TOTUS TUUS, MARIA !

DER HEILIGE VERTRAG ZWISCHEN DER SEELE UND MARIA
ALS BRÜCKE ZU GOTT

BEGRÜNDUNG DER VOLLKOMMENEN WEIHE AN MARIA

Myriam van Nazareth


INHALT

Einfuhrung
1. Wieso Weihe an Maria?
2. Wie lässt sich die vollkommene Weihe an Maria begründen? –
Von den aufsässigen Engeln zur Frau mit dem Fuβ auf der Schlange:
Rechtfertigung des heiligen Vertrags der Weihe an Maria in
fünfzehn Punkten
3. Überblick des heiligen Vertrags der Weihe an MARIA
4. Strafrede gegen alle Kräfte, welche die vollkommene Weihe an Maria
bekämpfen
5. Über das Wesen Mariä
6. Tiefe des heiligen Vertrags der Weihe an MARIA
    6.1. Die drei Fragen bevor sich die Seele an Maria weiht
    6.2. 'Sohn, siehe deine Mutter' als Schlüssel zur Vollendung des
Erlösungswerks
    6.3. Vollkommene Weihe als Vermählung mit Maria
    6.4. Vollkommene Weihe als die aktivste Beteiligung an der Vollendung
von Gottes Werken
    6.5. Vollkommene Weihe als Vervollkommnung des Christseins
    6.6. Vollkommene Weihe als Quelle innerer Neugestaltung
    6.7. Vollkommene Weihe als Quelle tiefer Sinngebung
    6.8. Vollkommene Weihe als Lebensziel
    6.9. Vollkommene Weihe blüht auf den Kreuzen des Lebens
    6.10. Vollkommene Weihe als ein der gröβten Göttlichen Mysterien
    6.11. Die Macht Mariä als Element in der vollkommenen Weihe
    6.12. Das Reich Mariä
Zum Schluss

Im Jahr 2006 inspirierte die Heilige Jungfrau Maria Ihrer Myriam ein Grundmanifest für die vollkommene Weihe der Seele und ihres Lebens an Sie, unter dem Titel Marias Tempel. Dieses Manifest war als grundlegender Leitfaden für jede Seele gemeint, die mit Maria den lebenslänglichen Bund der vollkommenen Weihe eingehen möchte. Die Heilige Jungfrau bezeichnet diesen Bund als heiligen Vertrag der Weihe.

Ab der Pfingstzeit 2020 wurde schrittweise der vorliegende Text in der Absicht inspiriert, Seelen zur Vertiefung ihres Verständnisses der wahren Bedeutung und des unsagbaren Wertes des heiligen Vertrags der vollkommenen, bedingungslosen, lebenslänglichen Weihe an die Königin von Himmel und Erden zu führen, ebenso wie des tiefen Wesens und der einzigartigen Bedeutung des Lebens als an Sie geweihte Seele, sowohl für die betreffende Seele selbst als für den Heilsplan, den Gott zugunsten der ganzen Schöpfung durch Menschenseelen zu vollenden versucht.

Jede Seele ist nur dazu auf Erden, damit sie eine einzige Mission vollbringt: Sie wird von Gott als ein Element innerhalb des groβen Netzwerks der ganzen Schöpfung entworfen um Gottes Heilsplan vollenden zu helfen. Gott wirkt tatsächlich alle Seine Werke und Pläne vorzugsweise durch Menschenseelen aus: Er bedient sich des Tuns und Lassens von Menschen, der Worte, Gedanken, Gefühle, Wünsche und Bestrebungen von Menschen. Der einzige Faktor, der bestimmt, in welchem Maβe Gottes Werke und Pläne tatsächlich erfüllt werden, und wann, ist der freie Menschenwille.

Aus diesem Grund ist die Welt, wie wir sie um uns herum sehen, kein Spiegel von Gottes Herzen bzw. von Gottes Absichten, sondern lediglich die Frucht der Art und Weise, wie Menschenseelen ihren freien Willen einsetzen. Alles, was von Menschenseelen ausgeht und Finsternis in sich trägt, ruft Finsternis auf die ganze Welt herab. Alles dahingegen, was Licht und Liebe in sich trägt, hilft die Liebe, die Gott ununterbrochen in Seine Schöpfung zu injizieren versucht, erschlieβen und diese dadurch besser spürbar, wirklich wirksam und fruchtbar machen. Gerade damit diese Fruchtbarkeit zu ihrem Höchstmaβ geführt werden kann, entstand in Gottes Herzen das Konzept des Vertrags der vollkommenen Weihe an Maria, Seine auserkorene und über alles Erschaffene erhabene Tochter, die Unbefleckte Empfängnis, Heilige Jungfrau, Mutter des Göttlichen Erlösers und Messias, und Herrin aller Seelen, diejenige, die nach einem makellos heiligen und sündenlosen Leben auf Erden mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen und dort zur Königin von Himmel und Erden gekrönt wurde.

Maria ist kraft Göttlicher Verfügung die Königin aller Seelen, aber diese Eigenschaft bekommt ihre wahre Wirkung nur in dem Maβe, wie sich die Seele tatsächlich an Maria weiht und sie diese Weihe in allen Einzelheiten ihres Lebens in der Tiefe in Anwendung bringt. Eine tief gelebte Weihe der Seele an Maria als Königin und Herrin aller Seelen gliedert die Seele im höchst möglichen Maβe in die Kette von Gottes Heilswerken ein, in diesem Sinn, dass jede Einzelheit ihres Lebens dann eine besondere Kraft in dieser Kette entwickeln kann.

Wahre, tief gelebte Weihe an Maria sorgt dafür, dass alles, was sich in der Seele vollzieht und alles, was von ihr ausgeht von Marias vollkommener Liebe bekräftigt und dadurch unendlich verstärkt wird. In dem Maβe, wie die Seele Maria tatsächlich Herrin über ihr ganzes Leben und ihr ganzes Wesen sein lässt, wird sie tatsächlich von Maria geführt und zu Handlungen und Verfassungen, Gedanken und Gefühlen inspiriert, die wahrhaftig Träger von Liebe und Licht, und somit von Göttlichem Leben sind. Die Welt scheint in einem Sumpf von bodenlosem Elend und Finsternis mit tausend Gesichtern versunken zu sein. Dies kommt daher, dass unermessliche Mengen Göttlichen Lebens aus dem Netzwerk der Schöpfung wegflieβen aus Undichtigkeiten, die dadurch in diesem Netzwerk entstehen, dass auf dieser Welt Tag für Tag unzählige Millionen von finsteren Elementen aus Menschenherzen in die ganze Schöpfung injiziert werden. Alles ist mit allem verbunden. Keine Handlung, kein Versäumnis, kein Gedanke, kein Gefühl und kein Wunsch einer Menschenseele bleibt ohne Wirkung auf das ganze Netzwerk der Schöpfung, entweder positiv oder negativ.

So kann die Menschenseele Gottes vollendete Liebe in Gottes Augen gleichsam noch weiter 'bereichern', dadurch, dass sie diese auβerdem mit ihrem Sehnen danach bekleidet, dass diese Liebe ihre Mitgeschöpfe – gleich welcher Art oder Gattung – spürbar mit Gottes Gegenwart in Berührung bringen möge und dass diese Mitgeschöpfe dadurch in die heilsamen Wirkungen dieser Gegenwart aufgenommen werden mögen. Hier wird abermals dasjenige gezeigt, was die Herrin aller Seelen ständig verkündigt: Der freie Menschenwille ist für Gott unverletzlich und heilig, und gerade der Gebrauch dieses freien Willens im Einklang mit Gottes Erwartungen macht die Menschenseele wahrhaftig fruchtbar im Vollbringen ihrer Lebensaufgabe innerhalb von Gottes Heilsplan.

Die Menschenseelen sollen zu einer tiefen Anwendung der wahren Liebe zurückkehren. Nicht Gott soll in das Elend und die Finsternis der Welt einschreiten, sondern die Menschenseelen, und zwar jede Seele einzeln im eigenen Herzen. Es gibt keinen zweckmäβigeren Weg um dies mit der höchsten Fruchtbarkeit zu vollziehen als jenen der vollkommenen Weihe an Maria.

Vollkommene Weihe einer Menschenseele an Maria ist ein Bund restloser Hingabe dieser Seele an die Heilige Jungfrau in der einzigen Absicht, den endgültigen Sieg des Lichts über die Finsternis voranzubringen, damit Gott Seinen Plan zur Gründung Seines Reiches der ewig währenden vollkommenen Liebe, des vollkommenen Friedens und Glücks und der vollkommenen Gerechtigkeit in und zwischen allen Geschöpfen auf Erden vollenden möge.

Dies alles ist also keine Sache Göttlichen Einschreitens, sondern eine Sache aktiver Anwendung der wahren Liebe seitens aller Menschenseelen, wodurch sich der Heilsplan Gottes aufgrund der Göttlichen Verfügung verwirklichen kann, die festlegt, dass sich alles durch eine tadellose Verschmelzung zwischen dem aufrichtigen Sehnen und dem beharrlichen Einsatz von Menschenseelen einerseits und dem Willen Gottes andererseits verwirklichen soll.

1. Wieso denn Weihe an Maria?

Der endgültige Sieg des Lichts über die Finsternis wird auf vollkommene Weise im Bild Mariä mit dem Fuβ auf der Schlange symbolisiert: Die Königin von Himmel und Erden hat Satan immer vollkommen beherrscht, ab Ihrer Unbefleckten Empfängnis über Ihr vollkommen sündenloses Leben bis zur Stunde, in welcher sich Satan sichtbar unter Ihrem Fuβ vor der ganzen Schöpfung zu Ihrem endgültigen Sieg über ihn bekennen soll und dazu, dass Gott und Seine Werke mächtiger sind als alle Werke der Finsternis (wobei erkannt werden soll, dass Maria Selbst das gröβte, erhabenste Wunderwerk Gottes ist, dessen Auswirkungen vollkommener sind als diese von allen anderen Werken Gottes, weil die meisten von Gottes Werken in ihren Auswirkungen durch das Einschreiten eines menschlichen Willens gehemmt worden sind, der weniger vollkommen mit Gottes Willen eins war als Marias Wille mit Gottes Willen eins war und ist).

Die 'Frau' ist die Mutter Christi, der die Ewige Liebe ist. Sie ist von Gott dazu berufen worden, den Befehl über die Himmlischen Heere im Kampf gegen die Finsternis zu führen, und als Herrin aller Seelen alle Seelen, die sich freiwillig Ihr (d.h. derjenigen, die das Licht für die Welt geboren hat!) in vollkommener, bedingungsloser Weihe hingeben, innerlich umgestalten zu helfen, damit sie nach dem Maβ ihrer eigenen aktiven Mitwirkung die Erlösungswerke Christi in sich vollenden helfen mögen.

Dieser Sieg steht bereits fest, er ist eine Göttliche Verfügung und soll somit mit absoluter Sicherheit auch sichtbar vollendet werden, in der Stunde, in welcher die Menschenseelen genügend wahre Liebe aufgebracht haben werden, damit die Finsternis freiwillig, d.h. aufgrund des freien Menschenwillens, dem Licht ausgeliefert werden kann. Von jeder Seele erwartet Gott, dass sie sich mit Christus und der Frau – die ja dazu bevollmächtigt ist, in den einzelnen Seelen als die Vollstreckerin Seines Vermächtnisses aufzutreten – vereint in einer beharrlichen und endgültigen Entscheidung zugunsten des Lichts, das nichts anderes als die wahre Liebe ist.

Die wahre Liebe ist der einzige Weg zu einer vollkommenen Entkräftung der Auswirkungen der Finsternis in dieser Welt. Deswegen ist vollkommene Weihe an Maria nichts weniger als der höchst erhabene, von Gott über alles geliebte Weg der Vervollkommnung der Seele in der Entwicklung und Anwendung der wahren Liebe zur Erfüllung von Gottes Heilsplan. Halten wir uns immer vor Augen, dass Maria unter den erschaffenen Seelen die einzige Verkörperung der absolut vollendeten und nie versagenden selbstlosen Liebe zu Gott und zu allen Seinen Werken ist und dass Sie deshalb das vollendete Vorbild des vollkommenen Sieges einer Menschenseele über alle Finsternis ist.

Vollkommene Weihe einer Seele an Maria ist nur dann voll und ganz fruchtbar, wenn sie auf der Grundlage einer uneingeschränkten Selbsthingabe der Seele an die Heilige Jungfrau, und durch Sie an Gott basiert.

Die vollkommene Weihe an Maria, wenn diese im alltäglichen Leben intensiv gelebt wird, gehört zu den höchsten Formen der wahren Liebe, weil sie immer mit uneigennütziger Selbsthingabe einher geht, und in weitgehendem Maβe weder auf sich selbst noch auf die Befriedigung eigener Bedürfnisse bezogen ist, sondern in jedem Aspekt des Lebens in erster Linie eine maximale Befriedigung der Bedürfnisse Derjenigen anstrebt, die Herrin des heiligen Bundes der Weihe und in jeder Hinsicht die Brücke zu Gott ist und deshalb alles, was Sie von Menschenseelen in die Hände bekommt, auf vollkommene Weise aktiv macht, zwecks Erfüllung von Gottes Heilsplan.

Dieses 'Aktivmachen' lässt sich als Zustand vorstellen, in welchem die Himmelskönigin dasjenige, worüber Sie seitens der Ihr geweihten Menschenseelen die volle Verfügung bekommt, mit Ihrer unendlich vollkommenen Liebe verschmelzen lässt, wodurch sich der Wert in unbekanntem Ausmaβ vervielfältigt. Die Macht Ihrer Liebe ist dadurch uneingeschränkt, dass Ihr ganzes Wesen vollkommen an Gott orientiert und Ihr Herz vollkommen in Gottes Herzen hinübergeflossen ist, aber das Maβ, in dem sich Ihre Liebe konkret auswirken kann, wird durch das Maβ bestimmt, wie die Seele, die ihre eigene Liebe mit der Liebe der Himmlischen Herrin verbindet, ihrerseits ebenfalls rein an Gott orientiert ist: Eine Seele, die in ihren Gedanken, Gefühlen, Wünschen und Bestrebungen voll und ganz an der Verwirklichung von Gottes Gesetz der wahren Liebe orientiert ist, entwickelt in ihrer Liebe ein hohes Maβ an Reinheit (d.h. ein hohes Maβ an Widerspiegelung der Verfassungen von Gott Selbst, also an erster Stelle der vollkommen selbstlosen Liebe), wodurch der Austausch zwischen ihrem Herzen und dem Herzen ihrer Himmlischen Herrin sich mit ganz geringem Verlust oder Behinderung vollziehen kann.

Eine solche Seele liefert dadurch 'Rohstoffe', die schneller und besser für die Verwirklichung von Gottes Werken auf Erden eingesetzt werden, und aufgrund des reibungslosen Hinüberflieβens zwischen ihrem Herzen und dem Herzen ihrer Herrin entwickelt sie in ihrem ganzen Tun und Lassen, in allen ihren Gebeten und Aufopferungen usw. ein immer höher aufloderndes Feuer. Wegen des niedrigeren Grades der 'Verunreinigung' können die durch diese Seele zur Verfügung gestellten 'Rohstoffe' in einem viel höheren Maβe von der Himmelskönigin veredelt werden. Das Maβ des ungehemmten Hinüberflieβens zwischen einer Seele und Maria bestimmt in einem sehr hohen Ausmaβ den Wert des Lebens dieser Seele als Beitrag zur Erfüllung von Gottes Heilsplan weil Gott weiβ, dass der von Maria Selbst geleistete Beitrag zum Wert des Bundes der Weihe automatisch vollkommen ist, der Einsatz des freien Willens der geweihten Seele für die Verwirklichung Seiner Werke allerdings sehr unterschiedlich (in manchen Fällen sogar so gut wie gleich null) sein kann. Die Macht Mariä zwecks Vollendung von Gottes Heilsplan wäre an und für sich uneingeschränkt, aber der Wille (das aufrichtige Sehnen) der an Sie geweihten Menschenseelen um Gottes Werke tatsächlich vollenden zu helfen, ist oft besonders schwach.

Für Gott hat die Anwendung der wahren Liebe durch eine Menschenseele einen unüberbietbaren Wert. Eine von ganzem Herzen und wahrhaftig konsequent gelebte vollkommene Weihe an Maria ist in Gottes Augen gerade deswegen so groβ, weil sich die Seele dabei vollkommen, mit ihrem ganzen Leben und ihrem ganzen Wesen einem Wesen verschenkt, das sie weder sieht noch hört. Sie hat während ihres irdischen Lebens kaum konkrete Vorteile von dieser Hingabe, und lässt dieses Wesen trotzdem ihren ganzen Lebenslauf und das Maβ der Befriedigung bestimmter Bedürfnisse bestimmen.

2. Wie lässt sich die vollkommene Weihe an Maria begründen?
Von den aufsässigen Engeln zur Frau mit dem Fuβ auf der Schlange:

Rechtfertigung des heiligen Vertrags der Weihe an Maria
in fünfzehn Punkten

1. Die Geschichte der Menschenseelen ist eine Geschichte ständigen Kampfes zwischen dem Licht und der Finsternis. Dieser Kampf fand seine ersten Wurzeln im Aufstand Luzifers, des damals noch höchstrangigen Engels: Luzifer riss sich aus dem Dienst Gottes los, wurde von einer Anzahl weiterer Engel nachgefolgt, und gemeinsam wurden diese abtrünnigen Engel aus dem Himmel verstoβen. Luzifer (buchstäblich 'Träger von Licht') hieβ ab dem Augenblick Satan (buchstäblich 'der Aufsässige, der Gegner', die Verkörperung der Finsternis, wobei unter Finsternis all dasjenige verstanden werden soll, was nicht die Fülle der Göttlichen Liebe in sich trägt und dadurch dem Göttlichen Gesetz entgegenwirkt).

2. Das erste Menschenpaar wurde vollkommen heilig erschaffen. Die Heiligkeit der beiden ersten Menschenseelen basierte auf ihrer vollkommenen Einheit des Herzens mit Gott. Sie sollten das Fundament des Bauwerks bilden, das Gott mit Seiner Schöpfung bezweckte, die Er als irdische Widerspiegelung Seines Reiches vorgesehen hatte.

3. Satan erhielt von Gott die Erlaubnis, die Menschenseelen zu prüfen. Gott vergönnte diese Erlaubnis deswegen, weil Er den Menschenseelen einen unverletzlichen freien Willen gegeben hatte, damit sie sich vollkommen frei und ungezwungen selber für Gott oder für die Finsternis entscheiden können.

4. Die ersten Menschenseelen gaben der ersten Versuchung vom Satan nach, die bezweckte, dass Gottes Gesetz verletzt wird. Satan wollte sämtliche Menschenseelen von Gott wegreiβen, damit Gottes Werke und Pläne auf Erden niemals verwirklicht werden. Es war ihm ja bekannt, dass Gott alle Seine Werke und Pläne durch den freien Einsatz der Menschenseelen auf Erden auswirken möchte. Diese erste Entscheidung der beiden ersten Menschenseelen, der Finsternis nachzugeben, wird als die Erbsünde bezeichnet.

5. Die Erbsünde schlug eine tiefe Wunde in den Menschenseelen, die gleichsam in allen Menschenseelen, die ab jenem Augenblick auf Erden leben sollten, eine Narbe hinterlassen sollte. Diese Wunde sollte für immer eine schwache Stelle bleiben, welche die Seelen für die Entwicklung der unterschiedlichsten finsteren Verfassungen anfällig macht. Aus diesem Grund bildet jedes Menschenleben auf Erden mithin eine Aufgabe für die betreffende Seele, ihre inneren Verfassungen vollkommen in Einklang mit Gottes Gesetz zu bringen und somit die Wirkungen der Erbsünde in sich abzuschalten.

6. Die Erbsünde bildete ein Hindernis für die automatische Rückkehr der Seele zu Gott in der Ewigen Glückseligkeit des Himmels, weil eine verletzte Seele nicht länger die makellose Heiligkeit widerspiegelt, die Gott für alle Menschenseelen vorgesehen hatte.

7. Gott stellte die absolute Vollkommenheit Seiner Liebe dadurch unter Beweis, dass er zugunsten der (immerhin nicht ganz treuen) Menschenseelen das Erlösungsmysterium entwarf. Dieses Mysterium sollte daraus bestehen, dass Er Seinen Sohn Jesus Christus in die Welt senden sollte in der Absicht, die Wirkungen der Erbsünde in jeder Seele zu beseitigen, die dazu bereit sein sollte, wieder voll in Einklang mit dem Göttlichen Gesetz der vollendeten Liebe zu leben. Jesus Christus sollte dies über drei Wege vollbringen: Unterricht des Göttlichen Gesetzes, Vollbringung von Wundern als Beweis der Liebe Gottes, und ein allumfassendes Leiden in Seinem ganzen Wesen (physisch, im Gefühlsleben und im seelischen Leben), vom Kreuzestod gefolgt (als Symbol vom Tod des Stofflichen, also des Weltlichen) ebenso von der Auferstehung (Symbol der Auferstehung der Seele, die Gott vollkommen treu ist, der Wiedergeburt ins Licht, und ebenfalls Symbol für den endgültigen und vollkommenen Sieg Gottes über alle Finsternis). Die Mission des Erlösers hatte als letztendliches Ziel die Gründung von Gottes Reich auf Erden, wodurch die Schöpfung zu ihrem ursprünglichen Stand als Spiegelbild des Ewigen Reiches in den Himmeln zurückgeführt werden soll.

8. Während Seiner letzten Augenblicke am Kreuz vertraute Jesus Christus Seine vollendete und makellos heilige Mutter Maria den Menschenseelen an, und die Menschenseelen Ihr, kraft der heiligen Worte Frau, siehe Deinen Sohn; Sohn, siehe deine Mutter – und ab jenem Augenblick nahm Sie der Jünger zu sich ins Haus.

9. Maria, die Mutter Christi, des Erlösers, bezog dieses einmalige Vorrecht und diese einmalige Mission aus Ihrer Unbefleckten Empfängnis, durch welche Sie als einzige Menschenseele von der Erbsünde frei war, aus Ihrem vollkommen heiligen und sündenlosen Leben, wodurch Sie lebenslänglich in sämtlichen Einzelheiten Ihres Lebens in vollkommenem Einklang mit dem Göttlichen Gesetz gelebt hatte, und aufgrund Ihres einmaligen Vorrechts, die Mutter Christi zu sein, die als einzige Menschenseele von Gott Anteil an der vollkommenen mystischen Einheit des Herzens mit Christus gehabt hatte, mit dem, der als einziger Lehrer für die Seelen durch die christliche Lehre gelten sollte.

10. Maria war bereits bei Ihrer Unbefleckten Empfängnis von Gott als die Führerin aller Seelen vorgesehen, die für das Licht und gegen die Finsternis kämpfen sollen, in Vorbereitung auf die Gründung von Gottes Reich der vollendeten Liebe, des vollendeten Friedens und Glücks, und der vollendeten Gerechtigkeit auf Erden. Diese Eigenschaft als Führerin der sogenannten Heere des Lichts wurde Maria aufgrund Ihrer makellosen und nie verletzten Heiligkeit geschenkt, die Sie mithin zum vollkommenen Vorbild des makellosen Einklangs einer erschaffenen Menschenseele mit den Verfassungen von Gott Selbst macht, der die Quelle, die Verkörperung und die Bestimmung der absolut vollendeten und endlosen Liebe ist. Als Mutter Christi mit dem Vorrecht einer mystischen Einheit des Herzens mit Ihm wird Maria als diejenige betrachtet, die mehr eins mit Christus und Seiner Lehre ist als irgendwelche andere erschaffene Menschenseele es jemals war noch irgendwann wird sein können.

11. Aufgrund Ihrer Eigenschaften als der einzigen erschaffenen Menschenseele, welche die Verkörperung des vollkommenen Spiegelbildes der Verfassungen von Gott Selbst und der absolut vollkommenen Erfüllung des Göttlichen Gesetzes ist, ebenso wie des im Punkt 8 erwähnten Kreuzeswortes des Göttlichen Messias, ist Maria mit Recht die Herrin aller Seelen, d.h. die vollkommene innere Führerin, Lehrerin und Brücke zum Herzen von Gott Selbst, mit dem Sie Selbst auf mystische Weise eins geworden ist (ein einzigartiges Phänomen, das als die Vereinten Herzen Jesu und Mariä bekannt ist. Ihr Titel als 'Herrin' entnimmt Sie der einmaligen, uneingeschränkten Macht, die Sie aufgrund der vollkommenen Einheit Ihres Willens mit dem Willen von Gott Selbst erhalten hat.

12. Als Herrin aller Seelen vereint die Mutter Christi in Sich alle Eigenschaften, die Fülle der Macht und der Weisheit, die Sie dazu braucht, jede Seele innerlich umgestalten zu helfen, damit diese zum Stand der Menschenseele ohne die Erbsünde zurückkehren kann, und dazu, die Auswirkungen des von Christus vollzogenen Erlösungsmysteriums für die ganze Schöpfung erschlieβen zu helfen, zur Wiedergeburt von Gottes Reich auf Erden im Stand, in welchem sich die Schöpfung vor der Erbsünde befand. Diese Mission kann Sie nur in dem Maβe vollenden, wie sich Menschenseelen mit ihrem ganzen Wesen und ihrem ganzen Leben Ihr verschenken in einem hochheiligen Bund vollkommener, bedingungsloser und ewig währender Weihe.

13. In dem Maβe, wie die Menschenseele diesen Bund tatsächlich dadurch ausfüllt, dass sie sämtliche Handlungen, Worte, Gedanken, Gefühle, Bestrebungen und Wünsche ihres Lebens vollkommen an einem bedingungslosen und alles umfassenden Dienst an Maria orientiert, kann Maria dies alles aufgrund der Ihr geschenkten Macht vollkommen erschlieβen und in die Gesamtheit der Aufopferungen einbauen, derer Gott bedarf um Seine Werke und Pläne (die Vollendung vom Gesetz der Liebe und die Gründung Seines Reiches auf Erden) zu vollenden.

Dadurch bekommt die an Maria geweihte Seele die erhabenste und wertvollste Chance um die Lebensaufgabe einer jeden Seele auf die möglichst fruchtbare Weise zu erfüllen, eine Lebensaufgabe, die nichts weniger ist als diese, ein Leben als Werkzeug im Dienst an Gottes Werken und Plänen zu führen (und somit im Dienst an der Gründung von Gottes Reich auf Erden) und als Ergänzung der Erlösungswerke Christi, denn genau dies ist es, was der heilige Apostel Paulus mit Seinen Worten meinte, dass von der Seele erwartet wird, dass sie 'ergänzt', was noch an den Leiden Christi fehlt (denn dasjenige, was Paulus von sich selbst sagt, gilt für jede Menschenseele): Aufgrund des Göttlichen Gesetzes der notwendigen Mitwirkung der Menschenseele bei allem, was Gott zugunsten der Schöpfung vollbringt, 'fehlt' an Seinen vollendeten Werken immer der Einsatz des freien Willens der Menschenseele, solange sich diese nicht hundertprozentig in Seinen Dienst gestellt hat.

14. Gott Selbst hat Maria als goldenen Schlüssel vorgesehen, um dieses ganze System dadurch erschlieβen zu helfen, dass Sie in der Menschenseele die Heirat zwischen dem Willen Gottes und dem freien Willen der Menschenseele im Rahmen des Bundes oder des Vertrags der vollkommenen Weihe der Seele an Maria vollziehen hilft. Maria Selbst ist dabei nicht der Endpunkt (nur Gott ist Endpunkt von allem), sondern der von Gott Selbst auserkorene goldene Schlüssel zur Aufschlieβung Seiner ganzen Werke und Pläne, einschlieβlich der Erlösungswerke Seines Messias und letztendlich der Gründung Seines Reiches auf Erden.

15. Kraft einer Göttlichen Verheiβung soll Maria vom allmächtigen Dreieinigen Gott der ganzen Schöpfung als die Frau mit dem Fuβ auf dem Kopf der Schlange vorgeführt werden, als das Groβe Zeichen für den Sieg der makellos heiligen erschaffenen Menschenseele, die eine vollkommene Macht über Satan und seine ganzen Werke und Pläne von Finsternis ausübt, und dadurch als Zeichen für den Sieg Gottes und der von Ihm gewollten Vermählung des freien Willens der Menschenseelen mit Seinem Willen über alle Finsternis (alle Werke und Pläne, die von Anfang an versucht haben, Seine Werke und Pläne zu hintertreiben und die ganze Schöpfung in ein Reich von Chaos, Elend, Leid, Aussichtslosigkeit, Ungerechtigkeit, Lüge, Betrug, Qual, Hass und Tod zu verwandeln).

So begründet die Himmelskönigin die vollkommene Weihe an Sie als Grundlage Ihres Maria Domina Animarum Werkes und als Gottes bevorzugte Brücke zu Seinem Herzen und zur Gründung Seines Reiches auf Erden.

3. Überblick des heiligen Vertrags der Weihe an MARIA

★ Weihe an Maria = die vollständigste Darbietung von sich selbst an die Allerheiligste Jungfrau Maria, der die Führung über die Vorbereitung der Gründung von Gottes Reich auf Erden anvertraut worden ist und die diese Vorbereitung unter Verwendung aller Aufopferungen vollzieht, die Ihr von Menschenseelen im Rahmen einer vollkommenen Weihe in die Hände gelegt werden.

Unter der Führung Mariä, der einzigen lebenslänglich absolut Sündenlosen unter allen erschaffenen Seelen, die deswegen von Gott zur Herrin über die Heere des Lichts auserkoren wurde, will Gott Satan aus der Welt vertreiben und das Reich gründen, wofür Jesus Christus mit Seinem Leben, Seinem Kreuzestod und Seiner Auferstehung die erste Saat ausgestreut hat. Maria gilt dabei somit aufgrund Ihrer vollkommenen Erfüllung des Göttlichen Gesetzes als Gottes Zeichen für den Sieg des Lichts über die Finsternis. Maria will dies durch die gemeinsame Frucht Ihrer unüberwindlichen Macht und des aktiven, freiwilligen Beitrags von Menschenseelen verwirklichen. Deshalb wünscht Sie Sich in diesen Letzten Zeiten mehr denn je die vollkommene Weihe von Seelen, die zu einem Leben als Ihre bedingungslosen Diener(innen) bereit sind. Um klarzustellen, dass Sie eine wahrlich vollkommene, uneingeschränkte Hingabe von Seelen an Sie braucht, bezeichnet Sie solche Seelen als Ihre Liebessklavinnen (diesbezüglich verweist Sie auf den Text Die Seele als 'Liebessklavin der Himmelskönigin'.

★ Durch ein bewusstes Leben als an Maria geweihte Seele gibt die Seele der Königin von Himmel und Erden:

  • ihr ganzes Leben, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, alle Erfahrungen aus Ihrem Alltag (sogar die banalsten);
  • alle ihre Handlungen, Worte, Gedanken, Gefühle, Wünsche, Bestrebungen, Schmerzen, Betrübnisse, Bürden, Prüfungen, Krankheiten, Ermüdungen, Ängste, Verletzungen, Unsicherheiten, Zweifel und Ihren freien Willen: Die wahrlich an Maria geweihte Seele lässt ihren Willen mit Marias Willen verschmelzen, was konkret heiβt, dass sie ständig bemüht ist, sämtlichen Belehrungen, Anweisungen, Ratschlägen, Einladungen und Aufrufen seitens der Herrin des heiligen Bundes genauestens Folge zu leisten;
  • ihr ganzes Wesen: Seele, Geist, Herz und Körper, alles, was in ihr umgeht und ihre ganzen Schwächen, Talente, Fähigkeiten, Neigungen und ihre ganze Persönlichkeit;
  • alle ihre Beziehungen und ihren ganzen Umgang mit Mitgeschöpfen, und Ihre ganze Lebenswelt, einschlieβlich ihres ganzen Besitzes und alle ihre Gebrauchsgegenstände. Konkret heiβt dies, dass sie alles annimmt, was Gottes Vorsehung zulässt, das mit sämtlichen Aspekten ihres Lebens geschieht, und dass sie sich selbst nicht als Eigentümerin von irgend etwas betrachtet (einschlieβlich der eigenen Kinder, Haustiere und Gegenstände), sondern lediglich als von Gott zugelassene Behüterin von all dem, denn im Leben der vollkommen an Maria geweihten Seele ist die Seele selber lediglich Dienerin, während der Dreieinige Gott der wahre Herr und Maria die wahre Herrin in Gottes Vertretung ist. Jede Beziehung einer Menschenseele mit einem Mitgeschöpf gilt Gott gegenüber als eine Art von Bund, der aus dem Grund eine Verantwortlichkeit mit sich bringt, weil von der Menschenseele erwartet wird, dass sie jede Beziehung mit egal welchem Mitgeschöpf mit nichts auβer selbstverleugnender Liebe, Respekt und Dienstbarkeit ausfüllt;
  • alle ihre Gebete, Aufopferungen, Sühne-Akte, Abtötungen.

★ Maria kann alles Obengenannte für die Vollendung Ihrer Aufgabe für das Heil der Seelen gebrauchen, einer Aufgabe, die letztendlich nur auf die Vollendung von Gottes Heilsplan abzielt. Sie hilft in den Seelen, die sich ungehemmt in Ihren Dienst stellen, Heiligung, Reinigung, Läuterung und Bekehrung verwirklichen und arbeitet so mit diesen Seelen gemeinsam am Fundament einer neuen Welt: Gottes Reich von Liebe, Frieden, Glück und Gerechtigkeit auf Erden in und zwischen allen Geschöpfen, durch Umwandlung aller Finsternis in Licht, allen Hasses in Liebe, aller Krankheit und jedes Sterbens von Seelen in Wiedergeburt für das wahre Leben, das Göttliche Leben als Annäherung vom Bild und Gleichnis der Herzensverfassungen von Gott Selbst.

Bildlich gesprochen: Beim ersten Akt der Weihe empfängt Maria die Seele in Ihrem Schoβ, Sie trägt und nährt sie und gebiert sie dann als Frucht Ihres Werkes für ein Leben in Ihrem Dienst. Die Seele ist dann in spiritueller Hinsicht mit ihrem ganzen Wesen Marias Besitz und Eigentum und muss dazu bereit sein, Maria ihr Leben nach Ihrem Wohlgefallen gebrauchen zu lassen.

★ Absolute Voraussetzung für die Vollendung von Marias Werken ist die ununterbrochene Weihe der Seele, ihrer ganzen Erfahrungen und sämtlichen Verfassungen am Körper, in Gedanken und Gefühlen an Maria, jeden Augenblick eines jeden Tages. In dem Maβe, wie die Seele dies versäumt, verfehlt sie den vollen Nutzen der auserlesenen Chancen, die ihr im Hinblick auf ein vollkommen fruchtbares Leben geboten werden.

★ Maria offenbart Sich in diesen Letzten Zeiten durch Myriam van Nazareth als die Herrin aller Seelen, die Gottes Heilsplan für die Seelen vollenden will und dazu von der Ihr geweihten Seele drei Dinge verlangt:

  • inbrünstige Liebe zu Gott, zu Ihr und zu allen Mitgeschöpfen;
  • Annahme und Weihe aller Kreuze auf dem Lebensweg;
  • vollkommenen Gehorsam und Unterwerfung Ihr gegenüber.

Je mehr Seelen sich vollkommen Maria weihen, diese Weihe wirklich in praktischer Anwendung leben und diesen drei obenerwähnten Wünschen Folge leisten, desto schneller und gründlicher kann Maria die Fülle Ihrer Macht entfalten zur endgültigen Lähmung von allem Bösen und zur Gründung von Gottes Reich auf Erden.

★ Weihe an Maria ist ein heiliger Bund zwischen Maria und der Seele

Die an Maria geweihte Seele nimmt eine groβe Verantwortung auf sich:

  1. Die Weihe muss vollkommen, bedingungslos und ewigwährend sein. Solange die Seele auch nur irgend etwas im Leben Maria vorenthält (dadurch, dass sie selber dieses Element weiterhin beherrschen oder regeln will), ist keine Rede von Weihe. Eine Seele ist entweder vollkommen und bedingungslos in sämtlichen Aspekten des Lebens an Maria geweiht, oder gar nicht. Es gibt nicht so etwas wie eine teilweise Weihe bzw. eine 'Weihe' nach Regeln, die sich die Seele selbst festlegt.
  2. Weihe heiβt Erkennen, dass Maria die einzige und absolute Herrin über das ganze Wesen und das ganze Leben der Seele ist und bleibt. Im Leben der Seele vergegenwärtigt Maria als Herrin des heiligen Bundes in allem Gott Selbst.
  3. Weihe setzt ein aufrichtiges Gelöbnis voraus, die Weihe in Wort und Tat in der Praxis zu leben, jeden Augenblick des Lebens, und sämtliche Verpflichtungen als an Maria geweihte Seele strikt zu erfüllen. Beleidigen Sie Maria und Gott niemals durch Leichtsinnigkeit im Erfüllen dieses heiligen Bundes.
  4. Als an Maria geweihte Seele gelobt man, strikt nach den Vorschriften der Lehre Christi und im Glauben an die Dogmen der römisch-katholischen Kirche zu leben.
  5. Als an Maria geweihte Seele gelobt die Seele, jeden Augenblick im Bewusstsein zu leben, dass Maria Herrin über ihr ganzes Wesen ist, also auch über ihren Körper, ihre Gefühle und Gedanken, und dass Sie genauestens über das Bewahren deren Reinheit wachen wird. Die Seele darf nie vergessen, dass sie als an Maria geweihte Seele Marias Soldat und somit unmittelbar an der Bekämpfung des Bösen beteiligt ist. Eine Seele weiht sich an Maria in der Absicht und im Sehnen danach, lebenslänglich unmittelbar, vollkommen und bedingungslos zu dienen als Soldat im Krieg zwischen Licht und Finsternis und in der Erkenntnis, dass sie unter Einsatz ihres Selbst und ihres ganzen Lebens nichts anderes als ein Werkzeug im Dienst an der Vollendung von Gottes Werken der Liebe unter der Führung der Herrin der Himmlischen Heere ist. Eine an Maria geweihte Seele kann allerdings keine Finsternis bekämpfen, die noch in hohem Maβe in ihr selbst wuchert, was heiβt, dass die an Maria geweihte Seele nur in dem Maβe als 'Soldat für das Licht' wertvoll wird, wie sie selbst zum Muster von Licht, Liebe und Reinheit wird.

★ Die an Maria geweihte Seele lebt ausschlieβlich durch, für, mit und in Maria:

  • DURCH Maria: Die geweihte Seele wird bei ihrer Weihe aus Maria neu geboren und soll sich ab jenem Augenblick auch tatsächlich so verhalten, damit sie die heiligen Eigenschaften ihrer 'seelischen Mutter' wahrhaftig durch ihr ganzes Wesen ausstrahlt;
  • FÜR Maria: Das ganze Leben und das ganze Wesen der Seele steht völlig im Dienst an der Königin von Himmel und Erden. In diesem Zusammenhang soll nie aus den Augen verloren werden, dass Maria unter allen erschaffenen Seelen der absolute Gegenpol der Finsternis ist, und dass aus diesem Grund alles, was Maria vorenthalten wird, leicht und hemmungslos die Werke der Finsternis fördern helfen kann;
  • MIT Maria: Von der an Maria geweihten Seele wird erwartet, dass sie Maria bei allem in ihrem täglichen Leben einbezieht, als wäre sie in jeglichem Aspekt ihres Lebens einschlieβlich ihrer tiefsten Gedanken, Gefühle und Wünsche unverbrüchlich mit Maria verbunden. Im Grunde genommen sollte es zwischen dem Wesen Mariä und dem Wesen der Ihr geweihten Seele keinen Unterschied mehr geben, in dem Sinne, dass sich die geweihte Seele zutiefst der Tatsache bewusst werden soll, dass ihre Himmlische Herrin ständig alles daran setzt, ungehemmt durch sie zu wirken, zu sprechen, zu denken, zu fühlen und zu verlangen. Je nachdem sich die Einheit zwischen Maria und Ihrer Dienerin in der Praxis des alltäglichen Lebens ungehemmt auswirken kann, wird der heilige Vertrag der vollkommenen Weihe fruchtbarer, denn dann ist es Maria Selbst, die in der Seele und durch diese Letztere wirkt, spricht, denkt, fühlt und verlangt;
  • IN Maria: Indem diese Seele die Vervollkommnung in allen Tugenden anstrebt, befähigt sie Maria, sie derart zu kneten, zu formen, zu bearbeiten und umzuwandeln, dass sie immer mehr 'in Maria hinüberflieβt'.

★ Gott hat Maria zur Herrin aller Seelen bestimmt und Ihr eine uneingeschränkte Macht über die Menschheit gegeben, in der Absicht, Sie möge diese Macht voll und ganz dazu anwenden, durch innere Gestaltung der an Sie geweihten Seelen die Werke der Finsternis und deren ganzen Auswirkungen in der Schöpfung zu lähmen. Deswegen bereits wünscht Sich Gott sehnsüchtig die vollkommene Weihe möglichst vieler Seelen an Maria, denn Sie kann Ihre uneingeschränkte Macht nur voll und ganz nach dem Maβ entfalten, wie gröβere Mengen von Seelen sich wahrlich vollkommen und bedingungslos Ihr hingeben.

Vollkommene Weihe als vollkommene Hingabe von sich selbst an Maria ist die gröβte Ehrenbezeugung, die man der Herrin aller Seelen, und dadurch mithin Gott Selbst, erweisen könnte. Aus diesem Grund lässt die Himmelskönigin zur vollkommenen Weihe einer jeden Seele an Sie aufrufen, und zur Unterrichtung des Mitmenschen, damit auch dieser die Notwendigkeit und das Heil seiner eigenen vollkommenen Weihe an Maria kennen lernen und sich vertrauensvoll nach dem endgültigen Sieg Gottes in der Schöpfung durch Seine Goldene Brücke – die Mutter Christi – sehnen möge.

★ Die letztendliche Zielsetzung der vollkommenen Weihe an Maria ist diese: Heil und Segen der Erlösung für die ganze Menschheit, die endgültige Lähmung aller Finsternis in der ganzen Schöpfung mit der Gründung von Gottes Reich auf Erden, und der höchste grad der Heiligung für jede Seele, die ihr ganzes Leben und ihr ganzes Wesen vollkommen, bedingungslos und lebenslänglich in den Dienst der Himmelskönigin stellt. Die Heiligung einer Seele, die ihr ganzes Leben bedingungslos und vollkommen in den Dienst der Heiligen Jungfrau stellt, ist ein direktes Ergebnis der Lebenseinstellung, die erforderlich ist, damit die Seele Maria tadellos folgen kann: Eine Seele, die in allem aufrichtig und sehnsüchtig danach strebt, als Spiegelbild ihrer Himmlischen Herrin zu leben, wird Ihr allmählich in so hohem Maβe ähnlich sehen, dass auch sie spontan die Verfassungen entwickeln wird, die sie immer heiliger machen. Maria einwandfrei in allem nachfolgen ist kein leichtes Leben, aber es ist mit Sicherheit ein Leben in der direkten Gegenwart Gottes und unter dem spürbaren Schutz und mit der inneren Führung der Himmlischen Herrin.

★ Die einzige Einschränkung von Marias konkreter Machtausübung auβerhalb des Himmels liegt im Gesetz der Göttlichen Gerechtigkeit:

Gott sehnt Sich in diesen Letzten Zeiten danach, dass möglichst viele Menschenseelen auf Erden tatsächlich und freiwillig das Gelübde ablegen, dass sie mit ihrem ganzen Wesen, ihrem ganzen Leben und der Opfergabe ihrer ganzen Bürden und Prüfungen Maria gehören wollen, um ohne jeglichen Widerstand und mit aufrichtiger Liebe vollkommen im Dienst des Kampfes von Gott und Seinem Licht gegen das Böse, die Finsternis zu stehen, und dass diese Seelen felsenfest daran glauben, dass Maria von Gott zur Herrin aller Seelen, zur unbestreitbaren Führerin in diesem Kampf gegen die Finsternis und zur Führerin bei der persönlichen Vervollkommnung, der Erschlieβung der Erlösung und der Heiligung in einzelnen Seelen und zur Vertreterin der Göttlichen Macht den Seelen gegenüber erhoben worden ist, damit Sie die Seelen aufgrund dieser Eigenschaften und Fähigkeiten zur vollkommenen Vermählung mit Christus führen kann.

Diese These lieβe sich als Grundprogramm der Wahrheit betrachten, für deren Bekanntgabe und Verteidigung ich selber, Myriam, mein ganzes Leben hingebe, weil die Himmelskönigin Selbst mir diese These als die Göttliche Wahrheit diktiert und erklärt hat.

Es ist nützlich, an dieser Stelle daran zu erinnern, dass die Himmelskönigin einst darauf hinwies, dass viele Seelen den Irrtum begehen, Sie als kaum mehr als eine Art von Folklorefigur zu betrachten, als ein Wesen, an das nur dann gedacht wird, wenn man aus Himmlischen Sphären Hilfe für die Befriedigung bestimmter weltlicher Bedürfnisse braucht. Sie betonte diesbezüglich, dass sich die Seelen dessen viel bewusster werden sollten, dass Sie in Wirklichkeit voll und ganz Gottes Anwesenheit und Wirken vergegenwärtigt, da Gott in der Ordnung der Gnade voll und uneingeschränkt in Ihr lebt und Sie dadurch die vollendete Brücke zwischen Gott und den Seelen ist.

Zu Lichtmess 2008 sprach die Herrin aller Seelen machtvolle Worte, die Sie folgendermaβen verzeichnen lieβ:

4. Strafrede gegen alle Kräfte, welche die vollkommene Weihe an Maria bekämpfen

"Es wirken Kräfte und Bewegungen, welche die vollkommene Weihe an Maria, die Berufung durch Maria, das Leben für Maria und den Kampf für die Anerkennung von Marias Erhabenheit so betrachten und auslegen, als würde es sich bei all dem um Irrlehre und Ketzerei handeln. Diese Kräfte und Bewegungen bedienen sich der Listigkeit Satans, um zu 'beweisen', dass ein Leben mit Maria als Mittelpunkt eine gefährliche Verirrung sei, welche die Seele von der Lehre der wahren Kirche Christi abtreiben lässt. Ich will die Seelen darauf hinweisen, dass sich diese Kräfte und Bewegungen in ihrer sogenannten Beweisführung auf die schwere Täuschung stützen, die vollkommene Nachfolge Mariä würde die Seelen von Christus wegführen. Wie könnte dies denn sein, wo Gott Selbst Mich im Herzen eins mit Jesus gemacht und Mich in der Fülle mit dem Heiligen Geist bekleidet hat?

Der Allerhöchste hat Mich als die goldene Brücke zu Gottes Herzen, zum wahren Göttlichen Leben vorgesehen. Wie kann jemand die andere Seite des Flusses erreichen wenn er die Brücke abreiβt? Siehe, das Wasser, das die Seelen von Gott trennt, tost und peitscht, denn es ist das Wasser der Sünde und Versuchung, der Täuschung und Irreführung, der Lügen und Listen Satans. Dieses Wasser ist ständig im Sturm, sodass keine Seele lange in ihm überleben kann. Die andere Seite des Flusses, das Reich des Göttlichen Lebens, lässt sich somit kaum schwimmend erreichen; die Seele kann Gott nur über eine Brücke erreichen. Viele Brücken werden den Seelen vorgetäuscht, aber sie sind wacklige Brücken des Todes. Nur eine einzige Brücke hält vollkommen zuverlässig über dem tosenden Wasser stand: die Brücke Meines Herzens.

Vollkommene Weihe an Maria ist eine Reise über die Brücke Meines Herzens. Die Lehre der vollkommenen Nachfolge Mariä, so wie Ich sie durch Mein Werkzeug unterrichte, ist nicht unvereinbar mit der Lehre der wahren Nachfolge Jesu Christi, ganz im Gegenteil: Die Lehre der vollkommenen Nachfolge Mariä ist die Lehre der Hoffnung, die Lehre des festen Glaubens an die Möglichkeit für die Menschenseele, vollkommen in Gott und in das Göttliche Leben aufgenommen und untergetaucht zu werden. Gott hat Mich, Maria, zu einem groβen Zeichen für den Aufstieg der erschaffenen Seele in Gottes Herz gemacht, und somit für die vollkommene Heiligung.

Ich fordere Meinen höllischen Gegner heraus, Mir nachzuweisen, wie denn dieser Weg von dem Weg, der Wahrheit und dem Leben abweichen sollte? Wie kann die Seele, die Maria zum Mittelpunkt ihres Lebens macht und es anstrebt, Ihr vollkommen nachzufolgen, irgendwo anders als im Mittelpunkt von Gottes Herzen landen? Ist dies nicht die gröβt mögliche und vollkommenste Vereinigung mit Jesus Christus?

Lämmer Christi, seid wachsam gegen jede Kraft, die Mir, Maria, feindselig ist, denn diese führt euch an erster Stelle von Gott Selbst weg und unmittelbar zu Meinem Gegner, Satan. Jede Kraft oder Bewegung, die Seelen verketzert weil diese Maria zum Mittelpunkt ihres ganzen Tuns und Lassens gemacht haben während sie nichts anders bezwecken, als ihr Leben für die Werke von Gottes Werken und für die Verwirklichung von Gottes Plänen zu geben, ist eine Kraft bzw. Bewegung, die aus den Abgründen der Finsternis aufwallt. Höre nicht auf die Schlange, welche die Nachtigall nachahmt, denn ihr Gesang verleugnet und verwundet Christus noch während sie Seinen heiligen Namen ausspricht".

Mehrere Jahre später bot die Herin aller Seelen mit Bezug auf die Verkennung der vollkommenen Weihe an Sie als Goldschatz die nachfolgenden Worte zur Erwägung:

An so vielem wird Anstoβ genommen, weil es nicht als die Goldgrube erkannt wird, die es in Wirklichkeit ist. Die vollkommene Weihe an Maria ist so eine Goldgrube, ebenso wie die ganze Lehre der Wissenschaft des Göttlichen Lebens. Weil diese beiden jedoch die liebevolle und protestlose Annahme aller Prüfungen und Kreuze des Lebens voraussetzen, stellt manche Seele diese überaus gnadeneiche Reise bald ein. Man kann die Seelen bekanntlich nicht zu Ihrem Glück zwingen... Selig diejenigen, die das Licht begierig in sich auftrinken statt eine Sonnenbrille aufzusetzen und sich dann darüber zu beklagen, dass auf ihrem Lebensweg alles so dunkel und farblos bleibt. Satan lässt nichts unversucht, Seelen für dasjenige blind zu machen, was ihnen die gröβten Gnaden einbringen kann und ihnen für all dasjenige Angst einzuflöβen, was ihnen eine besondere Anstrengung abverlangt.

Es machen sich da die eindeutigsten Züge der Unterschrift der Finsternis bemerkbar: Das wahrhaftig Himmlische wird für die Seelen vertuscht, damit sie nur das Weltliche als die 'einzige und volle Wirklichkeit' erkennen; es wird in ihnen eine Selbstsucht gesät, die hinreichend groβ ist, damit sie bestimmt nicht dazu kommen, für ihre Mitgeschöpfe zu leiden, geschweige denn für einen Gott, den sie nicht einmal sehen oder hören können, und auf unzählige Weisen wird die Liebe in ihnen getötet, damit sie möglichst weit von Gottes Gesetz entfernt werden. Die Seele, der es nicht gelingt, über dies alles hinauszusteigen, wird nie den Wert, die Bedeutung und die Himmlische Quelle von Thesen erkennen, welche die vollkommene Weihe an Maria predigen und die betonen, wie unbedingt notwendig es ist, die Prüfungen des Lebens mit Liebe, ohne Auflehnung und in vollkommener Selbstverleugnung zu tragen.

5. Über das Wesen Mariä

Den wichtigsten Beweggrund um sich vollkommen der Heiligen Jungfrau Maria für ein Leben vollkommener, bedingungsloser Weihe hinzugeben, durch welche das ganze Tun und Lassen und sämtliche inneren Verfassungen der Seele unbeschränkt in Ihren Dienst gestellt werden, kann eine Seele ohne jeden Zweifel in einem tieferen Wissen um das Wesen Mariä finden. Was könnte eine Seele denn mehr dazu anregen, sich der Gottesmutter zu verschenken, als ein Wissen, das sie von der Erhabenheit derjenigen überzeugen kann, die kraft des Bundes der vollkommenen Weihe die unbestreitbare Herrin ihres ganzen Wesens und ihres ganzen Lebens werden, sein und bleiben soll?

Die Herrin aller Seelen sprach im September 2006 die nachfolgenden Worte zur Erwägung:

"Die einzige Wahrheit Gottes ist eine Sonne, welche die ganze Schöpfung durchstrahlt. Ihr Licht macht das Leben möglich. Jeder Strahl ist ein Element der Wahrheit. Alle diese Strahlen entspringen derselben Quelle: der Quelle des Lebens, der Ewigen Wahrheit, des Göttlichen Lichts. Der eine Strahl besteht nicht ohne den anderen. Jeder Strahl umfasst an sich die Fülle der Wahrheit, wie auch jedes Partikelchen der Heiligen Hostie die Fülle der Gottheit umfasst. Bedenke, dass ein einziger von diesen Strahlen die Kenntnis Meiner wahren Natur ist, der Wahrheit über Maria, der mächtigen Herrin aller Seelen, der Auserkorenen Gottes, der Bevollmächtigten der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Die Sonnenstrahlen von Gottes Wahrheit erreichen die Seelen in immer weniger reinem Zustand, denn Satan, die Quelle aller Unwahrheit, allen Chaos, aller Verwirrung und Täuschung sprüht Wolken von Staub über die Erde".

Die Heilige Jungfrau Maria wurde geboren, und hat Ihr Leben auf Erden gelebt, als erschaffene Menschenseele in einem Körper, der Sie voll und ganz als Mensch erkennbar machte. Der tiefe Kern Ihres Wesens wich allerdings in einem Punkt gründlich vom 'üblichen' menschlichen Wesen ab: Sie besaβ die Unbefleckte Empfängnis, die vollkommen unverletzte Natur der Seele, die Sie zum Spiegelbild der Heiligkeit machte, das dem Wesen Gottes so ähnlich war wie dies für eine geschaffene Seele überhaupt möglich ist. Aus diesem Grund sagte die Herrin aller Seelen einst zu Myriam, Sie sei 'menschlich von Natur aus', aber gleichsam 'vergöttlicht in der Ordnung der Gnade'.

Die Heilige Jungfrau versteht unter 'Vergöttlichung' die vollkommene Verwirklichung vom Bild und Gleichnis Gottes in der menschlichen Natur, die Verschmelzung mit der Quelle allen Lebens, die Gott Selber ist. Je mehr die Seele den Göttlichen Willen in ihr Herz aufnimmt und aus allen Kräften ihres ganzen Wesens versucht, diesen Willen zum einzigen Anreiz ihres Lebens zu machen, desto mehr verschmilzt sich die Seele mit Gott Selbst. Bei 'Vergöttlichung' handelt es sich somit nicht darum, dass 'ein Mensch zum Gott wird bzw. wie Gott sei', sondern um einen Zustand, in welchem in der Menschenseele der von Gott erhaltene Keim der Heiligkeit die höchste Blüte erreicht hat, die für das Erschaffene überhaupt möglich ist.

Wenn die Heilige Jungfrau sagt, dass Ihre Seele 'in der Ordnung der Gnade vergöttlicht ist', meint Sie damit, dass Gott die Natur ihrer Seele so vollkommen geschaffen und kraft des einmaligen Vorrechtes der Unbefleckten Empfängnis so vollkommen und uneingeschränkt für die Göttlichen Werke wirksam und fruchtbar gemacht hat, dass Ihre Natur innerhalb des Göttlichen Heilsplans und in der Beziehung zu den Elementen der Schöpfung wie ein (wenn auch erschaffenes) Spiegelbild der Wesenszüge Gottes wirkt.

Im Dezember 2005 sagte Sie mit Bezug auf Ihr 'vergöttlichtes' Wesen wortwörtlich:

"(...) Meine Unbefleckte Empfängnis und Meine ewige Sündenlosigkeit. Diese beiden Eigenschaften sind dafür verantwortlich, dass Mein Wesen dem Idealbild 'des Seins und des Lebens nach dem Bild Gottes' entspricht: Ich bin ein Geschöpf, und somit nicht Göttlich von Natur aus. Gott hat Mich aber in der Ordnung der Gnade 'vergöttlicht'. Das heiβt, dass Er Mir das einmalige Privileg geschenkt hat, Seinem Wesen so nahe zu kommen, dass Ich, obgleich Ich keinen Anteil an Seinem Göttlichen Wesen habe, trotzdem mit der Macht bekleidet bin, die mit diesen Zügen verbunden ist".

Im Juli 2006 formulierte Sie es folgendermaβen:

"Gegenüber der verletzten Frucht des Baumes aus dem Irdischen Paradies stellte Gott die vergöttlichte, unverletzliche Frucht der Unbefleckten Empfängnis".

Im September 2006 sprach der hl. Erzengel Michael zu Myriam, und verwies in seinen Worten auf die Heilige Jungfrau als 'die Menschentochter', was gleich an eine Parallele zu Jesus als 'Menschensohn' erinnert. Maria Selbst sprach anschlieβend die nachfolgenden Worte:

"Wenn Michael Mich als 'die Menschentochter' bezeichnet, verweist er damit auf den vergöttlichten Keim, aus dem sich Mein Wesen gebildet hat. Meine Seele ist anders geschaffen worden als die übrigen Menschenseelen. Meine Seele ist aus der Quelle des Lebens gebildet worden, allerdings mit Beimischungen der Göttlichen Natur, die sich nicht mehr von der menschlichen Natur scheiden lieβ, ebenso wenig als sich Milch und Wasser nach ihrer Vermischung noch voneinander scheiden lassen: Man sieht, schmeckt und riecht nach wie vor die Natur der Milch, und die Mischung verhält sich in jeder Hinsicht wie Milch. So wurde Meine Seele in den Keim eines menschlichen Körpers hineingepflanzt. Jede Menschenseele, die erschaffen wird, wird mit der menschlichen Natur verkleidet, das heiβt, dass sie sämtliche Wesenszüge des 'Menschen' zum Träger bekommt. Diese Wesenszüge setzen sich aus den Eigenschaften zusammen, die Gott als kennzeichnend für das Wesen des 'Menschen' vorhergesehen hat, erhalten aber ihre endgültige Form unter Einfluss aller möglichen Änderungen, denen diese Eigenschaften unter Einwirkung des Standes der Gnade, in dem sich die Menschheit als Ganze befindet, unterliegen. Dazu kommen noch die erblichen Eigenschaften, welche die Verfassung des stofflichen Körpers bestimmen, und die wiederum mit den Merkmalen der Seele in Wechselwirkung treten, um zusammen das Wesen des Individuums zu bestimmen.

Die gröβte Änderung ist diese, welche von der Erbsünde ausgeht. Dadurch, dass der Schöpfer Meine Seele bei Ihrer Schöpfung von diesen Einflüssen von Seiten des herabgesunkenen Standes der Gnade der ganzen Menschheit loslöste, konnte Er Meine Seele vor einer Unmenge von verunstaltenden menschlichen Zügen bewahren und war Meine Seele von Anfang an Trägerin eines auβerordentlich groβen Anteils lauterer, unbefleckt heiliger, sogar unversehrt Göttlicher Merkmale.

Der Erzengel weist darauf hin, indem er seine Herrin als 'die Menschentochter' bezeichnet: als diejenige, die in einmaligem ‘vergöttlichtem’ Zustand in das Fleisch eines Menschen eingebettet und somit die 'Tochter des Menschen' wurde, während Sie nach wie vor einen einmaligen Anteil Göttlicher Eigenschaften in sich trug, unantastbar für jeglichen schwächenden und verunreinigenden Einfluss, weil Sie zum allertiefsten Kontakt, zur vollkommenen Verschmelzung mit der Fülle der Gottheit Jesu und des Heiligen Geistes vorbestimmt war. Jesus war der Menschensohn, weil Er als Gott aus einem Menschen für das Leben in einem stofflichen Körper geboren wurde. Ich bin die Menschentochter, weil Ich auf die allerreinste Art und Weise aus der Quelle der Göttlichen Macht hervorquellend mit einem Mindestanteil menschlicher Merkmale, gerade noch reichend, damit Ich als Mensch erkennbar bleibe, im Fleisch geboren bin. Meine Natur ist menschlich, allerdings in einem so auβerordentlichen Ausmaβ mit der Gottheit bekleidet, dass Ich auf der Ebene der höheren Fähigkeiten der Seele, des Herzens und des Geistes als 'die Tochter Gottes, im Fleisch aus einem Menschen geboren' betrachtet werden konnte.

Die Bezeichnung 'Menschentochter' weist auf eine einmalige Einheit von einerseits Göttlichen Einflüssen in unversehrter Form und andererseits dem notwendigen Mindestmaβ an Wesenszügen eines weiblichen Menschen hin, vollkommen oder 'vergöttlicht' bis hin zu bestimmten körperlichen Merkmalen. Aus diesem Grund bin Ich vollkommen heilig. 'Heilig' ist als ‘in vollkommenem Einklang mit dem von Gott mit dem Heil bezweckten Endziel' zu verstehen. Eine vollkommen heilige Seele ist eine Seele, in der die Zielsetzungen von Gottes Heilsplan vollkommen verwirklicht sind. Diese Seele ist in einem so hohen Ausmaβ jeglicher Hemmungen der menschlichen Natur entledigt, dass sie sich den Wesenszügen von Gott Selbst immer mehr nähert. In den wahren Heiligen verwirklicht sich dieser Zustand im Laufe ihres irdischen Lebens. In Mir hatte sich dieser Zustand bereits vor Meiner Geburt im Fleisch verwirklicht, und sämtliche Züge der Gottheit entfalteten sich in Mir unaufhörlich weiter in dem Maβe, wie sämtliche Göttlichen Mysterien in Mir weiter aufblühten und sich vollkommen erfüllten.

Diese Entwicklung konnte sich in Meiner Seele blitzschnell vollziehen, weil Ich in Mir nicht den hemmenden Einfluss der Erbsünde trug. Das alles erklärt, weshalb das Wesen der Gottheit, das unergründlich ist, nur über den Weg der Kenntnisse über Mein Wesen einigermaβen erfasst werden kann. Dasjenige, was in Gott nicht ausfindig gemacht werden kann, weil es sich gleichsam in der Unendlichkeit verliert, kann in Meinem Wesen aufgrund Meiner Berührungspunkte mit der menschlichen Natur gerade noch im Keim gefasst werden. Trotzdem ist dieses Wissen nie zuvor offenbart worden, und wird es nur von den Seelen verstanden werden, von denen Ich will, dass sie sich Mir wirklich nähern. Alles Wissen von groβen Mysterien bringt für die wissende Seele Verantwortlichkeiten mit sich. Diese Verantwortlichkeiten können nur dann nicht schädlich werden, wenn die Seele dieses Wissen für ihr Wachstum in der Liebe, in der Unterwerfung und in der vollkommenen Weihe benutzt, ebenso wie im Leiden, also in der Heiligkeit bzw. in einer Weise, welche der Verwirklichung der Zielsetzungen des Heils zuträglich ist (...)".

Am nächsten Tag kam die Himmelskönigin auf Ihre vorhin zitierten Worte zurück, mit der nachfolgenden aufschlussreichen Erläuterung:

"Weil sogar für viele Meiner Diener die Bedeutung Meiner Worte der vorigen Nacht verschleiert bleiben wird, werde Ich sie mit einem Bild erläutern. Die Menschentochter ist nicht Gott, aber Sie trägt in Sich die Merkmale der höchst möglichen Vergöttlichung. Wenn du einen erleuchteten Raum betrachtest, siehst du die Auswirkungen des Lichts, während das Licht selbst in seinem Wesen unfassbar bleibt. Wenn du den prächtigen Regenbogen siehst, der durch ein Prisma, durch welches das Sonnenlicht scheint, auf eine Mauer oder auf einen Fuβboden gezaubert wird, siehst du verschiedene Elemente, woraus sich das Sonnenlicht zusammensetzt, während das Licht selbst ungreifbar bleibt. Nicht nur das tiefe Wesen des Lichts bleibt verborgen, darüber hinaus kann ohne das Prisma als Zwischenschritt nicht ermittelt werden, dass dieses Licht aus einer Anzahl unterschiedlicher Farben aufgebaut ist. So fühlst du auch die Wärme des Sonnenlichts, ohne dass die Quelle von all dem und das Wesen dieser Wärme völlig und ganz bis in den Kern ergründet werden können.

Niemals können alle Fragen über das tiefe Wesen davon gelöst werden, denn letztendlich scheitert der Verstand am Unfassbaren, Nichtstofflichen, dem Mysterium, das eine unsichtbare Hinzufügung aus Gottes Hand ist. So ist es auch mit Meinem Wesen: Ich mache das Göttliche für die Seelen greifbar, ohne dass das tiefste Geheimnis Meines Wesens auf menschliche Weise erklärt werden kann. (...)"

Die im Dezember desselben Jahres von der Heiligen Jungfrau gesprochenen Worte klären dieses Phänomen etwas näher auf:

"Meine Unbefleckte Empfängnis war das erste überwältigende Zeugnis des Lichts gegenüber der Finsternis. Sie war bereits vor der Schöpfung des Menschen den Engeln verkündet worden, obwohl ihnen zu dem Zeitpunkt noch nicht die Tiefe des Mysteriums offenbart wurde. Sie war der wahre Anfang des Heilsmysteriums, des groβen Erlösungsplans.

Zunächst musste eine Menschenseele vollkommen vom Göttlichen Licht erfüllt und dadurch vollkommen und für Zeit und Ewigkeit vor aller Finsternis bewahrt werden, damit aus diesem Ozean Göttlichen Lichts, der bereits zur gleichen Zeit Mensch und gleichsam 'vergöttlicht' war, das Licht der Welt, Jesus Christus, die Erlösung vollziehen kann. In Meiner Unbefleckten Empfängnis war Ich der 'vergöttlichte' Mensch, aus Mir wurde der Mensch gewordene Gott geboren. Die vollkommene Hochzeit zwischen Gott und dem Menschen wurde somit in Mir angefangen, im Mensch gewordenen Jesus vollendet, und soll in Mir als Herrin aller Seelen für ewig bestätigt werden.

Jede Seele begegnet auf dem Weg zur Vollendung des Göttlichen Lebens drei Meilensteinen: der Schöpfung, der Erlösung und der Heiligung. In Mir waren diese drei bereits bei Meiner Unbefleckten Empfängnis vollkommen verschmolzen. Meine Unbefleckte Empfängnis verkörperte die absolute Vollendung der Seele. Es lieβe sich somit sagen, dass das Göttliche Leben in Mir bereits vor Meiner Geburt im Fleisch vollendet war. Deswegen brauchte Ich nicht ein Leben zur Verwirklichung jenes Zieles zu führen, wozu jede Seele erschaffen wird: zu ihrer Beteiligung an der Vollendung des Plans, den Gott mit ihr hat.

Mein Leben auf Erden hatte nur einen einzigen Zweck: Ich sollte den Erlöser gebären, damit alle Seelen durch Annahme des zweiten Schrittes, der Erlösung und Mitwirkung an demselben zum dritten Schritt, der Heiligung, hinaufsteigen können. Bei Meiner Unbefleckten Empfängnis hatte Ich vom Allerhöchsten all dasjenige erhalten, was für Meine einmalige Lebensaufgabe notwendig war. Ich sollte es aber selber durch Mein Ja-Wort gegenüber dem Erzengel Gabriel bestätigen. 'Mir geschehe, wie du es gesagt hast' waren die Worte, mit denen Ich den heiligen Vertrag unterschrieb, der die Göttliche Schatzkammer Meiner Unbefleckten Empfängnis zu ihrem vollständigen Ertrag führen sollte. Mein Ja-Wort war der Akt, durch den Ich Meine gleichsam hochgradig 'vergöttlichte' Seele vollkommen mit der Fähigkeit Meines menschlichen Körpers, für das Heil der Seelen zu leiden, verschmelzen lieβ. Ich hätte das Leben einer Königin führen können. Ich war unbefleckt empfangen, vollkommen heilig, und bedurfte somit nicht einmal der Erlösung. Millionen und abermals Millionen von Engeln waren Mir als Diener unbeschränkt zu Füβen gelegt worden. Ich hatte Macht über alles erhalten, über Seelen und die unbeseelte Natur. Durch Mein Ja-Wort habe Ich jedoch, genauso wie Jesus es später tun sollte, ein Leben der Dienstbarkeit angenommen".

Im Januar 2007 wurde mir eine kurze aber wunderschöne Vision geschenkt, in welcher ich Engel sah, die zu Marias Füβen auf den Knien liegend, wiederholen: "Sancta, sancta, sancta es Maria, Dei Genitrix et Domina Animarum" ("Dreimal heilig bist Du, Maria, Mutter Gottes und Herrin aller Seelen"). Maria sagt darauf zu mir:

"Die Engel nennen Mich 'drei mal heilig', und weisen dadurch auf die vergöttlichte Natur Meines Wesens hin: Ich bin mit den Eigenschaften des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes verschmolzen, und jede der Göttlichen Personen hat Sich in Mir ergossen, bis an die Grenzen von dem, was in der Hochzeit zwischen Gott und einer erschaffenen Seele überhaupt möglich ist. Der Vater hat Mich erschaffen in der Herrlichkeit der Unbefleckten Empfängnis, der Sohn ist mit Mir verschmolzen im Mutterschoβ und der Heilige Geist hat die Menschwerdung Christi in Mir vollzogen durch eine vollkommene Vermählung mit Mir in der Seele, im Herzen, im Geist und im Körper. Ich bin der Tabernakel der Heiligen Dreifaltigkeit, und in dem Sinn 'drei mal heilig'.

Wo liegt der Unterschied zwischen Meiner Natur und der Natur Gottes? Der Unterschied liegt darin, dass Gott keinen Anfang hat, aber aus Sich Selbst existiert, während Ich durchaus einen Anfang habe und dass dieser Anfang Mir vom schöpfenden Gott gegeben worden ist. Gott ist aus nichts auβerhalb Sich Selbst entstanden, Ich dahingegen bin aus Gott entstanden. Gottes Herrlichkeit existiert an sich und ist von Ihm Selbst ausgegangen, Meine Herrlichkeit ist 'vergöttlicht' und somit ebenfalls unendlich, aber Meine Herrlichkeit hat einen Anfang: sie ist in Gottes Gedanken entstanden und hat ihre Saat in Meiner Unbefleckten Empfängnis erhalten".

Im Mai 2007 schenkte die Gottesmutter abermals eine treffende Erläuterung:

"Ich weise nochmals mit Betonung darauf hin, dass Ich von Gott dazu berufen worden bin, die Mission Jesu in der streitenden Kirche zu vollenden, das heiβt, die Erlösung und Heiligung in den Seelen in den letzten Zeiten zum Abschluss zu bringen. Jesus hat Mir die Seelen vom Kreuz herab anvertraut, in Anbetracht der Vollendung Seiner Werke. Die Mensch gewordene Göttliche Natur hat das Heilswerk begonnen, die 'vergöttlichte' menschliche Natur muss es beenden, denn der groβe Triumph Gottes wird daraus bestehen, dass die menschliche Natur die Finsternis restlos besiegt, demütigt und sie sich unterwirft. Deswegen bin Ich von Gott zur Herrin aller Seelen erhoben worden".

In einer Vision im April 2008 zeigte mir die Herrin aller Seelen zwei Rosen, von denen Sie sagte, die eine stelle Gott vor, die andere Sie Selbst. Trotzdem sahen sich die beiden Rosen vollkommen ähnlich, bis Sie mich 'auf einer tieferen Ebene der Wirklichkeit' schauen lieβ (so drückte Sie es aus). Da sah ich wie die eine Rose an sich sichtbar blieb und die andere mit dem Boden verbunden war, der allerdings durchsichtig zu sein schien, als wäre der Boden nicht stofflich; Maria sprach:

"Schau, Gott hat Mich als eine identische Kopie von Sich Selbst erschaffen. Es gibt keinen Unterschied in den Auswirkungen Unserer Eigenschaften, Merkmale und Beschaffenheit. Der einzige Unterschied liegt in der tiefen Art Unseres Wesens: Gott existiert in Seiner ganzen Herrlichkeit und Vollkommenheit selbständig, während Ich mit dem Boden von Gottes Herzen verbunden bin. Begreife das richtig: Mein ganzes Wesen ist Träger von Eigenschaften und Zügen von Gott Selber, indem es aus Gott hervorquillt und es die Fülle des Göttlichen Lebens durch die Wirkung der Gnade in sich aufgenommen hat, und zwar bedingungslos und für ewig. Das ist die wahre, tiefe Bedeutung der Worte 'Maria, voller Gnade': Ich bin VOLLKOMMEN von allem ERFÜLLT, was aus Gott hervorquillt, nicht von Natur aus, sondern aufgrund Meiner vollkommenen Verbundenheit mit dem tiefsten Wesen von Gott Selbst. Darum sind die beiden Rosen identisch: die Rose Meines Wesens ist aus der aus Gottes Herzen bezogenen Nahrung gebildet worden, in dem äuβersten Ausmaβ, das für eine geschaffene Seele überhaupt möglich ist. Meine Rose ist vergöttlicht, ihr Wesen und ihre Bestandteile sind Träger der Fülle von Gottes Merkmalen mit Ausnahme des Göttlichen Ursprungs: Meine Rose bedarf der vollkommenen Verbundenheit mit dem Herzen Gottes, um diese Göttlichen Eigenschaften ununterbrochen zur Wirkung zu bringen".

Im August 2006 sprach Maria die treffenden Worte:

"In Meinem Wesen ist der Aufgang der Menschenseele zu ihrem Schöpfer vertreten: die menschliche Natur, die immer mehr Eigenschaften des Göttlichen erwerben kann in einem Aufgang zu den höchsten Gipfeln der Heiligkeit. In Mir herrschte die Heiligkeit in vollendetem Ausmaβ ab Meiner Empfängnis, und trotzdem ist Meine Natur die der erschaffenen Seele. Das macht Mich zur idealen, von Gott vorgesehenen Treppe zum Thron Gottes".

Bereits im Februar desselben Jahres hatte die Himmelskönigin verkündet:

"Ich bin die einzige Menschenseele, die ab ihrer Empfängnis bis in die Ewigkeit nie anders als absolut vollkommen gewesen ist. Aus diesem Grund entspricht es vollkommen Gottes Gesetz, dass Ich in den letzten Zeiten Herrin über alle Seelen sein soll".

Einst zeigte die Herrin aller Seelen die wahre Art Ihres Wesens im Vergleich zu Gott im nachfolgenden Bild: Wenn wir das Reich Gottes wie einen Staat betrachten, so wäre Gott das Staatsoberhaupt, und Maria die Botschafterin, die Gott und Sein Reich den Menschenseelen gegenüber vertritt.

Noch ergänzend zu diesem Punt bezüglich des Wesens Mariä lässt die Herrin aller Seelen auf Folgendes hinweisen:

Die Himmelskönigin betonte bereits in mehreren Ihrer Inspirationen, dass Gott etwas von Sich in jedes Geschöpf prägt. Dieses 'Etwas' ist gleichsam die Unterschrift des Entwerfers dieses Geschöpfes, das nichts weniger ist als ein Werk Gottes. Aufgrund dieser Realität lieβe sich die Wissenschaft des Göttlichen Lebens als das Ganze der Belehrungen betrachten, durch welche eine Seele Gott dadurch besser kennen lernen kann, dass diese Belehrungen ihr Wissen vom seelischen Leben als Werk Gottes vertiefen helfen. Die Seele kann durch Vertiefung ihres Wissens von Gottes Werken Gott Selbst näher kennen lernen. Aus diesem selben Grund bildet ein tieferes Wissen von der tieferen Natur Mariä als des gröβten Wunderwerks aus Gottes Hand eine goldene Brücke zum wahren Wesen von Gott Selbst und zu einem tieferen Verständnis und einem tieferen Wissen von diesem Wesen.

Wenn man sich dies immer vor Augen hält, wird man sich auch leichter dazu anregen können, ständig zu versuchen, in jeder Einzelheit des Lebens Maria strikt nachzufolgen, in der Erkenntnis, dass man auf diese Weise auch der Nachfolge vom tiefen Wesen von Gott Selbst immer näher kommt.

In diesem Sinn auch, weist die Herrin aller Seelen darauf hin, dass ein tiefes Leben und eine tiefe Anwendung der vollkommenen Weihe an Sie, wenn und in dem Maβe, wie diese wirklich aufrichtig in der Seele lebt, nichts anderes als eine konkrete alltägliche Anwendung des Göttlichen Gesetzes. Gerade aus diesem Grund bildet eine aufrichtige und in sämtlichen Einzelheiten des Lebens in die Praxis umgesetzte vollkommene Weihe an Maria den goldenen Weg eines lebenslänglichen alles beherrschenden Dienstes an Gottes Werken.

6. Tiefe des heiligen Vertrags der Weihe an MARIA

Die Herrin aller Seelen lässt die nachfolgenden zwölf Punkte aufführen, zur Betrachtung und zur Begründung der Notwendigkeit und des Wertes des heiligen Vertrags der Weihe zwischen der Seele und Ihr. Aus praktischen Gründen sind die Punkte numeriert. Die Nummern sollen jedoch nicht auf irgendeine Reihenfolge der Wichtigkeit schlieβen lassen.

6.1. Die drei Fragen bevor sich die Seele an Maria weiht

Viele Seelen weihen sich sehr leichtsinnig an Maria, aus Gründen, die wenig oder gar nichts mit irgendwelchem Sehnen danach zu tun haben, ihr Leben der Förderung der Verwirklichung von Gottes Werken zwecks Gründung Seines Reichs der vollendeten Liebe, des vollendeten Friedens und Glücks und der Gerechtigkeit auf Erden zu widmen. Oft wird die Weihe durch ein erstes Weihegebet eingegangen, von dem die Seele erwartet, es werde ihr irgendwie besondere Vergünstigungen einbringen, vorzugsweise noch während ihres irdischen Lebens und womöglich ebenfalls in Form eines automatischen Eintritts in die Ewige Glückseligkeit nach diesem Leben und bzw. oder aus der Erwartung heraus, die Tatsache, dass sie Maria geweiht ist, würde sie auf irgendwelche Weise in den Augen ihrer Mitmenschen zu etwas Besonderem erheben.

Dieses erste Weihegebet wird dann als Besiegelung der Weihe an Maria betrachtet, sodass die Seele ihre Weihe durch dieses eine Gebet für vollendet hält und nicht einmal anfängt, die Weihe dadurch wirklich zu leben, dass sie in ihren ganzen inneren Verfassungen und ihrem ganzen Tun und Lassen vollkommen und lebenslänglich in sämtlichen Einzelheiten ihres Lebens an der Heiligen Jungfrau und an der Verwirklichung von Gottes Werken der Liebe orientiert bleibt. Dies alles heiβt, dass unzählige Seelen in der Täuschung leben, sie wären an Maria geweiht, während sie diese Weihe nie richtig gestalten. Für Gott ist eine solche Weihe ein 'toter' Bund, ähnlich einem dürren Ast, der keine Früchte trägt.

Viele Seelen würden sich sogar nie Maria weihen falls sie völlig und ganz erkennen sollten, dass wahre Weihe ihnen nicht unbedingt weltliche Vorteile, sondern dahingegen eine besonders ernste Verantwortung Gott gegenüber einbringt. Deshalb gilt in Gottes Augen der Ernst, in welchem eine Seele eine Weihe an Maria tatsächlich Tag für Tag in die Praxis umsetzt, als groβes Zeichen für das Maβ, in welchem diese Seele ihre Lebensaufgabe als Werkzeug im Dienst der Verwirklichung von Gottes Werken ernst nimmt und sie wahrhaftig für die Verwirklichung von Gottes Interessen lebt. Für die Heilige Jungfrau ist jede sogenannte Weihe an Sie, die ohne konkrete Anwendung bleibt, eine Quelle tiefen Schmerzes.

Im November 2006 lud die Herrin aller Seelen zur nachfolgenden ernsthaften Erwägung ein:

"Vollkommene Weihe ist ein Lebensziel und ein Lebensinhalt, an welche nicht leichtsinnig herangegangen werden darf, denn es handelt sich um einen Bund, der unmittelbar mit dem groβen Bund im Zusammenhang steht, den Gott durch das erlösende Leiden Jesu mit Seinem Volk geschlossen hat. Vollkommene Weihe ist ein Bund, durch den sich die Seele dazu bereit erklärt, vollkommen, bedingungslos und lebenslänglich in die Vollendung des Neuen Bundes eingegliedert zu werden. Die Seele, die sich Mir weihen möchte, soll sich zunächst drei Fragen stellen:

  1. Bin Ich dazu bereit, mein Leben bis in die Einzelheiten den Bedürfnissen von Gott und Maria aufzuopfern und also ein Leben in Annahme sämtlicher Kreuze und Prüfungen zu führen, ohne Widerstand oder Auflehnung?
  2. Bin Ich dazu bereit, Maria als meine absolute Herrin anzuerkennen und Ihr in Hingabe zu dienen, in Selbstverleugnung und blinder Unterwerfung in allem, was ich tue oder eben nicht tue?
  3. Habe ich Wünsche und Gewohnheiten, auf die ich nicht bereit bin zu verzichten? Solange die Antwort in diesem Bezug nicht ein ungeteiltes 'Nein' ist, soll die Seele Mich um die Gnade bitten, dazu fähig zu sein, ihr Leben und ihre Lebensanschauung bereitwillig völlig von Mir ändern zu lassen, nach Meinem Willen und Wohlgefallen. Solange die Seele dazu nicht imstande ist, kann sie Mir nicht geweiht sein, denn die Herrin aller Seelen kann nur mit Diener(inne)n arbeiten, die Ihr auf den leisesten Wink gehorchen und folgen, zu jeglichem Zeitpunkt und in welcher Weise auch immer.

Das Leben in vollkommener Weihe an Maria ist mit dem Leben vergleichbar, wie Gott es ursprünglich von den Menschenseelen erwartet hatte: Es handelt sich da um ein Leben, das vollkommen an der Verwirklichung von Gottes Plänen und der Vollendung Seiner Werke orientiert ist.

Seit der Einsetzung des Neuen Bundes ist dies mehr als je zuvor ein Leben in ausschlieβlichem Dienst des Göttlichen Heilsplans für die Vollendung der Erlösung in allen Seelen. Die Seele, die dazu bereit ist, Mir ihre eigenen Wünsche und Gewohnheiten unter die Füβe zu legen, wird bald erfahren, dass sie nichts verliert, sondern im Gegenteil Ozeane des Glücks und des Frohmuts erntet, und später eine Ewigkeit unbeschreiblicher Glückseligkeit im Himmel".

6.2. 'Sohn, siehe deine Mutter' als Schlüssel zur Vollendung des Erlösungswerks

Die Herrin aller Seelen wies bereits in mehreren Schriften darauf hin, dass das Mysterium der vollkommenen Weihe an Sie eigentlich im Augenblick entstand, wo Jesus vom Kreuz herab die Worte sprach Frau, siehe Deinen Sohn; Sohn, siehe deine Mutter. Mit diesen Worten betonte Er Seinen Wunsch, die Menschenseelen aller Zeiten mögen nach Seinem Dahinscheiden Seine Mutter auch als ihre Mutter und Zuflucht betrachten, und vertraute Er sie Ihrer Obhut an. Da die Mutter Christi vollkommener eins mit Ihm war als irgendwelche andere Menschenseele war Sie wie keine andere Seele geeignet um Seelen zur Einheit mit dem Herzen Christi zu führen.

Aus diesem Grund auch ist Sie mit Recht die Herrin aller Seelen, wobei 'Herrin' als umfassende Bezeichnung zu verstehen ist, in welcher Ihre einzigartigen Eigenschaften als innere Führerin, innere Lehrerin, beschützende und seelisch ernährende Mutter und Herrin des ganzen Lebenswegs und des ganzen Wesens der Seele enthalten sind, die sich bedingungslos, vollkommen und lebenslänglich Ihr verschenkt in einem Bund vollkommener Weihe, der tatsächlich in jeder Einzelheit des Lebens und sogar in den tiefsten, verborgensten inneren Verfassungen empfunden und gelebt wird.

Im Juli 2006 sagte die Herrin aller Seelen zum Beispiel diesbezüglich:

"Wenige Seelen haben je begriffen, dass Jesus mit Seinem Wort 'Sohn, siehe deine Mutter' eigentlich den Seelen den Schlüssel zur Vollendung Seines Erlösungswerks überreichte. Gott hat die Menschheit über drei Wege aus der Herrschaft Satans befreien wollen, dem es gelungen ist, durch die Einflüsterung der Erbsünde die Menschheit für alle Zeiten zu versklaven. Der erste Weg war dieser des Leidens und des Kreuzestodes Jesu, der zweite sollte die unaufhörliche Einwirkung des Heiligen Geistes sein und der dritte die vollkommene Weihe der Seelen an Mich, Maria".

(wird bald um einen nächsten Teil erweitert)