TOTUS TUUS, MARIA !

DAS ANTLITZ DER SCHÖPFUNG

Über Sinn und Verantwortung in jedem Menschenleben

Die Heilige Jungfrau Maria erklärt das Antlitz der Schöpfung
ab den ersten Menschenseelen bis heute

durch Myriam van Nazareth

Allgemeiner Kontext der vorliegenden Belehrung

"Seelen, seid euch ständig dieser Grundthese bewusst: Gott ist nichts auβer bedingungsloser, allerreinster Liebe. Durch diese Liebe erhält Er alles am Leben. Sollte Gott auch nur einen einzigen Augenblick versäumen diese Liebe strömen zu lassen, so würde kein einziges Geschöpf überleben. Gebt deshalb niemals Gott die Schuld für was euch auch immer zustöβt, denn jede Erfahrung, die keine vollkommene Liebe in sich trägt, wird nicht voll und ganz von Seinem Willen gelenkt, sondern ist von Einflüssen seitens der Finsternis verseucht. Bleibt deswegen trotz aller Prüfungen und Kreuze Gott dankbar, denn in dem Maβe, wie ihr Seine Liebe rein und bedingungslos strömen lasst, gibt Er allem einen tiefen Sinn im Rahmen der Vollendung Seines Heilsplans zugunsten der ganzen Schöpfung, einer Vollendung, die aus der Gründung Seines Reiches der vollendeten Liebe, des vollendeten Friedens und Glücks und der Gerechtigkeit in und zwischen allen Geschöpfen besteht. Darin liegt der wahre Sinn eines jeden Menschenlebens, denn jedes Leben, das in liebevollem Dienst als Werkzeug in Gottes Händen geführt wird, ist innerhalb Seines groβen Heilsplans sinnvoll". (Offenbarung seitens der Herrin aller Seelen an Myriam, 14. August 2020)

Wer den wahren Sinn des Lebens entdecken möchte, muss sich von der Verblendung durch weltliche Bedürfnisse loslösen, damit Gottes Geist ihn seiner Berufung bewusst machen kann. Diese Berufung ist nichts anderes als die Erfüllung von Gottes Heilsplan. Das Leben der Menschenseele auf Erden hat für Gott nur diesen doppelten Zweck:

  1. die Heiligung einer jeden einzelnen Seele. Die Himmelskönigin spricht in diesem Zusammenhang von der Vollendung bzw. Erschlieβung der Erlösungswerke Christi in der einzelnen Seele, und von Ihrer Aufgabe um jede Seele in den Stand der Heiligkeit zurückzuführen, den die Seele vor der Erbsünde besaβ;
  2. die Vollendung von Gottes Heilsplan durch die von allen einzelnen Seelen geleisteten Beiträge, mit als letztendlichem Ziel die Gründung von Gottes Reich der Liebe und des Friedens auf Erden, die absolute Vollendung des Friedens Christi in jeder einzelnen Seele. Diese Beiträge soll man sich als das Ganze von allem vorstellen, was die Seele erfährt, von ihren Reaktionen auf diese Erfahrungen, von der bewussten Darbietung von all dem (den Erfahrungen selbst samt den inneren Verfassungen, welche die Seele während dieser Erfahrungen in sich spürt) an Gott (vorzugsweise über die Heilige Jungfrau in einem ununterbrochenen Vorgang, der als 'vollkommene Weihe' bezeichnet wird) in der Absicht und im Sehnen danach, dass es tatsächlich die Vollendung bzw. die Erschlieβung von Gottes Werken auf Erden voranbringen helfen möge.

Der Sinn und Zweck eines jeden Menschenlebens besteht nur aus einer beharrlichen, lebenslänglichen Anstrengung um diese beiden Ziele zu verwirklichen, denn darin besteht Gottes gröβter Plan der Liebe: Die Menschenseele sollte durch einen heiligen Umgang mit allen irdischen Leiden, Prüfungen und Bürden ihre ursprüngliche Heiligkeit zurückgewinnen und Gottes Reich auf Erden gründen helfen, zur Erfüllung des Göttlichen Gesetzes der wahren Liebe. Da liegt gleich der wahre Sinn des Lebens auf Erden.

Zur Einführung

Aus der Offenbarung der Herrin aller Seelen vom 19. Januar 2007:

"Jede Seele ist Gegenstand eines heftigen Kampfes zwischen Gott, ihrem wahren Eigentümer, und den Kräften der Finsternis. Die Seelen würden dies besser verstehen, wenn sie irgendwie erfassen könnten, welchen Wert eine Seele hat. Jede Seele enthält ein Göttliches Element, den Keim der Heiligkeit. Genauso wie ein Samenkorn alle Lebensprinzipien und Entwicklungsmöglichkeiten einer spezifischen Pflanzenart in sich trägt, so trägt dieser Keim einen unübersehbaren Fächer von Möglichkeiten um die Seele Gott ebenbildlich auswachsen zu lassen. Aus diesem Grund sind in Gottes Augen die zwei am meisten Abscheu erregenden Dinge:

  1. Eine Seele, die sich selbst vollkommen vom Göttlichen Bild, der Verfassung von Gott Selbst, trennen lässt, mit anderen Worten, eine Seele, die sich selbst ihrer Würde beraubt.
  2. Eine Seele, die Mitgeschöpfe ihrer Würde beraubt, zum Beispiel dadurch, dass sie diese vernachlässigt, foltert, quält, tiefgehend demütigt, geistig oder emotional zerstört oder von Gott wegzieht.

Durch die Jahrhunderte hindurch haben sich unzählige Seelen selbst in eine dieser beiden Kategorien eingestuft. Wenn die Seele sich selbst oder einem Mitgeschöpf die Würde nimmt, entsteht eine vollkommene Blockade in der Strömung der Liebe, der Hoffnung und des Glaubens. Eine Seele, die in einer solchen Verfassung versinkt, lebt nicht mehr nach Gottes Gesetz, sondern folgt dem Gesetz der Triebe und wird nur noch getrieben von der Sucht nach Genuss, nach Macht und nach Anerkennung, von Hochmut, von vollkommener Lieblosigkeit, von der Sucht nach Zerstörung, von Sittenlosigkeit und dem Bedürfnis, Uneinigkeit und Zwietracht in Gottes Schöpfung zu bringen. Sie wird von Kräften angetrieben, die ihr keine Ruhe gönnen im Streben danach, Gottes Werke und Pläne zu unterminieren. In dieser Seele stirbt alle Weisheit, und alles, was sie an das Göttliche erinnert, wird radikal verbannt.

Eine Seele in dieser Verfassung kann nur durch eine Wiedergeburt in der Liebe geheilt werden, sodass sie aufs Neue den wahren Sinn des Lebens sehen lernt. Keine andere Kraft besitzt die Fähigkeit, eine Seele zu befreien, nachdem sie so tief im Treibsand des sinnlosen weltlichen Lebens versunken ist. Es mangelt dieser Seele vollkommen an innerem Frieden. Sie wird nur durch Missmut, Bitterkeit und Gefühle absoluter Sinnlosigkeit getrieben. Nur die Entdeckung der wahren Liebe kann dies alles durchbrechen.

Deshalb muss diese Seele Gott Selbst wieder entdecken und zulassen, denn Gott ist Liebe. Nur in der wahren Erfahrung des Göttlichen kann die Seele die Würde der Seele so kennen lernen, wie sie wirklich ist. Eine Seele, die keine Ehrerbietung für die Würde eines jeden Geschöpfes aufbringt, ist Opfer antichristlicher Kräfte und ist somit im Kern ihres Wesens krank: Es fehlt ihr an der Liebe, welche die Essenz des wahren Lebens ist. Dies ist eine Seele im Todeskampf".

Den Sinn des Lebens finden – die Himmelskönigin erläutert

1. Jede Seele ist nur aus einem einzigen Grund und mit einem einzigen Ziel auf Erden: damit sie mit ihrem ganzen Leben und Wesen als Werkzeug für die Vollendung von Gottes Heilsplan dient, der auf die Gründung von Gottes Reich auf Erden abzielt.

2. Dies kann sie nur durch Anwendung einer bedingungslosen selbstverleugnenden Liebe zu allen Mitgeschöpfen und zu Gott und allen Seinen Werken tun, im Bewusstsein dessen, dass die Schöpfung ein Netzwerk ist, innerhalb dessen jedes Geschöpf einen Knotenpunkt bildet und sämtliche Beziehungen, Kontakte und die ganze Kommunikation zwischen den Geschöpfen (einschlieβlich der nicht wahrnehmbaren 'Berührungen' durch Gedanken, Gefühle und Wünsche) die Verbindungen zwischen den Knotenpunkten darstellen.

3. Die ersten Menschenseelen, Adam und Eva, wurden vollkommen heilig erschaffen, d.h.: Die Verfassungen dieser beiden Seelen waren so vollkommen mit dem Göttlichen Grundgesetz des Lebens, dem Gesetz der wahren Liebe, im Einklang, dass sie in ihrem ganzen Tun und Lassen und in allen ihren Gedanken, Gefühlen, Bestrebungen und Wünschen dazu imstande waren, haargenau Gottes Wünsche zu erfüllen.

4. Aus diesem Grund lebten die beiden ersten Menschenseelen in der Schöpfung, die damals noch als irdisches Paradies bezeichnet wurde, in vollkommenem Einklang mit allen ihren Mitgeschöpfen. Sämtliche Verbindungen zwischen allen Geschöpfen wurden voll und ganz vom Gesetz der wahren Liebe beherrscht, indem die Menschenseelen, die von Gott als die ersten Brücken zwischen Ihm und den übrigen Geschöpfen gedacht waren, die Göttliche Liebe unverzerrt durchströmen lieβen.

5. Die Finsternis wusste die Seelen dazu zu verführen, gegen das Göttliche Gesetz zu verstoβen. Infolgedessen verloren sie ihre Heiligkeit (d.h. ihre vollkommene Einheit mit dem Willen Gottes). Dieser erste Verstoβ war die Erbsünde, die erste Verletzung des Gesetzes vom Gehorsam Gottes Verfügungen gegenüber, die lediglich bezweckten, die ganze Schöpfung in einem dauerhaften Gleichgewicht zu erhalten. Deswegen war die Erbsünde der Anfang von allem Chaos und allem Elend in der Welt, die ständig anwachsen würden, da sie von jeder weiteren Sünde weiter angekurbelt wurden. Ab der Erbsünde war die Harmonie innerhalb der Schöpfung gebrochen, was sich bald durch Kampf und Aggression zwischen den Geschöpfen zeigte und das Ende des spontanen Glücks in allen Geschöpfen mit sich brachte.

6. Das Göttliche Gesetz verfügt, dass die Wirkungen der Werke der Finsternis durch Leiden und Unannehmlichkeiten ausgeglichen werden können, die in Liebe, in Selbstverleugnung und ohne jegliche Auflehnung getragen werden, im ausdrücklichen Sehnen danach, dass diese von Gott in Licht für Seine ganze Schöpfung umgesetzt werden können. Deswegen wurde Gottes Sohn Jesus Christus als Gott-Mensch in die Welt gesandt, damit Er in einem Menschenkörper die unterschiedlichsten Prüfungen und physischen Leiden durchsteht.

7. Jede Seele wird unaufhörlich von der Finsternis dazu angeregt, sich im Tun und Lassen, im Sprechen, Denken, Fühlen, Wünschen und Anstreben von Gott zu entfernen und nicht länger auf fruchtbare Weise zur Verwirklichung der Werke und Pläne beizutragen, die Gott mit der aktiven, freiwilligen Mitwirkung aller Menschenseelen in der Welt verwirklichen möchte. Durch ihre unzähligen Täuschungen und Versuchungen sucht die Finsternis jede Menschenseele für die Verwirklichung des groβen Plans der Finsternis in der Welt einzusetzen. Dieser Plan bezweckt das absolute Gegenteil von Gottes Heilsplan und besteht daraus, die Gegenwart Gottes und Seiner Werke in der Welt unsichtbar zu machen und systematisch zu unterminieren und zu zerstören und sämtliche Äuβerungen der Liebe zwischen allen Geschöpfen zu zerstören, damit die ganze Schöpfung in einem Sumpf des Verderbens, des Elends, des Chaos, der Lieblosigkeit, des gegenseitigen Quälens und der gegenseitigen Vernichtung, des Unglücks, der Angst, der Verzweiflung, der Ungerechtigkeit, der Aussichtslosigkeit und einer allgemeinen Kultur des Todes und des Unglaubens an die Existenz eines Gottes der Liebe versinkt, damit alle Menschenseelen ihr Leben an dem orientieren, was sie um sich herum wahrnehmen können: am Stofflichen und allem, wodurch sie das Stoffliche in ihren Besitz bekommen können.
So ist in der Welt im groβen Stil der Materialismus, die Geldsucht und die Gewinnsucht als alles beherrschendes Motiv des ganzen Tuns und Lassens unzähliger Menschenseelen gewachsen, auf Kosten der selbstlosen Liebe.

8. Das Stoffliche ist allerdings vergänglich, während die Menschenseele dazu gedacht ist, für die Verwirklichung der nicht stofflichen, unvergänglichen Ziele von Gottes Heilsplan zu leben: zugunsten der ganzen Schöpfung eine Liebe, einen Frieden und ein Glück, die nie mehr vergehen, und für die einzelne Menschenseele ein Ewiges Leben in ewig währender Glückseligkeit, in einem Lebenszustand, den wir als 'den Himmel' kennen und der von der Unsterblichkeit, der ständig tastbaren Gegenwart Gottes geprägt wird, in absoluter Abwesenheit einer jeden Form des Leidens und jeder Erfahrung der Not und des Mangels, und geprägt von der absolut vollkommenen Vollendung der Blüte der Seele auf den Zustand hin, wie Gott ihn bezweckt hat, nämlich zum Abglanz Seines eigenen Bildes, mit der dazugehörigen Erfahrung einer ewig währenden bedingungslosen Erfüllung des Göttlichen Gesetzes der Liebe in der eigenen Seele, einen Zustand, der von der Herrin aller Seelen als 'das vollendete Göttliche Leben' bezeichnet wird.

9. Jede Menschenseele ist individuell (persönlich) für die Umkehr aus der Finsternis ins Licht (sowohl in sich selbst als auch in der Welt) verantwortlich, ebenso wie für das Brechen der Macht der Finsternis zugunsten der Auferstehung von Gottes Reich der Liebe, des Friedens, der Gerechtigkeit und des Glücks. Sie hat diese Verantwortung von Gott, dem Schöpfer Selbst, erhalten als er ihr bei der Schöpfung die Obhut über alle Geschöpfe anvertraute, denen gegenüber die Menschenseele Ihn Selbst gegenwärtig setzen sollte – d.h. Seine Gegenwart und Seine eigenen Verfassungen allen Lebewesen gegenüber spürbar machen sollte. Es handelt sich da um eine Aufgabe, die Gott jeder Menschenseele als einen heiligen Bund erteilt hat, kraft dessen von jeder Menschenseele erwartet wird, sie soll jedes Mitgeschöpf mit einer bedingungslosen selbstverleugnenden Liebe und einem heiligen Respekt behandeln in der Erkenntnis, dass jedes Geschöpf die Unterschrift des Göttlichen Schöpfers in sich trägt und ein Werk ist, das in Seinem Göttlichen Herzen entworfen worden ist.

10. Der absolute Gegenpol der wahren Liebe ist die Sünde. Die wahre Liebe ist die Verfassung Gottes, die Sünde ist alles, was vom Göttlichen Gesetz der wahren Liebe abweicht. Jeder Verstoβ gegen das Gesetz der wahren Liebe, sei es unmittelbar Gott sei es egal welchem Mitgeschöpf gegenüber, bringt neue Finsternis in die Schöpfung, zögert dadurch die Verwirklichung von Gottes Heilsplan hinaus und lädt eine individuelle Schuld auf die Seele, die den Verstoβ begangen hat, weil jede Seele durch jeden Verstoβ gegen das Gesetz der wahren Liebe versäumt, zur Erfüllung von Gottes Heilsplan beizutragen, und im Gegenteil die Vollendung dieses Plans abbremsen hilft und dieser entgegenwirkt, und somit den Plänen der Finsternis Vorschub leistet. In jedem Verstoβ seitens einer Menschenseele gegen das Göttliche Gesetz der wahren Liebe wiederholt sich die Auflehnung Luzifers gegen Gott, weil jeder menschliche Verstoβ gegen die Liebe unmittelbar von Luzifer (Satan) inspiriert wird und auf dessen Anregung durch die Menschenseele ausgeführt wird, sodass sich sagen lässt, dass jede Sünde, jeder Verstoβ gegen die wahre Liebe, im Grunde genommen eine Entscheidung ist, durch welche die Menschenliebe sich aktiv für die Finsternis und gegen das Licht entscheidet.

11. Als Verstoβ gegen das Gesetz der wahren Liebe, und somit als Sünde, gilt jede Handlung, jedes Versäumnis, jedes Wort, jeder Gedanke, jedes Gefühl, jeder Wunsch oder jede Bestrebung einer Menschenseele Gott oder aber einem Mitgeschöpf gegenüber, in denen Finsternis enthalten ist und durch welche Gott und bzw. oder einem oder mehreren Mitgeschöpfen auf welche Weise auch immer Leid oder Schaden zugefügt wird und bzw. oder durch welche sich die Menschenseele selber schadet, d.h. die Heiligkeit ihres Wesens in Gottes Augen verletzt. Die Sünde wird mithin dadurch gekennzeichnet, dass sie auf irgendwelche Weise Gottes Plänen und Werken Schaden zufügt, entgegenwirkt oder diese abbremst. Sogar Nachteil oder Schaden, der einem einzigen Mitgeschöpf zugefügt wird, entfaltet dadurch indirekt einen negativen Einfluss auf die ganze Schöpfung, dass alle Geschöpfe miteinander verbunden sind, weil jedes von ihnen ein Element innerhalb eines Netzwerks bildet. Die Himmlische Herrin verglich einst diese Wirkung mit dem, was geschieht, wenn in einem System miteinander verbundener Gefäβe mit Wasser in einen dieser Gefäβe ein Tropfen schwarzer Tinte gegeben wird: Allmählich verfärbt sich das Wasser in sämtlichen Gefäβen des Systems.

12. Jede Menschenseele, die sich Quälung, Folterung, Misshandlung und Entwürdigung eines Mitgeschöpfes – sei es eines Mitmenschen sei es eines Tieres – hingibt, trägt dazu bei, dass die Menschheit nicht länger der groβe Stolz Gottes ist, sondern eine Qual ohne Grenzen, und dass viele Menschenseelen für ihre Mitgeschöpfe keine Wesen sind, die unseren Gott und Seine Liebe gegenwärtig setzen, sondern Gesandte der Finsternis, die sie mit Angst, Unbequemlichkeit und Gefühlen der Unsicherheit und der Bedrohung erfüllen. Die misshandelnde Menschenseele schwächt und hindert die Strömung der Liebe und des Glücks durch die ganze Schöpfung und schadet mithin dem eigenen inneren Frieden immer weiter (unter anderem dadurch, dass sie unter Einwirkung von Gottes Aufrufen in ihrem Herzen von ihrem eigenen Gewissen gequält wird, damit sie auf jegliche Neigung zum Mitwirken mit den Plänen der Finsternis verzichtet).

13. In der ganzen Geschichte der Menschheit hat nur eine einzige Seele nicht im Geringsten jemals gegen Gottes Gesetz der wahren Liebe verstoβen: Maria, die Heilige Jungfrau und Unbefleckte Empfängnis, die Ihr ganzes Leben lang keiner einzigen Versuchung seitens der Finsternis nachgegeben hat. Sie war dadurch die einzige Menschenseele, die in keinerlei Weise der Erfüllung von Gottes Heilsplan entgegengewirkt bzw. diesen abgebremst hat, und somit die einzige Seele, die Gottes Gesetz der wahren Liebe in seiner absoluten Vollkommenheit erfüllt hat.
Dadurch konnte die Heilige Jungfrau die Mutter vom Sohn Gottes werden, als dieser in die Welt gesandt wurde (siehe Punkt 6), und sollte Sie mit Recht zur Königin der Schöpfung und Herrin aller Seelen gekrönt werden: Sie war diejenige, durch welche die Rolle, die der ersten Frau Eva vorbehalten worden war, die aber von dieser nicht erfüllt wurde – nämlich die Rolle einer würdigen Königin der Schöpfung und eines makellos heiligen Spiegels von Gottes Gegenwart – vollkommen wiederhergestellt werden sollte. In der Heiligen Jungfrau hat Gott eine absolut vollendete Antwort auf die Schande der Erbsünde gegeben. Gerade aus diesem Grund schenkt Gott den Seelen die einmalig groβe Gnade, einen heiligen Bund vollkommener Weihe der Seele an Maria zu schlieβen: Kraft einer makellos gelebten vollkommenen Weihe des ganzen Lebenswegs und des ganzen Wesens an Maria kann die Heilige Jungfrau als tatsächliche Herrin der ihr geweihten Seele diese Letztere Ihrem eigenen Muster ebenbildlich kneten. Deswegen sagte die Herrin aller Seelen einst, Sie betrachte es als ein wesentliches Element Ihrer Mission für die Letzten Zeiten, die Seelen in den Stand zurückzuführen, den die Menschenseele vor der Erbsünde innehatte, einen Stand der Seele als Spiegel von Gottes Herzen. Von wesentlicher Bedeutung ist dabei allerdings der bewusste, aktive, spontane, freiwillige und ununterbrochene Einsatz der Seele selbst: Die Seele muss in jeder Hinsicht aufrichtig ihrer Himmlischen Herrin ebenbildlich werden wollen um dadurch die höchste Fruchtbarkeit anzustreben, die eine Menschenseele als Werkzeug im Rahmen der Erfüllung des Göttlichen Gesetzes erreichen kann.

14. Jeder Mangel an Liebe seitens einer Menschenseele Mitgeschöpfen gegenüber ergibt sich aus Reaktionen auf Unzufriedenheit, Frustrationen, Missmut, Auflehnung gegen Prüfungen, gegen Gott und das Lebensschicksal gerichtete Wut (sich zurückgesetzt fühlen), auf die Neigung, sich über das Mitgeschöpf zu erheben und dieses für die eigenen Prüfungen büβen zu lassen, die Neigung, das Mitgeschöpf leiden zu lassen als eine Art von 'Ausgleich' wegen des Irrgedankens, das Mitgeschöpf würde von Gott und vom Lebensschicksal mehr bekommen und wäre somit glücklicher als die sich versündigende Seele selbst. Diese Seele versucht, ihre Einstellung (oft zum Teil unbewusst) für sich durch die Argumentierung zu rechtfertigen, Gott würde sie quälen, also könne sie ihrerseits ruhig ihr Mitgeschöpf quälen, ein Irrgedanke, der unmittelbar von der Finsternis inspiriert wird damit Seelen von Gott losgerissen werden und durch ihr Benehmen und ihre inneren Verfassungen alles Licht in Mitgeschöpfen und alles Feuer in ihnen löschen.
Dieser Irrgedanke regte die Herrin aller Seelen dazu an, unter anderem in der äuβerst wertvollen Schrift Die Bächlein des Heils, jede Neigung zur Misshandlung von Mitgeschöpfen als eine Neigung zu erklären, sich selbst zu einer Art Gott zu erheben, der eigene Gesetze der Vergeltung zum Ausgleich eigener Frustrationen macht und diese Gesetze erbarmungslos gegen ihr ganzes Umfeld oder Teile davon in Anwendung bringt, als Versuch um durch die Empfindung eines gewissen Machtgefühls den eigenen inneren Unfrieden gewissermaβen auszugleichen. Da eine solche Gesinnung geradlinig dem Göttlichen Gesetz zuwiderläuft, bringt sie der Seele keine wirkliche Befriedigung, sondern lässt sie diese Seele immer tiefer im Abgrund des inneren Unfriedens, der Unruhe und der Rachsucht versinken. Diese Seele wird im weitesten Sinne des Wortes Sklavin ihrer eigenen Finsternis und kann nur dadurch sich selbst aus dieser Sklaverei befreien, dass sie aktiv, freiwillig und aufrichtig die selbstverleugnende Liebe allen ihren Mitgeschöpfen gegenüber anwendet, wobei sie sich selbst voll und ganz verleugnen lernt in der Dienstbarkeit Gottes Erwartungen gegenüber und sie in jedem Mitgeschöpf Gottes Unterschrift entdecken lernt und dadurch einen aufrichtigen Respekt für die einzigartige Würde eines jeden Geschöpfes entwickelt.

15. Jeden Tag werden auf dieser Welt unzählige Menschen und Tiere geschlagen, gequält, gefoltert, missbraucht, terrorisiert, entwürdigt, getötet... Die Menschheit zeigt dadurch, dass sie sich hochgradig der Finsternis hingibt. Dies ist der Tatsache zuzuschreiben, dass sehr viele Menschenseelen innerem Unfrieden, Gefühlen der allgemeinen Unzufriedenheit und der Neigung anheimfallen, zu übersehen, dass alle Geschöpfe Werke Gottes und Eigentum Gottes sind, und dass sie sich in allen oder aber in mindestens in den meisten Situationen ihres Lebens bedenkenlos für die Befriedigung ihrer eigenen (vermeintlichen) Bedürfnisse und zum Nachteil ihrer Mitgeschöpfe und aller Liebe ihren Mitgeschöpfen gegenüber entscheiden.
In der Illusion, sie könnten selber in dem Maβe desto glücklicher werden, wie sie ihre Mitgeschöpfe entwürdigen, niederdrücken, ihnen auf irgendwelche Weise schaden, sie Leiden unterziehen und sie sogar ausschalten, schrecken diese Seelen sogar nicht davor zurück, die Liebe ihren Mitgeschöpfen (Mitmenschen und Tieren) gegenüber ohne Weiteres beiseite zu schieben zugunsten eines vergänglichen Gewinns, eines gewissen Gefühls der Geltung, des Wichtig-Erscheinens, der Macht, des Ansehens, der finanziellen Bereicherung oder – so niedrig kann eine Menschenseele sinken wenn sie ihr Herz der Herrschaft Satans ausgeliefert hat – sogar 'lediglich' im Anstreben eines krankhaften Gefühls der Genugtuung beim Anblick, dass Mitgeschöpfe durch ihr Einschreiten leiden und sogar sterben. Die Geschichte der Menschheit strotzt vor Beispielen eines solchen Sadismus, der die Menschenseele zum Teufel in Menschengestalt macht, vollkommen gefühllos, ohne jegliche Moral, ohne Sündenerkenntnis, ohne Liebe, vollkommen gleichgültig, in allen Aspekten des Lebens offensichtlich nur von einem ständigen Drang danach angetrieben, zu quälen und Leid zuzufügen und somit buchstäblich ein Leben als Werkzeug Satans zu führen.

Da sehen wir die Geburt der vollkommen verdorbenen Menschenseele als Marionette der Finsternis, vollkommen aus dem Göttlichen Leben losgerissen und somit von allen Verfassungen ihres Schöpfers entfremdet, so wie diese in ihrer Vollkommenheit von Jesus Christus ebenso wie von der Heiligen Jungfrau vorgelebt wurden. In dem Maβe, wie die Seele zulässt, dass dieses Verderben tiefer in ihrem Herzen Wurzeln schlägt, wird sie mehr und spontaner dazu neigen, unter allen Umständen, in allen Situationen und Begegnungen des Lebens gegen das Gesetz der Liebe zu verstoβen. Dadurch verliert sie automatisch jedes Gefühl der Sinnvollkeit in ihrem Leben. So wird die Leere geboren, die unzählige Menschenseelen auf dieser Welt Tag für Tag empfinden und welche die ganze Welt mit einer unsichtbaren Wolkendecke von Finsternis bedeckt hat, die niederdrückt, einer Atmosphäre von allgemeinem Mangel an Erfüllung, die das moderne Leben zu kennzeichnen scheint und aus welcher die Seele nur in dem Maβe fliehen kann, wie sie ihr Leben bedingungslos und vollkommen an Gott und Seinen Interessen orientiert. Nur die Orientierung an Gott und an der Erfüllung der wahren Lebensberufung, die Gott jeder Seele gibt – dieser als Werkzeug für die Erfüllung bzw. Erschlieβung von Gottes Plänen und Werken – kann dem Leben sogar in seinen betrübenden Aspekten einen neuen Sinn geben.

These der Himmelskönigin – Was gibt dem Leben seinen Sinn?

Was macht das Leben für viele Seelen scheinbar sinnlos?

1. Ihr Mangel an alles beherrschender Orientierung an der Erfüllung der wahren Lebensberufung einer jeden Menschenseele: Jede Menschenseele ist ausschlieβlich dazu auf Erden, damit sie ununterbrochen ihren persönlichen Beitrag zur Verwirklichung von Gottes Heilsplan leistet. Dieser Beitrag muss durch eine bewusste und aktive Weihe sämtlicher Lebenserfahrungen an Gott geleistet werden, vorzugsweise über den Weg von Gottes eigener Wahl: über die Heilige Jungfrau Maria, und erfüllt von beharrlichen Herzensverfassungen voller wahrer selbstloser Liebe zu Gott, zu allen Seinen Werken und Seinem Heilsplan, und zu allen Mitgeschöpfen.

2. Die Tatsache, dass diese Seelen an ihr Leben überwiegend, oft sogar ausschlieβlich, aus Verfassungen heraus angehen, die geprägt sind von Selbstsucht, vom Willen in den Augen ihrer Mitmenschen interessant oder wichtig zu erscheinen, von der Jagd nach Reichtum, Besitz, vergänglichem Ruhm und Ansehen, von Scheinerfolgen die lediglich auf stofflichen Interessen, stofflichen Besitztümern und scheinbarem Lob von Mitmenschen basieren.

Der einzige wahre Sinn und Zweck des Lebens auf Erden liegt im spontanen, bedingungslosen Empfinden und Anwenden der selbstverleugnenden Liebe zu allen Mitgeschöpfen – Mitmenschen, Tieren, sogar der Umwelt – ebenso wie in protestloser Annahme und Weihe sämtlicher Prüfungen, damit die wahre Berufung als Menschenseele erfüllt werden kann, die sich aus einer strikten Nachfolge der Werke Christi zusammensetzen, in Seinen Verfassungen der reibungslosen Annahme aller Verfügungen von Gottes Vorsehung auf dem Lebensweg, damit das Göttliche Gesetz der wahren Liebe erfüllt und Gottes Reich auf Erden gegründet werden möge.

Die Menschenseele wird nie den wahren Sinn und Zweck ihres Lebens auf Erden erkennen wenn sie dieses Leben als Verkettung von Ereignissen betrachtet, aus denen sie für sich selbst das Beste machen soll. Eine Seele wird nur in dem Maβe ein richtiges Verständnis vom wahren Sinn und Zweck des Lebens entwickeln, wie sie davon durchdrungen ist, dass sie ihr Leben nur dazu erhalten hat, damit sie auf Erden ein Werkzeug in Gottes Hand ist und dass somit alles, mit dem sie in Berührung kommt und das sie erlebt, nur Mittel sind, die ihr dargeboten werden, damit sie Gottes Werke vollenden hilft. Jedes negative Gefühl zum Nachteil eines Mitgeschöpfes – sei es eines Menschen oder eines Tieres – verhindert, dass eine Seele ihr Leben als sinnvoll empfindet, indem negative Gefühle (Eifersucht, Hass, Neid, Groll, Rachsucht, Unwille zu vergeben, der Drang, Leid und Qual zuzufügen bzw. zu schaden, bis hin zum Gewalt, zur Verfluchung und sogar Mord) die Strömung von Gottes Liebe durch die Seele vollkommen abblockt bzw. stört. Infolgedessen sendet das Gewissen allmählich Signale aus, welche die Seele fühlen lassen, dass sie dabei ist, sich von Gott und Seinem Gesetz loszureiβen. Dieses Losreiβen ist es, das Gefühle der Sinnlosigkeit zustande bringt, sodass die Seele dem Gefühl anheimfällt, ihr Leben – und im Allgemeinen 'das' Leben auf Erden schlechthin – wäre vollkommen sinnlos. Dieses Gefühl der Sinnlosigkeit lässt den inneren Unfrieden unaufhörlich anwachsen, wodurch die Seele in einem Teufelskreis landet:

1. Finsternis im Herzen (d.h. negative Gefühle Gott und bzw. oder Mitgeschöpfen gegenüber) weckt das Gewissen. Das Gewissen ist die Alarmanlage, mit welcher Gott jede Menschenseele zu dem Zweck versieht, dass sie gewarnt wird sobald sie dabei ist, im Tun und Lassen, in Worten, Gefühlen, Gedanken, Wünschen und bzw. oder Bestrebungen von den Erwartungen und Wünschen Gottes abzuweichen. Gott erwartet und verlangt von jeder Seele, dass sie jede Einzelheit ihres Lebens in vollkommenem Einklang mit dem Gesetz der wahren Liebe lebt, weil dieses Gesetz die Instandhaltung einer makellosen Harmonie zwischen allen Elementen der Schöpfung bezweckt, damit das ganze System in einem gesunden Gleichgewicht erhalten wird.

2. Das Gewissen versetzt die Seele in einen noch gröβeren inneren Kampf.

3. Die Seele geht auf die Versuchung ein, Gott und die unterschiedlichen Prüfungen auf dem Lebensweg seien Schuld für diesen inneren Kampf.

4. Die Seele reagiert auf diese Versuchung durch Gefühle des Zurückgesetzt-Seins, und ihr innerer Unfriede wird unkontrollierbar, es sei denn, an diesem Punkt hört sie auf die Stimme des Heiligen Geistes, der im Inneren ihres Gewissens ständig versucht, sie zur Einkehr zu bringen, damit sie erkennt, dass sie ihr eigenes Unglück herbeischafft.

5. Unter Einfluss der Finsternis, die sie in ihr Herz zugelassen hat, sucht die Seele allmählich vermeintlichen Ausgleich dadurch, dass sie einem oder mehreren Mitgeschöpfen Nachteil oder Leid zufügt, diesen die Würde nimmt oder aber sie unterdrückt. Die Seele erhebt sich über ihre Mitgeschöpfe, macht sich sogar zur Herrin über ein oder mehrere Mitgeschöpfe und verfügt unter Umständen sogar über Leben und Tod dieser Geschöpfe, oft ohne jegliche moralische Hemmung. So entsteht der kriminelle Geist ebenso wie die Verfassung des gefühllosen Massenmörders und Henkers, so wie die Geschichte diesen im Rahmen politischer Regimen zeigt, die solche Verfassungen scheinbar gesetzlich genehmigen, damit sie Werkzeuge bilden können, die sich nicht mehr von moralischen Hemmungen beeinflussen lassen. Wir brauchen nur an Regimen so wie diese zu denken, die von Ideologien wie z.B. Faschismus, Kommunismus und ähnlichen Grundsätzen zur Organisation von Staat und Wirtschaft gelenkt werden. Die Himmlische Herrin verweist diesbezüglich unter anderem auf Ihre Belehrungen Wolken über Gottes Paradies.

6. Der innere Kampf in der Seele wird so heftig, dass die Seele immer tiefer in einem Sumpf vermeintlicher vollkommener Sinnlosigkeit versinkt: Sie empfindet ihr Leben, sogar das Leben auf Erden im Allgemeinen, als sinnlos.

7. Diese Empfindung der Sinnlosigkeit kann die Seele weiterhin zur Überzeugung versuchen, dass es also keinen Unterschied macht, wie sie sich verhält und wie sie denkt und fühlt. In diesem Fall fallen sämtliche Hemmungen aus und kann die Seele in einer Verfassung vollkommener Gefühllosigkeit und Gleichgültigkeit Gott und ihren Mitgeschöpfen gegenüber versinken. Ab diesem Punkt ist der Schritt zur Misshandlung und zur Verletzung der Würde von Mitgeschöpfen und zum vollkommenen Verlust jeglichen Glaubens an Gott nur noch sehr klein.

Die Herrin aller Seelen stellt den wahren Sinn des Lebens folgendermaβen dar:

Ein Leben, das nicht im spontanen, freiwilligen, aktiven, bewussten, aufrichtigen und beharrlichen Streben nach bedingungslosem Einsatz zugunsten der Erfüllung von Gottes Gesetz der wahren Liebe und einer radikalen Ausbannung einer jeden finsteren Neigung geführt wird, ist ein sinnloses Leben, denn es kann nicht in der Ewigen Glückseligkeit enden, weil es keine Früchte für die Vollendung von Gottes Werken einbringt. Eine Seele, die nicht dafür lebt, in allem ein Werkzeug zu sein, das frei und ungehemmt von Gottes Hand geführt wird, sondern in einem hohen Maβe die Erfüllung eigener Wünsche anstrebt, ist kein Kanal von Licht und Wärme, sondern von Finsternis und Kälte: Die Kanälchen und Bächlein, die diese Seele mit anderen Knotenpunkten im Netzwerk der Schöpfung (Mitgeschöpfen, die von Gottes Vorsehung auf ihren Lebensweg gelenkt werden) verbinden, werden von ihr aus nicht mit wahrer selbstloser Liebe genährt, sodass sie kaum einen Beitrag zur Strömung des Göttlichen Lebens durch das Netzwerk der Schöpfung leistet.

Das einzige, was einem Menschenleben auf Erden seinen wahren Sinn vermittelt, ist ein bewusstes, aktives, lebenslängliches bedingungsloses Erfüllen vom Gesetz der wahren Liebe unter allen Umständen, in allen Situationen, Ereignissen und Kontakten auf dem Lebensweg. Solange die Seele das Göttliche Gesetz bedingungslos und von ganzem Herzen erfüllt, erfüllt sie mithin die einzige Berufung, mit welcher sie auf Erden lebt. Ihr Gewissen zeigt ihr diesen Zustand der Übereinstimmung mit Gottes Wünschen und Vorstellungen in Form eines stillen inneren Friedens und des Gefühls, dass alles Sinn macht, denn dass alles Gott in dem Maβe dienen kann, wie sich die Seele selbst danach sehnt, dass es zur Erfüllung Seiner Werke beitragen möge. Dieser Beitrag wird nach dem Maβ zur Wirklichkeit, wie alles Tun und Lassen und sämtliche inneren Verfassungen der Seele mit wahrer Liebe, Selbstverleugnung und dem aufrichtigen Sehnen danach erfüllt sind, zu dienen.

Die Seele wird nur in dem Maβe ein richtiges Verständnis vom wahren Sinn des Lebens entwickeln, wie sie davon durchdrungen ist, dass sie ihr Leben nur dazu erhalten hat, auf Erden ein Werkzeug in Gottes Hand zu sein, und dass somit alles, was ihr auf den Weg kommt und was sie erlebt, lediglich Mittel sind, die ihr dazu dargeboten werden, Gottes Werke vollenden zu helfen.

Selig die Seele, die begreift, dass sie jedes Mal, wenn sie der Finsternis nachgibt, dem Glück der ganzen Schöpfung schadet und auch dem eigenen Glück (zunächst bereits dem Frieden im eigenen Herzen) im Weg steht, und dass jeder Dienst an der Finsternis somit ihr Leben auf Erden unsinnig macht und demzufolge die Krönung ihres Lebens mit einer Ewigen Glückseligkeit ausschlieβt.

Schlussbetrachtung

Am 20. September 2009 sprach die Herrin aller Seelen zu Myriam die nachfolgenden Worte, die im Kontext der vorliegenden Belehrung besonders zutreffend sind:

"(...) Jeden Augenblick eines jeden Tages werden überall auf der Welt Sünden begangen. Jedes Mal, wenn ein Mensch oder ein Tier misshandelt wird, einem Menschen Schaden an Körper, Seele oder Besitz zugefügt wird, oder in irgendwelcher Weise gegen das Gesetz der Liebe verstoßen wird, kommt neue Finsternis über die Schöpfung. Ihr sollt euch jeden Mangel an Liebe, jede Tat oder jedes Wort des Hasses, der Aggression oder der Gleichgültigkeit gegenüber einem Mitmenschen oder einem Tier und jedes Versäumnis in der Hilfe für einen Mitmenschen oder für ein Tier, als eine Rauchschwade vorstellen, die sich über die Welt ausbreitet. Diese Milliarden von neuen Rauchschwaden pro Tag schmelzen zu einem dichten dunklen Nebel zusammen, der es der Sonne des Göttlichen Lichtes erschwert, noch zu den Seelen vorzudringen. So bekommen immer mehr Seelen das Gefühl, dass sie nicht mehr frei atmen können: Sie ersticken allmählich aus Mangel an Sauerstoff vom Heiligen Geist.

Seelen, Ich bin gekommen, euch eine Botschaft der Hoffnung zu bringen. Ich bitte euch betont, dass jeder von euch ab heute mit Mir einen Bund schließt, der darin besteht:

  • dass er möglichst viele Opfer darbringt;
  • dass er möglichst viele Handlungen aufrichtiger Liebe gegenüber Mitmenschen und Tieren vollbringt;

Jedes Mal, wenn sich eine Seele etwas entsagt, was sie aber gerne hätte oder gerne täte, jedes Mal, wenn sie die Bedürfnisse eines Mitgeschöpfes ihren eigenen Bedürfnissen vorzieht, oder jedes Mal, wenn sie aus der Tiefe ihres Herzens – und niederkniend, falls sie niederknien kann – bittet: Maria, mächtige Königin der Schöpfung, erwirke den Seelen einen Strahl aufrichtiger Liebe, wird auf der unsichtbaren Ebene von Gottes Wirklichkeit eine neue Blume geboren. Je mehr Blumen ihr gemeinsam sammelt, desto mehr Sauerstoff des Heiligen Geistes und desto mehr Blütenstaub des Göttlichen Lebens werden sich über die Schöpfung verbreiten, desto mehr wird die dichte Schicht der Finsternis abgebaut und desto mehr blühen die von Gott vorgesehenen Gärten Seines Reiches auf Erden auf. (...)"

Einst vermittelte die Herrin aller Seelen eine Begriffsbestimmung für 'Langeweile', die sich sehr als Denkanstoβ im Rahmen der vorliegenden Belehrung eignet:

Langeweile ist jeder Mangel an Sinngebung für das Leben. Langeweile ist im Grunde genommen eine Äußerung der Unfähigkeit, den Nutzen eines bestimmten Ereignisses oder einer bestimmten Situation zu verstehen. Sie ist eine Form des Unfriedens in der Seele, die nicht imstande ist, dieses Ereignis oder diese Situation mit Gottes Wirken, Plänen und Vorsehung auf ihrem Lebensweg in Verbindung zu bringen.

Gerade aus diesem Grund erläutert Sie jedes Gefühl der Sinnlosigkeit mit Bezug auf das Leben auf Erden als Entwicklung in einer Seele, die sich von Gott losgerissen hat und nicht mehr erkennt, dass der Mensch nur auf Erden ist damit er Gottes Heilsplan, Seine ganzen Werke, Seine Erwartungen und Wünsche verwirklichen hilft. Sobald sich die Seele in den Bann der Selbstsucht ziehen lässt, wird sie sich selbst zum Mittelpunkt ihrer ganzen Gedanken, Gefühle und Bestrebungen machen, wird sie auch in ihrem ganzen Tun und Lassen sich selbst und die Verwirklichung ihrer eigenen Vorstellungen und Erwartungen machen, und verliert sie jeden Kontakt zu Gott im Herzen. Sobald dieser Zustand in der Seele zur alles beherrschenden Verfassung werden kann, verliert das ganze irdische Leben allmählich seinen Sinn. Diese Verfassung hat sich allmählich immer intensiver zur Herrin der Welt gemacht und zeigt sich in unzähligen Aspekten des Lebens.

Zahlreiche Seelen erfahren dies als groβe Leere, aber nur die Wenigsten sind sich dessen bewusst, dass diese Atmosphäre voll und ganz mit der Tatsache im Zusammenhang steht, dass Gott im groβen Stil aus den Gesellschaften verbannt worden ist. Die Menschenseele, die dazu berufen war, Spiegel von Gottes Herzen zu sein, verbannt ihren Gott zur Welt der Fabeln und Phantasien und handelt dementsprechend durch ungezügelte Verstöβe gegen das Göttliche Gesetz der Liebe und durch eine vollkommene Verbannung der Erkenntnis der Sünde. Schwerer könnte die 'Krone der Schöpfung' ihren Schöpfer kaum blamieren, aber der Preis ist unbezahlbar: Die Menschheit hat aus der selber ausgestreuten Saat von Finsternis und Gottlosigkeit eine Leere geerntet, die sich gegen sie gewendet hat. Es gibt einen einzigen Weg zurück: den Weg einer radikalen Orientierung des freien Menschenwillens am Willen Gottes, denn nur dieser schafft Heil, Glück und dauerhaften Frieden für die ganze Menschheit.

Myriam, im September 2020