TOTUS TUUS, MARIA !

AUFRUF IM HINBLICK AUF EIN
FRUCHTBARES VERBRINGEN DES MONATS MAI

seitens der Herrin aller Seelen

durch Myriam van Nazareth

Der Monat Mai ist seit jeher Maria als der Gottesmutter geweiht. Der Mai steht symbolisch für vollen Frühling, also für die unterschiedlichsten Zeichen neuen Lebens und neue Blühkraft in der Natur. Als Mutter vom Sohn Gottes vermittelt Maria diesem Symbol seinen tiefst möglichen spirituellen Sinn, da Christus die Verkörperung des Göttlichen Lebens war und ist, des Lebens in der Fülle seiner Blühkraft für die Seele und ihre ganzen inneren Vorgänge und Verfassungen.

Genauso wie in der Natur der Sommer nicht ohne den Frühling kommen kann, konnte Christus als Verkörperung des seelischen Sommers nicht kommen ohne Maria als Verkörperung des seelischen Frühlings. Die Herrin aller Seelen spricht seit Jahren hin und wieder vom Ewigen Frühling als Verfassung der Seele, die durch Anstreben einer möglichst vollkommenen wahren Liebe und durch Anwendung aller Tugenden ein inneres Leben führt, das in Gottes Augen sehr fruchtbar für die Verwirklichung Seiner Werke und Pläne ist.

Maria war, und ist, dadurch die vollkommene Verkörperung des Ewigen Frühlings, dass die Blüte Ihrer Seele aufgrund Ihres vollkommen sündenlosen Lebens unverwelkbar war. Eine Seele, die aus dem beharrlichen Willen lebt, keinen einzigen Verstoβ gegen Gottes Gesetz der wahren Liebe zu begehen, ist wie ein unvergängliches Paradies der Heiligkeit und der Tugend, und bringt eine reiche Ernte für Gottes Reich ein. Die Frühlingsblüten sind die Vorboten der Sommerfrüchte. So wurde Christus als Mensch geboren als die Göttliche Frucht aus der makellos heiligen Blüte, die Maria war.

Der Mai als an Maria geweihter Monat lädt zur Weihe an Maria ein, an die Blüte, die bereits die reichsten Sommerfrüchte in sich trägt. Weihe wird besonders häufig vollkommen falsch verstanden, wie sich aus den tiefen Erklärungen ergibt, welche die Herrin aller Seelen in die Texte des Menüpunktes Weihe an Maria hat aufnehmen lassen. Aus diesem Grund betont die Heilige Jungfrau immer wieder, dass:

Weihe an die Heilige Jungfrau Maria nicht lediglich dem Aussprechen eines Weihegebets gleichkommt, sondern dass sie ein heiliger Bund ist, kraft dessen eine Menschenseele ihr ganzes Wesen, ihr ganzes Tun und Lassen, ihr ganzes inneres Leben, alles, was sich auf ihrem Lebensweg ereignet und ihre ganzen Kontakte und Beziehungen zu allen Mitgeschöpfen intensiv aus der Mitte ihres Herzens zu Marias Füβen niederlegt, wobei Maria aufrichtig als Herrin und innere Führerin der Ihr geweihten Seele auf deren Weg durch das Leben betrachtet wird, und diese geweihte Seele jede Sekunde ihres Lebens und alles, was von Ihr ausgeht, feierlich Ihrer Himmlischen Herrin darbringt in der ausdrücklichen Absicht und aus dem ausdrücklichen Sehnen danach, dass Maria dies alles in vollkommener Einheit mit den makellos heiligen Verfassungen Ihres eigenen Herzens aktiv in die Verwirklichung von Gottes Plan zugunsten des Heils der ganzen Schöpfung aufnehmen möge.

Die an Maria geweihte Seele wird durch ihre Weihe gleichsam ein ständig flieβender Bach, durch welchen die Wassertropfen ihres inneren Lebens ununterbrochen zum Herzen ihrer Himmlischen Herrin geführt werden. Weil die Seele also zum Versorgungsbach wird, aus dem die Himmelskönigin brauchbares Wasser schöpfen können soll, im Rahmen Ihrer ewig währenden Eigenschaft als Mittlerin der Gnaden und als Strom kristallklaren Wassers, der sich unaufhörlich in den Ozean ergieβt, der Gott Selbst ist, ist unbedingt notwendig, dass das Wasser des inneren Lebens der an Maria geweihten Seele möglichst rein ist.

Was macht das Wasser des inneren Lebens einer an Maria geweihten Seele sauber? Das Maβ, in dem sie die selbstverleugnende Liebe Gott und allen Mitgeschöpfen gegenüber lebt und in Anwendung bringt. Die Liebe als Bestandteil sämtlicher Einzelheiten des inneren Lebens und des ganzen Tuns und Lassens einer geweihten Seele bildet die einzige sinnvolle Ausfüllung ihrer Weihe. Die Liebe ist der einzige Bestandteil, aus dem die Himmlische Herrin sinnvolle Rohstoffe erstellen kann, aus denen Gott Seine Gnaden bereiten kann. Aus diesem Grund ist die Weihe einer Seele, der es an wahrer selbstloser Liebe mangelt, sehr wenig sinnvoll: Diese Weihe macht aus der betreffenden Seele nicht einen Garten in vollem Frühling, und ist für die Himmlische Herrin wenig sinnvoll.

Die Herrin aller Seelen weist darauf hin, dass eine der gröβten Unzulänglichkeiten, einer der am meisten verunreinigenden Faktoren im geweihten Leben einer Seele in einem inneren Leben liegt, das durch einen Mangel an Vergebungsbereitschaft und Versöhnung verfinstert ist. Nicht ohne Grund diktierte die Himmelskönigin bereits 2006 Ihren Novembergebetsplan für vollkommene Vergebung und Versöhnung (im Menüpunkt Gebete) und verkündete Sie in einer Offenbarung vom 31. Oktober 2006, die Seele soll zur aufrichtigen Vergebung und Versöhnung allen ihren Mitmenschen gegenüber kommen, damit sie seelisch fruchtbar ist.

Aus diesem Grund ruft die Herrin aller Seelen betont dazu auf, Seelen mögen den Monat Mai aus einer Verfassung aufrichtiger Vergebung und Versöhnung allen ihren Mitgeschöpfen gegenüber leben, ohne Unfrieden noch irgendwelche andere finstere Verfassung im Herzen, damit die Erschlieβung des Frühlings in ihnen wahrlich ermöglicht wird. Ehrerbietung an Maria im Monat Mai hat weder Sinn noch Wert wenn sie aus einem verunreinigten Herzen erfolgt. Von jeder Seele, die den Schritt zu machen wünscht, sich in diesem Monat in Weihe Maria hinzugeben, erwartet die Himmelskönigin, sie möge zunächst vollkommen und aufrichtig mit allen ihren Mitgeschöpfen ins Reine kommen, und sie möge sich auβerdem darüber im Klaren sein, dass Weihe an Maria ein heiliger Bund ist, in dessen Rahmen von der Seele einen ununterbrochenen aktiven Einsatz erwartet um der Königin von Himmel und Erden in jeder Einzelheit ihres Lebens und ihren ganzen inneren Verfassungen zu dienen.

Ein Leben in vollkommenem Dienst an der Herrin aller Seelen ist als ein Leben gemeint, das aktiv zum Ausbau von Gottes Reich auf Erden beiträgt. Dieses Reich kann mit keinen anderen Steinen als jenen der wahren selbstverleugnenden Liebe, dem Zement eines entschiedenen Willens um in Kleinheit zu dienen und dem Wasser einer vollkommenen Reinheit des Herzens gebaut werden. Geben Sie Maria diese Steine, diesen Zement und dieses Wasser jeden Augenblick des Tages und der Nacht in aktivem Einsatz, und in Ihrer Seele wird der Frühling sichtbar und spürbar werden. Zu den Füβen des verkörperten Ewigen Frühlings wird alles fruchtbar und duftig, auch sämtliche Prüfungen. Das Maβ der aufrichtigen, selbstlosen Liebe Gott, Maria und allen Mitgeschöpfen gegenüber ist das einzige, was bestimmt, ob Weihe an Maria sinnvoll und fruchtbar ist. In dem Maβe, wie diese Liebe mangelhaft ist oder gar fehlt, betrügt die Seele durch ihre Weihe an Maria an erster Stelle sich selbst, und dadurch automatisch auch alle ihre Mitgeschöpfe, diejenige, die sie als ihre Herrin bezeichnet, und Gott Selbst.

Myriam, am 30. April 2020, Vorabend des an Maria geweihten Monats Mai.