einem Mitmenschen einer anderen Rasse oder gegenüber manchen Tiergattungen (Schwein, Hund mit einem ungewöhnlichen Äuβeren, usw.)

Wie kann eine Menschenseele TIEREN gegenüber, Gott oder im Gegenteil den Bösen vergegenwärtigen? Füllen wir jetzt dieselbe Tabelle mit einigen konkreten Beispielen aus, zur Erläuterung (es würden sich unendlich viele Beispiele finden lassen):

Komponenten des Spiegels von Gottes Gegenwart Komponenten der Gegenwart Satans

bedingungslose Liebe

Beispiel: jedes Verhalten oder jede Handlung, die aus der Verfassung oder Einstellung hervorkommen, in welcher der Mensch eher sich selbst vollkommen vergisst als dass er zulassen würde, dass ein Tier auch nur des Geringsten entbehrt.

Lieblosigkeit

Beispiel: jedes Verhalten, wobei ein Tier auf eine Art und Weise behandelt wird, die Gleichgültigkeit und Mangel an Erkenntnis davon verrät, dass ein Tier kein lebloser, gefühlloser Gegenstand ist.

Sorgsamkeit – Interesse für die wahren Bedürfnisse des Mitgeschöpfes, zusammen mit Fürsorglichkeit

Beispiel: In der Winterkälte Vögel oder streunende Tiere mit Nahrung versehen. Diese Tiere hängen in hohem Maβe von Menschen ab, die bereit sind, dasjenige was sie haben, mit ihnen zu teilen oder etwas von ihren finanziellen Mitteln auf Nahrung für sie zu verwenden.

anderes Beispiel: die Bereitschaft, ein verletztes Tier zu pflegen, sogar wenn man ihm auf der Straβe oder in der Natur begegnet, und man somit kein persönliches Interesse an diesem Einsatz für dieses Tier hat.

anderes Beispiel: wahres Interesse für typisches Verhalten eines jeden individuellen Tieres mit welchem man öfter Kontakt hat, so dass man zweckmäβig darauf reagieren kann, zum Beispiel: es gibt Tiere, die einen Menschen starr ansehen wenn sie Nahrung brauchen... Nur wenn man diese typischen Eigenheiten kennt, kann man dem Tier dienen.

die Bedürfnisse des Mitgeschöpfes missbrauchen als Schwächen, die es verletzlich machen

Beispiel: jedes Verhalten, das bewusster und absichtlicher Quälung eines Tieres gleichkommt.

anderes Beispiel: ein Tier dadurch zur Folgsamkeit zu zwingen versuchen, dass man es abhängig macht, z.B. dadurch, dass man ihm Dinge entzieht, die es braucht (Nahrung, Wasser, usw.).

anderes Beispiel: Nahrung als Köder benutzen, um Tiere in eine Falle zu locken (wie dies u.a. beim Wildern erfolgt); die Gottesmutter weist darauf hin, dass das Aufstellen von Fallen, die töten oder verletzen, zum Beispiel für Mäuse, im Himmel sehr bedauert wird.

 

 

 

 

 

Sanftheit – Zärtlichkeit

Beispiel: ein Tier sanft streicheln; wenn man es an der Leine führt, dies auf eine solche Weise tun, dass das Tier nicht das Gefühl bekommt, der Mensch sei ihm völlig feindselig.





Grobheit im Umgang

Beispiel: ein Tier schlagen oder treten, es anschreien, unsanft mit der Leine umgehen usw. Maria weist darauf hin, dass ein Mitgeschöpf (Mensch oder Tier) zu treten, in Gottes Augen als eine groβe Demütigung dieses Geschöpfes gilt, wodurch sich der Täter ebenfalls einen Akt des Hochmuts und der tiefen Verachtung gegenüber einem Werk Gottes zu Schulden lassen kommt.

Geduld

Beispiel: verständnisvoll und ruhig zu einem Tier sprechen oder sanft mit ihm umgehen, auch nachdem es nicht so reagiert hat, wie man es von ihm verlangt hat.

Ungeduld

Beispiel: gleich ein Tier anschreien oder aber ihm Schmerzen zufügen wenn es sich nicht sofort so verhalten hat, wie man es von ihm verlangt hat.

Toleranz

Beispiel: es ertragen, dass ein Tier seinem angeborenen Instinkt gemäβ handelt, auch wenn dies unter Umständen nicht leicht ist, z.B. das Bellen eines Hundes.



Intoleranz

Beispiel: lieblos gegen ein Tier auftreten nachdem es etwas beschmutzt oder beschädigt hat; unsanft zu einem Hund sprechen nachdem dieser gebellt hat; mürrisch sein weil man morgens von Vogelgesang aufgeweckt worden ist; auf Vögel schieβen weil diese sich im Garten niederlassen...

Wärme – Geborgenheit schenken

Beispiel: ein Tier aufrichtig mit Liebe umhegen, es dann und wann sogar mal sanft umarmen, so dass es eine eindeutige Durchströmung von Liebe und Wärme spüren kann. Wenn sich ein Tier bei einem Menschen geborgen fühlt, sucht es in der Gefahr oder wenn es unruhig ist, auch die Nähe dieses Menschen, weil dieser Mensch dann Beschützung verkörpert.

Kälte, unbehagliche Gefühle um sich herum verbreiten

Beispiel: jedes Verhalten, jeder Sprechton, jeder Gesichtsausdruck wodurch man in einem Tier Gefühle der Bedrohung oder der Feindseligkeit hochkommen lassen kann; mit Abneigung oder anderen negativen Gefühlen vor einem Tier dastehen, zu ihm sprechen oder es anschauen.

Licht – das Mitgeschöpf in eine umfassend positive Lebensatmosphäre hüllen

Beispiel: sich Tieren immer wieder aus einer solchen Herzensverfassung heraus nähern, dass diese sich in Gegenwart der betreffenden Seele gleichsam automatisch sicher, ruhig und geliebt fühlen.



Finsternis – dem Mitgeschöpf das Gefühl vermitteln, dass es in eine dunkle Wolke gehüllt wird, die sie bedrängt

Beispiel: jede Einstellung, wodurch das oben Angeführte immer wieder vorkommt, wie ein festes Verhaltensmuster oder eine feste Einstellung gegenüber den Tieren, so dass diese die Gegenwart der betreffenden Menschenseele automatisch als bedrohlich und feindselig empfinden.

Hilfsbereitschaft

Beispiel: einem Tier hilfreich die Hand strecken wenn man bemerkt, dass es Schwierigkeiten hat, z.B. Nahrung oder Wasser in die Nähe eines geschwächten Tieres stellen; ein Tier das sich in etwas verfangen hat, befreien helfen

Selbstsucht und Gleichgültigkeit

Beispiel: ein eigenes Haustier in extremen Wetterbedingungen drauβen liegen lassen während man selber nur an die eigenen Nöte denkt; vergessen, ein eigenes Haustier ausreichend mit Nahrung oder frischem Trinkwasser zu versehen.

Gefühl und Takt

Beispiel: einem Tier die Gelegenheit schenken, sich sehr vorsichtig an die eigene Person gewöhnen zu lernen, indem man sich ihm ganz sanft nähert und ihm sehr vorsichtig die Hand entgegen streckt, es ihm ermöglicht, ruhig zu schnuppern (viele Tiere speichern durch Düfte Informationen über ihre Mitgeschöpfe, so dass sie diese nachher schneller wieder erkennen), es nur ganz sanft berühren, und nicht zu laut sprechen.

Gefühllosigkeit, Taktlosigkeit

Beispiel: sich einem Tier in einer solchen Weise nähern, dass dieses sich automatisch bedroht fühlt, zum Beispiel durch stürmisches Verhalten, lautes Sprechen oder Lärm, plötzliche Bewegungen; einem Tier etwas zum Essen vor die Nase stellen, das von diesem Tier nicht als Nahrung wieder erkannt wird oder für dieses Tier gewöhnlich nicht als Nahrung gilt, oder wovon es krank werden kann.

alle Angst und Unruhe wegnehmen

Beispiel: ein Tier durch sanftes Sprechen oder Streicheln beruhigen wenn es sich bedroht oder ängstlich fühlt wegen Feuerwerk, Gewitter, usw.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angst und Unruhe erwecken

Beispiel: ein Tier, das in einem Käfig oder Zwinger sitzt, und sich somit gegen den betreffenden Menschen wahrscheinlich nicht wehren kann, aufstacheln, durch Lärm oder ungewöhnliches Verhalten usw. einschüchtern oder verängstigen, das Tier oder seine Bleibe mit Gegenständen bewerfen...

anderes Beispiel: in der Nähe eines Tieres Bewegungen machen, die es nicht erwartet, oder laut schreien, irgendwelche Sprengstoffe explodieren lassen (auch jene, die 'zum Spaβ' benutzt werden), Feuerwerk anzünden.

anderes Beispiel : die angeborene Neigung eines Hundes missbrauchen, nach Tieren zu jagen, indem man den Hund gegen ein anderes Tier aufstachelt (Wild während der Jagd, Mäuse usw...).

die Lebenslust fördern

Beispiel: dann und wann mal in aller Sanftheit einfach mit einem Haustier spielen, so dass es sich ganz aufgenommen fühlt und spürt, dass es für die Menschenseele etwas bedeutet.

 

alle Lebenslust nehmen

Beispiel: ein Tier so intensiv und bzw. oder so lange und wiederholt quälen, dass es jedes Vertrauen zum Menschen verliert und langsam dahin siecht: das Tier kann den Appetit verlieren, apathisch werden, uninteressiert werden, sich gleichsam in eine eigene Welt zurückziehen.

Mut, Hoffnung und Trost bereiten

Beispiel: ein Tier auch bei Krankheit oder Verletzung spüren lassen, dass es einem nicht gleichgültig ist, ohne jegliche Aufdringlichkeit (das Tier soll immer das Gefühl einer gewissen Freiheit und Atemraum bewahren).

entmutigen, alle Hoffnung auf Glück nehmen

Beispiel: ein Tier während langer Zeit einsperren oder es so behandeln, dass es im Menschen nie eine Quelle von Liebe, Geborgenheit und Licht sehen kann; ein Haustier so weitgehend ausschlieβen, dass es nie wirklich am eigenen Leben Anteil hat (Haustiere können moralisch darunter leiden).

ein heilender Balsam für das Herz sein

Beispiel: sich einem Tier, das durch lange andauernde lieblose Behandlung niedergeschlagen oder apathisch geworden ist, mit soviel Sanftheit, zärtlicher und aufrichtiger Liebe in Wort und Tat nähern, dass in diesem Tier das Vertrauen zur Liebe und zur Menschenseele langsam wiederher gestellt werden kann.

Kummer, Schmerz und Herzeleid zufügen

Beispiel: vor den Augen eines hungrigen Tieres essen, und den Zeichen seines Bedürfnisses an Nahrung keine Aufmerksamkeit schenken. Das Tier kann sich dadurch wahrhaftig vom Herzen der betreffenden Seele losgerissen fühlen.

Verständnis und Respekt für das Mitgeschöpf und dessen Eigenheit zeigen

Beispiel: sich einem Tier gegenüber so verhalten, dass es sich so akzeptiert fühlt, wie es ist (das Tier spürt dann beim Menschen eine vollkommene Aufgeschlossenheit, und wird dann leichter Vertrauen aufbringen).

das Mitgeschöpf entwürdigen und demütigen

Beispiel: einem Tier den Schwanz oder die Pfote ziehen usw.; ein Tier wegen seines Äuβeren auslachen (wenn dies wirklich in einer Form der Verspottung erfolgt, spüren viele Tiere dies!)


Die goldene Regel lautet in Grunde genommen einfach so: Die Menschenseele soll sich jedem Tier gegenüber so verhalten, und sich ihm in einer solchen Herzensverfassung nähern, dass das Tier die Seele bedingungslos als Freund empfinden und betrachten kann.

Es ist von gröβter Wichtigkeit, darauf hinzuweisen, dass Misshandlung eines Tieres die misshandelnde Seele in Gottes Augen nicht nur diesem spezifischen Tier gegenüber schuldig macht, sondern auch Gottes Heilsplan als Ganzem gegenüber. Durch Misshandlung kann ein Tier apathisch, verängstigt, aggressiv, deprimiert, verunsichert, neurotisch oder lebensmüde werden, dauerhaft physisch leiden, usw. Es verliert dadurch seine Kraft als Lichtpunkt im Netz der Schöpfung, durch welches Gottes Liebe strömt. Das Tier beeinflusst dadurch ungewollt im negativen Sinne sämtliche Kontakte, die es noch mit anderen Tieren und Menschen hat und haben wird. Ein misshandeltes Tier kann das Vertrauen allen Menschenseelen gegenüber verlieren. Dadurch, dass dieser eine Lichtpunkt durch Verschulden einer Menschenseele erlischt oder langsam schwächer wird, kann er in Hunderten oder Tausenden von Kontakten daran gehindert werden, die Liebe weiter strömen zu lassen.

Wenn wir dies auf Weltebene betrachten, wird es klar, was es für die Schöpfung heiβt, wenn systematisch Millionen von Tieren täglich nicht vollkommen gemäβ dem Gesetz der Göttlichen Liebe behandelt werden. Misshandlung bringt somit nicht nur eine individuelle Schuld mit sich, sondern auch immer eine kollektive Schuld: auf indirekte Weise leidet die ganze Schöpfung darunter.

Die Menschenseele darf nie den Fehler machen, zu vergessen, dass besonders die Mitglieder der höheren Tierarten durchwegs sehr empfindlich für alles sind, was im Menschen vorgeht, für seine Ausstrahlung, sein Äuβeres, die Bewegungen seines Herzens, den Gehalt an Licht bzw. an Finsternis in seinen Gefühlen und Gedanken, die Aufrichtigkeit bzw. Unaufrichtigkeit seines Verhaltens, usw.

Wie kann Misshandlung entgegen getreten oder vorgebeugt werden? Im Grunde genommen kann Misshandlung erst wirklich in dem Maβe aus der Welt geschafft werden, wie mehr Menschenseelen aus ihrer Neigung zum inneren Unfrieden und zur Frustration befreit werden und eine wahrhaftige, aufrichtige, selbstlose Liebe mehr Herzen beherrscht. Eine Menschenseele kann ebenfalls von Neigungen zum Misshandeln eines Mitgeschöpfes geheilt werden, wenn es ihr gelingt:

  • sich vorzustellen, dass sie diejenige ist, die gerade dabei ist, misshandelt zu werden, und dann zu bedenken was in ihrem Herzen bricht wegen der Erfahrung der Lieblosigkeit von Seiten eines Mitgeschöpfes;

  • zu bedenken, dass Misshandlung auf ein Mitgeschöpf so wirkt wie ein Schrei mit dem Inhalt: 'Ich will dich nicht haben, ich messe dir gar keinen Wert bei'. Durch Misshandlung wird in Wirklichkeit der Göttliche Keim im Mitgeschöpf misshandelt, und wird an Gott die Mitteilung geschickt, dass Seine Liebe nicht erwünscht und nicht gewürdigt wird, denn jedes Geschöpf ist von Gott als Geschenk der Liebe an die anderen Geschöpfe gemeint;

  • zu bedenken, dass Misshandlung auf ein Mitgeschöpf die Wirkung einer groβen Vereinsamung hat. Das misshandelte Mitgeschöpf fühlt sich vollkommen von der Liebe losgerissen, als ob eine Mauer zwischen dem Geschöpf und Gott aufgezogen und es einer aussichtslosen Hilflosigkeit ausgeliefert würde. Die misshandelnde Seele soll zur Erkenntnis gelangen, dass alle Geschöpfe auf dieser Welt Schwächen aufweisen, und sie alle einander brauchen um das wahre Glück zu finden, und dass auch sie irgendwann Hilfe und Geborgenheit von Seiten eines Mitgeschöpfes brauchen kann. Durch Misshandlung eines Mitgeschöpfes schneidet sich die Seele selbst von einem Anhaltspunkt los, der ihr von Gott aus Liebe geschenkt worden war;

  • zu bedenken, wie sie selbst von ihrem Mitmenschen würde behandelt werden wollen, und wieso;

  • zu bedenken, wie sehr sie sich selbst nach Liebe, Geborgenheit und Verständnis in der Gegenwart ihres Mitmenschen sehnt;

  • zu bedenken, dass sie durch Misshandlung in Gottes Augen und in den Augen ihres Mitgeschöpfes zu einer Quelle des Elends wird;

  • zu bedenken, dass diese Welt gerade dadurch zu einem Jammertal geworden ist, dass Menschenseelen der Stimme der Finsternis in ihrem Herzen folgen, und dass sie im Begriff ist, dazu beizutragen;

  • zu bedenken, dass sie aus innerem Unfrieden heraus handelt, und dass sie aus diesem Unfrieden nur dann befreit werden kann, wenn sie dadurch aktiv zu einer liebevollen Schöpfung beiträgt, dass sie selber nichts als Liebe um sich herum strahlt;

  • zu bedenken, dass sie dadurch, dass sie dieser Versuchung nachgibt, sich selbst vom Bösen demütigen lässt, denn dass sie, sobald sie dieser Versuchung nachgibt, zu seinem Sklaven wird. Misshandlung ist eine Sünde, und alle Sünde raubt der Menschenseele ihre innere Freiheit. Viele misshandelnde Seelen würden ihr Verhalten gleich ändern wenn sie erkennen sollten, wie sehr sie in diesem Verhalten vom Bösen manipuliert werden, denn diese Erkenntnis würde ihnen verraten, dass sie dadurch, dass sie ein Mitgeschöpf misshandeln, nicht mächtig sind sondern ganz im Gegenteil vollkommen manipuliert werden;

  • zu bedenken, dass ein Mensch sein eigenes Glück tötet durch jedes Verhalten, durch welches er die Liebe in einem Mitgeschöpf zerrüttet, lähmt oder ermordet, was in einem hohen Ausmaβ durch Misshandlung erfolgt.

Misshandlung eines Mitgeschöpfes, sei es eines Mitmenschen oder eines Tieres, gehört zu den schwersten Beleidigungen, die eine Seele Gott antun kann, weil in dieser Handlung ein vielseitiges Geschenk von Gottes Liebe zerstört oder geschädigt wird, die Seele sich ganz offen für den Dienst an den groβen Plan Satans (die Unterminierung, Verhinderung oder Zerstörung von Gottes Werken und Plänen) entscheidet, und sie das Glück und den inneren Frieden eines oder mehrerer Mitgeschöpfe(s) beeinträchtigt. Glück und innerer Friede sind Verfassungen, welche sich ein Geschöpf oft ganz mühsam erwirbt oder die sehr schwer instand gehalten werden, indem sie durch unzählige Faktoren des Lebens in der Welt negativ beeinflusst werden können. Glück und innerer Friede sind im Grunde genommen die deutlichsten Zeichen von Gottes Wirken in einem Geschöpf. Diese in einem Mitgeschöpf zu zerstören oder zu beschädigen, heiβt eigentlich konkret, dass man Gott Selbst aus dem Mitgeschöpf verjagen will. Diese These schlieβt sich der früher in diesem Punkt verkündigten These an, dass sich die misshandelnde Seele ihrem Opfer gegenüber zum Gott macht, und es einem eigenen Gesetz und einer eigenen 'Gerechtigkeit' unterzieht.

5.3.2. Vernachlässigung

Die Herrin aller Seelen definiert Vernachlässigung als jede Nachlässigkeit einer Seele, deren Obhut einem Mitgeschöpf anvertraut worden ist, in Bezug auf die Befriedigung eines oder mehrerer Bedürfnisse dieses Mitgeschöpfes, infolgedessen dieses Geschöpf physisch, emotional, geistig oder seelisch Schaden erleiden kann. In gewissem Sinne lieβe sich Vernachlässigung als passive Misshandlung betrachten.

Ein oft vorkommendes Beispiel der Vernachlässigung besteht darin, dass man Tiere, die einem anvertraut worden sind, bei Eiseskälte oder unter anderen schlechten Wetterbedingungen, oder aber bei groβer Hitze, drauβen lässt ohne ausreichende Nahrung, frisches Wasser oder Schutz gegen die Wirkungen dieser Wettereinflüsse.

Die auffälligste Komponente der Vernachlässigung ist eigentlich Gleichgültigkeit über das Schicksal des Mitgeschöpfes. Die Seele schlieβt das Mitgeschöpf, das seiner Obhut anvertraut worden ist, in einem solchen Ausmaβ aus dem eigenen Leben aus, dass sie den Bedürfnissen dieses Geschöpfes keine Aufmerksamkeit schenkt. Es wird höchstens mit etwas Elementarnahrung versehen, oft allerdings in einem nicht ausreichenden Ausmaβ oder aber in einer den wahren Bedürfnissen dessen Körpers ganz und gar nicht angemessenen Form. Liebe fängt dort an, wo die 'Grundpflicht' aufhört, und dort liegt gerade das Wesen der Vernachlässigung: die Grenze des Pflichtgefühls wird nicht überschritten, so dass die Seele nicht zur Anwendung wahrer Liebe kommt. Die Tragödie liegt darin, dass viele Seelen davon ausgehen, dass sobald sie ihre 'Grundpflicht' erfüllt haben, sie mithin ihren Teil des Bundes erfüllt haben. In Wahrheit allerdings, bringt die Erfüllung der 'Grundpflicht' keinen Verdienst ein (Jesus hätte es so ausgedrückt: "das tun die Heiden auch"). Erfüllung der 'Grundpflicht' ist in Gottes Auge nichts mehr als Berechnung.

In den beiden zuletzt behandelten Kategorien – Misshandlung und Vernachlässigung – ist die Rede von Verhalten, das unmittelbar und ganz gezielt dem Tier schadet. Es gibt auch Formen des Umgangs mit Tieren, die ebenfalls vom Satan inspiriert werden, und durch welche die Tiere ebenfalls Schaden erleiden und nicht die Gelegenheit bekommen, das Leben zu führen, wozu sie von Gott erschaffen wurden, wobei allerdings die Behandlung oft einigermaβen 'weniger persönlich' gegen ein spezifisches Tier gerichtet ist. Auch in jenen Fällen beeinflusst der Mensch Gottes Plan, tut dies jedoch hauptsächlich in der Absicht, eigenen Vorteil zu erzielen, was bei den beiden vorangehenden Kategorien oft nicht oder kaum der Fall ist. In bestimmten Fällen sind aber die beiden Komponenten zusammen zugegen: die Jagd nach eigenem Vorteil ebenso wie die 'persönliche' Misshandlung. Die Königin von Himmel und Erden lässt die nachfolgenden Kategorien verkünden: die Betrachtung von, und  Umgang mit, Tieren als Handelsware, die Jagd, und die Bedrohung von Tieren in ihrem natürlichen Umfeld.

5.3.3. Betrachtung von, und Umgang mit, Tieren als Handelsware

Gott sprach bei der Schöpfung, der Mensch solle über die Tiere herrschen. Ich habe im Kapitel 2 bereits darauf hingewiesen, dass Gott damit nicht meinte, der Mensch hätte das Recht, Tiere nach eigenem Gutdünken zu behandeln – zu 'benutzen' – auf irgendwelche Art und Weise, die gegen Gottes Absichten verstöβt, und besonders gegen das Gesetz der Liebe. Gott bringt immer wieder durch die Herrin aller Seelen, in der Wissenschaft des Göttlichen Lebens, Seinen Wunsch zum Ausdruck, dass die Menschenseele immer höhere Grade der Vergeistigung anstreben sollte. Niemals hat er irgendwelche Formen kommerzieller Exzesse gebilligt, denn sobald das geschäftliche Denken und Handeln in einem Menschenleben in den Vordergrund tritt, befindet sich die Seele früher oder später mit ihrem ganzen Verhalten und allen ihren Bestrebungen im Dienste Satans. Die Herrin aller Seelen wies bereits ausführlich darauf hin, in welch hohem Ausmaβ die Kommerzialisierung der Gesellschaft für den Verfall aller Heiligkeit in den Seelen verantwortlich ist, ebenso wie für die Tatsache, dass die Welt in zunehmendem Maβe unter die Herrschaft Satans gekommen ist.

Von der Menschenseele wird erwartet, dass sie den Tieren gegenüber Spiegel von Gottes Gegenwart, Seiner Werke und Seiner Liebe ist. Die Seele kann diese Erwartung nie einlösen, wenn sie Mitgeschöpfe zur Ebene der Handelsware herabwürdigt und sie schamlos ausbeutet. Es ist eine Verhöhnung der Liebe wenn eine Menschenseele, die ja dazu vorherbestimmt war, Krone der Schöpfung und Spiegel Gottes zu sein, Tiere dazu 'benutzt', eigene Bedürfnisse zu befriedigen, und zwar im Überfluss, und aus lauter Profitgier Tiere tötet, misshandelt, nach völlig gefühllosen Verfahren züchtet und sie in riesigen Mengen daran hindert, ihre eigene Rolle innerhalb von Gottes Schöpfung gemäβ der Göttlichen Intelligenz zu vollenden, die versucht, sich in und durch diese Tiere auszuwirken. Ein richtiger Gräuel ist in Gottes Augen:

→ der Mensch, das Geschöpf, das Er dazu vorherbestimmt hatte, Ihn zu
vergegenwärtigen,

→ lässt sich vollkommen von dem Wunsch führen, eigene Bedürfnisse zu
befriedigen, und sich sogar weit über diese Bedürfnisse hinaus dadurch
zu bereichern,

→ dass er das stoffliche Wesen seiner Mitgeschöpfe, in diesem Fall
der Tiere,

→ auf unterschiedliche Weisen benutzt, die vollkommen gegen Gottes
Gesetz der vollkommenen Liebe und der vollkommenen Weisheit
verstoβen,

→ und dadurch die Würde dieser Mitgeschöpfe als Werke von Gottes Liebe
völlig der eigenen Selbstsucht preisgibt.

Werke Gottes (die Tiere), werden in groβem Stil, weltweit und täglich unzählige Male verstümmelt und bzw. oder getötet um Werken Satans (Materialismus, Selbstsucht, Lieblosigkeit) zu dienen. Die Liebe, die Essenz allen Lebens, wird in groβem Stil in Mitgeschöpfen getötet. Die Menschheit gibt dem Fieber der Sehnsucht nach Reichtum oder Genuss in einem vergänglichen Leben nach, und erschlieβt dabei zwei riesige Quellen von Finsternis für die Welt, denn jede individuelle Seele, die dieses Verhalten aktiv aufweist und diese Einstellung hegt:

  • legt ihre Chancen auf die Ewige Glückseligkeit an die Kette, und

  • trägt zur Lähmung des Stromes der Liebe bei, so dass die Schöpfung in einem immer höheren Ausmaβ unterschiedlichen Quellen des Elends zum Opfer fällt.

Das Gewicht dieser Sünde auf der ganzen Menschheit ist unabschätzbar groβ.

Wo die Menschenseele das Tier als Handels- oder Konsumware betrachtet und behandelt, ist gleich Ausbeutung im Spiel: Das physische Wesen des Tieres, bestimmte Eigenschaften und gegebenenfalls angeborene Neigungen des Tieres, werden völlig in den Dienst des Menschen, seiner Bedürfnisse und seiner Möglichkeiten gestellt, materiellen Gewinn und Wohlstand zu erzielen und bzw. oder eine gewisse Genusssucht zu befriedigen, während in diesem ganzen Vorgang das Gesetz der Liebe, den Respekt für das Tier und jegliche Erwägungen in Bezug auf die wahre Rolle des Tieres innerhalb der Schöpfung unwirksam gemacht wird.

Diese Begriffsbestimmung macht gleich klar, dass es auch Fälle gibt, wo die Dienste eines Tieres benutzt werden, ohne dass von Ausbeutung die Rede ist. Dies hängt von der Behandlung des Tieres, und vom Ziel der Behandlung ab. Wird das Tier mit Liebe, Sorgsamkeit, unter Berücksichtigung seiner angeborenen Eigenschaften und nicht ausschlieβlich für materielle Zwecke eingesetzt, so ist nicht unbedingt von Ausbeutung die Rede. Dies kann unter günstigen Umständen zum Beispiel in der Landwirtschaft der Fall sein. In bestimmten Fällen herrscht zwischen einem Landwirt und einem Tier auf dem Acker oder auf dem Feld eine Beziehung liebevollen, sorgsamen, rücksichtsvollen Umgangs. In jenem Falle ist nicht von Ausbeutung sondern von einem Zusammenarbeitsverband zwischen der Menschenseele und dem Tier die Rede.

Ein Bereich, in welchem Tiere in groβem Stil für die Befriedigung materieller Bedürfnisse von Menschen ausgebeutet werden, ist jener bestimmter Zweige des Leistungssports, die sich vollkommen um Tiere drehen, wie zum Beispiel Pferderennen, Hunderennen, Hahnenkämpfe u.ä. Diese haben miteinander gemeinsam, dass spezifische Eigenschaften und teilweise angeborene Instinkte bestimmter Tierarten dazu ausgenutzt werden, diese Tiere gegen einander aufzustacheln. Diese Tiere werden oft auf eine vollkommen herzlose Weise auf diese Rennen bzw. Kämpfe vorbereitet, wobei ihnen in jenem Sinne die Würde geraubt wird, dass sie nur noch dazu leben, ihre Besitzer materiell zu bereichern und das Image dieser Letztgenannten im Auge ihrer Mitmenschen zu steigern. In jenem Falle interessiert sich die betreffende Menschenseele auch durchwegs nicht auf eine gesunde Weise für das physische Wohl der Tiere.

Von einem gesunden Interesse für das Wohl eines Tieres ist die Rede wenn die Gesundheit des Tieres der Menschenseele am Herzen liegt, aus Gründen, die mit vollkommen uneigennütziger Liebe zusammenhängen, nicht aus Gründen eines möglichen Verlustes an kommerziellem Gewinn.

Von ungesundem Interesse für das Wohl des Tieres ist die Rede wenn sich die Menschenseele für das physische Wohl des Tieres interessiert weil jeder Rückgang dieses Wohls mithin als möglichen Rückgang im kommerziellen Gewinn betrachtet wird. Wenn das Tier weniger gesund ist oder seine Sportleistungen bzw. seine Leistungen in der Landwirtschaft als nicht ausreichend betrachtet werden, so wird gegebenenfalls nicht gezögert, dem Tier Mittel zu verabreichen, die nicht als Arzneimittel im engen Sinne des Wortes betrachtet werden können, sondern hauptsächlich oder ausschlieβlich als Mittel, welche die Leistungen steigern können. Solche Mittel sind uns unter der Bezeichnung 'Doping' bekannt. Auf Dauer leiten diese Mittel einen Raubbau am Körper des Tieres in die Wege, indem sie höhere Leistungen aufwecken, die auf Kosten der physischen Gesundheit gehen. In einem ähnlichen Kontext werden oft Tiere getötet sobald sie keinen Gewinn oder keine ausreichende Arbeitsrendite mehr einbringen: ihr Leben wird nicht als Geschenk Gottes betrachtet, sondern als die Verfügbarkeit eines Werkzeugs, das gefühllos beseitigt wird sobald es keinen Gewinn mehr einbringt.

Kein einziges Tier ist von Gott mit einem solchen Lebensziel erschaffen worden.

Ich wiederhole mit gröβter Betonung: Jedes Tier lebt ausschlieβlich um seine Rolle innerhalb von Gottes Heilsplan zu erfüllen als Hilfsmittel bei der Bildung der Menschenseele in der Liebe und in vielen anderen Tugenden. Im Leistungssport mit Tieren wird die Richtung dieses Lebenszieles vom Menschen so sehr geändert, dass das Tier nicht länger Hilfsmittel zur Heiligung ist, sondern zu genau dem Gegenteil herabgewürdigt wird: zum Mittel eines gewinnbringenden Materialismus. Das Tier bekommt nicht länger die Gelegenheit, seine Lebensaufgabe gemäβ der Göttlichen Intelligenz zu vollbringen, sondern ihm wird die Freiheit geraubt für ein Leben der Sklaverei. Das Tier, das von Natur aus von Gottes Vorsehung gelenkt wird, wird von der Menschenseele, von der erwartet wird, dass sie der Schöpfung gegenüber ein Spiegel Gottes ist, dazu gezwungen, ein Leben als Handelsware und als Brücke zur Befriedigung weltlicher Zielsetzungen zu führen, das heiβt also ein Leben als Helfer auf Wegen, die vom Licht wegführen. Dies ist eine Beleidigung an Gott, an Seine Intelligenz, Weisheit und Vorsehung, an die Tiere selbst als Werke von Gottes Liebe, und an Gottes Gegenwart in der Seele selber, die Tiere dazu zwingt. Ich muss darauf hinweisen, dass für der Einsatz von Tieren in Zirkuskreisen in seelischer Hinsicht dasselbe gilt als für den Einsatz von Tieren im Leistungssport.

Die Himmelskönigin weist darauf hin, dass viel Finsternis auf die Welt herab kommt wegen Industrien, in welchen Tiere für kommerzielle Zwecke benutzt werden, wie zum Beispiel Legebatterien für Hühner und Mastbetriebe für Gänse. In diesem Letztgenannten der beiden Fälle ist die Rede von Misshandlung im wahren Sinne des Wortes.

Es gibt Sekundärindustrien, wie u.a. die Ledergerberei, die Herstellung von Pelzmänteln usw., die zwar nicht unmittelbar mit einer schlechten Behandlung von Tieren im Zusammenhang stehen, die aber trotzdem der Kommerzialisierung und dadurch in unterschiedlichen Weisen der falschen Behandlung von Tieren förderlich sind.

Auch Laboratorien oder Gewerbe, in welchen Experimente mit Tieren für die Bereitung von, unter anderem, Kosmetikprodukten ausgeführt werden, fallen in spiritueller Hinsicht unter dieselbe Regel, weil sie Tiere in den kommerziellen Kreis einschalten und an die Tiere nicht als Punkte im Netz von Gottes Liebesstrom sondern als Handelsware herantreten, die zur Befriedigung menschlicher materieller Bedürfnisse ausgebeutet, und dazu nicht selten misshandelt wird.

Die Sünde wird dabei in dem Maβe desto gröβer, wie die Liebe als Umgangsregel ausgeschaltet wird, und die Eigenschaft des Tieres als Geschöpf Gottes nicht berücksichtigt wird.

Bedenken wir übrigens, dass Gott alles von jedem Geschöpf spürt. Eine Menschenseele kann ebenfalls dasjenige spüren, was ein Tier spürt, durch zwei verschiedene Wege:

  • es gibt eine Form mystischer Begabung, welche die begnadete Seele in den Stand versetzt, den physischen und bzw. oder emotionalen Zustand eines Tieres nachzuempfinden;

  • auch auβerhalb der Mystik hat Gott jede Menschenseele mit einer Fähigkeit zur Einfühlung versehen. Welche Fundamente hat diese Fähigkeit?

    • eine lebhafte Erkenntnis der Eigenschaft des Mitgeschöpfes als Wesen mit Gefühlen und mit einem Körper, der unter Umständen Lasten und Leiden trägt;

    • das Bewusstsein der Tatsache, dass innerhalb der Schöpfung sämtliche Geschöpfe in allen Richtungen miteinander verbunden sind (das Netz von Gottes Liebe);

    • eine lebhafte Erkenntnis der Tatsache, dass sämtliche Geschöpfe mit ihrem Schöpfer verbunden sind;

    • die Fähigkeit zur Einfühlung bleibt nur in dem Maβe wirksam, wie die Seele dazu fähig bleibt, sich selbst vollkommen zu ignorieren und sich vollkommen in das Mitgeschöpf hinein zu versetzen. Die Fähigkeit zur Einfühlung blüht in einem Ausmaβ, das mit dem Blühen der selbstverleugnenden Liebe im Verhältnis steht.

Die an dieser Stelle aufgeführten spirituellen Regeln finden ebenfalls auf die Durchführung wissenschaftlicher und medizinischer Versuche mit Tieren Anwendung.

Tiere werden im groβen Stil durch Misshandlung entwürdigt, ebenso wie durch die unterschiedlichsten Handlungen, welche unter anderem durch wirtschaftliche Motive inspiriert werden. Wir brauchen in diesem Zusammenhang nur an die massenhafte Jagd auf Nashörner und Elefanten zu denken, wegen der Hauer und der Hörner, für welche hohe Preise bezahlt werden. Die Krone auf Gottes Schöpfung denkt nicht daran, was es in Gottes Augen bedeutet, wenn Tiere und ganze Tierarten ausgerottet werden, und welche Konsequenzen dies für die Qualität des Lebens in dieser Welt hat.

Vergessen wir nie, dass die Qualität des Lebens nichts mit materiellem Reichtum zu tun hat, sondern mit einer ungehemmten Durchströmung der Liebe Gottes durch jeden Zweig und jeden Verbindungspunkt im Netz der Liebe.

Gott hat jede Tierart zu einem Zweck erschaffen, der alle wissenschaftlichen Kenntnisse und alle menschlichen Erkenntnisse unendlich weit übersteigen. Die Ausrottung einer Tierart kommt einer allmählichen Beschädigung und letztendlich der Vernichtung eines Verbindungskanals durch dieses Netz gleich. Gottes Geschenke werden Ihm da auf die brutalste Weise ins Antlitz zurück geschleudert.

5.3.4. Das Töten von Tieren für den Konsum oder als Ritual

Tiere werden ebenfalls im groβen Stil als Handelsware benutzt im Rahmen der ganzen Fleisch- und Fischindustrie, in welcher Tiere gezüchtet bzw. gefangen und geschlachtet werden im Hinblick auf Verkauf, Vertrieb und Konsum. Auch in diesem Bezug gilt, dass dieser Umgang mit den Tieren ausschlieβlich durch das Anstreben von finanziellem Gewinn und Genuss bestimmt wird. Unzählige Tiere aus unterschiedlichen Tierarten werden jährlich ausschlieβlich dazu gezüchtet, zugunsten des Fleischkonsums getötet zu werden. Letztendlich leben diese Tiere somit ausschlieβlich für die Befriedigung der endlosen Jagd von Menschen nach Reizen im Bereich der Nahrung. Wenn wir bedenken, dass diese Reize (manchmal sehr weit) über das Lebensnotwendige des Menschen hinaus steigen und sich also bereits im Bereich eines vermeidlichen Luxus bewegen, kann das massenhafte Blühen dieser Industrie durch die Jahrhunderte vor Gott kaum noch verantwortet werden.

Auf den Verzehr von Fleisch und Fisch hat mich die Himmelskönigin ausführlicher im Antwortbrief Nr. 435 eingehen lassen. Ich möchte an dieser Stelle einfach daran erinnern, dass der Konsum von Fleisch und Fisch voraussetzt, dass Tiere durch unmittelbares menschliches Einschreiten getötet werden. Die Himmelskönigin weist darauf hin, dass nur ein Wesen, das im absoluten Sinne Herr oder Herrin über ein Lebewesen ist, über Leben und Tod dieses Lebewesens verfügen darf. Im absoluten Sinne des Wortes ist nur Gott Herr von allem Leben. Gott hatte der Menschenseele das Zepter über die Schöpfung in die Hand gelegt... vor der Erbsünde.

Vor der Erbsünde war die Menschenseele vollkommen heilig, was heiβt, dass sie sich genau gemäβ des Göttlichen Gesetzes verhielt. Ab der Erbsünde ist die Menschenseele sehr verletzlich und verführbar, so dass sie leicht von Gottes Gesetzen abweicht. In einer solchen Verfassung ist es nicht länger angebracht, dass die Menschenseele in einem solchen Ausmaβ Herrin über die Schöpfung ist, dass sie frei über Leben und Tod der Mitgeschöpfe verfügen kann, denn sie kann dies einfach nicht mehr mit der Gewährleistung tun, dass sie genau im Einklang mit Gottes Willen ist, und sie somit Seine Werke fördern hilft. Aus diesem Grunde kann der Mensch durch die Verfügung über Leben und Tod von Tieren in bestimmten Fällen Gottes Werken entgegen wirken. Deshalb basiert die Tatsache, dass es der Menschenseele innerhalb von Gottes Gesetz nicht zugelassen ist, über Leben und Tod von Tieren zu verfügen, nur auf unfehlbarer Göttlicher Weisheit.

Die Herrin aller Seelen wies öfters darauf hin, dass der Himmel es mit Betonung bevorzugt, dass Menschenseelen kein Fleisch essen. Sie erklärte diesbezüglich, dass Jesus während Seines irdischen Lebens zwar einige Male Fleisch gegessen hat, dies allerdings nur deswegen tat, weil Er Seinen Gastgeber nicht beleidigen wollte. Jesus hat auch einige Male Fisch gegessen, und beteiligte Sich sogar am Fischfang mit den Jüngern. Anfangs beantwortete Maria die Bitte um eine diesbezügliche Erläuterung nicht unmittelbar. Eines Tages kam dann die Antwort, Jesus habe aus dem nachfolgenden Grunde bei manchen Gelegenheiten Fisch gegessen:

"...weil Er dadurch das nachfolgende Zeichen setzen wollte: Der Fisch war für Jesus Symbol des freien Willens der Menschenseele. Fische zu fangen, war für Jesus Symbol dafür, dass Menschenseelen völlig und ganz für die Einverleibung in Gottes Willen gewonnen wurden. Wenn Er Fisch aβ, wollte Er dadurch ein Zeichen dafür setzen, dass Er gekommen war, den menschlichen Willen wieder mit dem Willen Gottes eins zu machen: Der Gott-Mensch isst sozusagen den menschlichen Willen um diesen vollkommen in Sich aufzunehmen. Die Rückkehr des menschlichen Willens in den Willen Gottes heiβt nämlich die Rückkehr der Menschenseele in den Stand vor der Erbsünde".

Die Himmelskönigin erklärt, Gott allein kann die Herzen ergründen und Er allein soll sie richten, und jede Seele schuldet nur Ihm Rechenschaft in Bezug auf die Motive wieso sie Fleisch und bzw. oder Fisch isst. Auf jeden Fall hält es Maria für angebracht:

"... dass jede Seele, im Sinne ihrer heiligen Pflicht, sich uneingeschränkt für ihre Rückkehr zum Stand der Gnade vor der Erbsünde einzusetzen, aufrichtigen Herzens dafür betet, den Verzehr von Fleisch und Fisch auf ein Mindestmaβ beschränken zu können".

Maria lehrt, dass die Angst, die in Tieren in der Stunde geweckt wird, in welcher sie geschlachtet werden (dies gilt also in erster Linie für Vieh, Fisch, Kaninchen, Geflügel usw.), wie Wellen von Finsternis wirkt, die in vielen Orten der Welt mehrere Male täglich in das Netz der Schöpfung hinein gepumpt werden.

In der Wissenschaft des Göttlichen Lebens heiβt es, dass der Mensch keine Tiere töten soll. Wie lässt sich dies mit der Tatsache vereinen, dass Gott unter dem Alten Bund offenbar tierische Opfer verlangte? Abel bot bereits ein tierisches Opfer dar. Maria erläutert, dass Abel dies deswegen tat, weil er Gott etwas von den Früchten seiner Arbeit als Hirte schenken wollte, und er davon ausging, dass das Opfer erst dann Gott gehören würde, sobald das Opfertier diese Welt verlässt, d.h. also nachdem es 'zu Gottes Ehren' getötet worden war. Das Blutopfer würde dann symbolisch für die Aufopferung des Lebens in Gottes Hand sein. Die Seelen unter dem Alten Bund brachten die rituellen Opfer von Tieren als eine symbolische 'Tötung' ihrer Sünden dar. Lämmer und Tauben, zum Beispiel, wurden als Symbole für die Reinheit und Unschuld betrachtet, und sollten gleichsam die Schuld, die Unreinheit auf symbolische Weise auf sich nehmen in einer Aufopferung an Gott, damit der sündhafte Mensch Vergebung bekommt. Die Seelen betrachteten die Aufopferung von Tieren wie ein Zeichen der Hingabe an Gott.

Die Himmelskönigin weist darauf hin, dass Gott den Seelen im Alten Bund in der rituellen Schlachtung von Tieren eine symbolische Vorabbildung vom Wert des Groβen Blutopfers gegeben hat, das Er später in der Figur Seines Messias Jesus Christus vollbringen lassen sollte. Die massenhafte Aufopferung von Lämmern um das Paschafest der Juden herum sollte gleichsam diese Seelen zu einem baldigeren Wiedererkennen des Wahren Opferlammes Christus führen, als dieses gegen das Paschafest dargeboten wurde, ausgerechnet während in der Stadt bei Golgotha die rituelle Schlachtung der Lämmer durchgeführt wurde.

Mit dem Kommen von Gottes Sohn Jesus Christus wurde der Brauch der rituellen tierischen Opfer tatsächlich vollkommen wertlos. Jesus war gekommen als das Opferlamm, Seine Selbstaufopferung sollte sämtliche tierischen Opfer überflüssig machen. Jesus Selbst sagte bereits während Seines Lebens zum Ewigen Vater: "Schlachtopfer und Gaben hast Du nicht gewollt, an Brandopfern und Sündopfern hast Du kein Wohlgefallen gefunden". Jesus brachte den Neuen Bund, den Bund der Vervollkommnung der Liebe und der Barmherzigkeit. Mit dem Neuen Bund will Gott den Seelen klar machen, dass nicht das Schlachten und Opfern von Tieren die Sünde tilgt und die Seele reinigt, sondern ausschlieβlich die Selbstaufopferung. Diese Selbstaufopferung wird dabei nicht durch ein Blutopfer des Selbst vollzogen: Die Herrin aller Seelen wies bereits wiederholt darauf hin, dass die gröβte Selbstaufopferung diese der vollkommenen Weihe an Sie ist.

Im Neuen Bund hat Gott den Seelen die Verheiβung der Erlösung aus den Folgen der Erbsünde geschenkt. Im Austausch dafür verlangt Er von den Seelen ein Leben in vollkommenem Einklang mit Seinem Gesetz der Liebe zur ganzen Schöpfung. Dies heiβt mithin, dass sich die Seele nicht dadurch von ihren Sünden reinigen kann, dass sie Tiere tötet, sondern ausschlieβlich dadurch, dass sie gleichsam die eigene Sündhaftigkeit durch einen beharrlichen Kampf gegen die eigenen Schwächen zu Tode bringt, wobei sie ihre Prüfungen liebevoll und protestlos annimmt, zur Vollendung der Aufopferung Christi in sich selbst. Die Seele opfert somit keine Tiere mehr, sie opfert sich selbst, sie bringt sozusagen Schritt für Schritt die eigene Sündhaftigkeit zu Tode. Die vollkommenste Art und Weise, diese Selbstaufopferung zu vollziehen, ist jene der vollkommenen, bedingungslosen und ewig dauernden Weihe an die Herrin aller Seelen, die in der Seele die Werke Christi vollkommen erschlieβt und wodurch die Seele ihr ganzes Leben mit all seinen Kreuzen unmittelbar in den Dienst Gottes und der Vollendung Seines Heilsplans stellt.

Diese Änderung weist nicht darauf hin, dass Gott 'Seine Meinung geändert hätte'. Gott hat, wie es die Himmelskönigin erklärt, unter dem Alten Bund schon öfters Rituale gebilligt, die Seinem Gesetz der Liebe nicht vollkommen entsprachen, obgleich dieses Gesetz ewig dauernd unveränderlich ist. Er tat dies auch als kleines Zugeständnis 'wegen der Härte der Herzen', wie es Jesus auch noch ausdrückte. Gott betrachtete es so, dass die Seelen vor dem Kommen Seines Messias ungenügend imstande waren, das Gesetz der Liebe zu begreifen. Sobald die Lehre Christi den Seelen vermittelt worden war, wurde von den Seelen erwartet, dass sie erneut zur Erkenntnis der Liebe gelangen. Diese Erkenntnis war durch den Sündenfall verschleiert.

Der Neue Bund hat für die Seelen die Verpflichtung geschaffen, die Vervollkommnung der Empfindung der Liebe anzustreben, und beharrlich an sich selbst zu arbeiten. Sünden und die Reinigung der sündhaften Seelen dürfen unter keiner Bedingung noch auf andere Lebewesen abgewälzt werden: die Seele steht nun wieder individuell vor Gott, und kann sich nur auf die Verwirklichungen in der eigenen Heiligung beziehen, welche sie sich durch eine unaufhörliche Kombination von Gnadenwirkung und eigenem Einsatz erwerben muss.

5.3.5. Die Jagd

Es dürfte manche Seelen überraschen, aber die Jagd wird von Gott nicht herzlich begrüβt. Die Jagd ist eine Form des Einschreitens gegen Gottes Alleinrecht auf die Beendung eines Lebens. Solange Gott alleine durch die natürliche und ungehemmte Auswirkung Seines Gesetzes die Lebensdauer eines Geschöpfes bestimmt, bewahrt die Schöpfung ein vollkommenes Gleichgewicht. Ungleichgewichte kommen jedes Mal dann in die Schöpfung, wenn Einflüsse auβerhalb Gottes auf die Lebens-, Wachstums- und Blühvorgänge in Geschöpfen eingreifen. Solche Ungleichgewichte können durch alles wiederher gestellt werden, was für Gottes Gesetz und Seine Werke Genugtuung leistet: Gebete, Opfer, Sühne, heilige Messopfer, Beichte zur Wiedergutmachung, Wiedergutmachung zugunsten der Opfer von Sünden, tief gelebte Weihe...

Ungleichgewichte können sich unter den unterschiedlichsten Formen darbieten, unter anderem als Wildwuchs in der Welt der Pflanzen und jener der Tiere, als Plagen, Krankheiten u.ä. Sie treten letztendlich immer aufgrund eines jeden Mangels an Liebe in Menschenseelen und in ihrem Umgang unter sich und mit ihren Mitgeschöpfen zutage, weil jeder Mangel an Liebe in der Form von Sünden und Untugenden in Erscheinung tritt. Die Bürde der Sünden aller Zeiten ist durch die obenerwähnten wiederherstellenden Vermittlung von Seelen teilweise losgekauft oder abgebüβt worden. Ein Groβteil allerdings, ist nie losgekauft oder abgebüβt worden. Durch alle Jahrhunderte sind auf dieser Welt unzählige Sünden begangen worden, die niemals gebeichtet und niemals wieder gut gemacht wurden. Im Gegenteil werden die Auswirkungen vieler Sünden durch Verbitterung und Rachsucht noch weiter erschwert. Ein Beispiel: Viele Kriegsverbrechen wurden niemals gebeichtet noch wieder gut gemacht, haben dafür allerdings noch zusätzlich Anlass zu Rachegefühlen, Verwünschungen, Verfluchungen und Mord im Herzen gegeben (Mord im Herzen ist die Sünde, die dann begangen wird, wenn eine Seele in Verbitterung einem Mitmenschen den Tod wünscht, z.B. wenn dieser Letztere eine Seele misshandelt oder getötet hat).

Dies alles gibt zu den unterschiedlichsten Ungleichgewichten in der Schöpfung Anlass, mit als Folgen Elend, Chaos, Krankheiten, Katastrophen usw. In manchen Fällen ist Jagd eine Äuβerung des Versuches um Ungleichgewichte in der Natur zu 'berichtigen', nicht Gottes Wünschen gemäβ, sondern ausschlieβlich nach menschlichem Ermessen. In anderen Fällen wird zu rein kommerziellen Zwecken gejagt, um die Beute zu verkaufen. In noch anderen Fällen wird die Jagd als 'Sport' betrieben: die Menschenseele übt ihre Schieβkunst auf frei bewegende Geschöpfe.

Die Seele, die jagt, betrachtet die Tiere, die sie jagt, nicht länger als Geschöpfe Gottes, sondern lediglich als Gegenstände. Erst sobald sich die Seele im Herzen in das gejagte Tier hinein versetzt, ist sie imstande, zu begreifen was es heiβt, gejagt und verfolgt zu werden, und welcher Schaden im Lebensprinzip des gejagten Tieres angerichtet wird: in diesem Tier wird nicht nur das physische Leben bedroht, sondern wird ebenfalls das (beim Tier unbewusste) Gefühl beeinträchtigt, dass es geliebt werden kann. Der Jäger erschieβt nicht lediglich einen tierischen Körper, er beschieβt ebenfalls die Liebe selbst.

Ich soll darauf hinweisen, dass man sich unter 'Jagd' nicht unbedingt nur organisierte Wildjagd vorstellen soll, sondern dass ebenfalls das individuelle Schieβen auf, unter anderem, Kaninchen, Fasanen oder anderes Geflügel, oder streunende Katzen, sogar aus einem privaten Garten, in spiritueller Hinsicht unter genau dieselbe Regeln fällt. In allen diesen Fällen handelt es sich um ein bewusstes, absichtliches Beenden eines unschuldigen Lebens, wobei die Liebe ganz plötzlich getötet und ein Faden in einem Netzwerk Gottes durch eine menschliche Entscheidung durchgeschnitten wird, zuweilen aus einer Art von 'Rache' oder 'Gerechtigkeit' heraus, weil das betreffende Tier etwas beschädigt hätte oder aber etwas beschädigen könnte, das dem Jäger gehört, manchmal sogar sehr leichtsinnig (als 'Sport'), manchmal auch – was absolut das Schlimmste ist – aus Lust zum Töten. Die Menschenseele erhebt in allen diesen Fällen ihre eigenen Bedürfnisse oder Lüste über Gottes Bedürfnisse, und verwirklicht diese Zielsetzung dadurch, dass sie das Gesetz der Liebe bewusst auβer Spiel setzt.

Die Herrin aller Seelen ruft betont dazu auf, zu bedenken, dass sich die Menschheit auch in ihrem Verhalten den Tieren gegenüber, vor Gott mit einer kollektiven Schuld beladen hat. Tiere sind 'vorprogrammiert' auf die Feindseligkeit von Seiten des Menschen, weil der Mensch den Tieren gegenüber tatsächlich seit der Erbsünde nicht mehr ungeteilt liebevoll eingestellt war. Jedes Mal wenn sich eine Menschenseele einem Tier gegenüber lieblos verhält, hinterlässt dieses Verhalten eine Spur im ganzen Netz der Schöpfung. Die Gottesmutter weist darauf hin, dass die Angst vieler Tiere vor dem Menschen nicht rein psychologischen Ursprungs ist, noch ausschlieβlich 'in den Genen' ihre Wurzeln hat, sondern dass diese Angst in weitgehendem Maβe spirituelle Wurzeln hat, die wissenschaftlich nicht nachweisbar sind. Durch die Jahrhunderte sind unzählige Millionen von Tieren von Menschen mit Pfeil und Bogen oder mit Feuerwaffen aufgejagt worden. Die Wellen der Angst und der Verzweiflung, die dadurch über die Schöpfung geschickt worden sind, lassen sich einfach nicht in Worten beschreiben.

5.3.6. Bedrohung von Tieren in ihrem natürlichen Umfeld

Gott hat jedes Lebewesen bei dessen Schöpfung mit spezifischen Eigenschaften und Bedürfnissen versehen. Vor diesem Hintergrund hegt das Tier bestimmte Vorlieben und Abneigungen. So entscheidet sich eine Ente eher für wasserreiche Gebiete, während eine Kuh Wiesen braucht, usw. Dies ist es, was wir unter 'dem natürlichen Umfeld' verstehen. Das natürliche Umfeld eines Tieres ist die Umgebung, die mit der spezifischen Kombination der Elemente gerüstet ist, welche das Tier braucht um 'aufzublühen', zu wachsen, sich fortzupflanzen, sich zu nähren, sich wohl zu fühlen. Was alle Typen von 'natürlichem Umfeld' gemeinsam haben, ist dass das Tier dort (selbstverständlich unbewusst) Gottes Gegenwart spüren kann, solange die Umgebung möglichst unberührt ist.

Unter 'unberührt' ist dabei zu verstehen: möglichst wenig von Faktoren beeinflusst, die das Leben von Pflanzen und Tieren nach Gottes Gesetz verhindern oder erschweren. Sobald das Leben einzelner Elemente und bzw. oder die Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Elementen in einem Umfeld durch menschliches Einschreiten beeinflusst wird, verläuft dort das Leben nicht länger vollkommen nach Gottes Gesetz. Gottes Gesetz ist von Gott aufgrund Seiner unfehlbaren Weisheit und Intelligenz eingesetzt worden, mit als einziger Zielsetzung, das Leben und die Wechselwirkungen zwischen den Lebenselementen gemäβ dem Gesetz der Wahren Liebe zu ermöglichen.

Wie ich in dieser Schrift bereits habe andeuten dürfen, sind Tiere sehr empfindlich für Gottes Gegenwart. Sie spüren Gottes Nähe in jeder Umgebung:

  • die sich als eine Antwort auf die ihnen angeborenen Nöte herausstellt

  • die von Liebe durchdrungen ist

  • die frei von unnatürlichen Faktoren ist

Dabei sollen wir uns vor Augen halten, dass das Maβ, in welchem Tiere in einem Umfeld Gott nahe wissen, in nicht geringem Ausmaβ vom Grad bestimmt wird, in welchem dort menschliche Anwesenheit vorliegt, und vom Ausmaβ, in welchem die etwaige menschliche Anwesenheit von Liebe durchdrungen ist. Der groβe Einfluss der Menschenseele auf die Gefühle des Wohlbefindens der Tiere lässt sich im spirituellen Sinne dadurch erklären, dass der Hauptstrom von Gottes Liebe zur Schöpfung durch die Menschenseelen als erste Knotenpunkte flieβt.

Was die meisten Tieren gemeinsam haben, ist ein angeborenes Bedürfnis an Stille, vor allem an Mangel an Geräuschen, die sie nicht als 'natürlich' wieder erkennen. So haben Tiere in der freien Natur kein Problem mit Mischungen von tierischen Geräuschen (mit Ausnahme derjenigen, die sie als von Raubtieren herrührend wieder erkennen, die für sie eine Bedrohung darstellen können), aber sie können sehr unruhig und sogar verängstigt werden durch Erscheinungen, die sie nicht als Teile ihres 'natürlichen' Umfeldes wieder erkennen. Zu diesen Erscheinungen gehören an allererster Stelle diese, welche durch menschliches Einschreiten erzeugt werden. Einige Beispiele sind die Geräusche (und auβerdem Gerüche und etwaige Lichterscheinungen!) von Fabriken, Flughäfen, Explosionen mit Dynamit oder im Rahmen militärischer Tätigkeiten, regem Auto- oder Bahnverkehr, Lautsprecher, usw., in oder in der Nähe von Gebieten, die an und für sich als natürliches Umfeld für Tiere geeignet sind. Auch Entwaldung gehört eigentlich hierher, denn das Fällen von Bäumen im groβen Stil wirkt sich negativ auf unterschiedliche Tierpopulationen aus.

Die Zunahme des Verkehrs in Gebieten, die für bestimmte Tierarten als natürliches Umfeld geeignet sind, ist für den Tod sehr vieler Tiere verantwortlich, die buchstäblich zu Opfern einer bedauerlichen Entwicklung werden, die als 'Zivilisation' bezeichnet wird, die in Wirklichkeit allerdings einen anwachsenden Zusammenbruch der spirituellen Evolution der menschlichen Rasse zum Ausdruck bringt. Tatsächlich: Die wahre Essenz des Göttlichen Lebens, die Liebe, wird systematisch getötet zugunsten der vergänglichen 'Vorteile', die in Wirklichkeit viele Seelen dadurch ins Verderben stürzen, dass sie diese Seelen immer tiefer in die menschlichen Werte (Materialismus) herein ziehen. Auch hier stellt sich heraus, dass die Menschenseele, die als Krone auf der Schöpfung gemeint war, die Liebe und Geborgenheit unter die Geschöpfe bringen sollte, in Wirklichkeit zu einer immer gröβeren Bedrohung für ihre Mitgeschöpfe geworden ist.

Während manche der obengenannten Beispiele sich nicht immer leicht vermeiden lassen, gibt es andere Beispiele die durchaus vermeidbar sind, und die im Leben unzähliger Tiere schweren Schaden herbeiführen, wodurch diese Tiere daran gehindert werden, die 'Aufgabe' zu welcher sie ins Leben gerufen wurden, zu erfüllen. Zu den Wichtigsten und Bekanntesten gehören das Feuerwerk und Freiluftkonzerte.

Die Seelen stellen sich gewöhnlich keine Fragen dabei, dass in der unmittelbaren Nähe eines Feuerwerks mindestens Hunderte, oft Tausende von Tieren unmittelbar von einem höllischen Lärm und unnatürlichen Lichterscheinungen betroffen werden, die äuβerst verängstigend auf diese Wesen einwirken. Denken wir dabei an erster Stelle an Haustiere, Wald- und Gartenvögel, kleine frei lebende Tiere, Tiere auf Wiesen und andere zu Landwirtschaftsbetrieben gehörige Tiere in einem Ring von mindestens ein paar Kilometern um den Ort des Feuerwerks herum. Etwas Ähnliches gilt bei Freiluftkonzerten, wobei für Tiere unnatürliche Geräusche in einer sehr unnatürlichen Lautstärke oft mit Lichtblitzen kombiniert in die Umgebung geschickt werden.

Auf Tiere in der ganzen Umgebung wirken Feuerwerk und Freiluftkonzerte wie Quellen von schwerer Unruhe, Angst, Bedrohung, vollkommenem Mangel an Geborgenheit. Sie fühlen sich aus ihrem natürlichen Umfeld verjagt und verfolgt. Diese für die Tiere sehr unnatürlichen Erscheinungen bilden für sie Quellen eines schweren Stresses, und veranlassen sie nicht selten dazu, den Lebensraum zu wechseln, was in Anbetracht der sich ständig verkleinernden nicht bebauten Gebieten für sie nicht immer ohne Probleme verläuft und einen sehr negativen Einfluss auf die Entwicklung ihrer Populationen nehmen kann. Dies alles, weltweit betrachtet, stört in zunehmendem Maβe die ganze Schöpfung.

5.4. Der spirituelle Hintergrund des unheilsamen Umgangs mit Tieren

Ich habe hin und wieder in dieser Schrift bereits darauf hinweisen müssen, dass jede falsche Behandlung eines Tieres – das heiβt: jede Behandlung, die nicht mit dem Gesetz der Liebe im Einklang ist – aus unterschiedlichen Gründen eine Sünde ist.

Gottes Gesetz ist das Ganze der Regeln, die bezwecken, dass Gottes Werke und sein groβer Heilsplan vollendet werden können. Gott versucht dies alles durch die Menschenseelen zu vollbringen.

Die Seelen können dem nur in dem Maβe gerecht werden, wie sie die wahre Liebe in Anwendung bringen, und zwar in allen Einzelheiten ihres Verhaltens und allen ihren inneren Verfassungen. Wir wissen, dass jede Abweichung von der Liebe eine Sünde oder eine Untugend ist, und dass die Liebe der Stamm des Baumes aller Tugenden ist, mit anderen Worten: dass alle Tugenden von der Liebe abhängig sind und durch sie genährt werden. Somit kann jeder Verstoβ gegen irgendwelche Tugend (Liebe, Sanftmut, Friedfertigkeit, Toleranz, Geduld...) zur Sünde werden.

In etwas weltlichen Begriffen ausgedrückt, lieβe sich sagen, dass Gottes Gesetz ein Regelmechanismus ist, der die drei 'Staatsgewalten' innerhalb von Gottes Reich umfasst: die gesetzgebende, ausführende und richterliche Gewalt:

  • Gesetzgebende Gewalt: Gott hat aufgrund Seiner unfehlbaren Intelligenz und Weisheit einen Satz vollkommener Regeln gemacht, welche die Schöpfung in unfehlbarer Weise lenken und steuern.

  • Ausführende Gewalt: Gott versucht diese Regeln durch unterschiedliche Systeme zur Geltung zu bringen, besonders durch Seine Vorsehung, aber auch durch das Gewissen, das in jeder Seele eingebaut ist und als interner Regelmechanismus wirksam ist, indem das Gewissen unaufhörlich das Verhalten der Seele und ihre inneren Gesinnungen vor dem Hintergrund der Göttlichen Gesetze überprüft, die im Gewissen hinterlegt worden sind.

  • Richterliche Gewalt: Gott ist der Ewige Richter. Sein Gesetz der Gerechtigkeit wirkt sich solchermaβen aus, dass alles was sich in der ganzen Schöpfung vollzieht und das Gleichgewicht innerhalb derselben stört, zu gegebener Zeit aufs Neue ins Gleichgewicht gebracht wird. Gottes Gerechtigkeit ist der vollendete und absolute Ausgleichsmechanismus, durch welchen alle Verstöβe gegen Gottes Gesetz irgendwann, früher oder später, vollkommen ausgeglichen werden. Oft erfolgt dieser Ausgleich nicht während des irdischen Lebens der Seele, die den Verstoβ begangen hat, sondern erst nach deren Lebensgericht.

Aufgrund dieser Mechanismen verfügt Gott über ein absolutes, unfehlbares und allumfassendes Bewusstsein von allem, was in der Schöpfung vorgeht. Sollte Gott nicht über ein absolutes, unfehlbares und allumfassendes Bewusstsein verfügen, so könnte sich nie ein vollkommener Ausgleich einer jeden Einzelheit von Unrecht und Sünde vollziehen, und könnte kein einziges Ungleichgewicht innerhalb der Schöpfung noch jemals wiederher gestellt werden. Die Folge wäre ein vollkommenes und heilloses Chaos. Ein solcher Zustand würde heiβen, dass Gott keine absolute Herrschaft über die Schöpfung walten lassen könnte. Eine solche These wäre mit dem Glauben an Gottes Allmacht unvereinbar.

Gott kann Sein Gesetz nur in absolut vollkommener Weise instand halten, ausführen, und jeden Verstoβ gegen Sein Gesetz nur auf absolut gerechte Weise ausgleichen, wenn Er:

  • jeden Verstoβ gegen Sein Gesetz, egal wie gering oder 'banal' dieser auch sein mag, auf vollkommene Weise spürt bzw. wahrnimmt;

  • den Ursprung eines jeden Verstoβes gegen Sein Gesetz auf unfehlbare Weise kennt, das heiβt: auf unfehlbare Weise auf genau diejenige Seele zeigen kann, die den Verstoβ begangen hat;

  • auf unfehlbare Weise und bis in die geringsten Einzelheiten die Art und die Tiefe eines jeden Verstoβes feststellen kann.

Führen wir drei konkrete Beispiele auf:

  1. Wenn ein gewisser Mensch im Körper leidet wegen Krankheit, Schmerzen oder Ermüdung, weiβ Gott genau welchen 'Wert' (erlösenden Wert, Wert als 'Erzeuger von Heil') Er diesem Leiden beimessen soll. Dies ist wichtig für die Bestimmung des Verdienstes dieser Seele im Rahmen der Verwirklichung von Gottes Werken und Plänen;

  2. Im Anschluss daran: Wenn das irdische Leben eines Individuums zu Ende geht, weiβ Gott genau und bis in alle Einzelheiten, welchen 'Wert' an Leiden und Prüfungen sich diese Seele während ihres ganzen Lebens gesammelt hat, und somit welchen Beitrag diese Seele zur Verwirklichung von Gottes Werken und Plänen geleistet hat;

  3. Wenn ein Mensch ein Tier misshandelt, kann Gott genau feststellen, welches Leid dieses Tier durchmacht, denn Er spürt auf unfehlbare Weise den Körper und das emotionale, geistige Wesen dieses Tieres, alle seine Leiden, Ängste, geistigen Traumata usw., und Er kennt auβerdem die Menschenseele, welche dieses Leid herbei geführt hat, und in welchem Ausmaβ oder zu welchem Anteil (falls mehrere Seelen dieses Tier misshandelt haben). Er kennt auch genau die Herzensverfassung, aus welcher heraus die Seele die Handlung vorgenommen hat, also das Maβ an Mangel an Liebe aus welchem heraus sie gehandelt hat.

Dieser unfehlbare Mechanismus der Gerechtigkeit, und des Ausgleichs aller Ungerechtigkeit, ist wahrscheinlich der allergröβte Ausdruck der Liebe und Vollkommenheit Gottes:

  • der Liebe, indem kein einziges Unrecht unbestraft oder unausgeglichen bleibt, und keine einzige gute Tat unvergolten;

  • der Vollkommenheit, indem dieses System nachweist, dass Gott sämtliche Einzelheiten aller Verhaltenselemente, inneren Verfassungen, Gefühle, Gedanken, Leid und Freude eines jeden Menschen und eines jeden Tieres, und sämtliche Einzelheiten aller Wechselwirkungen zwischen allen Geschöpfen kennt und diese genau so spürt wie die Geschöpfe selber sie spüren. Dies heiβt, dass Gott jeden Tag einen vollständigen Überblick und eine allumfassende Kontrolle über Milliarden von Ereignissen und Eindrücken hat, die sich in und zwischen den Milliarden von Geschöpfen auf dieser Erde vollziehen.

Dies alles hat sehr weitgehende Folgen. Gott spürt alles, was eine Seele einem Mitgeschöpf (Mensch oder Tier) antut: jeden Schmerz, jede Qual, und auch jede Tat der Liebe oder der Zärtlichkeit. Die Seele, die einem Mitmenschen oder einem Tier Freude bringt, bringt Gott Freude; die Seele, die einem Mitmenschen oder einem Tier Leid zufügt, fügt Gott Leid zu. Gott umfasst dasjenige, was wir als das Universalbewusstsein bezeichnen könnten: die gesammelten Inhalte des Bewusstseins und des Unbewussten aller Lebewesen zur gleichen Zeit.

Dies heiβt, dass keine einzige physische Empfindung bei Mensch und Tier, kein einziger Gedanke, keine einzige Herzensverfassung und keine einzige Emotion Gott entgeht. Wäre sich jede Menschenseele vollkommen und ununterbrochen dieser Wahrheit bewusst, so würde auf dieser Welt wahrscheinlich keine einzige Sünde mehr betrieben.

Dies heiβt mithin, dass Gott bei Misshandlung eines Tieres nicht nur die Schmerzen und Leiden des leidenden Tieres spürt, sondern auch deren Ursprung. Die Leiden des Tieres werden gleichsam auch in Gottes Herzen 'ausgegossen', sozusagen 'mit der Unterschrift desjenigen versehen, der diese Leiden herbeiführt'. Durch ein Mysterium lässt es sich so ausdrücken, dass Gott, obwohl Er die Fülle der Herrlichkeit verkörpert, unter all dem schrecklich leidet. Seine unendliche Liebe hat in jenem Sinne einen 'Ausgleich' vorgesehen, dass das leidende Tier, das ohnehin schon 'auf reine Weise' im Herzen mit Gott verbunden ist, und Seine Liebe 'auf reine Weise' empfindet, noch tiefer in Gottes Herzen aufgenommen wird.

Das Wissen, dass alle Geschöpfe in einem physischen Körper leben, das imstande ist, Schmerzen zu erleiden, hat Satan von Anfang an zu dem Plan inspiriert, Gottes Schöpfung dadurch vollkommen zu entstellen, dass er in möglichst vielen Seelen einen für ihn fruchtbaren Boden einrichtet in der Absicht, ihnen alle Liebe, Reinheit und die gesunde Wirkung ihres Gewissens zu rauben, und inzwischen in der Welt eine Atmosphäre eines so intensiven Unfriedens zu schaffen, dass sehr viele dazu bereit werden, ihre Mitgeschöpfe – Mensch oder Tier – im Körper und bzw. oder im Geist zu quälen, und die unterschiedlichsten physischen und geistigen Schwächen auszubeuten, in der teuflischen Absicht, dass diese Geschöpfe unter den ihnen zugefügten Leiden ebenfalls alle Liebe verlieren, sich gegen Gott auflehnen und jegliche Vergebungsbereitschaft aufzugeben bereit sind.

Was die gequälten Tiere betrifft, heiβt dies konkret, dass diese ihre Liebe und ihr Vertrauen zum Menschen verlieren würden, und aggressiv oder – umgekehrt – apathisch werden sollten. So ist es Satan durch die Geschichte hindurch gelungen, die Schöpfung dadurch in einem unvorstellbar groβem Umfang zu entstellen, dass er unzählige Geschöpfe unter den Händen von Mitgeschöpfen leiden lässt (durch Folterung und Misshandlung von Menschen durch Menschen, und von Tieren durch Menschen). Die Ergebnisse bieten sich unseren Augen dar: es gibt ein weitgehendes Misstrauen und einen weitgehenden Mangel an Liebe unter den Geschöpfen, Entmutigung unzähliger Geschöpfe, Glaubensabfall bei unzähligen Seelen aufgrund des Leides, das ihnen zugefügt worden ist und wodurch sie nicht mehr an einen liebenden Gott glauben, eine Atmosphäre der Angst und der Unruhe, die so umfassend geworden ist, dass die ganze Welt und das ganze Leben davon durchdrungen sind. Auβerdem kann dadurch die Würde des Geschöpfes – Mensch oder Tier – in hohem Maβe zerstört werden.

Die Menschenseelen sind sich nur in einem sehr geringen Ausmaβ dessen bewusst, dass der unübersehbare Umfang eines jeden Umganges von Seiten der Menschenseelen mit Tieren, der nicht Gottes Gesetz entspricht, einen groβen Anteil an der Finsternis hat, die über der Schöpfung hängt und die unser Leben unter einer Bürde und einer Last von Elend, Leiden und Prüfungen bedrängt. Diese riesige Schuld gegenüber Gottes Gesetz muss ausgeglichen werden. Da Gott Sein Gesetz voll und ganz durch Menschenseelen auszuführen versucht, verlangt Er auch an erster Stelle von den Menschenseelen liebevoll dargebotene, geweihte Prüfungen zur Wiedergutmachung. Die Folge der riesigen Sündenbürde ist das unvorstellbare Elend in der Welt. Selbstverständlich leiden auf dieser Welt auch die Tiere besonders viel, auch durch menschliches Verhalten (Misshandlung, Vernachlässigung, Kommerzialisierung, usw.). Tierisches Leiden entfaltet an und für sich allerdings keinen erlösenden Wert. Wieso denn diese Formen von Leiden? Weil Gott auch durch tierische Leiden die Seelen zur Vervollkommnung führen will: Tierische Leiden fordern vom Menschen, der Tiere unter seiner Obhut hat, Geduld, Verständnis, Sorgsamkeit, Liebe, die Bürden der Pflege und des Herzeleides...

5.5. Der spirituelle Kampf gegen den unheilsamen Umgang mit Tieren

Jeder Umgang mit Tieren, der nicht mit Gottes Gesetz der Liebe im Einklang ist, muss ausgeglichen, wieder gut gemacht werden. Jede Wiedergutmachung, die nicht freiwillig hier auf Erden geleistet wird, muss teilweise im Fegefeuer geleistet werden, und fällt zum Teil auf die Menschheit zurück in Form von Lasten, Prüfungen, Naturkatastrophen usw. Verstehen wir dies richtig: Nicht Gott bürdet uns diese auf, sie wirken sich automatisch aufgrund des Gesetzes der Gerechtigkeit aus.

Die Göttliche Gerechtigkeit ist das System nach welchem Gott als ewiger Richter über den letztendlichen Wert aller Taten, Worte, Gedanken, Wünsche und Nachlässigkeiten des ganzen Lebens einer jeden Seele richtet. Sie ist die automatische Auswirkung des Ewigen Gesetzes, das Gott als Leitsatz in Seine Schöpfung gelegt hat. Die Wiedergutmachung bzw. der Ausgleich von allem, was von Gottes Gesetz abweicht, erfolgt genau nach dem System, das als 'Gerechtigkeit' bezeichnet wird. Dieser Ausgleich kann während des Lebens der schuldigen Seele erfolgen (zum Beispiel durch Leiden, Gebete, Sühne und Opfer, die Gott dargeboten werden), oder nachher (durch reinigende Leiden im Fegefeuer). Es gibt jedoch auch einen Ausgleich, der nicht unmittelbar vom Schuldigen getragen wird: Jede Sünde bringt nämlich eine Störung des Gleichgewichtes innerhalb der ganzen Schöpfung mit sich, die sich letztendlich ebenfalls durch Wirkungen auf die Umwelt auβerhalb der Seelen auszuwirken versucht (Naturkatastrophen, Epidemien, usw.).

Ein Teil der Auswirkungen von Gottes Gesetz der Gerechtigkeit wird von Gottes Gesetz der Barmherzigkeit abgefangen, das sich durch die Gnaden, durch die Vermittlungen von Seiten der Heiligen Jungfrau und aufgrund von Beiträgen von Seelen auf Erden (Gebeten, Opfern, heiligen Messen, wiedergutmachenden Beichten, usw.) auswirkt. Das Gesetz von Gottes Barmherzigkeit ist wesentlich durch die Leiden und das Kreuzesopfer Jesu Christi erschlossen worden. Barmherzigkeit ist die Eigenschaft, durch welche Gott der Menschheit unaufhörlich die Gnade der Vergebung schenkt, trotz der Tatsache, dass sie diese Gnade als Ganze nicht einmal mehr verdient, zumal da wir aufgrund des Neuen Bundes keine Entschuldigung für ein Leben in blinder Sündhaftigkeit mehr haben.

Die Barmherzigkeit ist der Ausdruck von Gottes grenzenloser Liebe, wodurch Er Sich dazu bereit hält, Sünden und Fehler auszuwischen, die im Grunde genommen Strafe verdienen. Sie ist, mit anderen Worten, der ausgeprägteste Ausdruck von Gottes Milde, Vergebung und Güte. Der Teil der Sünden, der durch Gottes Barmherzigkeit den Auswirkungen der Gerechtigkeit entzogen wird, braucht somit niemals von Menschenseelen ausgeglichen zu werden.

An und für sich ist das Leiden eines Tieres innerhalb der Auswirkung von Gottes Heilsplan sinnlos, es sei denn, Menschenseelen opfern dieses Leiden bewusst auf. Das Leiden von Tieren kann sozusagen auf sekundäre Weise geweiht werden. Dies ist der einzige Weg, auf welchem wir diesen Leiden einen Sinn verleihen können, denn durch diese Weihe kann es in das Heilsgeschehen eingeschaltet werden, und zwar aufgrund dessen, was dabei im Menschenherzen vorgeht. Konkret heiβt dies, dass Menschenseelen tierisches Leid – vorzugsweise durch die Himmelskönigin – Gott darbieten, zusammen mit allen Bürden, die sie selbst wegen dieser tierischen Leiden zu tragen bekommt: die Bürde der Pflege, den Einsatz in bestimmten Tugenden (Geduld, Liebe, usw.), ihre Schmerzen und Kummer wegen des Leiden des Tieres. Dies gilt sowohl für die Leiden aufgrund von Krankheiten oder Verletzungen, als für die Leiden aufgrund menschlicher Vermittlung.

Der Wert dieser Weihe basiert auf dem Grundsatz, dass der Anblick eines leidenden Tieres, wenn dieser Anblick in einer Menschenseele Schmerzen erweckt, einen Mechanismus in Gang setzt, durch welchen sich Ströme von Liebe in Bewegung setzen: die Seele leidet jetzt für das Tier und mit ihm zusammen auf stellvertretende Weise, oder anders ausgedrückt: die Seele zieht die Leiden des Tieres in sich herein, das heiβt in die Menschenseele herein, die schon eine aktive Rolle innerhalb des Heilsplans erfüllt. Diese Leiden werden somit gleichsam von einem Lebenskeim (des Tieres), der nicht aktiv an Gottes Heilsplan Anteil hat, auf eine Menschenseele übertragen, die schon am Heilsplan beteiligt ist, wodurch diese Leiden ganz in den Göttlichen Erlösungsplan eingeschaltet werden.

Die Bedingung, damit dieser Mechanismus seine volle Auswirkung bekommt, ist eine groβe, uneigennützige Liebe des Menschen für das Tier, und ein entwickeltes Einfühlungsvermögen. Die Fähigkeit einer Seele, sich in ihre Mitgeschöpfe (also auch in Tiere) einzufühlen, kann, insoweit es die Seele wirklich wünscht, in hohem Ausmaβ entwickelt werden. Es gibt eine mystische Gabe, die es der Seele ermöglicht, Empfindungen von Tieren, sowohl physisch als emotional, in immer höherem Ausmaβ im eigenen Körper und im eigenen Gefühlssystem abzufangen.

Die Himmelskönigin ruft betont jede Seele dazu auf, Ihr sogar die Leiden anderer Seelen (und sogar jene von Tieren) zu weihen, damit über diesen Weg auch sogenannte sekundäre Gnaden strömen mögen, welche die ganze Schöpfung von Finsternis reinigen helfen werden.

Im letzten Kapitel bietet die Königin der Schöpfung noch gezielte Empfehlungen im spirituellen Kampf gegen die Wirkungen der Finsternis, die durch unheilsamen Umgang mit Tieren hervorgerufen wird.

Kapitel 6

Der Umgang mit 'abscheuerregenden' oder 'lästigen' Tieren

6.1. Der Umgang mit 'abscheuerregenden' oder 'angsterregenden' Tieren

Die Menschenseele ist so gemacht worden, dass sie von Natur aus ihre Umgebung aus dem Herzen heraus betrachten würde, ohne zunächst nachzudenken und ohne sich zu sehr von den Sinnen führen zu lassen. Durch die Erbsünde vollzog sich in der Seele eine Revolution in der Art und Weise, wie sie ihr Umfeld betrachtet: Der Mensch lässt sich nicht länger an erster Stelle von seinem Herzen führen, sondern durch die Sinneswahrnehmung und durch das Ergebnis der geistigen Verarbeitung aller Sinneswahrnehmungen. Dies heiβt mithin, dass die Menschenseele ihre Mitgeschöpfe nicht mehr automatisch vor dem Hintergrund der Liebe betrachtet, sondern bedachtsam und mit Vorbehalt an sie herantritt, gröβtenteils vor dem Hintergrund möglicher Feindschaft und möglicher Konkurrenz bei der Befriedigung ihrer stofflichen Bedürfnisse.

Ein Beispiel: Wenn die ersten Menschenseelen vor dem Sündenfall durch das irdische Paradies liefen, freuten sie sich über den Anblick aller Lebewesen. Ihre ersten Bedürfnisse waren jene des innigen und ununterbrochenen Kontaktes mit Gott und einer makellosen Unterstützung des Liebesstroms durch die eigene Seele in alle Richtungen. Wenn jetzt ein Mensch im Freien läuft, besonders in einem Gebiet, wo wilde Tiere leben, ist er auf Gefahr gefasst, ebenso wie auf die Konkurrenz von Seiten dieser Tiere in der Befriedigung seiner Bedürfnisse an Nahrung. Das wilde Tier wird nicht in erster Linie als ein anderes Geschöpf Gottes betrachtet, sondern als Konkurrent und Quelle der Gefahr. Dabei weise ich noch einmal darauf hin, dass Tiere gerade durch die Folgen der Erbsünde und der darauf folgenden Sünden der Menschenseelen wild geworden sind, wodurch die Schöpfung sehr bald in ein groβes Ungleichgewicht gekommen ist und die Strömung der Liebe durch die Schöpfung sehr bald gründlich gestört wurde.

Dadurch, dass bei den meisten Menschenseelen nicht länger die Liebe, sondern die Sinneseindrücke und der denkende Geist der erste Antrieb des Verhaltens und der inneren Verfassungen bilden, sind viele Menschenseelen beim Kontakt mit einem Tier nicht mehr automatisch gerührt. Auβerdem gibt es dabei deutliche Unterschiede je nach der Tierart, welche die Menschenseele vor sich zu Gesicht bekommt.

Manche Tierarten sind physisch so gebildet, dass ihr Anblick aus unterschiedlichen Gründen Unruhe einflöβen kann. Der Mensch empfindet bestimmte Tierarten nahezu automatisch als abstoβend oder angsterregend, oder gar abscheuerregend, oder als eine Kombination dieser Eigenschaften. Ein bekanntes Beispiel ist der Eindruck, der in den meisten Menschenseelen spontan hoch kommt beim Anblick von Reptilien, vielen Arten von Insekten oder bestimmten Wildtieren. Diese Empfindung hat verschiedene Wurzeln.

Selbstverständlich ist von einer Anzahl dieser Tiere bekannt, dass ihre üblichen Verhaltens- und Reaktionsmuster für das physische Wohl ihrer Mitgeschöpfe eine Gefahr darstellen können. Auβerdem gibt es diesbezüglich die groβe Macht der sogenannten Vorstellungsverknüpfung: Der Anblick gewisser Tiere weckt gleich unangenehme Gedanken, Gefühle und Erinnerungen an Dinge, die man einst gehört, gelesen oder gelernt hat. Es ist zum Beispiel bemerkenswert, dass die Menschenseele die Unruhe, die in ihr in der Nähe mancher Tierarten durchwegs automatisch hoch kommt, in individuellen Fällen überwinden lernen kann sobald sie sich dessen vergewissert hat, dass sie es mit einem Tier zu tun hat, dass sich nicht so verhält, wie sie aufgrund ihrer Erfahrungen und desjenigen, was sie gehört oder gelernt hat, erwarten würde.

Ein Beispiel: Es gibt Menschen, die mit einem Löwenbaby aufwachsen. Wenn dieses Tier mit Menschen aufwächst und zahm bleibt, wird jede Seele, die mit dem Löwen in Berührung kommt, zu einem gewissen Zeitpunkt bemerken, dass dieses spezifische 'Exemplar' relativ weniger gefährlich ist, und wird sie ihr Vorurteil über den Löwen als möglichen Feind nuancieren.

Etwas Ähnliches gilt auch umgekehrt: Sehr viele Tiere meiden den Menschen, weil sie mit Menschen unangenehme Erfahrungen gemacht haben. Ein Tier, das dem Menschen gegenüber misstrauisch ist, kann trotzdem lernen, dass es Menschen gibt, die ihm nichts zuleide tun wollen, und diesen spezifischen Menschen gegenüber letztendlich vollkommen vertraulich werden.

Es ist sehr traurig, dass es zwischen den Geschöpfen so viel Misstrauen gibt aufgrund der so häufigen Mängel an Liebe in den Beziehungen zwischen den verschiedenen Lebensformen. Der Menschenseele obliegt letztendlich die Verantwortung, diesen Zustand wieder herstellen zu helfen.

Anlässlich des oben aufgeführten Beispiels mit dem Löwen möchte ich übrigens nebenbei darauf hinweisen, dass Gott früher oder später jedes Vorurteil beschämen zu wollen scheint. So viele vorgeformte Meinungen sind in Bezug auf die Unvereinbarkeit mancher Tierarten unter einander im Umlauf: Katze und Hund, Katze und Maus, Katze und Vogel, usw. Trotzdem kommt es schon öfter vor, dass Tiere in völlig unerwarteten Kombinationen ganz friedlich mit einander auskommen. Der Mensch kann darin das Bild des Propheten Jesaja über die messianische Ära Wirklichkeit werden sehen. So war es vor dem Sündenfall des Menschen in der ganzen Schöpfung, und so wird es bei der Gründung von Gottes Reich auf Erden wieder sein: vollkommener Friede und Liebe.

Das System ist klar:

  • Vor dem Sündenfall war die Harmonie innerhalb der Schöpfung vollkommen, weil Abwesenheit der Sünde und somit aller Wirkungen derselben, einer absolut vollendeten Herrschaft der Liebe gleichkommt;

  • Seit dem Sündenfall ist die Strömung der Liebe durch die Schöpfung gestört, somit ist ebenfalls die Harmonie zwischen den Geschöpfen gestört;

  • Gottes Reich kann erst dann auf Erden gegründet werden, sobald möglichst viele Seelen ein möglichst heiliges Leben führen und möglichst viele Wirkungen der Sünde ausgeglichen haben.

Die goldene Brücke zu diesem neuen Stand der Gnade lernen wir in der Wissenschaft des Göttlichen Lebens kennen als die vollkommene Weihe an Maria, vorzugsweise in vollkommener Annahme der Fülle Ihrer Erhabenheit als die Herrin aller Seelen. Dazu hat Gott Sie in diesen Letzten Zeiten vorherbestimmt. Die Herrin aller Seelen Selbst nennt diese verheiβene messianische Ära die Rückkehr zum Stand der Gnade vor der Erbsünde.

Die Ursache der spontanen Abscheu oder Abneigung manchen Tierarten gegenüber, geht tiefer als die spontane Vorstellungsverknüpfung mit Gefahr oder einer 'natürlichen' Abneigung: es gibt eine wichtige spirituelle Komponente, die in der Seele meistens unbewusst bleibt und dadurch eher selten erkannt wird. Einst fragte ich Maria, wieso es eigentlich Tierarten gibt, welchen gegenüber die meisten Menschen eine Abneigung empfinden, während letztendlich alle Tiere von Gott als Geschenk Seiner Liebe gemeint waren. Ihre Antwort war aufsehenerregend:

Es gehört zum Heiligungsvorgang der Menschenseele, dass diese über den Schein der Dinge, über alle oberflächlichen Merkmale hinaus steigen lernen soll. Die Seele nähert sich erst dadurch der wahren Vergeistigung, dass sie sich immer weniger von ihren Sinneseindrücken beeinflussen lässt. Wenn also eine Menschenseele einem Tier begegnet, dem gegenüber sie irgendwie eine Abneigung spürt, soll sie dafür beten, dass sie mit Gottes Hilfe nicht von Abscheu, sondern vom Bewusstsein geführt wird, dass auch dieses Tier innerhalb von Gottes Plan eine Rolle zu erfüllen hat, und dass es auch aus Gottes Liebe hervor gegangen ist. Wenn man ein Tier verabscheut, oder es ekelt einen an, wird im eigenen Herzen leicht den Liebesstrom blockiert und durch Angst oder Abneigung ersetzt. Angst und Abneigung regen eine Seele dazu an, dasjenige, worüber sie solche Gefühle hegt, als feindlich zu betrachten und es zu bekämpfen, sei es physisch oder im Herzen.

Zwischen der Seele und dem Tier wird dadurch der Liebesstrom, der sich wie ein Lichtstrahl darbietet, durch eine Leere, durch Finsternis ersetzt. In jenem Augenblick erfüllt die Menschenseele nicht länger die Aufgabe, die Gott von ihr verlangt, Ihn ebenfalls den Tieren gegenüber zu vergegenwärtigen. Das Tier spürt in dieser Seele nicht Gottes Gegenwart, sondern vielmehr eine Bedrohung.

So ergibt sich eine Beziehung, die in den beiden Richtungen nicht von der Liebe angetrieben wird: Der Mensch lässt das Tier Abneigung spüren, das Tier fühlt sich bedroht oder spürt von der Menschenseele heraus eine Blockade, eine Hemmung in der Liebe. Zusammen mit dem 'verwilderten' Zustand des Verhaltens dieses Tieres (d.h.: der Tatsache, dass dieses Tier infolge der Sündenbürde in der Schöpfung nicht mehr durch Sanftheit und Liebe getrieben wird), regt das Gefühl der Bedrohung das Tier entweder zur Aggression oder zur Flucht an (es möchte seinerseits vom Menschen wegkommen, nichts mit ihm zu tun haben).

Es ist selbstverständlich viel leichter, eine Katze, einen Hund, ein Eichhörnchen oder einen schönen Vogel usw., zu lieben, als ein Tier, welchem gegenüber man bereits beim Anblick mit Abscheu erfüllt wird. Aus diesem Grunde liegt da für die meisten Seelen eine Aufgabe bereit. Es fordert eine Selbstüberwindung, das weniger Anziehende zu lieben, ihm zu vertrauen, es mit Respekt zu behandeln und es als Geschöpf Gottes zu betrachten, usw. Die Herrin lieβ mich früher bereits darauf hinweisen, dass jedes Tier zwar keine direkte Rolle in Gottes Heilsplan spielt, aber immerhin immer eine indirekte Rolle. Der Kontakt mit jedem Tier im Leben einer Menschenseele dient ja der Bildung der Seele in allen Tugenden.

In dem Maβe, in dem die Seele auf dem Weg der Vergeistigung und der Heiligung voran kommt, wird es ihr besser gelingen, im Kontakt mit, zum Beispiel, einer Spinne, nicht an erster Stelle von Abscheu und Angst befallen zu werden, sondern sich dessen bewusst zu werden, dass dieses Wesen ein Geschöpf Gottes ist. Es hat nicht sich selber erschaffen. Es hat somit auch nicht die Gelegenheit bekommen, sich sein eigenes Äuβeres auszuwählen. Hässlich ist übrigens ein sehr relativer Begriff. Sogar eine Spinne oder eine Schlange ist ein Kunststück, ein kleines Meisterwerk Gottes, und dazu sollen wir berücksichtigen, dass wir nur einen winzigen Teil der Leistung wahrnehmen und fassen, die Gott bei der Schöpfung dieser Tiere gebracht hat.

6.2. Der Umgang mit 'lästigen' Tieren

Indem der Mensch seine Mitgeschöpfe nicht mehr spontan als Bauwerke Gottes betrachtet, und indem bestimmte Tiere wegen der Entstellung der Schöpfung ein anderes Verhalten aufzuweisen begonnen haben, werden bestimmte Tierarten überwiegend als 'lästig' empfunden. Dies gilt an erster Stelle für die meisten Insekten. Beispiele, die in unser aller Leben eine Rolle spielen können, sind unter anderem der Kontakt mit Mücken, Fliegen, Spinnen, Ameisen, Schnecken, auch sogenannten Nagetieren wie Mäusen und Ratten, und weiterhin dem sogenannten Ungeziefer.

Bedenken wir, dass auch diese Tiere nicht von Gott dazu erschaffen worden sind, dem Menschen 'auf die Nerven zu gehen'. Egal was die Biologie oder welche Wissenschaft auch immer sagen mag (vielleicht aus weltlicher Sicht oder aus Gründen der Logik 'mit Recht'), wir dürfen niemals aus den Augen verlieren, dass sich bei jeder Tierart das Verhaltensmuster, das Gott in diese Gattung 'eingepflanzt' hatte, im Laufe der Zeit oft in beträchtlichem Maβe verändert hat. Diese Veränderungen können gar nicht nachgewiesen werden, weil es keine Möglichkeit mehr gibt, die Verhaltensmuster einer jeden Tierart in den ersten Tagen nach der Schöpfung der Erde zu beobachten. Ein solches Wissen kann nur über den mystischen Weg zu den Seelen kommen, genauso wie es im vorliegenden Falle durch Göttliche Gnade und die Vermittlung der Herrin aller Seelen kraft Göttlicher Vollmacht erfolgt.

Wie verlangt der Himmel, dass die Menschenseele mit 'lästigen' Tieren umgeht?

     1. Die Seelen können sich durch Gebet gegen die ungünstigen Wirkungen des Kontaktes mit bestimmten Tieren beschützen. Maria weist darauf hin, dass Seelen sich gegen Plagen von Insekten oder sogenanntem Ungeziefer dadurch beschützen können, dass sie inbrünstig für Ausgleich beten. Das heiβt: Jede Plage ergibt sich letzten Endes aus einem Ungleichgewicht in der Schöpfung, das aus den Sünden der Menschheit durch alle Jahrhunderte hervor kommt. Da die Sünde der Gegenpol der Liebe ist, liegt ein Bedürfnis an Aufopferung aufrichtiger Liebe vor (z.B. durch tiefe Gebete), damit die Wirkungen der Sünden ausgeglichen werden können. Es ist wichtig, dass diese Gebete auf uneigennützige Weise dargeboten werden.

Dies heiβt, dass die Seele besser nicht darum bittet, sie möge 'von dieser Mücke, von diesen Fliegen usw. befreit werden', sondern dass sie mit ihrem Gebet vielmehr beabsichtigen sollte, dazu beizutragen, dass sich die aufgrund der Sünden der Menschheit verzerrten Verhaltensmuster dieser Insekten wieder zu einem Muster umwandeln lassen, das mit demjenigen übereinstimmt, das Gott ursprünglich mit diesen Tieren vorhatte. Auch die Insekten hatten innerhalb der Schöpfung bestimmte Rollen zu erfüllen. Diese Rollen haben wegen der Sündenbürde, welche sich die Menschenseelen gesammelt hat, in hohem Maβe die Richtung geändert.

Weil das Verhalten dieser Tiere es manchmal schwer macht, sie längere Zeit (während der Zeit, die zuweilen notwendig ist damit aufgrund des Gesetzes der Gerechtigkeit eine Gebetserhörung erhalten werden kann) einfach gewähren zu lassen, lässt der Himmel auch eine zweite Methode zu, die vorzugsweise nicht als einziges Verfahren, sondern mit der ersten Methode kombiniert angewandt wird:

     2. Es ist zulässig, natürliche, umweltfreundliche Mittel anzuwenden, die Insekten daran hindern, der Menschenseele zum Beispiel nachts den Schlaf zu rauben oder in deren Wohnung einzudringen. Es gibt natürliche Gerüche und Pflanzen, die dies erwirken können. Mittel, die Insekten töten, gefallen Gott grundsätzlich nicht. Vieles von dem, was in wissenschaftlichen Kreisen als 'natürliche Auslese' und 'Überleben des Stärkeren' bezeichnet wird, entspricht keinesfalls Gottes Ansichten, weil es eher auf einer liberalen Lebensphilosophie als auf dem Gesetz der Liebe basiert.

Jedes Mittel, das einem Tier (es handelt sich dabei vor allem um 'Eindringlinge' ins Haus, zum Beispiel Mäuse, Frösche, Bienen, usw.) Leid zufügt oder wodurch das Tier getötet wird, weist die Himmelskönigin betont ab, und zwar immer aus demselben spirituellen Grund: wegen der Tatsache, dass das Tier eine Rolle zu erfüllen hat, einzig und allein Gott über die Dauer dieser Rolle entscheidet, und die Menschenseele dem Tier bedingungslos Respekt schuldet. Was zum Beispiel Mäuse als 'Eindringlinge' ins Haus betrifft, rät die Gottesmutter mit Betonung zum Gebrauch einer Falle in Form eines tragbaren kleinen Behälters, in das die Maus ohne jegliche Verletzung hinein tritt, allerdings nicht von selbst zurück kehren kann. Wenn ein Tier in einem solchen Behälter landet, trägt man den Behälter einfach hinaus und lässt die Maus frei.

So ist der Gebrauch von Insektiziden und Pestiziden rein chemischer Art unerwünscht. Sie töten Tiere oder fügen ihnen physisches Leid zu, und beschädigen darüber hinaus die Umwelt für Insekten aber auch für andere Tiere, ebenso wie für den Menschen. Auβerdem können sie den Boden verunreinigen (vergiften), was sich negativ auf die Gesundheit und die Qualität der Nahrung für Mensch und Tier auswirken kann.

Vor mehreren Jahren fragte ich die Herrin aller Seelen nach einer gottgefälligen Weise, mit Tieren umzugehen, die in ein Wohnhaus eingedrungen sind und eigentlich nicht dorthin gehören. Ich dachte dabei an erster Stelle (gleichwohl nicht ausschlieβlich) an Mücken, Spinnen, Frösche, Mäuse, Bienen, usw. Marias Antwort zeigte, wie weit die Liebe des Himmels für jedes Tier geht. Sie lautete:

"Wenn dieses Haus von einer Mücke, einer Spinne, einem Frosch, einer Maus, einer Biene usw. besucht wird, versuch dann dieses Tier in einen Topf oder etwas Ähnliches einzufangen, geh mit ihm hinaus, und schenke dem Tier die Freiheit, während du inzwischen folgendermaβen zu Mir betest:
'Meine Himmlische Herrin, geruhe, dieses Tier zu beschützen, damit es in den Stand versetzt wird, sein Leben so weiter zu führen, wie Gott es vorherbestimmt hat. Möge es seine Rolle innerhalb von Gottes Schöpfung unter Deiner Obhut weiterhin erfüllen'."

Wichtig ist also, zu bemerken:

  • dass das Tier nicht getötet wird;

  • dass es nicht in einer Vorrichtung oder einem System oder Mechanismus gefangen wird, in welchem es den Tod findet bzw. physischen Leiden unterzogen wird;

  • dass kein Haustier (Hund oder Katze) gegen dieses Tier aufgehetzt wird, sondern

  • dass versucht wird, das Tier in einer Verfassung der Liebe und Toleranz einzufangen, in der Absicht, ihm möglichst bald unverletzt in seiner natürlichen Umwelt im Freien die Freiheit zurück zu geben.

Ich habe diese Anweisung inzwischen seit mehreren Jahren sehr oft angewandt, und bezeuge, dass wenn man dies tut, es einem warm ums Herz wird wenn man die Spinne, die Maus, die Mücke usw. nicht tötet, sondern ihr in der Natur die Freiheit wieder schenkt während man es in Marias Hände übergibt. Es ist gut, sich dabei bewusst vor Augen zu führen, dass es sich um ein Geschöpf Gottes handelt, ein kleines Bauwerk, in welchem Gott Seine Allmacht und Intelligenz sichtbar gemacht hat, ein Produkt Seiner Liebe, und ein kleines Werkzeug, durch welches Gott an der Blüte der Tugendhaftigkeit in Menschenseelen arbeiten will.

Ich möchte es noch einmal mit Betonung wiederholen: Gott kann mit allem etwas anfangen. Dies ergibt sich auch aus den oben angeführten Anweisungen von Seiten der Gottesmutter. Solche Handlungen sind sehr weit von den Gewohnheiten der durchschnittlichen Menschenseele entfernt, und überhaupt sehr weit von demjenigen, was innerhalb unserer Gesellschaft durchwegs gelehrt wird, aber sie gehören durchaus unter den Nenner 'Rückkehr zur vollkommenen Anwendung vom Gesetz der Liebe'. Gerade durch scheinbar absurde Handlungen und Verfassungen wie vorhin angedeutet, soll die Gründung von Gottes Reich auf Erden herbei geführt werden.

Kapitel 7

Spirituelle Umrahmung des Todes eines Tieres

7.1. Begründung des Gebotes "du sollst nicht töten"

Es muss in dieser Schrift bereits klar geworden sein, dass sich der Himmel keineswegs darüber freut, wenn Menschenseelen Tiere töten. Die Entscheidung über Leben und Tod eines Tieres kann bzw. darf nicht von einem Menschen ausgehen. Lassen wir noch einmal unmissverständlich betrachten, wieso nicht:

  • die Menschenseele erschafft keine Tiere, und ist somit nie deren Eigentümerin. Der wahre Eigentümer bleibt Gott;

  • Gott hat die Schöpfung unter die Verwaltung der Menschenseele gestellt, mit der Bedingung, der Mensch solle Gott der Schöpfung gegenüber vertreten;

  • diese Vertretung ist nur in dem Maβe möglich, wie der Mensch die Einstellung und das Verhalten zeigt, die ihn zu einem Spiegel von Gottes Herzen machen. Dies setzt eine vollkommene Nachfolge vom Gesetz der Liebe voraus;

  • es mangelt der Menschenseele an Weisheit, Erkenntnis von allen Einzelheiten von Gottes Heilsplan, unbeschränkten Kenntnissen von Gottes Absichten, und der Vollkommenheit in der wahren Liebe, um auf eine unfehlbare Art und Weise bewerten zu können, welche Bedeutung und Konsequenzen das Leben oder der Tod eines jeden individuellen Lebewesens für den groβen Heilsplan hat. Dies alles liegt in Gottes Händen von Natur aus, und ist der Allerheiligsten Jungfrau Maria im Orden der Gnade gewährt worden. Deshalb besitzt auβer der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und der Herrin aller Seelen niemand die Fähigkeit, sämtliche Einzelheiten des Heilsgeschehens genau auf deren wahre Bedeutung bewerten zu können;

  • seit der Erbsünde ist die Liebe der Menschenseele befleckt. Durch diesen Makel hat die Menschenseele die Fähigkeit verloren, automatisch die Schöpfung in vollendeter Harmonie mit Gottes Willen zu verwalten. Es ist diese Unfähigkeit in der Menschenseele, die Gott davon abhält, die Menschenseele Herrin über Leben und Tod sein zu lassen, denn sie würde die Schöpfung ganz dem Fürsten der Finsternis ausliefern.

Wir können es somit so betrachten, dass die Anwendung und Empfindung der wahren Liebe in ihrer Fülle heiβt, dass die Menschenseele das Göttliche Gebot "Du sollst nicht töten" auf ihr Verhalten den Tieren gegenüber erweitern soll.

Unter dem Neuen Bund gilt tatsächlich, dass jede Menschenseele ihre Vervollkommnung durch eine treue Nachfolge Christi verwirklichen soll. Christus ist die absolute Fülle der Liebe. Die Fülle der Liebe lässt sich unmöglich verwirklichen wenn die Seele sie nicht bedingungslos, nicht uneigennützig und nicht selbstlos ALLEN Lebewesen gegenüber in Anwendung bringt.

Wenn wir uns diese Wahrheiten vor Augen halten, erkennen wir, wie weit die Menschheit von der wahren Liebe abgeirrt ist. So viele Tiere werden achtlos getötet, weil sie dem Menschen 'zur Last' werden. Ich denke dabei nicht nur an Insekten, sondern sogar an neugeborene Katzen und Hunde. Verstehen wir richtig, dass die Menschenseele eigentlich erst dann dazu imstande ist, ein Mitgeschöpf zu töten, nachdem sie zunächst die Liebe in sich selbst getötet oder aber mindestens zeitweise die Wirkungen der Liebe in sich selbst ausgeschaltet hat. Das ist eine besorgniserregende Feststellung, denn die Liebe in sich selbst unwirksam lassen zu werden, heiβt eigentlich, dass man Gott Selbst nicht mehr in sich wirken lässt. Genau in solchen Phasen wird die Sünde geboren und zieht sich die Seele Verletzungen zu, die ihr die seelische Fruchtbarkeit rauben können und durch welche sie das Göttliche Leben verliert. Deshalb ist das Töten eines Tieres, genauso wie das Töten eines Mitmenschen, immer als eine Falle Satans zu betrachten, der sehr gut weiβ, dass die Menschenseele, die ein Mitgeschöpf tötet:

  • Finsternis auf sich herab zieht;

  • einen Zweig des Liebesstroms durchschneidet;

  • in sich einen Graben gräbt, durch welchen er (Satan) seine Versuchungen und seine Finsternis leichter in die Seele hinein strömen lassen kann.

Das menschliche Gesetz bezeichnet das Töten eines Tieres zwar nicht als 'Mord', vor Gottes Gesetz handelt es sich dabei allerdings um einen Makel auf der Seele und einen Spritzer auf dem Gnadenstand der ganzen Menschheit.

Auf eine besondere Weise lässt die Himmelskönigin an dieser Stelle noch auf den unerwünschten Charakter von Stierkämpfen und ähnlichen abgeleiteten Spielen hinweisen, wobei Tieren die Würde geraubt wird und sie getötet werden. Da dies auβerdem in der Öffentlichkeit erfolgt, wird dadurch 'das Töten von Tieren als Norm' in den Herzen vieler Seelen Wurzeln schlagen. Das alles macht Stierkämpfe zu barbarischen, sündhaften Ereignissen, welche die Misshandlung und das Töten eines Mitgeschöpfes zu einer Heldentat erheben. Es handelt sich da um eine öffentliche Verherrlichung der Finsternis.

7.2. Was erfolgt beim Tod eines Tieres?

Man sagt wohl, der Tod ist ein Teil des Lebens. Für die Menschenseele gilt sogar, dass der Tod in gewissem Sinne der wichtigste Augenblick des Lebens ist: beim Tod des stofflichen Körpers auf Erden fängt das Ewige Leben an. In der Sterbestunde wartet auf die Seele ihr Lebensgericht vor dem Thron der Göttlichen Gerechtigkeit. Abhängig vom Maβe, in dem sich die Menschenseele während ihres Lebens auf Erden geheiligt hat, und vom Maβe, in dem sie entweder im positiven Sinne zur Verwirklichung von Gottes Heilsplan beigetragen hat, oder diese Verwirklichung im negativen Sinne beeinflusst hat, bewertet Gott das Maβ, in dem die Seele in der wahren Liebe ausgereift ist. Diese Reifung bestimmt ob die Seele für die Ewige Glückseligkeit bereit ist, und wann (sei es gleich, oder nach einer Läuterungszeit). Sie ist dafür nicht bereit falls sie sich vor der wahren Liebe verschlossen hat. In diesem letzten Falle verdammt sich die Seele selber, gemäβ dem Gesetz von Gottes Gerechtigkeit.

Die Tiere haben nicht im wirklichen Sinne des Wortes eine Seele, und fallen nicht unter das Gesetz von Gottes Gerechtigkeit. Bei ihrem Tod werden sie nicht gerichtet. Was passiert denn mit ihnen, und welchen Zusammenhang gibt es zwischen ihrem Lebensweg und unserer Seele?

In den Tieren werden alle Erfahrungen, die sie mit Menschenseelen gemacht haben, 'gespeichert'. Jedes Streicheln, jede Äuβerung von Liebe und Sanftheit, jedes liebe Wort, aber auch jede Tat der Lieblosigkeit, jede schroffe Zurechtweisung, jede Misshandlung durch Menschenhand, wird gleichsam im Lebensprinzip des Tieres verzeichnet. Beim Tod dieses Tieres wird es also nicht, wie die Menschenseele, gerichtet, denn ein Tier fällt auβerhalb der direkten Wirkungen des Erlösungsmysteriums und kann sich auch nicht versündigen. Betrachten wir mal den Unterschied vor Gottes Gesetz:

  • Wenn eine Menschenseele ein Tier verwundet oder tötet in einer Verfassung der Unreinheit im Herzen, mit anderen Worten auβerhalb des Kontextes der reinen Selbstverteidigung, ist die Rede von Untugend oder gar von Sünde. Gott alleine kann die wahre Natur der Handlung bewerten, aufgrund der Umstände und der Verfassung des Herzens vom Menschen, der die Handlung vornimmt. Diese Handlung ruft ein gewisses Maβ an Finsternis auf die Schöpfung herab, denn es ist gegen das Gesetz der Liebe verstoβen worden;

  • Wenn, umgekehrt, ein Tier einen Menschen verwundet oder tötet, wird keine Untugend oder keine Sünde begangen. Diese Handlung an und für sich ruft keine Finsternis auf die Schöpfung herab. Selbstverständlich kann schon die Nachwirkung dieser Handlung Finsternis entwickeln, wenn Menschenseelen als Reaktion auf dieses Geschehen Untugenden oder Sünden begehen, aber Gott rechnet dies dem Tier nicht an.

Wenn ein Tier nicht gerichtet wird, was erfolgt denn bei seinem Tod? Wenn das Tier stirbt, löst Gott seinen Lebenskeim vom stofflichen Körper los, und diese kleine Burg der Liebe wird wieder in Gottes Herz aufgenommen. In jenem Sinne lässt sich also gleich sagen, dass ein Tier bei seinem Tod in die Himmlischen Sphären zurück kehrt, an den Ort, wo sein Lebenskeim erschaffen worden ist: Das Herz Gottes.

Besonders für ein Haustier oder jedes Tier, das intensiv mit Menschen in Berührung gewesen ist (im Rahmen der Landwirtschaft, des Sports mit Tieren, als Reittier bei der Polizei oder den Streitkräften, usw., im Kontext des Zirkus, in Tiergärten, in Laboratorien, usw.) gilt, dass ihr Lebenskeim bei ihrem physischen Tod, wenn dieser Keim in Gottes Herzen wiederkehrt, Träger einer menschlichen 'Beimischung' ist, die sich aus dem Grad, der Art und der Reinheit der Liebe ebenso wie aus etwaigen Mängeln an Liebe zusammensetzt, welche die Menschenseelen dem betreffenden Tier entgegen gebracht haben.

Wenn das Tier stirbt, ist sein Lebensprinzip also gleichsam mit allem beladen, was das Tier in seinen Beziehungen mit Menschenseelen erlebt hat, das heiβt: mit allen Leiden, die ihm durch Menschenhänden zugefügt worden sind, und mit aller Liebe, Zärtlichkeit und Pflege, die es von Seiten der Menschenseele während seines Lebens erhalten hat. Dies heiβt konkret, dass ein Tier bei seinem Tod gleichsam ohne Worte Zeugnis über die Menschenseelen ablegt, mit denen es während seines Lebens in Berührung gekommen ist, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Vor allem Haustiere werden dabei also gleichsam zu stillen Fürsprechern für die Seelen, von denen sie liebevoll behandelt worden sind, aber auch zu Zeugen gegen Seelen, von denen sie schlecht behandelt worden sind.

Wir können uns das alles so vorstellen, dass Gott beim Tod eines Tieres in dessen Lebensprinzip 'liest': Er sieht und fühlt alles (jede einzelne Wahrnehmung, jede einzelne Erfahrung) was dieses Tier mit Menschen erlebt hat, mit welcher Menschenseele es dies erlebt hat, und wie jede individuelle Wahrnehmung oder Erfahrung bewertet werden sollen (als hinzugefügte Liebe bzw. als zugefügtes Leid).

Dies alles heiβt somit, dass die Liebe zu einem Tier (egal ob es sich um ein Haustier ob sogar 'lediglich' um einen Gartenvogel handelt, usw.) zur Erlösung und Heiligung einer Menschenseele beitragen kann, aber auch, dass jegliche Misshandlung eines Tieres in Gottes Augen ohne Weiteres eine Sünde ist, weil eine solche Handlung einem Mangel an Liebe für ein Werk Gottes Ausdruck gibt, und dies Seinen Heilsplan auf indirekte Weise negativ beeinflusst.

Dies bedeutet mithin ebenfalls, dass jedes scheinbar banale Gefühl, das eine Seele einem Tier gegenüber hegt (ob positiv oder negativ) und jede scheinbar banale Handlung, die eine Seele einem Tier gegenüber vornimmt (ob positiv oder negativ), egal um welche Tierart es sich handelt, in Gottes Herzen verzeichnet ist. Ich muss es noch einmal wiederholen: nichts entgeht Gott, jede Einzelheit, jede Sekunde unseres Lebensweges hat für Ihn eine Bedeutung. Diese Feststellung möge als Aufruf an uns alle gelten, unser Leben in allen seinen Einzelheiten möglichst bewusst zu leben. Zu vieles in einer Menschenseele geht für Gottes Heilsplan sowohl als für die eigene Heiligung verloren, und zu viel Finsternis wird auf die Welt und auf individuelle Seelen durch unzählige achtlos vorgenommene Handlungen herab gerufen.

Einst wurde durch meine Vermittlung die Herrin aller Seelen gefragt, ob wir unsere geliebten Tiere irgendwann, im Ewigen Leben, wieder sehen werden? Der Mensch stellt sich manchmal vor, dass er sein Haustier nach diesem Leben im Himmel so wieder sehen wird, wie es während seines Lebens ausgesehen hat. Die Himmelskönigin erläutert:

Dasjenige vom Tier, was wirklich ununterbrochen mit Gott und Seinen Werken in Verbindung bleibt, ist das Lebensprinzip. Somit ist es dieses Lebensprinzip, das zu Gott zurück kehrt. Dieses Prinzip ist nicht stofflich, es hat nichts mit dem Körper des Tieres zu tun. Ein gestorbenes Tier existiert also durchaus noch im Jenseits, sei es nicht in der stofflichen Form, in welcher die Menschenseele es auf Erden kennt. Das Lebensprinzip des Tieres wird im Jenseits mit den Augen der Seele wahrgenommen.

Über die Existenz eines gesonderten Paradieses für Tiere hat Maria mir bisher nichts gesagt. Da sich Tiere nicht versündigen können, haben sie, im Gegensatz zum Menschen, nach ihrem Tod nichts abzubüβen. Dieses Abbüβen bezieht sich nur auf die Menschenseelen. Was die Tiere betrifft, sagte Maria mir jedoch: "Kein unschuldiges Lebewesen geht verloren". Ein gestorbenes Tier kehrt ins Herz Gottes zurück als Lebensprinzip. Das Lebensprinzip ist 'Träger' der Göttlichen Intelligenz, die den Wachstumsvorgang und die Einströmung der Lebenskraft von Gott aus, im Wesen regelt, und gleichsam einen 'Entwurf des Lebensplans' des betreffenden Lebewesens enthält. Das alles macht das Lebensprinzip des Tieres zu einem wahren Wunder aus Gottes Hand. Der Schöpfer lässt dies nicht verloren gehen.

Dies gilt für jedes Tier, nicht nur für unsere Haustiere. Vergessen wir nicht, dass der Wert eines Tieres in Gottes Augen nicht ausschlieβlich durch die Erwägung bestimmt wird, ob das Tier für den Menschen etwas Konkretes bedeutet. Sogar ein Insekt ist ein Bauwerk Gottes: Es setzt sich aus einem Lebensprinzip und einem stofflichen Körper zusammen, und dieses Letztere bildet an sich bereits ein Wunder von Stoffwechselvorgängen. Das Lebensprinzip ist ein Wunder, weil es Träger des Lebens ist, und das Leben etwas ist, was ausschlieβlich von Gott erschaffen werden kann. Der stoffliche Körper ist ebenfalls ein Element von Gottes Werk: Er setzt sich aus Substanzen zusammen, die von Gott gemacht worden sind, und diese sind gemäβ Gottes Intelligenz und Weisheit zusammen gebracht, auf die Art von Leben, welche Gott für dieses Tier vorgesehen hat. Wenn wir uns dies alles vor Augen halten, verstehen wir besser, wieso Gott sogar das kleinste Insekt nicht verloren gehen lässt.

Vor Gott gilt das Töten eines Tieres grundsätzlich als Makel für den Menschen, der es tut. Jedoch gilt ebenfalls, dass das Töten von, zum Beispiel, einem Hund, einer Katze, einem Pferd u.ä. in Gottes Augen ein gröβerer Makel sein kann als das Töten einer Fliege, zum Beispiel, und zwar deswegen, weil ein Hund, eine Katze oder ein Pferd durchwegs zu tieferen Kontakten mit Menschenseelen kommen oder kommen können. Dadurch werden im Lebensprinzip dieser Tiere gewöhnlich auf intensivere Weise Erfahrungen mit Menschenseelen verzeichnet als im Lebensprinzip einer Fliege, so dass diese Tiere auch gewöhnlich für die seelische Entwicklung von Menschenseelen eine wichtigere Rolle spielen.

Konkret ausgedrückt: Jedes Tier erfüllt seine Rolle, in den Wechselwirkungen innerhalb der Natur ebenso wie in Bezug auf Menschenseelen. Da liegen also tatsächlich Unterschiede vor: Ein Haustier kann einen konkreteren Beitrag zur Entwicklung der Tugendhaftigkeit der Menschenseelen leisten, mit denen es in Berührung kommt, als ein Tiefseefisch, aber es gibt kein einziges Tier, das je ganz ohne Grund oder ohne Nutzen gelebt hätte. Jedes Tier ist ein Bauwerk Gottes, und Gott vollbringt keine sinnlosen Werke.

Maria hat es mir nicht wortwörtlich gesagt, es mir allerdings zu verstehen gegeben, dass die Menschenseele im Paradies auch die Lebensprinzipien der verstorbenen Tiere wahrnehmen kann, und diese so wieder erkennen kann, als wären sie physisch zugegen. Man könnte es sich eigentlich so vorstellen, dass die Menschenseele dort ihren Hund, ihre Katze, ihr Kaninchen, ihren Kanarienvogel usw. ohne weiteres wieder erkennen wird, nicht weil diese dort physisch vor ihr stehen werden, sondern weil die Seele in der Herrlichkeit eine vollkommen aufgeschlossene Wahrnehmung besitzt. Die Himmelskönigin vertraute mir einst an, dass die Seele bei ihrem Eintritt in den Himmel alle Himmelsbewohner wieder erkennt, trotz der Tatsache, dass sie dem Heiligen A oder dem Engel B, usw., niemals auf Erden begegnet ist. Die Seele nimmt eine andere Seele im Himmel ganz anders wahr als hier auf Erden. Die Wahrnehmung im Himmel erfolgt nicht über die Sinne, sondern aus dem Mittelpunkt der Seele heraus. Deswegen ist es für die Seele im Himmel nicht notwendig, dass ein Wesen einen stofflichen Körper besitzt damit sie dieses Wesen wieder erkennt. Die Seele schaut dort gleichsam direkt in den Kern des anderen Wesens hinein.

So sehen wir, dass Gott nichts verloren gehen lässt, dass sogar das Leben eines jeden Tieres sinnvoll ist, und dass jedes Leben in den Schoβ Gottes zurück kehrt. Was von Ihm ausgeht, kehrt zu Ihm zurück, es sei denn, es reiβt sich freiwillig von Ihm los. Nur die Menschenseele kann dies tun, Tiere nicht.

Kapitel 8

Erschlieβung der Bächlein des Heils

8.1. Die Bächlein – Wesentliche Erwägungen

Es muss in diesem Buch klar geworden sein, dass es Gott alles andere als gleichgültig ist, wie der Mensch mit den Tieren umgeht. Das Verhalten, und sogar die inneren Verfassungen und Gesinnungen (Liebe, Abneigung, Angst, usw.) von Menschenseelen den Tieren gegenüber, haben ungeahnt weitreichende Konsequenzen, nicht nur für die betreffenden Tiere, sondern auch:

  • für die Heiligung individueller Menschenseelen

  • für die Entwicklung von Gottes Heilsplan

  • für den Stand der Gnade der Gesamtheit der Menschenseelen

  • für die Einstellung der Tiere im Allgemeinen, und insbesondere jener der durch das Verhalten und die Einstellung der Menschenseele betroffenen Tierart, der Menschenseele gegenüber.

Ich habe es bereits durch sämtliche Schriften in der Wissenschaft des Göttlichen Lebens nachweisen dürfen: In der Schöpfung hat alles Rückwirkungen auf alles, gerade weil die Schöpfung sich aus einem Netz zusammen setzt, durch welches alle Geschöpfe mit einander verbunden sind, in welchem die Knotenpunkte die Geschöpfe selber sind, und die Strömung von Gottes Liebe zwischen allen Geschöpfen die Verbindungsfäden zwischen den Knotenpunkten bilden. Gott hatte es so beabsichtigt, dass jedes Geschöpf zu allen anderen Geschöpfen ausschlieβlich Liebe strömen lässt. Die spirituelle Wirklichkeit weicht allerdings ganz beträchtlich von diesem Göttlichen Idealbild ab, und diese Abweichung vergröβert sich von Jahrhundert zu Jahrhundert, von Jahr zu Jahr, von Tag zu Tag weiter.

Aus diesem Grunde wirkt sich jedes Verhalten, jedes Wort und jede innere Verfassung einer Menschenseele auf ihre eigene Heiligung, ihre Fruchtbarkeit für Gottes Werke, die Verwirklichung von Gottes Heilsplan und allen Seinen Werken, und den Gnadenstand der ganzen Menschheit aus. Das Verhalten einer Menschenseele einem Tier gegenüber, ebenso wie dasjenige, was im Herzen eines Menschen vorgeht während dieser sich einem Tier nähert, beeinflusst dasjenige, was in diesem Tier umgeht. Ein Tier ist sehr empfindlich, und spürt die Herzenseinstellung eines Menschen in seiner Umgebung viel genauer als es die meisten Menschen können. Deshalb ist es verständlich, dass das Verhalten eines Tieres in hohem Maβe vom Verhalten und der Einstellung des Menschen ihm gegenüber beeinflusst wird.

Dieses Verhalten und diese Einstellungen der Menschenseele wirken sich auch auf das Verhalten und die Einstellungen aller Tiere dieser spezifischen Tierart aus, ebenso wie sogar auf das Verhalten und die Einstellungen der ganzen Tierwelt. Dies mag unglaubwürdig erscheinen, und trotzdem ist es die reine Wahrheit, wie diese mir von Seiten der Himmelskönigin verkündet wurde. Jedes Verhalten einer Menschenseele und jede Gesinnung ihres Herzens beeinflusst das Ganze der Schöpfung. Dasjenige, was ein Tier an Wahrnehmungen innerlich speichert, beeinflusst nicht nur das künftige Verhalten und die künftigen Einstellungen und Verfassungen des Tieres selbst: Maria versichert, dass auch andere Tiere dadurch unbewusst beeinflusst und umgewandelt werden. Dies erklärt mithin, wieso in der ganzen Tierwelt im Allgemeinen eine ausgeprägte Schüchternheit dem Menschen gegenüber vorherrscht: Die Menschenseele wird von den Tieren als eine Gefahr, eine Bedrohung, eine Quelle des Unheils wahrgenommen. Für Gott bildet dies eine der tiefsten Quellen des Schmerzes, weil:

  • dies aus den unzähligen Sünden hervorgeht, die Menschenseelen durch alle Zeiten gegenüber den Tieren begangen haben, d.h. also aus einem groβen Mangel an Liebe;

  • dies viele der Zweige im Netz der ganzen Schöpfung, durch welche die Liebe strömen soll, unwirksam macht und dadurch ständig ein Ungleichgewicht in der ganzen Schöpfung herbeigeführt wird. Dadurch, dass sich das Gesetz der Gerechtigkeit immer in jene Richtung auswirkt, neue Gleichgewichte zu suchen, werden durch diesen Zustand allen Geschöpfen zusätzliche Lasten aufgebürdet.

Aufgrund der in dieser Schrift verkündeten Thesen gibt die Himmelskönigin den Seelen die nachfolgenden Punkte zur Erwägung:

  • Wie können die Menschenseelen erwarten, das wahre Glück zu finden, wenn ihr Verhalten und ihre Sündhaftigkeit sie so sehr von der Liebe losgerissen haben, dass die Tiere, die von Anfang an von Gott unter ihre Obhut gestellt waren, sie als Gefahr und Bedrohung wahrnehmen? Anfangs war dies nicht der Fall, es herrschte eine absolute Harmonie unter den Geschöpfen. Unzählige Menschenseelen haben Gott aus ihrem Leben verbannt, wecken in ihren Mitgeschöpfen eher Abneigung, Furchtsamkeit oder Angst als Vertrauen, Geborgenheit und Anziehung auf, und sind deswegen nicht länger dazu imstande, das wahre Glück zu finden. Die Wissenschaft erklärt die Furchtsamkeit von Tieren dem Menschen gegenüber als 'angeborener natürlicher Instinkt'. Der tiefe Kern der Seele gleichwohl, spürt (durchwegs unbewusst) ganz gut, dass es sich da um etwas sehr Unnatürliches, sogar Widernatürliches handelt: die Menschenseele hat im Herzen der Tiere ihren Status als Spiegel von Gottes Gegenwart verloren.

  • Die Bestrebung der Menschenseele, möglichst genau nach Bild und Gleichnis Gottes zu wachsen (was eigentlich der letztendliche Zweck der Wissenschaft des Göttlichen Lebens ist), hat für die Schöpfung ungeahnte Folgen. Je mehr Seelen sich der Heiligkeit nähern (d.h. zum Stand der Seele vor der Erbsünde zurück kehren), desto mehr werden auch Tiere zum Stand eines vollkommenen gegenseitigen Friedens zurück geführt. So kann die Seele, indem sie selber die Heiligkeit anstrebt, sogar einen Beitrag zur Ausrottung der Raubsucht im Tierreich und der Aggressivität zwischen den Lebewesen liefern. Dies ist eine der bisher wenig bekannten Folgen.

  • Halten wir uns immer vor Augen, dass jeden Tag viele Milliarden von Kontakten zwischen Menschen, und zwischen Menschen und Tieren stattfinden. Bedenken wir dabei, welchen Unterschied es für die ganze Schöpfung mit sich bringen würde, wenn alle diese Kontakte in einer Atmosphäre aufrichtiger Liebe verlaufen würden, statt der Selbstsucht, des Egoismus, des Hasses, des Unfriedens, der Misshandlung, der Verachtung, der Demütigung, der Schroffheit, der Gefühllosigkeit, der Gleichgültigkeit, der üblen Nachrede usw., die Tag für Tag Milliarden dieser Kontakte prägen... Dies alles ruft eine stockfinstere Wolke über die Schöpfung herab. Es ist auf eine schreckliche Manipulation von Seiten Satans zurück zu führen, dass so wenige Seelen dies erkennen. Eine gründliche Umwandlung der Einstellung vieler Menschenseelen den Tieren gegenüber würde Wellen von Licht über die Schöpfung und einen viel gröβeren Frieden in viele Herzen bringen.

  • Die Herrin sagte einst, der Stand der Gnade der Menschheit als Ganze würde beträchtlich verbessern wenn sich alle Seelen den Tieren gegenüber konsequent nach den Regeln verhalten sollten, welche Sie lehrt. Die Liebe ist nur in dem Maβe bedingungslos und rein, wie sie ohne Unterschied allen Geschöpfen gegenüber angewandt wird.

  • Die unzähligen Elemente des Elends in dieser Welt sind letzten Endes alle der Sünde zuzuschreiben. Tiere können sich nicht versündigen. Folglich sind ausschlieβlich die Menschenseelen für das Elend in der Welt verantwortlich, und somit ebenfalls für die Wiederherstellung der Harmonie innerhalb der Schöpfung, die durch die Sünde hochgradig entstellt worden ist.

  • Der einzige Weg zur Wiederherstellung der Harmonie innerhalb der Schöpfung, und somit zur Befreiung der Welt aus allem Elend, ist jener der Heiligung der Menschenseelen und der Wiedergutmachung der Wirkungen der Sünde. Der Weg dorthin ist gerade der Gegenstand der Wissenschaft des Göttlichen Lebens, des Ganzen der Thesen der Herrin aller Seelen. Ein wichtiger Teil der Verstöβe gegen Gottes Gesetz der Liebe wird im Rahmen der Kontakte von Menschenseelen mit Tieren begangen.

  • Gott schickt jedes individuelle Tier mit einer spezifischen Rolle in die Welt, einer bestimmten 'Aufgabe', wie banal diese auch scheinen mag. Das Maβ, in dem jedes Tier diese Aufgabe erfüllen kann, wird alles in allem stark von den Menschenseelen beeinflusst.

  • Alle Menschenseelen sind auf der Suche nach dem wahren Glück. Diese Suche ist der wichtigste Antrieb aller Handlungen. Viele Seelen erkennen nie, oder erst sehr spät, dass das wahre Glück ein Seinszustand ist, der sich in dem Maβe entfaltet, wie die Seele das Gesetz der Liebe in allen Einzelheiten ihres Lebens in Anwendung bringt.

  • Die moderne Gesellschaft ist in allen ihren Komponenten ein Lobpreis an das logische Denken und Analysieren. Da liegt gerade eine der gröβten Quellen des Elends. Die Menschheit hat die Wissenschaft und Technologie entwickelt und hat diese zu Abgöttern erhoben, auf Kosten der Anwendung der wahren Liebe. Das Ziel, das Menschenseelen am Häufigsten anstreben, ist ein Leben, das sie schnell und zweckmäβig zur Befriedigung aller ihrer weltlichen Bedürfnisse führen kann, statt eines Lebens, das sie schnell und zweckmäβig heiligen kann. Nur dieses letztgenannte Ziel ist das Ziel, das Gott den Seelen eingepflanzt hat, und basiert auf einer ungehemmten Strömung der Liebe zwischen allen Geschöpfen.

  • Die Beziehung einer Menschenseele zu einem Haustier ist kein banaler Zustand, der sich strikt zwischen einem Menschen und einem Tier vollzieht, sondern ein Bund, der für den Menschen vor Gottes Augen Verpflichtungen mit sich bringt. Es gibt auf dieser Welt Hunderte von Millionen solcher Bünde. Dies allein schon beleuchtet die Wichtigkeit dieser Beziehungen für die spirituelle Atmosphäre, in welche die Welt gehüllt ist.

  • Jede Beziehung zwischen einer Menschenseele und einem Tier ist als Kanälchen im Strom von Gottes Liebe durch die Schöpfung gedacht. Weil die Kommunikation zwischen der Menschenseele und dem Tier weder mittels des gesprochenen noch mittels des geschriebenen Wortes möglich ist, wirkt dieses Kanälchen ausschlieβlich aufgrund der reinen Liebe, und zwar in dem Maβe, wie sich die Menschenseele darum bemüht, sich in das Tier hinein zu versetzen. Der Mensch kann zwar zum Tier sprechen, allerdings ist es die Herzensverfassung des Menschen während des Sprechens, die den wahren Kontakt herstellt.

  • Es wird leicht davon ausgegangen, dass viele Tiere 'von Natur aus' dem Menschen gegenüber schüchtern sind. In Wirklichkeit liegt die Scheu, die Furchtsamkeit dem Menschen gegenüber, nicht in der Natur der Tiere, denn alle Geschöpfe sind von Gott so erschaffen worden, dass sie sich gegenseitig vollkommen vertrauen. Die Scheu der Tiere dem Menschen gegenüber ist somit in Wirklichkeit ein Zeugnis gegen die Menschheit.

8.2. Himmlische Ratschläge für eine grundlegende Erneuerung der Einstellung des Menschen gegenüber den Tieren

Die ganze Schöpfung funktioniert auf der Grundlage der Liebe, welche die Essenz des Göttlichen Lebens ist. Wer eine bessere Welt haben möchte, ohne Elend und von Glück, Frieden und Liebe erfüllt, tut deswegen gut daran, zu erkennen, dass Satan voll damit beschäftigt ist, alle Geschöpfe gegen einander aufzustacheln und dafür zu sorgen, dass sie sich gegenseitig schwächen und mindestens moralisch zerstören. Gerade aus diesem Grunde herrscht unter den Seelen so viel Uneinigkeit und Unfriede. Die wahre Liebe und alle deren Äuβerungen werden in der menschlichen Gesellschaft in groβem Stil gehemmt, entmutigt, entkräftet, und nicht selten als Zeichen der Schwäche betrachtet. Dadurch blutet die Welt leer an wahrem Leben, Göttlichem Leben, der Lebenssphäre, die mit wahrer Heiligung einher geht. Verbannung der wahren Liebe aus der Gesellschaft kommt Verbannung von Gott, vom Sündenbewusstsein, von der Anwendung aller Tugenden gleich. Der Tod der Liebe in den Menschenherzen läuft auf den Tod der Hilfe und der Unterstützung von Seiten der Menschenseelen an ihre Mitgeschöpfe hinaus.

Wer die Liebe in sich sterben lässt, lässt mithin auch sein ganzes Gefühlsleben sterben. Mit dem Gefühlsleben stirbt ebenfalls die Fähigkeit, seine Mitgeschöpfe als Lebewesen mit Gefühlen zu betrachten. Jedes Mitgeschöpf wird somit zu einem Gegenstand, der als Handelsware, als Konkurrenten, als Hindernis auf dem Weg zum Besitz und zum Gewinn, als Feind, oder als 'Auslassventil' für Frustrationen und Unfrieden betrachtet wird. Dadurch werden alle erdenklichen Werke der Finsternis geboren: Aggression, gefühllose Konkurrenz, Gewinnsucht, Selbstsucht, und das alles zügellos, indem jedes Sündenbewusstsein gestorben ist. Die Seele erhebt sich selbst zu einem Gott, schafft und folgt eigenen Gesetzen, und versucht ihre Mitgeschöpfe gnadenlos diesen Gesetzen zu unterziehen. Ihr Verhalten lässt sich kaum noch moralischen Regeln unterziehen. Ihr einziges Lebensziel liegt im Irdischen, denn an das Ewige Leben glaubt sie nicht mehr. Folglich ist ihr ganzes Tun, Lassen und Denken an maximaler Befriedigung ihrer eigenen weltlichen Bedürfnisse orientiert. Es erhebt sich in der Seele eine gefährliche Kombination von Einstellungen:

  • sie lebt nur für die Befriedigung weltlicher Bedürfnisse

  • sie hat kein einziges Ziel mehr, das noch über das Vergängliche hinaus geht

  • sie erhebt sich selbst zu ihrem eigenen Gott, in einer eigenen Welt mit eigenen Regeln

  • sie hat kein Sündenbewusstsein mehr, so dass ihr Verhalten sich von nichts mehr zügeln lässt

  • sie blockiert jeden Liebesstrom in sich und zu ihren Mitgeschöpfen hin

  • jedes Mitgeschöpf ist für sie entweder ein Hindernis oder ein Verbündeter auf dem Weg der Untugend, oder ein Mittel zur Befriedigung ihrer eigenen Selbstsucht.

Dies alles zusammen bildet an und für sich eine ganze Lebenseinstellung, durch welche die Seele nicht nur sich selbst immer gründlicher von der Beseelung mit dem Göttlichen Leben los schneidet, sondern auch bei der Einbürgerung einer allgemeinen Geisteshaltung von Gottlosigkeit in der ganzen Gesellschaft mitwirkt. In einer gottlosen Gesellschaft herrscht die Kultur des Todes: die Liebe wird systematisch ermordet, das Leben als Träger von Gottes Liebe wird verachtet und ihr wird die ganze Würde geraubt, Mitmenschen und Tiere werden schamlos ausgebeutet, misshandelt und getötet.

Gibt es einen Weg zurück?

Durchaus. Die Liebe kann aus individuellen Herzen verbannt werden, sie kann in den Mitgeschöpfen misshandelt und getötet werden, aber Gott hört keine Sekunde lang damit auf, neue Wellen von Liebe durch die Schöpfung zu schicken. Es gibt in der Welt somit keinen Mangel an Liebe, sondern einen Mangel an Aufnahme, Einbau und freiwilliger Förderung der Durchströmung der Liebe. Das Netz der Schöpfung, dieses Netz, das sich aus Milliarden von Knotenpunkten und Kanälchen zusammensetzt, durch welche Gottes Liebe durch die Schöpfung kreisen soll, muss wieder hergestellt werden. Dies kann nur in dem Maβe erfolgen, wie Seelen in sich eine Wiedergeburt der Liebe als treibende Kraft zulassen. Dazu ist es erforderlich, dass Seelen ihr ganzes Weltbild wieder umzuschalten verstehen: der wichtigste Antrieb und der wichtigste Zweck von Handeln und Denken dürfen nicht länger weltlich und somit vergänglich sein, sondern Himmlisch und somit zeitlos, mit anderen Worten 'ganz an Gott und Seinen Werken orientiert'.

Gerade dieser ganze Umschwung soll im Kampf für eine vollkommene Liebe in der Behandlung der Tiere bezweckt werden. Damit die unzähligen Wirkungen der Finsternis unwirksam gemacht werden, sollen sämtliche Werke der Finsternis unterminiert werden, sollen alle Seelen sich die Hand reichen und sollen die Tiere mit einer selben Liebe behandelt werden, so dass sich alle Geschöpfe gegenseitig tragen, denn jedes Geschöpf hat seine eigenen Schwächen. Erst wenn jedes Geschöpf des anderen Schwächen durch aufrichtige Liebe und Dienstbarkeit tragen hilft, werden diese Schwächen zu einer gewaltigen Kraft des Wiederaufbaus der Schöpfung.

Die Königin von Gottes Schöpfung gibt zunächst einige grundlegende Ratschläge:

  • unsere Gesellschaft ist von der Lieblosigkeit des Materialismus durchdrungen. Diese Geisteseinstellung wird in immer gröβerem Stil auf die Kinder übertragen. Es ist somit notwendig, unsere Kinder in einer bedingungslosen Liebe für alle Geschöpfe, einschlieβlich der Tiere, zu erziehen. Der Erwachsene soll sich darin üben, keine Tiere mehr zu töten, damit die Kinder das Töten von Tieren (sogar von Insekten) nicht länger als selbstverständlich in ihre Werte und Normen einbauen.

  • jede Seele sollte sich daran gewöhnen, sehr regelmäβig um Erkenntnis vom tieferen Wesen der Tiere zu beten, mit denen sie in Berührung kommt, insbesondere in Bezug auf ihre eigenen Haustiere. Das Hinüberflieβen der Liebe zwischen einem Tier und einer Menschenseele funktioniert nur in dem Maβe, wie die Seele die Aufgeschlossenheit aufweist, sich in das Tier hinein zu fühlen.

  • Tierplagen können für Seelen eine groβe Glaubensprobe in sich tragen. Die Seele sollte sich daran gewöhnen, nicht gleich die Tiere zu töten, sondern die Überforderung zu weihen, und um die Vermittlung der Königin der Schöpfung zu beten, damit Ihre vollendete Liebe ein Gegengewicht für die Schulden bildet, die diese Situation herbei geführt haben. Marias Vermittlung ist nicht selten ausschlaggebend für die Erschlieβung von Gottes Barmherzigkeit.

  • es ist unbedingt notwendig, regelmäβig für die Bekehrung von Seelen zu beten, die dazu neigen, Tiere zu misshandeln und bzw. oder zu vernachlässigen. In diesen Seelen muss die Liebe neu geboren werden. Das von Menschen herbeigeführte Leid von Tieren blamiert den Schöpfer aufs Schrecklichste, und ist völlig sinnlos wenn es nicht auf spirituelle Weise von Menschenseelen in sich aufgenommen und geweiht wird.

  • die Himmelskönigin empfiehlt sehr betont die Lektüre der Schrift Die unverwelkbare Blume von Galiläa (auf dieser Webseite unter Belehrungen > Kurze Belehrungen), in welcher an mehreren Stellen gezeigt wird, wie Maria Selbst mit Tieren umging. Auch mehrere Stellen aus Wiedergeburt des irdischen Paradieses (noch nicht in endgültiger deutscher Fassung veröffentlicht) verweisen auf Marias Umgang mit Tieren.

Die Herrin aller Seelen inspirierte bisher einige Gebete im Kampf für eine gröβere Liebe zu den Tieren und zur Sinngebung an alles Leid der Tiere. Es wäre auβerordentlich wertvoll, wenn jede Seele sich daran gewöhnen sollte, beim Anblick eines leidenden Tieres, entweder im Alltag oder im Fernsehen, sogar wenn sie etwas über leidende Tiere erzählen hört, sich gleich im Herzen mit Maria in Verbindung zu setzen und inbrünstig zu Ihr zu beten. Das erste Gebet, das Maria zu diesem Zweck vermittelte, lautet folgendermaβen:

"Maria, Königin von allem Erschaffenen, ich opfere Dir all mein Herzeleid über das Leiden dieses Tieres, damit es dieses in der Erfahrung Göttlicher Liebe durchstehen kann, und dieses Leiden aufgrund meines Herzeleids und meiner Liebe zu diesem Geschöpf Gottes, in Gnaden für die Welt umgewandelt werden kann".

Wenn es sich dabei offensichtlich um von Menschenhand herbeigeführte Leiden handelt, sollte man noch hinzufügen:

"Möge dieses Gebet den Urheber dieser Leiden von aller Finsternis befreien und ihn durch die Ausgießung der wahren Liebe heilen".

Eine wahre spirituelle Offensive gegen Tiermisshandlung (in allen ihren, oft vertuschten und sogar legalisierten Formen) bestünde darin, dass Seelen regelmäßig gemeinsam ein ähnliches Gebet an Maria richten und es vor allem bei jeglicher Gelegenheit beten. Als allgemeinste Weihe vermittelte die Herrin aller Seelen die nachfolgenden Worte:

"O Maria, mächtige Königin aller Geschöpfe, ich weihe Dir alle Tiere, die auf dieser Welt durch Menschenhand misshandelt und getötet werden, damit sie mit meiner Liebe und meinem Herzeleid bekleidet, zu Gottes Herzen wiederkehren mögen als Zeugnis gegen die Werke Satans.
Möge aufgrund ihres stillschweigenden Zeugnisses Gottes Barmherzigkeit auf die Menschenseelen herab kommen, in Form vom Licht der Erkenntnis, der Reue und der Bekehrung zur wahren, bedingungslosen, selbstlosen Liebe zu allen Werken Gottes, damit diese Werke der Finsternis auf der ganzen Welt gebrochen werden"
.

Im Zusammenhang mit dem Begriff 'Barmherzigkeit' in diesem Gebet lässt mich die Herrin aller Seelen auf das Nachfolgende hinweisen:

Gott hat jeder Menschenseele einen freien Willen geschenkt, und verletzt diesen nicht. Das heiβt, dass die Seele ihr Verhalten frei bestimmen kann. Versündigt sie sich, so wird Gott sie nicht direkt daran hindern. Jede Seele verfügt über ein eingebautes Überwachungssystem, das ihr Verhalten vor dem Hintergrund von Gottes Gesetz überprüft. Dieses System ist das Gewissen. Wegen des freien Willens der Seele wird Gott nicht einschreiten wenn die Seele ihr Gewissen abschaltet um sich ungehemmt zu versündigen. Jede von einer Seele begangene Sünde muss allerdings wieder gutgemacht werden.

Gottes Barmherzigkeit ist ein zusätzliches Ausgleichssystem, das aus Gottes unendlicher Liebe hervorgekommen ist. Angewandt auf das Thema dieser Schrift, heiβt dies:

Die unzähligen von Menschen gegen Tiere begangenen Sünden können kaum von anderen Menschenseelen wieder gutgemacht werden. Deswegen ist es notwendig, dass Seelen in ihren Gebeten, ihren Aufopferungen und ihrer Weihe zugunsten der Liebe den Tieren gegenüber das Einschreiten von Gottes Barmherzigkeit herab flehen, damit die nicht abgebüβten und nicht wieder gutgemachten Sünden durch diese direkte Vermittlung von Gottes Gnade in Form der Erkenntnis, der Reue und der Bekehrung bei jenen Seelen ausgeglichen werden können, die sich ein Fehlverhalten den Tieren gegenüber haben zu schulden kommen lassen.


Die Wiederaufwertung der Tiere, wenn diese aufrichtig erfolgen soll, soll damit anfangen, nicht länger Tiere zu töten, und soll durch einen möglichst tadellosen Respekt den Tieren gegenüber, eine Anerkennung der Würde der Tiere als Bauwerke Gottes, und die Annahme ihrer Eigenheit als Art und als individuelles Wesen vollendet werden. Ich habe darauf hingewiesen, wie die Herrin aller Seelen mich lehrte, Tiere, die nicht in die Wohnung gehören, in einen kleinen Behälter oder Topf einzufangen und sie anschlieβend vollkommen unversehrt, liebevoll und sanft im Freien wieder los zu lassen. Maria lehrte mich dabei das nachfolgende kleine Gebet, das auszusprechen ist während man einem Tier (Maus, Frosch, Spinne, Mücke usw.) drauβen die Freiheit wieder schenkt:

"Meine Himmlische Herrin, geruhe, dieses Tier zu schützen, damit es in den Stand versetzt wird, sein Leben weiterhin so zu führen, wie Gott es vorherbestimmt hat. Möge es seine Rolle innerhalb von Gottes Schöpfung unter Deinem Schutz weiterhin erfüllen".

Damit die Handlung mit dem 'Eindringling' ganz vollendet wird, spreche ich durchwegs noch eine kurze spontane Weihe an die Allerheiligste Jungfrau aus, die sich etwa folgendermaβen anhören kann (nehmen wir zum Beispiel an, es handelt sich um eine Spinne):

"Liebe Himmlische Mutter, diese Spinne hat sich verirrt und ist in meinem Zimmer gelandet. Durch die Himmlische Liebe will ich ihr die Freiheit in der Umgebung schenken, die für sie besser geeignet ist. Ich bitte im Austausch dafür, dass irgendeine irrende Seele die wahre Freiheit der Heiligung finden möge".

Diese Worte bringen mich zur nachfolgenden Empfehlung von Seiten der Herrin aller Seelen, die von gröβtem Interesse ist wenn die Seele jeder Handlung einem Tier gegenüber einen allumfassenden Wert beimessen möchte, so dass die Auswirkung einer scheinbar banalen Handlung unendlich viel umfassender werden kann.

Man kann einem Anliegen und einer Handlung in Bezug auf ein individuelles Tier einen sehr groβen Mehrwert geben und deren Wirkungen auf die ganze Tierwelt erweitern. Einige Beispiele:

  • Sie können, Wenn Sie ein Tier streicheln, Maria darum bitten, Sie möge diese Handlung auf alle Tiere übertragen, so dass diese Handlung sich so auswirkt, als würden alle Tiere auf der Welt in diesem selben Augenblick gestreichelt. Die Himmelskönigin kann dieses Anliegen in einen Strahl von Liebe für alle Tiere dieser Welt umwandeln.

  • Sie können regelmäβig auf etwas verzichten (Entsagung) in der Absicht, irgendwo auf der Welt möge ein Tier zusätzliche Liebe, ein liebevolles Zuhause, gute Pflege und keine Misshandlung ernten. Es handelt sich da um ein spirituelles Gesetz, das kaum bekannt ist und noch weniger angewandt wird: Indem man selber freiwillig etwas weniger Angenehmes erlebt bzw. auf sich nimmt, und dies ausdrücklich Gott darbietet (zum Beispiel, vorzugsweise, durch Maria), kann man bekommen, dass irgendwo auf der Welt ein anderes Geschöpf es besser hat. In Anwendung dieses Wissens kann man Augenblicke, in welchen man zum Beispiel Hunger leidet oder einem kalt ist, dazu aufopfern, dass ein Tier mehr Nahrung bekommt oder findet, und es ihm wärmer wird.

  • Sie können einen bestimmten Schmerz freiwillig leiden und weihen und dabei den Wunsch darbieten, aufgrund dieses Leidens möge ein Tier nicht misshandelt oder gequält werden.

  • Sie können im Winter drauβen Nahrung für Vögel oder streunende Tiere bereit stellen, und dies mithin ausdrücklich als Akt der Liebe zugunsten aller Tiere der Welt weihen. Sie können dadurch die Gnade freisetzen lassen, dass nicht nur die spezifischen Tiere, welche die von Ihnen vorgesehene Nahrung vorfinden, zu Essen bekommen, sondern auch noch andere Tiere irgendwo auf der Welt aufgrund Ihres Aktes der Liebe ebenfalls Liebe ernten.

  • Die Herrin aller Seelen hat mich gelehrt, kleine tote Tiere (z.B. Mäuse, die schon mal Haustieren zum Opfer fallen), zu begraben, und diese kleine Handlung mit einem kleinen spontanen Gebet zu verbinden, das etwa folgendermaβen formuliert wird: "Liebe Himmlische Königin, durch Deine Hände gebe ich dieses Tier an Gottes Herz zurück. Geruhe, es mit meiner Liebe zu bekleiden, damit Gottes Gnadengaben für alle Geschöpfe geweckt werden mögen".

Schlussbetrachtung

Eine Übersicht der Faktoren, die einem lieblosen Umgang mit den Tieren Vorschub leisten, und ein spirituelles Widerwort

Tierschutzvereine und Tierasyle leisten oft lobenswerte Arbeit. Damit ihre Anstrengungen ergänzt und die Wirkungen derselben erhöht wird, ist allerdings eine intensive spirituelle Unterstützung erforderlich. Dies versteht sich leicht, wenn wir die Thesen vor Augen halten, welche in dieser Schrift dargelegt werden.

Ich habe auf eine Anzahl von Faktoren hingewiesen, die in der menschlichen Gesellschaft wirksam sind und von dort aus die gesamte Atmosphäre des Lebens prägen. Auβerdem hat jede Seele ihre eigene Persönlichkeit, ihre eigenen Verhaltens- und Reaktionsmuster, die ihrerseits wiederum in hohem Maβe durch die Gesellschaft beeinflusst werden. Wir können im Grunde genommen sieben Faktoren auflisten, die in der Gesellschaft und in individuellen Seelen eine Atmosphäre schaffen, welche einem lieblosen Umgang mit den Tieren Vorschub leistet. Betrachten wir mal diese Faktoren, die Einstellungen durch welche sie zum Ausdruck kommen, ihre Auswirkung auf den Umgang mit Tieren, und einen spirituellen Gegenzug.

1) Gottlosigkeit

Die Gottlosigkeit in der Welt wächst ständig weiter an. Sie äuβert sich durch ein allgemeines Sterben des Sündenbewusstseins. Immer mehr Seelen bilden sich einen eigenen Verhaltenskodex, der auf ihrem eigenen Weltbild basiert und den wirklichen Sinn und den wirklichen Zweck des Lebens auf Erden (die eigene Heiligung und den persönlichen Beitrag zu Gottes Werken) nicht berücksichtigt. Das ganze Verhalten wird auf weltliche Zielsetzungen gerichtet, und wird nicht durch Liebe sondern durch Eigeninteresse geführt.

Der Umgang mit Tieren erhält hier seine Form aufgrund eines Mangels an wahrer Liebe und eines vollkommenen Mangels an Erkenntnis von den Folgen eines jeden Verhaltens für die seelische Entwicklung. Diese Verfassung bildet ein offenes Tor zu ungehemmter Misshandlung, Vernachlässigung und dem ungehemmten Töten von Tieren.

2) Ächtung des Gefühlslebens

Die Menschenseele ist ursprünglich mit der Neigung erschaffen worden, aus dem Herzen heraus zu leben und ihre Umgebung vor dem Hintergrund des Gesetzes der Liebe zu betrachten und zu interpretieren. Durch die Erbsünde wurde der Fähigkeit der Menschenseele, Gottes Liebe vollkommen durchströmen zu lassen, eine Wunde geschlagen. Diese Fähigkeit wurde dadurch immer mehr getötet, dass die Menschenseele ihr Umfeld aus dem Verstand heraus zu betrachten begann. Die Erbsünde und die darauf folgende Neigung zur Sündhaftigkeit unter den Seelen brachte die Notwendigkeit des Leidens um Gottes Gnade zur Wiederherstellung des verletzten Bundes der Liebe loszukaufen. In ihren Versuchen, das Leiden aus ihrem Leben auszubannen, begann die Seele über alles nachzudenken. Dies war der Anfang des rationalen, kühlen Überlegens, und brachte den sich immer häufiger wiederholenden Mord an allen Fundamenten, Einstellungen und Äuβerungen der Liebe in den Menschenseelen und zwischen ihnen und ihren Mitgeschöpfen mit sich.

Die systematisch zunehmende Ächtung der Liebe und der Herrschaft des Gefühlslebens in den Seelen kommt den Tieren gegenüber zum Ausdruck in allen Formen gefühllosen Umgangs, wobei Tiere als Gegenstände betrachtet werden, statt als Wesen mit Gefühlen. Aus dieser Verfassung heraus werden Tiere gewissenlos behandelt, und wird in ihnen die Liebe selber geschlagen, verletzt, geschmäht und getötet. Diese unzähligen täglichen Attentate von Menschenseelen auf Tiere sind in Wirklichkeit Attentate auf das Herz von Gott Selbst.

3) Geltungsbedürfnis

Das Geltungsbedürfnis ist der Drang der Seele, sich durchzusetzen, ihren eigenen Willen gelten zu lassen als Versuch, ihre Mitgeschöpfe einzuschüchtern oder an sich zu unterwerfen. Auch diese Neigung hat, genauso wie jede Untugend, ihre Wurzeln in der Erbsünde. Es lag ursprünglich die Absicht vor, die Menschenseele solle mit allen ihren Mitgeschöpfen in vollkommener Harmonie leben. Als die Seele aufgrund der Erbsünde ihr paradiesisches Leben verlor, musste sie sich durch die unterschiedlichsten Prüfungen hindurch am Leben halten. Die Seele begann den Kampf für einen gewissen Status, weil sie sich ständig über ihre Mitgeschöpfe erheben wollte. Das Geltungsbedürfnis kommt oft aus der Frustration hervor, der seelischen Verfassung, die dann geboren wird, wenn die Seele das Gefühl hat, dass ihr etwas fehlt, sie diesen vermeintlichen Mangel bewusst oder unbewusst nicht annimmt, und diese nicht angenommene Entbehrung zu einem Steuerfaktor ihres ganzen Verhaltens und aller ihrer Verfassungen wird.

Mit zunehmender Gottlosigkeit und Ächtung des Gefühlslebens kombiniert, gibt das Geltungsbedürfnis leicht Anlass zu aggressivem Verhalten. Tieren gegenüber kommt dies gewöhnlich in Misshandlung, der Neigung Tiere zu 'zähmen', schroffem und hartem Umgang ohne Wärme oder Zuneigung zum Ausdruck.

4) Hochmut

Auch der Hochmut war der Menschenseele von Natur aus fremd. Hochmut ist die Verfassung, in welcher die Seele jeglichen Sinn für Relativität in Bezug auf ihre Position innerhalb von Gottes Schöpfung verliert, so dass sie sich selbst im absoluten Sinne als durchaus wertvoll und wichtig betrachtet. Ursprünglich besaβ die Menschenseele keinen Hochmut, denn sie lebte makellos an Gottes Herzen orientiert, im Bewusstsein ihrer Aufgabe im Rahmen ihres Bundes mit Gott, eines Bundes der Dienstleistung zugunsten von Gottes Plänen und Werken. Hochmut äuβert sich im Allgemeinen in Selbstüberhebung: die Seele erhebt sich über ihre Mitgeschöpfe und macht sich selbst zum Gott oder mindestens zu einem Mittelpunkt um welchen sich die ganze Schöpfung dreht.

Im Umgang mit Tieren kommt diese Verfassung leicht in der Überzeugung zum Ausdruck, die Tiere wären nur da, dem Menschen zu dienen. Man nähert sich den Tieren dann durchwegs mit wenig Gefühl, und diese werden zu Gegenständen herab gewürdigt, von denen erwartet wird, dass sie lediglich und ausschlieβlich die vielen Bedürfnisse und Scheinbedürfnisse des Menschen befriedigen. Die hochmütige Menschenseele wird zu einem herzlosen Geschöpf, dass so eingebildet ist, dass sie ohne weiteres davon ausgeht, dass alles eigens dazu erschaffen worden ist, ihr persönlich zu dienen. Sie lässt den Gedanken nicht mehr zu, dass jedes Mitgeschöpf seine Eigenheit besitzt, aus Gottes Hand hervor kommt, und genauso wie sie selbst eine eigene Rolle in Gottes Schöpfung zu erfüllen hat.

5) Materialismus, Orientierung an weltlichen Bedürfnissen

Die Menschenseele war so erschaffen, dass sie im Stande der Vergeistigung leben sollte. Auβer den unbedingt notwendigen stofflichen Bedürfnissen empfand sie nur das alles beherrschende Bedürfnis an Gottes Gegenwart. Im irdischen Paradies war für die wenigen stofflichen Bedürfnisse gesorgt worden. Seit dem Sündenfall muss die Seele gleichwohl diese Bedürfnisse durch eigene Anstrengungen befriedigen. Die Seelen orientierten sich deswegen allmählich hauptsächlich an ihren stofflichen Bedürfnissen, wobei das Bedürfnis an Gottes Gegenwart in den Hintergrund verwiesen wurde, und bald fing die Befriedigung der stofflichen Bedürfnisse an, ein eigenes Leben zu führen. Es wurden immer mehr 'Bedürfnisse' geboren.

Je mehr die sogenannten (Schein)Bedürfnisse zunehmen, desto weniger leicht werden sie alle befriedigt, zumal da die ganze Atmosphäre, welche die Gesellschaft beherrscht, völlig von weltlichem Denken, Fühlen und Bestreben durchdrungen ist, und die Seelen sogar den Wert ihres Lebens nach dem Maβ zu messen beginnen, wie sie alle Scheinbedürfnisse befriedigen können, die künstlich ins Leben gerufen werden. Je mehr das Einlösen der unzähligen weltlichen Bedürfnisse als nicht ausreichend empfunden wird, desto mehr wachsen Unzufriedenheit und Frustrationen. In einem höheren Grad entarten die Verfassungen oft in Aggressivität. Dies alles tritt häufig in unterschiedlichen Formen der Tiermisshandlung zutage, im Rahmen des Leistungssportes mit Tieren, wobei Tiere als Handelsware betrachtet und behandelt werden.

Diese Verfassungen können nur durch inbrünstiges Gebet für Vergeistigung der Menschenseelen und für den Geburt vollkommen neuer Werte in unserer Gesellschaft sinnvoll bekämpft werden. Solange die Sucht nach Geld die alles beherrschende Sorge der meisten Seelen bleibt, und das Geld über alles als allmächtiger Gott angebetet wird, wird die Liebe zu den Mitgeschöpfen systematisch getötet.

6) Selbstsucht

Die Selbstsucht hat sich in die Menschenherzen hinein geschlichen wie eine krankhafte Folge der Tatsache, dass die Seelen seit der Erbsünde für die Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse Anstrengungen leisten müssen. In dem Maβe, wie Gott aus dem Herzen verbannt wird, und die Liebe in den Herzen unwirksam wird, neigt die Seele dazu, sämtliche Anstrengungen am eigenen Wohlbefinden in den weltlichen Aspekten des Lebens zu orientieren. Sie begräbt sich dadurch in einer eigenen Welt, aus welcher alle Mitgeschöpfe gefühllos weggedrängt werden. Diese werden nur noch geduldet, und zwar insofern sie erbarmungslos zwecks Befriedigung der eigenen Bedürfnisse ausgebeutet werden können.

Die Gleichgültigkeit den Mitgeschöpfen gegenüber kommt unter anderem in Vernachlässigung von Tieren, herzloser Behandlung von Tieren, dem Organisieren von Feuerwerk und Freiluftveranstaltungen mit intensivem Lärm zum Ausdruck, ohne dass sich die Veranstalter um die Qualen kümmern, denen diese leeren und seelenlosen Tätigkeiten unzählige Tiere unterziehen. Selbstsucht kommt ebenfalls in einem Geist des Wettbewerbs zum Ausdruck, wobei der eigene Gewinn oft auf Kosten des Wohles und des Glücks der Mitgeschöpfe erworben wird, zum Beispiel im gnadenlosen Leistungssport mit Tieren, wobei diese Letzteren auf Kosten ihrer Gesundheit und ihres moralischen Wohlbefindens herzlos ausgebeutet werden. In diesem Kontext sehen wir am Eindeutigsten, wie die Liebe von den Abgöttern des Geldes und des Eigendünkels (des vergänglichen aber so sehr angebeteten weltlichen Prestiges) zerschmettert wird.

7) Genusssucht

Mit der zunehmenden Herrschaft der weltlichen Bedürfnisse im Leben der Menschenseele suchte diese Letztere nicht länger ihre Verzückungen bei Gott, sondern im Weltlichen. In ihrer Blindheit sah sie seit der Erbsünde nicht mehr spontan, dass das Weltliche nur Scheingenuss bringt, als ob es sich um Honig handeln würde, der im Munde süβ schmeckt aber während der Verdauung ins Gären kommt und anschlieβend den ganzen Organismus vergiftet.

Das zentrale Bedürfnis der meisten Seelen kommt in der Esskultur zum Ausdruck. Zahlreiche Seelen scheinen 'zu leben um zu essen', und suchen ihre Verzückungen in den unterschiedlichsten Geschmackskombinationen. Dies wirkt sich allerdings in einem hohen Ausmaβ auf das Gleichgewicht und auf die Liebe in der Schöpfung aus: täglich werden Tiere (Säugetiere, Vögel und Fische) massenhaft abgeschlachtet, oft nach den herzlosesten Behandlungen, zwecks Befriedigung der Launen von Menschenseelen, die danach suchen, im Genuss zu leben (im Körper) mit dem Tod unzähliger Mitgeschöpfe als Preis. Wie blind ist doch die Krone der Schöpfung geworden, die anfangs als Vertreterin Gottes den Geschöpfen gegenüber gedacht war, die allerdings zur gröβten Bedrohung ihrer Mitgeschöpfe geworden ist, durch eine riesige Fleischindustrie, zügellosen Fischfang, Jagd und Wilderei.

Im Antwortbrief 435 hatte ich das Vorrecht, die These der Himmelskönigin bezüglich des Tötens von Tieren zu vertreten. Ohne jeden Zweifel haben viele Seelen die gröβte Mühe damit, weil das Töten von Tieren für den Fleisch- und Fischvertrieb seit vielen Jahrhunderten in einem so hohen Ausmaβ eingebürgert ist, dass kaum noch eine Seele erkennt, was hier wirklich vorgeht, welch schweren Schaden das alles Gottes Schöpfung zufügt, und in welch schrecklichem Ausmaβ die Liebe dabei verleugnet und getötet wird. Im Idealfall sollte jeder Mensch Vegetarier werden, denn vor der Erbsünde hatte Gott den Menschenseelen die samentragenden Pflanzen als Nahrung anvertraut. So stand es in Seinem ursprünglichen Plan mit der Menschenseele geschrieben, die anfangs noch heilig und vergeistigt war.

Letzte Ratschläge von Seiten der Gottesmutter:

1. Versuchen Sie sich in jedem Kontakt mit einem Tier in dieses Wesen einzufühlen, unter allen Umständen (bei Kälte, Hitze, Hunger, Durst).

2. Seien Sie sich bei jedem Kontakt mit einem Tier dessen bewusst, dass es sich um ein Wesen handelt, dass genauso wie Sie, von Liebe lebt, ständig Liebe braucht, sich nach Liebe sehnt, nur in dem Maβe blühen kann, wie es Liebe empfindet, und auch nur in demselben Maβe selber seine Berufung als Knotenpunkt der Liebe und des Friedens wirklich normal entfalten kann.

3. Betrachten Sie immer jedes Lebewesen als ein Werk von Gottes Liebe, das ein Staubkorn von Gottes Herzen in sich trägt. Seien Sie sich dessen bewusst, dass auch Tiere, die Sie nicht leicht lieben können, nicht von Natur aus so waren, wie Sie diese jetzt sehen (infolge der Erbsünde!). Ursprünglich war jedes Tier liebenswert. Es liegt in Gottes Plan, dass dies wieder so werden soll. So hatte es bereits der Prophet Jesaja in seiner Vision über die messianische Ära vorgesehen.

4. Betrachten und behandeln Sie jedes Tier so, als ob es sich um Ihren besten Freund handeln würde: mit ungehemmter selbstverleugnender Liebe, Geduld, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Verständnis.

5. In dem Maβe, wie eine gröβere Anzahl von Menschenseelen mehr Tieren Liebe bezeugen, wird die ganze Schöpfung in mehr Licht eingehüllt werden. Die Essenz der Qualität des Lebens in der Welt setzt sich aus dem Maβ an wahrer Liebe und innerlichem Frieden in den Seelen zusammen. Die Menschheit hat immer noch viel zu wenig verstanden, dass der Umgang mit den Tieren zu den wichtigsten Faktoren zählt, welche die Qualität des Lebens bestimmt. Wer Liebe sät, erntet Liebe. Wer Misshandlung und Kälte sät, erntet Finsternis und Unfrieden. Wer unsere Welt und die Verfassungen und Einstellungen vieler Menschenseelen betrachtet, soll erkennen, dass ein tiefgreifendes Umdenken dringend notwendig ist.

6. Jede Seele soll der Tatsache Rechnung tragen, dass der Umgang mit Tieren einen wichtigen Faktor im Stand ihrer Gnade und bei der Verwirklichung ihres Ewigen Heils bildet. Seelen verdammen sich selbst nicht nur durch einen untugendhaften und lieblosen Umgang mit ihren Mitmenschen, sie können dies ebenfalls durch einen untugendhaften und lieblosen Umgang mit Tieren tun. Nur die wenigsten Seelen wissen dies. Genau zu diesem Zweck werden in dieser Zeit diese Belehrungen aus dem Himmel selbst den Seelen geschenkt.

Es gibt Seelen, die den Kampf für eine liebevolle Behandlung von Tieren für naive Sentimentalität halten. Ich bezeuge hiermit, mit dieser ganzen Schrift, dass der Kampf für die Neuaufwertung der Tiere eine dringende spirituelle Notwendigkeit ist. Tiermisshandlung, Vernachlässigung von Tieren und andere von Gott nicht erwünschte Formen des Umgangs mit Tieren zählen zu den meist verbreiteten Werken Satans, die allerdings am wenigsten als solche erkannt werden, und die für einen beträchtlichen Anteil der Finsternis verantwortlich sind, die diese Welt bedeckt, ebenso wie für einen beträchtlichen Anteil der verschwommenen Gefühle des Unfriedens und des Unglücklichseins, die in unserer Welt so tiefe Wurzeln geschlagen haben. Die Menschheit kann das wahre Glück nicht finden solange sie Gott verbannt, die Liebe unwirksam macht, und täglich in vielen Millionen von Kontakten mit Tieren Sünde und Finsternis auf sich herab zieht.

Menschenseelen, Gottes Vermächtnis der Liebe ist uns in die Hände gegeben worden. Sein Vertrauen in uns war so groβ, dass Er Seine ganze Schöpfung in unsere Obhut stellte. Wir haben dieses Vertrauen dadurch beschämt, dass wir Sein Gesetz der Liebe durch unsere eigenen Gesetze der Selbstsucht und der materiellen Interessen ersetzt haben. Wir haben dadurch das irdische Paradies verloren und eine Einöde von Unfrieden und Elend geerntet. Wir bekommen die Gelegenheit, das Elend wieder aus der Welt zu verbannen, und die Wege dorthin werden uns von der Gottesmutter in Ihrer Eigenschaft aller Eigenschaften – als Herrin aller Seelen – gezeigt in der Wissenschaft des Göttlichen Lebens, von welcher die vorliegende Schrift Teil ist, wie überhaupt sämtliche Myriam-Schriften. Einer dieser Wege ist jener der vollständigen Wiederherstellung der Harmonie zwischen Mensch und Tier.

Aus diesem Grunde ruft die Himmelskönigin hiermit auf zur Bildung einer

Gebets- und Aufopferungskette von Menschenseelen zur Wiederherstellung der bedingungslosen Liebe zu den Tieren.

Reichen wir uns die Hand im regelmäβigen Beten der nachfolgenden Himmlischen Worte:

 

1239. KETTENGEBET FÜR DAS WOHL DER TIERE

durch Myriam van Nazareth

dieses Gebet ist unter anderem zum Beten an den
'Myriam-Gebetstagen für das Wohl der Tiere' gemeint,
wie von Maria in Ihrem Aufruf vom 20. Dezember 2011 an die Seelen erbeten

O Heilige Jungfrau Maria, Königin von Gottes Schöpfung und Mittlerin aller Gnaden,

Gott hat die Tiere erschaffen zur Freude der Menschenseele und zur Vervollkommnung ihrer Fähigkeit zu einem heiligen Verhalten.

Täglich wird dieses Geschenk Gottes auf dieser Welt unzählige Male durch liebloses Verhalten von Menschenseelen gegenüber Tieren entehrt.

Dadurch ist die Strömung der Liebe und des Göttlichen Lebens durch die ganze Schöpfung ernsthaft gestört, und wird die Finsternis, die durch die Sünde über die Menschheit ausgebreitet worden ist, täglich in einem ungeahnten Ausmaβ vergröβert.

O Mutter der Barmherzigkeit, im Namen der ganzen Menschheit flehe ich Dich dringend an um Deine mächtige Vermittlung. Geruhe, durch die uneingeschränkte Macht Deiner vollendeten Liebe die Kraft und Ausstrahlung jeder guten Tat, jeder Handlung der Liebe aller Menschenseelen dieser Welt zugunsten eines Tieres zu vervielfachen, damit Licht von Erkenntnis und Bekehrung über die Menschheit ausgegossen werden möge, in einer Liebesexplosion:

  • zur Befreiung von Tieren aus der Finsternis von Misshandlung in gleich welcher Form seitens Menschenseelen. Vater Unser + Gegrüβet seist Du...

  • zur Befreiung von Tieren aus der Finsternis von Vernachlässigung durch Menschenseelen. Vater Unser + Gegrüβet seist Du...

  • zur Befreiung von Tieren aus der Finsternis von jeglicher Form lieblosen und bzw. oder gleichgültigen Verhaltens seitens Menschenseelen. Vater Unser + Gegrüβet seist Du...

  • zur Befreiung von Tieren aus der Finsternis eines jeden materialistischen Verhaltens seitens Menschenseelen. Vater Unser + Gegrüβet seist Du...

  • für Barmherzigkeit gegenüber Tieren, die von Menschenseelen im Stich gelassen oder verstoβen werden. Vater Unser + Gegrüβet seist Du...

  • für Barmherzigkeit gegenüber Tieren, die durch Verschulden von Menschenseelen zu wenig Nahrung haben. Vater Unser + Gegrüβet seist Du...

  • zur Befreiung von Tieren, die Opfer entwürdigender Experimente und anderer entwürdigender Handlungen seitens Menschenseelen sind. Vater Unser + Gegrüβet seist Du...

  • zur Befreiung von Tieren, die Opfer von Wilderei durch Menschenseelen sind. Vater Unser + Gegrüβet seist Du...

  • zur Befreiung von Tieren, die Opfer von Ausbeutung zwecks menschlichen Vergnügens, im Sport oder zu gleich welchem Erwerbszweck sind. Vater Unser + Gegrüβet seist Du...

  • für Barmherzigkeit gegenüber Tieren, die aus irgendwelchem menschlichen Grunde Opfer von Vertreibung aus ihrer natürlichen Umwelt sind. Vater Unser + Gegrüβet seist Du...

O Mutter Gottes, mächtige Besiegerin aller Finsternis, aller Sünde und aller Versuchung, ich biete Dir meine Prüfungen dieses Tages dar für die Ausgieβung von Gnaden der Barmherzigkeit und Bekehrung für alle Menschenseelen auf der Welt, die nicht begriffen haben, dass nur die Liebe der Menschenseele gegenüber allen ihren Mitgeschöpfen – Mensch und Tier – die Welt aus ihrem Elend retten kann, und die den Wert eines jeden Tieres innerhalb von Gottes Werken und für ihren eigenen innerlichen Frieden und für ihr eigenes Glück nicht erkannt haben.

Geruhe, in allen diesen Seelen die Macht der Versuchung zu jeglichem lieblosen und bzw. oder eigennützigen Verhalten, zu jeglicher Gleichgültigkeit und zu allem Materialismus zum Nachteil von Tieren zu brechen, damit diese Seelen zur Bekehrung kommen und die Welt aus dem Elend befreit werden möge, welche die bittere Frucht vom Tod der Liebe zu den Mitgeschöpfen ist, die Gottes Vorsehung auf den Lebensweg der Seele für ihr Glück und ihr Ewiges Heil zugelassen hat.

Um diese Gunsterweise zu erhalten, flehe ich zu Dir:

  1. um eine Explosion Göttlichen Lichtes und Göttlicher Liebe in allen Seelen,

  2. um die Lähmung der Macht Satans, der in unzähligen Menschenseelen die Liebe zu ihren Mitgeschöpfen getötet hat oder diese Seelen täglich vergiftet, damit sie die Wirkungen seiner Werke von Finsternis auch in ihrem Verhalten und in ihrer Einstellung den Tieren gegenüber vergröβern, und

  3. um die Gnade, dass durch dieses Gebet alle Tiere auf dieser Welt Gottes Liebe und Barmherzigkeit erfahren mögen, zur Verherrlichung der Liebe, durch welche Er die ganze Schöpfung am Leben erhält.

♥ ♥ ♥

Zu diesem Gebet gehört der:

Begleitender Aufruf vom 20. Dezember 2011
von Seiten der Heiligen Jungfrau Maria, der Herrin aller Seelen,
zur Bildung einer Gebetskette mit einem

Gebetstag für das Wohl der Tiere
am vierten Tag eines jeden Monates

Anlässlich der Inspirationen, die in der Myriam-Schrift Die Bächlein des Heils ausgearbeitet worden sind, ruft Maria zur Bildung einer Gebetskette auf, wobei am vierten Tag eines jeden Monates für das Wohl der Tiere auf dieser Welt gebetet und die Weihe seines Selbst an jenem Tag Maria dargeboten wird.

In Die Bächlein des Heils lehrt die Himmelskönigin die Seelen die ungeahnte Bedeutung der Tiere in deren indirekter Rolle innerhalb von Gottes Heilsplan für die Menschenseelen. Maria weist darauf hin, dass Gott die Tiere aus unterschiedlichen Gründen erschaffen hat, und dass einer dieser Gründe in der immensen Rolle der Tiere in der Bildung von Menschenseelen in der Tugendhaftigkeit und der Heiligung liegt.

Aus diesem Grunde ist es in Gottes Augen buchstäblich eine Schande und eine Unehre für die Menschenseele und eine groβe Beleidigung an Seine Liebe wenn die Seele Tiere misshandelt, vernachlässigt oder in irgendwelcher Form lieblos, selbstsüchtig oder gleichgültig mit Tieren umgeht.

Deshalb ruft die Heilige Jungfrau jetzt dringend zur Veranstaltung dieser Gebetstage auf, um Gnaden der Bekehrung von Menschenseelen herab zu flehen, die mit Tieren in einer Weise umgehen, die nicht mit Gottes Liebe in Übereinstimmung ist, und für die Befreiung der Tiere selbst aus allen diesen Formen des Elends, das ihnen von Menschenseelen zugefügt wird, obgleich die Menschenseelen innerhalb der Schöpfung als Krone auf Gottes Werken und Vertreter Seiner Liebe vorgesehen waren.

Maria weist darauf hin, dass Sie für diese Gebetstage den vierten Tag eines jeden Monates gewählt hat wegen der symbolischen Bedeutung der Tatsache, dass am vierten Tag eines Monates (Oktober) des Schutzheiligen der Tiere, des H. Franziskus von Assisi, gedacht wird.

Als erster Gebetstag entschied Sich die Himmelskönigin für den 4. Februar 2012, damit Ihr Myriam-Apostolat die Gelegenheit bekommt, möglichst viel Text aus Die Bächlein des Heils in den verschiedenen Sprachen zur Veröffentlichung bereit zu stellen, damit die Seelen möglichst tief informiert werden.

Mögen möglichst viele Seelen durch diesen Himmlischen Aufruf im Herzen berührt werden. Der Einsatz dieser Gebetstage ist unendlich viel gröβer als die meisten Menschenseelen erkennen können. Laut der Heiligen Jungfrau bildet der Kampf gegen Verhalten Tieren gegenüber, das gegen Gottes Gesetze verstöβt, einen wichtigen Teil des Kampfes gegen alle Finsternis auf dieser Welt, so dass die Menschheit nicht aus ihrem Elend befreit werden kann solange die Einstellung unzähliger Seelen gegenüber den Tieren sich nicht tiefgreifend ändert. Daher Marias Aufruf zu einem intensiven spirituellen Kampf in diesem Bereich. Es handelt sich um die Würde der Tiere ebenso wie um jene der Menschenseelen.

Zu Diensten der Heiligen Jungfrau als Herrin aller Seelen,

Ihre Myriam

♥ ♥ ♥

Zum Schluss vermittelt die Herrin aller Seelen die nachfolgenden Empfehlungen zum Herabflehen von Gnaden und zur Wiedergutmachung für die vielen Verhaltensweisen den Tieren gegenüber, die nicht Gottes Gesetz der Liebe entsprechen:

  • Lassen Sie keine Gelegenheit vorbei gehen, Tiere die drauβen leben mit Nahrung und bzw. oder frischem Wasser zu versehen;

  • Falls Ihnen dies möglich ist, nehmen Sie ein Tier zu Ihnen ins Haus, das kein zuhause hat oder verstoβen worden ist. Lieben Sie es aufrichtig und hegen und pflegen Sie es;

  • Schenken Sie Gott, vorzugsweise durch Maria, jede Handlung von Liebe, die Sie einem Tier gegenüber stellen, und jedes Wort der Liebe, das Sie zu einem Tier sprechen, in der Absicht, die Auswirkungen dieser Handlungen und Worte mögen sich auf die ganze Schöpfung erweitern, und alle Tiere mögen dadurch Strahlen der Liebe erhalten. Glauben Sie daran, und so wird es sein, also verspricht es die Königin von Himmel und Erden.

In Liebe zu Gott und zu Seiner Schöpfung,

Myriam