TOTUS TUUS, MARIA !

Liebe Schwestern und Brüder in Jesus und Maria,
Manche Offenbarungen sind noch nicht endgültig ins Deutsche übersetzt worden. Zur Zeit der Herrin aller Seelen werden diese aufrufbar sein.
Das Maria Domina Animarum Werk

 

ÖFFENTLICHE OFFENBARUNGEN DER

HEILIGSTEN JUNGFRAU MARIA

als

HERRIN ALLER SEELEN

an Myriam van Nazareth

2006 - I


20. Januar 2006

Jesus:

"Die Augenblicke des innigsten Kontaktes zwischen der Seele und Gott sind der Augenblick ihrer Schöpfung, wobei der Vater einen kleinen Teil von Sich Selbst in sie legt, und danach jede Heilige Kommunion, wobei die Seele mit der Fülle der Gottheit in dem Maße erfüllt wird, in dem sich das Herz nach diesem Kontakt und diesen Gaben sehnt.

Die dritte Phase innigen Kontaktes wird jene beim Gericht in der Sterbestunde sein, wobei die Seele sich selbst aufs Neue in der Gottheit entäußern wird, in dem Maβe, wie sie sich im Stande der Gnade befindet.

Erflehe von deiner Herrin, Meiner und deiner Mutter, Ihre wirksame und übermächtige Gegenwart in dir bei jedem dieser Kontakte in der Heiligen Kommunion und bei dem Gericht über dein Leben".


23. Januar 2006

Vision:

Ich sehe Kalvaria mit dem gekreuzigten Jesus, Maria, Johannes und Maria Magdalena. Es läuft Blut vom Körper Jesu. Es wird mir gezeigt, wie sich Marias Herz in einen Kelch verwandelt, der das Blut Jesu auffängt. Ich sehe auch, wie ein Teil des Blutes in den Boden wegfließt.

Maria erklärt mir das Bild:

"Jede Heilige Messe ist das Gedächtnis des Kreuzesopfers Meines Sohnes auf Golgotha. Vor der Heiligen Messe nähert sich die Seele dem Kreuz. Sie sollte Mich dann darum bitten, sie zu reinigen, damit sie ihrerseits ein Kelch werden kann, um das Blut Jesu darin aufzufangen, das sie während der Heiligen Kommunion auf sakramentale Weise in sich empfangen wird (Die Heilige Hostie beinhaltet tatsächlich den Leib und das Blut Christi).

Nach der Heiligen Kommunion sollte sich die Seele verschließen, nicht vor dem Licht Gottes, sondern vor den Einflüssen der Welt. Sie ist dann wie eine Blume, die von dem allerheiligsten Parfüm der Gottheit gesättigt ist. Damit dieses Parfüm tief einwirken kann, muss sich die Seele im Inneren vor den Einflüssen der Welt verschließen. Sie kann dies nur durch eine Verfassung der inneren Sammlung, Ehrerbietung und durch heilige Gedanken tun.

Wenn die Blume der Seele, der Kelch, der soeben das Göttliche Blut in der Gestalt der Heiligen Hostie oder des Heiligen Blutes getrunken hat, sich freiwillig den Einflüssen der Welt preisgibt, läuft das Göttliche Blut aus dem Kelch weg. Jeder Christ ist dazu berufen, ein Miterlöser zu sein. Dazu muss er an erster Stelle die Früchte des Göttlichen Blutes in sich bewahren".

Vision:

Dann zeigt Maria mir in einem zweiten Bild, wie jede Unehrerbietigkeit vor, während und nach der Heiligen Messe einen Dorn in Ihr Schmerzvolles Herz sticht, wodurch ebenfalls Tropfen des Kostbaren Blutes vergeudet werden, weil Marias Herz der Heilige Kelch des Kostbaren Blutes ist, in dem die großen Schätze der Erlösung aufbewahrt sind. Sie gibt zu erkennen, dass Tropfen von Blut, die auf diese Weise wegfließen, zwar "die Erde heiligen", jedoch nur unter der Bedingung, dass die Ursachen dieser Vergeudung an Sie geweiht werden oder in einem Akt der Wiedergutmachung (Bußetun, Opfer oder inbrünstiges Gebet) ausgeglichen werden. Im Zusammenhang mit diesen beiden Offenbarungen sagt Maria zum Schluss:

"Es ist Mein Wunsch, dass der Christ nach jeder Heiligen Messe sowohl eine ehrerbietige Stille bewahrt als auch nur Worte spricht, die das Göttliche Licht, das seiner Seele in der Heiligen Kommunion vermittelt worden ist, weiterleiten können oder dieses Licht in anderen Seelen zu einer größeren inneren Strahlung bringen können" (Maria meint damit, dass nach der Heiligen Messe tatsächlich nur gebetet oder nur über spirituelle Themen gesprochen werden sollte).


4. Februar 2006

"Ich bin die einzige Menschenseele, die ab ihrer Empfängnis bis in die Ewigkeit nie anders als absolut vollkommen gewesen ist. Aus diesem Grunde entspricht es vollkommen Gottes Gesetz, dass Ich in den letzten Zeiten Herrin über alle Seelen sein soll. Die Vorbereitung der Menschheit auf den Übergang zum Reich Gottes auf Erden muss durch eine Menschenseele geführt werden. Dies ist die Herrschaft, die Mir in die Hände gelegt worden ist: die Vollendung der Erlösung in den Seelen und die Herrschaft über alle Seelen und über alle Quellen der Zerstörung für die Wurzeln von Gottes Reich auf Erden.

Dies alles ist Mir unter die Füße gelegt worden, damit eine Menschenseele die Menschheit zu ihrem Ursprung bei Gott zurückführt. Daher ist Mir alle Macht gegeben. Die Seelen müssen dem Allerhöchsten ihr Sehnen nach dieser Gnade der Gnaden erkennbar machen, indem sie sich vor Meinen Füßen niederwerfen und bekennen, dass Ich ihre Herrin bin.

Jene, die heute Satan in allen Verlockungen der Welt anbeten, werden zu Meinen Füßen Meine Macht verherrlichen. So ist es verfügt. Für viele allerdings, wird die Erkenntnis Meiner Herrschaft über den Fürsten der Welt zu spät kommen, weil sie sich dieser Erkenntnis weiterhin widersetzen, wie ihr Herr dies selber von Anfang an getan hat.

Sage den Seelen, dass sie zu Meinen Füßen Erlösung finden. Es ist Gott Selbst, der alle Seelen zu Meinen Füßen haben möchte. (…)"

Die Fünf großen Anliegen

(Maria verkündigt die nachfolgenden Fünf großen Anliegen, die Ihre Diener Ihr in Gebet, Opfer und Buße aufopfern sollen)

  • Wiedergutmachung der Verweigerung der revoltierenden Engel, Mich für die Ewigkeit als ihre Herrin anzuerkennen, sich zu Meinen Füßen hinzuwerfen und Mir in vollkommenem Gehorsam zu dienen;
  • Wiedergutmachung aller Sünden aller Zeiten;

  • Wiedergutmachung aller Sakrilegien gegen Gott und Mich Selbst;

  • Förderung der vollkommenen Weihe der Seelen an Mich und das konsequente Leben dieser Weihe durch diese Seelen;

  • Meine Anerkennung durch die Seelen als ihre mächtige Herrin.

Mache diese Anliegen bekannt und rufe die Seelen zum inbrünstigen Gebet auf, zum Opfer und zur Buße, um zur Verwirklichung dieser Anliegen beizutragen".


Aus der Offenbarung vom 23. Februar 2006

"Jeder Kniefall vor Mir ist wie eine rote Rose. (…) Wie viele Rosen sind notwendig, um dieser Menschheit wieder Farbe zu geben! Wie viele Rosen verwelken, weil sie richtig in einem Boden landen, der vergiftet ist und sich nicht bereit zeigt, die Nahrung der Gnade in sich aufzunehmen.

Was macht eine Rose schön, kräftig und fruchtbar?

Die Tugenden von Frohmut, Sanftmut, Geduld, Milde, Verträglichkeit, Aufrichtigkeit, Gleichmütigkeit, Vertrauen, Reinheit an Herz und Mund, inbrünstige und selbstverleugnende Liebe, liebevoll angenommene Leiden, Bußfertigkeit, Aufopferungsbereitschaft, vollkommene Unterwerfung Gottes Willen und Meinem Willen gegenüber, Demut, Besinnlichkeit, Einfachheit, Vergebungsbereitschaft, vollkommene Hingabe an Mich, und Annahme von allem, was auf den Lebensweg kommt, als Verfügung aus Meinem Herzen und als Geschenke aus Meinen Händen.

Die Rose, die sich aus einem Boden nährt, der diese Stoffe reichlich in sich aufgenommen hat und diese instand hält, wird Meinen Duft verbreiten und Züge Meiner Schönheit erwerben. Sie wird Herzen in Verzückung bringen und Seelen für die Königin der Himmlischen Blumen, Maria, die Herrin aller Seelen gewinnen".

16. April 2006

"Welche Wolke kann dem Licht der Auferstehung widerstehen? Nur die Wolke des Nicht-Wollens. Bedenke, dass das Feuer der Sehnsucht im Herzen, das Sich-Sehnen nach der wahren Liebe, jeden Nebel auflöst und das Licht des auferstandenen Christus in seiner Fülle in die Seele hineintreten lässt (...).

Heute ist Jesus aus dem Grab auferstanden, nachdem Er alle Untugenden und Sünden der Menschheit in Seinen Körper gezogen hatte, um sie dort geißeln, verspotten und kreuzigen zu lassen. Er hat nachgewiesen, wie die Seele, sämtlicher Sünde und Untugend entblößt, in unversehrtem Zustand aufersteht. Dieses Abbüßen von Sünden und Untugenden setzt sich immer noch fort, in der Heiligen Messe, in Meinen ewigen Schmerzen und in der Mir geweihten Buße und den Mir geweihten Aufopferungen von Seelen auf Erden. Wenn die Leiden Mir geweiht werden, gehen sie die Vermählung mit dem Heiligen Geist ein. (...)

Bedenke, dass die Befreiung, das wahre Glück einer Wiedergeburt im Heiligen Geist, hauptsächlich auf einer vollkommenen Blüte der Liebe, des Frohmuts, der Sanftheit, der Toleranz, der Milde, der Geduld, der Flexibilität und der Annahme von Gottes Plan bei der konkreten Ausfüllung eines jeden Tages basiert. Der Heilige Geist befreit die Seele aus jeder Erstarrung und bringt dadurch den wahren Frieden und die wahre Ruhe in die Herzen. Auf dieser Grundlage der Unerschütterlichkeit wird Er das Reich Gottes dadurch ausbauen, dass Er Mich, die Herrin aller Seelen, die Herrschaft über die Herzen ausüben lassen wird. In Mir haben Erlösung und Heiligung die vollendete Ehe geschlossen (...)."


14. Mai 2006

"Meine Göttliche Mutterschaft war den Menschen gegenüber bereits eine Vorabspiegelung Meiner Eigenschaft als die Herrin aller Seelen. Jesus war Gott und Mensch zugleich. Während Seines verborgenen Lebens blieb Seine Göttliche Natur nach Außen hin im Hintergrund. Einer Göttlichen Verfügung Folge leistend, stellte Er während dreißig Jahre Seine Seele freiwillig unter Meine Herrschaft. Er war das Muster von Gehorsam, Untertänigkeit, Folgsamkeit. Er verhielt Sich Mir gegenüber gleichsam wie ein Diener.

Sogar während Seines Öffentlichen Lebens, als Seine Göttliche Natur offenbart wurde, war Er während der Augenblicke persönlichen Kontaktes mit Mir unter vier Augen immer noch ebenso gehorsam. Seine Apostel folgten Seinem Vorbild. Sogar für die Ältesten unter ihnen war Ich die Mutter, aber auch die Herrin, und dies sollte nach der Himmelfahrt Jesu voll zum Ausdruck kommen. Es hat die Jünger immer tief beeindruckt, dass Jesus Mich nicht einfach als eine Mutter betrachtete.

Derjenige unter ihnen, der am tiefsten vom Geist Gottes durchdrungen war, Johannes, warf sich bei seiner ersten Begegnung mit Mir zu Meinen Füßen nieder und küsste Mir die Füße. Er stand erst dann auf, als Ich ihn beim Arm nahm und ihn dazu anregte aufzustehen. Der Blick in seinen Augen beeindruckte die Umstehenden tief. Er hatte begriffen, dass Mich Gott zu einer außerordentlichen Berufung bestimmt hatte. Er war auch derjenige, der Mich seitdem am öftesten als ‘Herrin’ ansprach.

Auch innerhalb des Häuschens von Nazareth wurde Ich wie eine Königin verehrt. Obwohl Ich den Heiligen Josef als Haupt unserer Familie betrachtete, hegte er für mich eine außergewöhnliche Verehrung und betrachtete Mich in Wirklichkeit als die Herrin seiner Seele, sogar bereits, als Ich noch ein junges Mädchen war. Meine Geliebte, die Seele, die sich wirklich von Gottes Geist beseelen lässt, durchschaut Gottes Wahrheit und schaut tiefer als die Oberfläche. Unter den Seelen, die Mir während Meines Lebens auf Erden begegneten, waren es jene, welche dem Ruf zur Heiligkeit Folge leisteten, die Mir zu Füßen fielen und Mich als ihre wahre Herrin betrachteten.

Dies galt für die Jünger, unter denen dies bei Johannes als Erstem im höchsten Maße der Fall war. Dasselbe galt für Maria Magdalena nach ihrer Bekehrung. Es galt auch für noch andere. So ist es auch in dieser Zeit: Jene, die sich für Gottes Wahrheit und für Seine Pläne öffnen, sind auch diejenigen, die Mich als Erste als die wahre Herrin aller Seelen anerkennen. Jene sind es, die als Erste nach Meinem Eintritt in ihr Herz Meine Gegenwart als eine Kraft empfinden, die sie wahrlich beherrscht und die ihre Seele für das wahre Leben öffnen kann. Die Seelen können sich öffnen, indem sie sich Mir als ihrer wahren Mutter nähern, sodass Ich tatsächlich für ihr Heil sorgen kann. Annehmen, dass ich wahrlich ihre Herrin bin, geht aber weiter: Als Herrin der Seele mache Ich sie zu Meinem Eigentum und fällt sie in den gesamten Bereich Meiner Macht, sodass Ich ihr Wachsen vollkommen führen kann".


15. Mai 2006

"In Meinem Herzen sind die Ströme von Liebe und die Ströme von Schmerzen immer eins gewesen. Wenn die Liebe auflodert, lodert mithin auch der Schmerz auf, denn jedes Auflodern der Liebe lässt das Herz verstehen, wie wenig der wahren Liebe entsprochen wird und wie tief sie von der Menschheit bereits verletzt worden ist. So lässt auch jedes Auflodern des Schmerzes mithin die Liebe auflodern, denn Schmerz, der in der geeigneten Weise angenommen und getragen wird, schürt die Liebe zu Demjenigen an, mit Dem und für Den man diesen Schmerz erträgt: für Gott, oder für Mich Selbst.

Verstehe dies richtig: In Mir sind Liebe und Schmerz immer vollkommen gewesen, aber in denjenigen, die mit Meinem Herzen eins werden, vollzieht sich eine stufenweise Entwicklung, wobei die Empfindung und das Durchleben von Liebe und Schmerz auf immer höhere Ebenen gebracht werden. Sie werden immer inbrünstiger in der Liebe und im Schmerz zugleich. Mit jeder Prüfung, die Ich für Meine Diener zulasse, gieße Ich zugleich Ströme von Liebe in ihr Herz, und so fließen auch mit neuen Strömen von Liebe zugleich neue Schmerzen oder eine tiefere Empfindung des Schmerzes in sie hinüber. So kannst du buchstäblich von 'Verwundungen von Liebe' und von 'glühendem Schmerz' sprechen.

Eins mit Marias Herzen zu werden, heiβt der Eintritt in ein Mysterium von Äußersten, die in Wogen zueinander fließen, um auf ihrem Höhepunkt zu verschmelzen: Die tiefsten Schmerzen und die inbrünstigsten Verzückungen von Liebe und Glückseligkeit verschmelzen gemeinsam zu einem einzigen Feuer, welches das Herz verzehrt. (…) Totale Hingabe an die Herrin aller Seelen setzt voraus: das Herz durch die gründlichste Reinigung und Läuterung auf die äußerste Liebe vorbereiten zu lassen, und zugleich Annahme von jedem Kreuz, das Ich für die Mir geweihte Seele zulasse. Die beiden lassen sich nicht voneinander trennen".

"Wie oft schon hast du die Erfahrung gemacht, dass du beim Aussprechen oder beim Hören Meines Namens oder beim Aussprechen der Worte ‘Meine Herrin’, während du dich an Mich wendest, in deinem Herzen und sogar an deinem Körper ein intensives Zucken verspürst, welches das Feuer deines ganzen Wesens so stark in den Mittelpunkt deines Herzens zusammenzieht, dass es dir vorkommt, als würde dein Körper ausgeschaltet? Ich habe diese Gefühle in dir erweckt, weil Ich will, dass du Zeuge der Göttlichen Kraft wirst, die beim Erklingen Meines heiligen Namens in die Seele hineinströmt (...)"


Aus der Offenbarung vom 17. Mai 2006

"Die Herrin aller Seelen baut Tempel wieder neu auf, nachdem Sie die alten Mauern niedergerissen hat. Dies ist eine der größten Äußerungen Meiner neu schaffenden Macht. Die Seelentempel, in denen die Herrin aller Seelen wahrlich lebt und herrscht, können nie aufrecht bleiben, wenn sie mit den alten Steinen menschlichen, weltlichen Denkens, Fühlens und Wollens aufgebaut werden. Bei Meinem Eintritt in einen Seelentempel fange Ich an, alles abzureiβen, was nicht Meinen Plänen entspricht, und ziehe Ich gleichzeitig neue Mauern auf, die aus Steinen aus Himmlischer Quelle bestehen: Sie sind aus unvergänglicher Liebe aufgebaut, unantastbar für die Einflüsse der Welt, vorausgesetzt, dass die Seele Meine Herrschaft total und bedingungslos annimmt".


22. Mai 2006

"Die Seele, die in Meinen Dienst tritt, wird von Mir mit dem Kleid Meines Reiches umhüllt. Dazu wird diese Seele zunächst in Meinen Vorhof hineingeführt, wo sie ihrer alten Kleider entledigt wird. In diesem Vorhof lernt sie ihre ersten Lektionen über dasjenige, was sie erwarten kann, wenn sie sich selbst auf immer Mir zu verschenken bereit ist. Ihrer alten Kleider, ihrer stärksten weltlichen Wünsche entledigt, wird sie dann, zu Meinen Füßen kniend, mit dem Kleid des Hofes der Herrin aller Seelen umhüllt werden. Dies ist ein leichtes Kleid, das die Seele nicht belastet oder behindert, sondern streichelt und wärmt, und dessen Duft sie regelmäßig an ihre Herrin erinnern wird. Meine wahren Getreuen werde Ich daran erkennen, dass die Lilie, die Ich in ihr Kleid gebrannt habe, immer mehr leuchten wird, denn sie wird durch ihre Liebe und ihre Reinheit zum Leben kommen. Diese Seelen werden Mich durch den Duft ihrer Anwesenheit bei Meinem Thron verherrlichen".


Aus der Offenbarung vom 10. Juni 2006

"Empfange Meinen Rosenstrauß für heute. Selig die Seele, die sich zu Meinen Füßen niederlegt, sich danach sehnend, aus Meinen Händen genau dasjenige zu erhalten, was Ich will. Je schwerer der Körper beladen scheint, desto freier wird die Seele. Bemerke doch, wie wunderschön eine Rose in der Morgensonne glänzt, weil sie das Licht zulässt. Bemerke, wie selig eine Rose in der Abendsonne duftet, nachdem sie das Licht und die Wärme der Sonne den ganzen Tag lang in sich aufgetrunken hat.

So ergeht es auch der Seele: Wie verzückend sieht sie aus, während sie Mich mit Liebe als den Morgenstern begrüßt, und wie selig duftet sie, nachdem sie den ganzen Tag lang Meine Heiligkeit und Meine Liebe getrunken hat, denn in Mir liegen die Geheimnisse des Ewigen Vaters, das Licht Christi und das Liebesfeuer und die Weisheit des Heiligen Geistes".


15. Juni 2006 (Sakramentstag)

JESUS: "Immer noch wird Mein Körper gekreuzigt, aber das Kreuz wird verabscheut. Immer noch fließt Mein Blut auf die Felsen der Herzen, aber sie lassen sich nicht zermalmen, um das Blut der Erlösung herein zu lassen. Wer kann eine Mutter weinen sehen? Brich den Himmel auf. Opfere alle Kreuze der Seelen und alles Blut auf den Altären der Welt dem Herzen deiner Herrin, der Miterlöserin für alle Zeiten, auf. Zu Ihren Füßen werden die Kreuze mit Blumen besät werden, die durch Mein Blut zur Begrüßung des Ewigen Frühlings geheiligt werden sollen".

MARIA: "Ich bin die wahre Herrin, der die Vollendung des Heils anvertraut worden ist. Mein Sohn hat dich darauf hingewiesen, wie sehr Ich die Brücke bin, welche die Interessen des Himmels und der Erde miteinander verbindet. Sämtliche Kreuze, sämtliche Prüfungen und Leiden sollen in Mein Herz gelegt werden, zur Verherrlichung des ursprünglichen Kreuzes der Erlösung, des Kreuzes von Golgotha. Das Blut der Altäre ist sowohl das Blut Christi im allerheiligsten Sakrament wie auch das sichtbare und unsichtbare Blut aller Leiden der Seelen. Wenn die Seelen Mir ihre Leiden weihen, werden diese wie eine Darbietung geheiligten Blutes auf dem Altar Meines Herzens.

Habe Ich nicht wiederholt gesagt, dass jedes Wort und jede Handlung der Herrin aller Seelen mit dem Siegel von Gott Selbst bekleidet ist? Gott ist der Gesetzgeber, Ich habe die Macht, die Göttlichen Gesetze in den Seelen auszuführen. Zu Meinen Füßen wird die Erlösung vollendet (...)."

16. Juni 2006

"Feuer ist an sich das Reinste, was es gibt. Feuer kann an sich nicht unrein sein, aber dasjenige, was brennt, kann schon eine unreine Verbrennung aufweisen. Man könnte die Seele mit einer Flamme vergleichen. Jede Menschenseele wird wie eine Flamme aus der Quelle des Göttlichen Lebens erschaffen, aus dem Herzen des Allerhöchsten, der unerschöpflichen Quelle der Ewigen Liebe. Die Seele trägt allerdings auch eine ‘Grundlage’ in sich, die sich etwa mit dem Erbpaket des Körpers vergleichen lieβe. Diese ‘Grundlage’ der Seele hat zwar nichts Materielles, ist allerdings auch Trägerin der Menschlichkeit, der menschlichen Natur der Seele. Diese wird gleichsam aktiviert, wenn die Seele in der Verschmelzung der Samenzelle des Vaters mit der Eizelle der Mutter empfangen wird.

Kraft eines einmaligen Göttlichen Mysteriums ist bei Meiner Empfängnis diese Aktivierung in Meiner Seele nicht so erfolgt, wie sie bei jeder anderen Seele vor sich geht. Gott hatte Meine Seele wie aus nichts als dem reinsten Feuer geschaffen, als Trägerin Göttlicher, vollkommen heiliger Eigenschaften und ohne die übliche ‘Grundlage’, das Brennholz für die Flamme, die bei jeder anderen Seele auch die Erbsünde enthält, denn dieses Brennholz ist Trägerin der menschlichen Natur. Meine Seele ist unbefleckt empfangen und ist dadurch gleichsam ausschließlich Feuer, ohne das Brennholz. Aus diesem Grunde konnten alle Meine Handlungen keine Produkte ‘unreiner Verbrennung’ sein.

Dies erklärt Meine absolute Vollkommenheit in sämtlichen Tugenden. Meine Seele konnte von Anfang an nichts anderes ausstrahlen als vollendete Heiligkeit, vollkommenes Licht, vollkommene Wärme, und war dadurch auch vollkommen fruchtbar in allem, was von ihr ausging. Darauf basiert Meine vollkommene Macht auf das Herz Gottes. Er erkannte von Anfang an in Mir nichts anderes als die Fülle der Vollkommenheit, die Er bei der Schöpfung in jede Seele legt, ohne die Beimischung von abweichenden Wirkungen der menschlichen Natur.

Wieso denn hat Mein Leben auf Erden mehr Verdienste eingebracht als sämtliche andere Menschenleben zusammen? Weil Meine Handlungen eine 'Göttliche' Kraft entwickelten und Ich unendlich schweren Prüfungen ausgesetzt worden bin, denn Satan empfand bereits während Meiner ersten Lebensjahre, dass er keinen Einfluss auf Mich gewinnen konnte, und hat deshalb den Eid geschworen, er würde Mich auf irgendwelche Weise vernichten. Wegen der einmaligen Merkmale der Schöpfung Meiner Seele konnte die Wirkung der Empfängnis im Schoβ Meiner heiligen Mutter Anna umgangen werden. Aus diesem Grunde haben manche erleuchtete Seelen Mich mit Recht als die 'vergöttlichte' Maria angedeutet (Maria meint hier offensichtlich unter anderen den Heiligen Grignion de Montfort). Ich bin kein Gott, Ich bin eine erschaffene Seele, aber in der Ordnung der Gnade hat Gott Meine Seele mit einer Beschaffenheit und mit Eigenschaften ausgestattet, die Mich unendlich weit von der gewöhnlichen menschlichen Natur entfernten.

Was hat Mir denn in Meinem Leben auf Erden die Fähigkeiten verschafft, in einer menschlichen Weise zu handeln? Die Notwendigkeit, in einem menschlichen Körper zu leben. Der Schöpfer hat Meinen Körper und Meinen Geist insofern mit einer Natur beseelt, die noch Berührungspunkte mit dem Menschlichen in sich trug, dass Ich noch in der Lage war, ein normales Leben in einem menschlichen Körper zu führen, mit Verhaltenszügen, die von Meinen Mitmenschen noch als menschlich erkannt werden konnten. Das Feuer, das Meinen Körper und Mein ganzes Verhalten beherrschte und beseelte, war aber Göttlicher Natur, und einmalig an Liebe und Reinheit.

Einen ähnlichen Effekt hat Gott in der Empfängnis Jesu in Meinem Schoβ zur Wirkung gebracht. Der einzige Unterschied war dieser, dass die Seele Jesu Göttlich ist in der Ordnung der Natur und nicht erschaffen ist, während Meine Seele vergöttlicht ist in der Ordnung der Gnade, und erschaffen ist. Diese Kenntnisse offenbare Ich dir nun, damit die Menschheit begreift, wieso bereits Meine Natur es rechtfertigt, dass Ich die einzige und unbestreitbare Herrin aller Seelen bin". (Wie aus anderen Offenbarungen eindeutig hervorgeht, bestreitet Maria auf gar keinen Fall die Herrschaft Gottes über die Seelen. Sie weist lediglich darauf hin, dass Sie unter der Gottheit die absolute Herrin über alle Seelen ist).


20. Juni 2006

"Jeden Tag wird das Opfer Jesu auf den Altären Seiner Kirche erneuert. Dasjenige, wonach Er Sich jedoch so inständig sehnt, ist, dass außer mit Seinem Leib und Blut noch sehr viel mehr Kelche mit den liebevollen Opferungen von Seelen gefüllt werden mögen. Viel mehr Seelen sollen sich selbst, alle ihre Kreuze und Prüfungen und all ihre Liebe in den allerheiligsten Kelch Meines Schmerzensreichen und Unbefleckten Herzens ausschütten, um ihre Aufopferung durch Meine mächtigen Hände zum Himmel heben zu lassen. Keine Seele kann fassen, welche Lichtkraft von der gemeinsamen Aufopferung des Leibes und Blutes Christi mit der totalen Selbsthingabe einer Seele ausgeht. Jede Seele könnte die Hölle auf ihren Fundamenten erbeben lassen, wenn sie sich Mir in allen Prüfungen, Leiden, Schmerzen und allem Kummer inständig zu Füßen werfen sollte während sie Mich folgendermaβen anfleht:

O Maria, mächtige Herrin aller Seelen und Miterlöserin der Menschheit, lass alle meine Leiden, Kreuze und Prüfungen und die ganze Liebe, mit der ich diese für Dich trage, in den Kelch Deines Herzens hinüber fließen, und geruhe, sie in Einheit mit dem Leib und dem Blut Christi Gott aufzuopfern, zwecks Gründung Seines Reiches auf Erden.

Der Seele, die sich bis einschlieβlich ihres Körpers mit ihren sämtlichen Leiden und allem Kummer total und völlig Mir, der mächtigen Herrin von allem Erschaffenen, hingibt, kann durch eine solche Aufopferung die unendliche Erlösungsmacht Christi und Sein Göttliches Leben zuteil werden. Ich bin die wahre Miterlöserin der Menschheit, und diese Eigenschaft findet ihre Krönung in der Ausübung Meiner Rolle als Herrin aller Seelen. Die Herrin aller Seelen wird Ihre uneingeschränkte, totale Macht über die Seelen, die sich Ihr als Diener oder Sklaven Ihrer Liebe hingeben, dazu anwenden, das Erlösungsmysterium zu seiner vollen Verwirklichung zu führen.

So bringe Ich das Opfer Christi mit dem Opfer der Seele in Verbindung, die sich vollkommen Mir hingegeben hat. In der Vereinigung zwischen diesem Göttlichen Opfer und dem menschlichen Opfer, verschmolzen im Kelch des Herzens der Herrin der Menschheit, wird die Quelle desjenigen Lebens entspringen, das die Seelen tatsächlich befreien wird. Der Leib und das Blut Christi besitzen diese Macht bereits aus sich selbst, aber genauso wie Gott Mich für die Menschwerdung nötig haben wollte, will Er jede Seele dazu nötig haben, der Menschwerdung ihre wahren Früchte zu schenken. So wie in allem kommt Meine Berufung als die Brücke zwischen Himmel und Erden auch darin zum Ausdruck. So hat es der Allerhöchste verfügt: Maria, die mächtige Herrin aller Seelen, soll die Göttlichen Mysterien in ihren konkreten Auswirkungen den Seelen gegenüber vollenden".


21. Juni 2006

(Ich höre innerlich, immer langsam wiederholt, den Namen "Myriam". Ich höre den Namen sanft, unbeschreiblich schön aber zur gleichen Zeit beeindruckend aussprechen, als ob er von einem sanften Wind getragen würde). Maria sagt:

"Ich lasse dich Meinen Himmlischen Namen mit den Ohren deiner Seele hören, damit du fühlen kannst, welche unendliche Macht von ihm ausgeht. Du hörst ihn so, wie er in Meiner Muttersprache ausgesprochen wurde, aber du hörst, wie er aus dem Herzen Gottes heraus gesprochen wird.

Mein Name ist Träger einer ungekannten Macht. Er setzt sich aus einer Folge von Tönen zusammen, die zusammen wahrhaftig Göttliche Kräfte erwecken. Das Wort ‘Myriam’ oder ‘Maria’ bildet an sich bereits ein Gebet, denn es erweckt das Herz Gottes in der Fülle Seiner Majestät. Eigentlich ist dieses Wort 'Myriam' oder 'Maria' kein menschliches Wort, es ist von Gott Selbst erschaffen worden. Das Wort trägt mehrere Bedeutungen, unter anderen 'Meer der Gnaden', 'Ozean der Macht', 'Ozean der Schönheit'. Mein Name bringt eigentlich den Überfluss Göttlicher Eigenschaften zum Ausdruck, die in Mir versammelt sind. Er birgt in sich den Schlüssel Meines Ursprungs bei Gott: Er deutet an, dass Ich unmittelbar aus dem Herzen Gottes entstanden bin, von Eigenschaften erfüllt, die Mich mit einer Natur ausstatten sollten, die unendlich viel näher zum Göttlichen als zum Menschlichen steht.

Ich habe gewollt, dass du Meinen Namen als spirituellen Decknamen trägst, um dich instand zu setzen, zu einer Frucht nach Meinem Wohlgefallen aufzublühen. Ich will in dir weiterleben können. Daher habe Ich Meinen Namen wie einen Mantel von Blumen um deine Seele herum geschmeichelt. Trage ihn mit Würde und in demütiger Dankbarkeit".

Myriam: "Meine mächtige Herrin, hat Gott Dir diesen wunderbaren Namen vorbehalten?"

Maria: "Mein Name wurde schon vor Meiner Geburt im Fleisch von Seelen getragen. Gott sucht für alle großen Dinge Vorabbildungen von dem vorauszuschicken, was Er verwirklichen will. Erleuchtete Seelen fangen an Hand dieser vorausgeschickten Vorabbildungen später damit an, die Größe von Gottes Plänen zu begreifen, indem sie bei der Verwirklichung dieser Pläne die Krönung und Vollendung der Vorabbildungen feststellen können. Der Allerhöchste hat in Mir ungekannte Ozeane von Mysterien erschlossen. In Meinem Namen hat Er die Existenz dieser Ozeane für die Herzen zum Ausdruck gebracht, die sich danach sehnen, das wahre Licht hinter den Dingen zu sehen.

Gott hat in Meiner Seele unendliche neue Welten aufgeschlossen, Paradiese erfüllt von Mysterien, Weisheit, Liebe, Macht, Heiligkeit, Schönheit und Gnadenschätzen. Das alles hat Er unter Meine ausschließliche Macht und Verfügung gestellt. Kein menschlicher Verstand kann Mich in der Fülle Meines Wesens fassen. Mein ganzes Wesen ist wie eine einzige verkörperte Verherrlichung der Größe und der Schöpfungsmacht des Allerhöchsten. Gerade deswegen ist es, gemäß dem Gesetz der Göttlichen Gerechtigkeit, eine absolute Notwendigkeit, dass Mir die Seelen die allertiefste Ehrfurcht entgegenbringen (…)".

Siehe, Gott hat Mir Macht über alles gegeben. Diese Elemente Göttlicher Macht waren seit der Schöpfung für Mich vorgesehen. Sie existierten bereits als ein Mysterium in Gottes Herzen. Ich offenbare dir, dass, genauso wie Gottes Sohn dazu vorherbestimmt war, König der Seelen zu sein und diese Königswürde in einem Leben als Gottmensch auf Erden zu besiegeln, Ich, Maria, von Anfang an dazu vorherbestimmt bin, Königin und Herrin aller Seelen zu sein. In dieser Eigenschaft hat Gott Mich den Engeln vorgestellt.

Bei Meiner Unbefleckten Empfängnis wurde Meine Königswürde zum ersten Mal mit der Materie verbunden, mit dem Keim des menschlichen Daseins. Bei Meiner Geburt wurde das Siegel Meiner Königswürde in die Erde gedrückt.

Am Tag der Empfängnis Jesu als Gottmensch, als der Engel Gabriel Mir die Botschaft von Seiten Gottes übermittelte, vollzog der Heilige Geist auf formelle Weise die mystische Ehe zwischen der Gottheit und Meinem Wesen und wurde Meine Herrschaft endgültig besiegelt.

Bei der Aufnahme Meines Körpers und Meiner Seele in den Himmel und Meiner Krönung zur Königin erhielt der Himmlische Hof den konkreten Beweis Meiner erhabenen Königswürde. Nun nähert sich die Stunde, in der alle Seelen die Offenbarung Meiner unumschränkten Herrschaft in unverkennbarer Weise erhalten werden.

Ja, alles Geschaffene wird bald seine Herrin kennen lernen und Ihre Füße mit der tiefsten Ehrerbietung streicheln. In jener Stunde wird Gottes Verherrlichung vollkommen sein.

So siehst du, dass buchstäblich alle Seelen, vom ersten Menschen an, unter das Zeichen Meiner Herrschaft fallen. Auch wenn dieses Göttliche Mysterium den Seelen des Alten Bundes nicht bekannt war, in Gottes Herzen war ihre Herrin bereits auf den für Sie vorherbestimmten Platz gestellt worden. Daher ist es gerechtfertigt, alle Seelen aller Zeiten zu Meinen Füßen niederzulegen. Gottes Verherrlichung von den Menschenseelen her kann nicht vollkommen sein, wenn nicht alle Seelen zu Füßen ihrer von Gott eingesetzten Herrin niedergelegt worden sind, zumindest auf stellvertretende Weise. (…)"

"Jedes Partikelchen, jedes winzige kleine Teilchen der konsekrierten Heiligen Hostie enthält die Fülle des Leibes Christi. Auf irgendwie vergleichbare Weise könntest du die Menschheit aller Zeiten als Ganze als eine allumfassende Hostie betrachten, ein allumfassendes Ganzes von Möglichkeiten, Opfer zu bringen, die für die Verwirklichung von Gottes Heilsplan für die Seelen eingesetzt werden können. Jede dieser Seelen enthält an sich einen Keim von Heiligkeit, ein Partikelchen des Göttlichen. So wie Gott darum besorgt ist, dass kein einziges Partikelchen der Heiligen Hostie verloren geht oder verkannt wird, so ist Er ebenso sehr darum besorgt, dass keine einzige Seele verloren geht, denn jeder Verlust einer Seele bedeutet die Trennung eines Zweiges vom Lebensbaum, der für Gottes Pläne und Werke Früchte tragen muss.

Ich habe gestern zu dir gesprochen über die Vereinigung zwischen einerseits dem Opfer des Göttlichen Lammes und andererseits den Opfern von Menschenseelen durch geweihte Kreuze und Prüfungen. Auf ähnliche Weise bildet jeder Verlust eines Partikelchens der Heiligen Hostie und einer einzigen Menschenseele ein Hemmnis für die Verwirklichung des globalen, allumfassenden Opfers an die Allerheiligste Dreifaltigkeit. Es ist Meine Aufgabe als die Herrin aller Seelen, alle Seelen zueinander zu bringen und zu erhalten in Bande von Liebe und Frieden, und sie mit dem Baum des Lebens, Jesus Christus, in Verbindung zu halten.

Ich habe dazu Elemente der Göttlichen Macht. Allerdings muss, gemäß einer Verfügung des Gesetzes der Göttlichen Gerechtigkeit, der freie Wille der Seele respektiert werden. Durch die totale Opfergabe von dir selbst zu Meinen Füßen musst du helfen, Brücken zu schlagen zwischen einerseits dem freien Willen aller Seelen und andererseits dem Willen von Gott Selbst, damit die Seelen sich selbst mit Gottes Plänen in Übereinstimmung bringen lassen und Ich die Fülle Meiner Macht als Herrin aller Seelen entfalten kann zur Gründung von Gottes Reich der Liebe auf Erden".

"Sei ein Vorbild für die Seelen, auch zur Genugtuung gegenüber der Göttlichen Gerechtigkeit. Sprich Mich nie als deine Herrin an, ohne dabei tief vor Mir niederzuknien (diese Anweisung hat Maria in erster Linie für Myriam gemeint; sie ist Teil einer ausführlichen Gehorsamsdisziplin, der Maria Myriam ständig unterzieht), und sprich Meinen hochheiligen Namen mit der Ehrfurcht und der Liebe aus, die all demjenigen gebührt, was aus Gottes Herzen stammt".


24. Juni 2006

"Betrachte heute Mein Unbeflecktes Herz. Mein Herz wird als unbefleckt bezeichnet, weil Mein Gefühlsleben immer vollkommen frei von Leidenschaften war. Ich war unbefleckt empfangen, also frei von der Erbsünde. Anschlieβend habe Ich auf Erden ein Leben geführt, in welchem Mein Herz in allen Lebenslagen von Gefühlen und Wünschen frei war, die von demjenigen abweichen, was Gott von den Menschenseelen verlangt. Meine ganzen Bestrebungen waren nur auf die Förderung von Gottes Werken gerichtet. Ich war vollendet in der Liebe und in allen Tugenden. Ich bin die Herrin der wahren Liebe, die Liebe, nur an Gott und an dem ewigen Heil der Seelen orientiert ist, ohne jegliche Beimischung weltlicher Interessen oder stofflichen oder physischen Genusses.

Die Seele, die die wahre Liebe besitzt, ist wie eine Schatzmeisterin von Gottes Gnaden. Jede Seele kann in dem Maße Ströme von Gnaden auf die Welt herab rufen, wie sie die wahre Liebe besitzt. Als Herrin der wahren Liebe habe Ich alle Macht über Gottes Gnaden erhalten. Alles ist zu Meinen Füßen gelegt worden, weil Mein Herz unbefleckt geblieben ist. Durch Mein Unbeflecktes Herz bin Ich in vollkommen absoluter, totaler Einheit mit Gottes Herzen und mit allen Seinen Plänen, Werken und Absichten geblieben. Gerade deswegen gilt jedes Wort aus Meinem Mund für ewig als Gesetz. (*)

In der Absicht, ihren Mangel an wahrer Liebe zu entschuldigen, berufen sich die Seelen oft auf die Tatsache, dass sie nicht unbefleckt empfangen sind. Dies ist ein Irrtum. Es ist die Pflicht jeder Seele, die Vervollkommnung in der wahren Liebe anzustreben. Dieses Anstreben ist das Anstreben der Heiligkeit. Die Seele wird in dem Maße in der wahren Liebe wachsen, wie sie sich nach Meiner Herrschaft über sie sehnt. Die Seele, die Mich in sich leben und herrschen lässt, indem sie Mich bei allem hinzuzieht und versucht, Mich in allem nachzuahmen, wird auch befruchtet werden durch Meine Fähigkeit, auf unbefleckte, makellose Weise zu lieben: Lieben, ohne Bedingungen zu stellen, bis zum Äußersten, in wahrer Selbstverleugnung und mit der Verherrlichung Gottes und dem ewigen Wohl des Mitmenschen als einzigem Ziel.

Ein vollkommen unbeflecktes Herz kann Ich Meinen Dienern nicht geben, weil sie nicht unbefleckt empfangen sind. Was Ich ihnen schon geben kann, ist ein Herz, das immer mehr in Übereinstimmung mit Meinem eigenen Herzen fühlt, wünscht und anstrebt, und dadurch der Unbeflecktheit so nahe kommt, dass die Spur der Erbsünde das Einzige ist, das ihr Herz noch von dem Meinen abweichen lässt. Dazu ist es allerdings notwendig, dass Ich vollkommen und total in Meinen Dienern herrschen kann, ja, dass sie bereit sind, im wahrsten Sinne des Wortes Meine Sklaven zu sein. (**)

Die Herrin aller Seelen besitzt alle Macht, jedes Herz mit Ihrem eigenen Herzen in Übereinstimmung zu bringen. Gott hat Mich zu Seinem absoluten Meisterwerk gemacht. Mein Unbeflecktes Herz ist davon der ewig dauernde Ausdruck. Ich wünsche, dass die Seelen diese Weihe in der Praxis des Alltags vollkommen in Anwendung bringen, bis in die kleinsten Einzelheiten ihres täglichen Lebens, und dass sie Mich fortwährend darum bitten, an den Bewegungen und Verfassungen Meines Unbefleckten Herzens Anteil bekommen zu dürfen.

Zu Meiner Zeit, sobald dies in Übereinstimmung mit dem Heilsplan ist, über dessen Ausführung Mir die Führung anvertraut wurde, kann Ich ihnen diese Gnade erwirken. Im Allgemeinen werden sie diese Gnade in verschiedenen Phasen erhalten. Sollte Ich der Seele die Fülle dieser Gnade auf einmal schenken, so wäre es sehr wohl möglich, dass sie derart zerrüttet würde, dass sie nicht mehr imstande wäre, sich einem normalen täglichen Leben anzupassen. Wenn die Berufung einer Seele eine plötzliche Eingießung tiefgreifender Gnaden vertretbar macht, wird diese Seele dabei von Mir auf vollkommen neue Wege geführt werden.

Gott hat Mir alle Seelen anvertraut, damit Ich in ihnen leben kann, über und in Herzen herrschen kann und sie zu ihrer wahren Befreiung führen kann. Nur die Seele, die sich Mir tatsächlich aus freiem Willen in völliger und wirklich gelebter Weihe hingibt, ist eine Seele, die Gottes Verfügungen annimmt. Streng genommen befindet sich eine Seele, die die Gnade der Berufung zur Weihe an Mich abweist oder die sich Mir eher unüberlegt weiht, sich jedoch nicht als Meine Dienerin betrachtet, im Ungehorsam Gott gegenüber. In jeder Seele soll die Sehnsucht brennen, wirklich Mir zu gehören. (…)"

Bemerkungen:

(*) Die Worte "Gerade deswegen gilt jedes Wort aus Meinem Mund für ewig als Gesetz" könnten auf manche Seele etwas sonderbar wirken. Die Herrin aller Seelen verweist mit diesen Worten auf die Tatsache, dass Gott Ihr eine Macht über alle Seelen (Engel, Menschenseelen und Dämonen) gewährt hat, die – förmlich betrachtet – nur der Macht Gottes untergeordnet ist. Dabei, wie es Maria in anderen Texten klar gestellt hat, ist zu bemerken, dass die tatsächliche Macht der Himmelskönigin (das heiβt, die Auswirkungen dieser Macht) eigentlich vollkommen uneingeschränkt ist, weil Ihr Wille hundertprozentig identisch mit dem Willen Gottes ist. Aus diesem Grunde gilt alles, was Sie sagt, für Gott genauso wie ein Wort aus Seinem eigenen Munde, und was Sie befiehlt, für Gott genauso wie ein Befehl Gottes. Das heiβt, dass der Herrin aller Seelen genauso pünktlich, uneingeschränkt und bedingungslos zu gehorchen ist wie Gott Selbst. Folglich lässt sich ohne Weiteres sagen, dass Marias Worte ewig gültig sind, als handle es sich bei Ihren Worten um Gesetze.

(**) Wenn die Herrin aller Seelen dazu aufruft, dass Seelen Ihre "Sklaven" werden, so meint Sie dies, wie ausdrücklich aus den Myriam-Schriften hervor geht, in genau dem Sinne, wie Sie es bereits den H. Grignion de Montfort erläutern lieβ: dass diese Seelen sich so vollkommen Ihr weihen, und ihr Leben so vollkommen in Ihren Dienst stellen (d.h. sich durch restlose Hingabe an Maria uneingeschränkt zu Diensten der Verwirklichung des Göttlichen Heilsplans stellen, da Maria ja von Gott zwecks Vollendung des Heilsplans die Führung im Kampf gegen die Finsternis erhalten hat), dass von einer "Sklaverei" Maria gegenüber die Rede sein könnte. Ich verweise diesbezüglich gerne auf die wertvolle Erläuterung im Text Die Seele als Liebessklave der Himmelskönigin. Sie finden diesen Text unter Weihe an Maria > Liebessklaverei.


Aus der Offenbarung vom 26. Juni 2006

"Das Wachsen zur Einswerdung mit der Herrin aller Seelen hin ist eine Reise zu der Krone der Himmlischen Rose. Sage den Seelen, dass der Kern einer Rose vom Boden her nur dadurch erreicht werden kann, dass man den Stängel besteigt und den Dornen trotzt. Sage ihnen auch, dass diese Reise erst recht beginnt, wenn sie sich zu Meinen Füßen niederwerfen, denn Meine Füße sind der Ort, wo der Stängel aus dem Boden kommt. Wer sich zu Meinen Füßen niederwirft, indem er sich meinen Anweisungen vollkommen unterwirft, fängt mit dem Aufstieg an, der ihn von der Erde, der Beeinflussung von Seiten der Welt, losmacht, und ihn durch Prüfungen zu den Himmlischen Sphären führen kann.

Der Kern der Himmlischen Rose schließt sich nur für die Seele auf, die sich danach sehnt, in vollkommener Unterwerfung Ihr gegenüber zu leben, die das Leiden um Ihretwillen nicht scheut und die den Rosenduft der Heiligung als das absolute Ziel ihres Lebens gesetzt hat. Keine Seele kann Meine blendende Schönheit und die Verzückungen Meiner Heiligkeit genießen, ohne die Welt zu überwinden, sowohl in sich selbst als auch in ihrer Umgebung. Während des Kletterns zum Kern der Rose wird die Seele bereits Rosenblättchen als Zeichen Meiner Macht, Meiner Liebe und Meines Schutzes vorfinden. Je höher sie auf den Stängel klettert, desto besser wird die Brise des Heiligen Geistes für sie spürbar werden. In der Blumenkrone soll sie voll und ganz in das Leben Meines Herzens aufgenommen werden".


Aus der Offenbarung vom 28. Juli 2006

"Im Irdischen Paradies hatte der Schöpfer einen Baum vorgesehen, der das große Symbol für das Göttliche Leben sein sollte. Gott hat den ersten Menschenseelen die Vorschrift auferlegt, die Früchte dieses Baumes nicht anzurühren. So sollte dieser Baum ein sichtbares Zeugnis für die Heiligkeit der Menschenseelen ablegen, denn das Unberührtbleiben des Baumes sollte gegenüber Satan von dem Gehorsam des Menschen zeugen, und somit von seiner vollkommenen Liebe dem Schöpfer gegenüber. Satan selbst und sein Gefolge hatten immerhin bereits ihre Heiligkeit als Engel Gottes verloren, indem sie ungehorsam wurden. Satan nahm Anstoß an diesem Zeugnis und hat in der Gestalt einer Schlange den Baum der Heiligkeit durch seine Gegenwart verunreinigt, und dadurch, dass er von diesem Baume her der ersten Frau mit Erfolg die erste Sünde, die Erbsünde des Ungehorsams eingab.

Die Frau hat ihrerseits den ersten Mann an dieser Sünde teilhaftig gemacht. Daher sollte die Frau innerhalb des Alten Bundes als unrein gelten und sollte die Übermittlung des Lebens von der Frau auf das Kind für immer verunreinigt sein und mit Geburtswehen einhergehen. Gott hat in Seiner barmherzigen Liebe den Versuch zur Heiligung der Menschheit und zum Zeugnis für diese Heiligkeit erneuert:

  • Gegenüber dem Baum der Heiligkeit, der durch den Mangel an Liebe seitens der ersten Menschenseelen verunreinigt worden war, hat Er den Baum des Neuen und Immerwährenden Bundes gestellt: das Kreuz von Golgotha.

  • Gegenüber der sündigen Frau hat Er die allerheiligste, allerreinste, unbefleckte, für ewig sündenlose Frau gestellt: Mich, Maria, die wahre und ewigen Herrin aller Seelen.

  • Gegenüber der Übertragung der Sünde von der Frau auf den Mann stellte Er die Weitergabe des Erlösung bringenden Blutes zwischen der mächtigen Frau und Ihrem Sohn im Fleisch, dem Christus, dem wahren Lebensbaum.

  • Gegenüber den Intrigen der höllischen Schlange, die das Leben vernichtet und die Sünde gebärt, stellte Er den allmächtigen Fuß der Frau, die ab Ihrer Unbefleckten Empfängnis die Schlange der unüberwindlichen Macht Ihrer Liebe und Ihrer Vollkommenheit in allen Tugenden unterwerfen sollte und die die Sünde unter Ihren Füßen zerschmettert und das wahre Leben hervorbringt, im Anschluss an Ihre jungfräuliche Mutterschaft über Gottes Sohn, das Leben Selbst.

  • Gegenüber der verletzten Frucht des Baumes aus dem Irdischen Paradies stellte Gott die vergöttlichte, unverletzliche Frucht der Unbefleckten Empfängnis.

  • Gegenüber der Erbsünde selbst als der Vererbung des Todes der Seelen stellte Er die Nachlassenschaft Christi: die Kirche und das Evangelium als die Vererbung des Lebens der Seelen.

Eva, die erste Frau, ließ die Sonne über den Seelen untergehen. Ich, Maria, die neue Eva, habe die Sonne über den Seelen aufgehen lassen für einen Tag, der kein Ende mehr kennen wird. Daher bin Ich für alle Jahrhunderte die wahre, mächtige Herrin aller Seelen. Sage den Seelen, dass Gott Liebe ist und das wahre Leben für sie möglich macht, dass sie allerdings selbst den Tod über sich herabrufen, indem sie der Schlange im Paradies der Seele einen Platz geben.

Sage den Seelen, dass ihr Elend aus dem Gift der Früchte eines Lebens voller weltlicher Genüsse und Anhänglichkeiten hervorkommt, und dass ihre einzige Rettung in einer Wiedergeburt der Liebe zu dem Baum des Lebens, Jesus Christus, liegt, zu dem Kreuz ihrer Erlösung und den Kreuzen aus ihrem eigenen Leben, die einen Abdruck des großen Kreuzes Christi bilden, und zu der Frau, die die Macht besitzt, die Schlange aus ihrem Seelenbaum zu entfernen.

Gott schenkte dem Menschen das irdische Paradies. Er gab ihnen den Lebensbaum, den Erlöser. Nun will Er ihnen das dritte und größte Zeichen Seiner unübertreffbaren Liebe geben: das Reich Gottes auf Erden. Ich, die neue Eva, halte die Saat dieses Reiches in den Händen. Eva ist die Königin des Todes geworden. Ich bin durch Göttliche Verfügung die Königin und Herrin des Lebens. Hilf Mir, den Boden des Reiches vorzubereiten, damit Ich die Saat des Lebens für dieses letzte Paradies ausschütten kann".