TOTUS TUUS, MARIA !

Liebe Schwestern und Brüder in Jesus und Maria,
Manche Offenbarungen sind noch nicht endgültig ins Deutsche übersetzt worden. Zur Zeit der Herrin aller Seelen werden diese aufrufbar sein.
Das Maria Domina AnimarumWerk

 

TOTUS TUUS, MARIA !

ÖFFENTLICHE OFFENBARUNGEN DER

HEILIGSTEN JUNGFRAU MARIA

als

HERRIN ALLER SEELEN

an Myriam van Nazareth

2007


Aus der Offenbarung vom 15. Januar 2007

"Ich rufe alle Meine Getreuen zu der spirituellen Hochzeit mit Mir auf. Die wahre Hochzeit mit Mir ist eine Hochzeit mit der Liebe, der Reinheit und der Hingabe. Hochzeit mit Maria ist ein Treueid an die Verfassung der Loslösung von allem, was weltlich ist, um vollkommen eins mit dem wahren, übernatürlichen Leben der Seele zu werden, dem Leben, wie die Seele es im Himmel führen wird, denn dazu ist sie berufen.

All dasjenige, wozu die Seele für die Ewigkeit berufen worden ist, muss sie auf Erden vorbereiten. Nur so kann sie sich durch ihre eigenen Beiträge die Verdienste ihrer Seligmachung erwerben. Aus diesem Grunde hat das Leiden auf Erden einen so viel höheren Wert als das Leiden im Ort der Läuterung: Die Seele im Fegefeuer hat in der Stunde ihres Gerichtes Gottes Wahrheit geschaut. Solange die Seele noch auf Erden lebt, muss sie den Kampf gegen die Welt und gegen ihre eigenen Schwächen durch den Glauben führen, denn sie hat noch nicht die Fülle von Gottes Wahrheit geschaut.

Wahrlich selig ist daher die Seele, die bereits auf Erden ihre Schwächen gnadenlos den Dornen anvertraut, um der Hochzeit mit der Rose würdig zu werden (*), um dadurch von dem Parfüm durchdrungen zu werden, das sie erst nach ihrem Gericht bei Gottes Thron in seiner Fülle wahrnehmen wird.

(*) Maria meint hier eindeutig, dass die Seele im Kampf gegen ihre Schwächen nicht vor den Anstrengungen der Loslösung und der damit einhergehenden Leiden zurückschrecken darf.

Ich bin die Jungfrau der Armen. Die wahrlich Armen sind die Seelen, die sich von allem entkleiden lassen, die sich den irdischen Gütern, aber auch den Verfassungen der Welt mit großer Vorsicht nähern, und daher den Mantel der ewigen Reinheit umgelegt bekommen. Ja, Gott kleidet die Nackten, aber die wahren Nackten sind jene, die das Kleid der weltlichen Anhänglichkeiten in einem Akt freiwilliger Weihe abgelegt haben.

Wahrlich Zugang zum Thron der Herrin aller Seelen bekommen jene, die den Mantel Meiner Diener oder Sklaven tragen. Zugang zu Ihrer Brautkammer bekommen jene, die sich total entkleidet zu Ihren Füßen niedergeworfen haben, nichts von sich selbst zurückhaltend und Sie anflehend, mit Ihr Selbst bekleidet zu werden. Sie tragen nicht mehr Meinen Mantel, sie verwachsen damit, denn sie werden zur lebenden Liebe, Reinheit und Hingabe. Eins noch unterscheidet sie in Gottes Augen von den Engeln: Sie tragen das Merkzeichen des Blutes des Göttlichen Lammes, das sie erlöst hat, indem sie das Kreuz umarmt haben. Kein Engel hat jemals dieses Vorrecht genossen".

(...)

"Schau zu und siehe, was Ich tue, wenn eine Seele Mir mit Hingabe alle ihre Qualen anvertraut":

Ich sehe das Bild eines dürren Bodens unter einem finsteren Himmel. Auf dem Boden steht Maria, in einem langen lilafarbenen Gewand, das elegant mit Falten bis auf Ihre Füße fällt. Sie scheint aus Sich Selbst ein bezauberndes Licht auszustrahlen. Ich sehe, wie eine Seele, zu Marias Füßen kniend, gleichsam sich selbst 'leerlaufen' lässt. Alles, was aus der Seele fließt, dringt in die Erde unter Marias Füßen. Sie strahlt immer mehr Licht aus. Dieses Licht scheint ebenfalls in den Boden zu strömen. Danach reißt der Himmel auf, die Sonne geht auf und ich sehe jetzt einen Boden, mit jungem Gras und Blumen bedeckt. Maria sagt zu mir:

"Siehe, wie Ich aus einem dürren Boden, dem nichts hinzugefügt worden ist als Dürre aus einer gequälten Seele, Leben erwecke. Die Seele trug allerdings noch ein Samenkörnchen von Leben in sich: das Vertrauen, das sie dazu anregte, zu Meinen Füßen niederzuknien und Mich um die Ausübung Meiner Macht anzuflehen. Ich habe Mich Meinerseits entleert: Meine Füße haben alles Negative und Leblose vernichtet, Meine Hände haben dem Samenkörnchen des Vertrauens und der Hingabe die Kraft des wahren Lebens hinzugefügt, und die Göttliche Macht der Liebe aus Meinem Herzen hat das Ganze wie unter einer Sommersonne reifen lassen. Die Nacht bricht an, das neue Lebenslicht glimmt und der dürre Boden wird unter Meinen Füßen zum Zeugen Meiner Macht.

Ich habe dem Boden gesagt: ‚Ich will, werde fruchtbar!’, und so ist es geschehen, in dem Boden der Seele. Ich habe Mich entleert, kann jedoch nicht leer laufen, weil Ich vollkommen in Gott verwurzelt bin. In dem Maße, in dem eine Seele in Gott verwurzelt ist, wird ihre innerliche, treibende Kraft unerschöpflicher. Darin verbirgt sich die mysteriöse treibende Kraft, die in einer Seele wahrgenommen werden kann, die total unter Meiner Herrschaft lebt, weil sie sich Mir vollkommen verschenkt hat.

Ich möchte dich darauf hinweisen, dass die Farbe Meines Gewandes in dieser Vision Symbol für die Himmlische Hochzeit ist. Wenn eine Seele sich zu Meinen Füßen niederwirft und Mich als ihre letzte Hoffnung betrachtet, schmücke Ich Mich wie für eine Hochzeit, denn diese Seele wird sich in Mich ausgießen, so dass Ich während der Nacht ihrer Leere vom neuen Leben schwanger sein kann, das Ich für sie gebären werde, sobald ihre inneren Augen bereit und empfänglich sind, den neuen Tag zu erkennen. Ich wäre nicht wahrlich Herrin, wenn Ich nicht vor allem dann vollkommen über die Seelen herrschen würde, wenn sie dabei sind, das Leben zu verlieren. Eins nur verlange Ich: dass sie Meine unbegrenzte Fruchtbarkeit dadurch wecken, dass sie ihr letztes Samenkörnchen von Hoffnung, Vertrauen, Liebe und Hingabe in Mich ausgießen".


23. Januar 2007

"Gott nötigt den Seelen nichts auf. Sie haben nur Teil an den Göttlichen Gnaden in dem Maße, wie sie diese freiwillig annehmen und in sich aufnehmen. Aus diesem Grunde ist der Erlösungsakt Jesu in Seinem Leiden und Kreuzestod kein vollendetes Geschehen, sondern nur die Saat, die in jeder Seele einzeln zu einer Blume ausreifen muss. Ob eine Seele tatsächlich erlöst wird, hängt von ihrem eigenen Einsatz ab. Sie muss zunächst die freie Wahl treffen, Jesus Christus in allem nachzufolgen.

Um wirklich befreit, geheiligt zu werden, genügt es nicht, dass der Krieg für sie gewonnen wird, sie soll selbst mitgekämpft haben, um den Feind tief in sich zu besiegen. Aus einem ähnlichen Grund kann eine Seele nicht im Ernst behaupten, sie habe sich an Maria geweiht, weil sie lediglich ein Weihegebet ausgesprochen hat, mag sie dieses Gebet auch sogar täglich wiederholen. Die Seele ist Mir erst tatsächlich geweiht, wenn sie sich aufgrund einer eigenen freiwilligen Wahl wohlüberlegt dazu entschieden hat, ihren ganzen Lebensweg mit Mir zu gehen, Mir in allem nachzufolgen, und Mir in vollkommener Selbstverleugnung zu dienen.

Heute wirst du von einer zarten Freude durchströmt, denn dein inneres Auge sieht Meine Verlobung mit dem Heiligen Josef und dein Herz empfindet die Strömung der tiefen Liebe, die zwischen Josef und Mir ausgetauscht wurde.

Als jüdisches Mädchen bedeutete die Verlobung für Mich ungefähr dasselbe wie eine Hochzeit. Verlobung bedeutete für ein jüdisches Paar der Anfang eines Bundes, wodurch ein Mann und eine Frau zusammen den großen Bund mit Gott in ihrem Leben zur vollen Blüte bringen wollten. Gott hatte uns zusammengebracht, um Seinen heiligen Bund in den Prüfungen unseres gemeinsamen Lebens zu ehren.

Wie wertvoll würde es sein, wenn jedes Paar, das sich verlobt, sich an diesem Tag Mir als Paar weiht und diese Weihe am Tag der Hochzeit wiederholt. Ich habe die Ehe geheiligt. Josef und Ich haben genau dasjenige vollbracht, was der Allerhöchste mit unserem Verlobungseid beabsichtigt hatte.

Heute noch ist der wahre Sinn der Ehe jener, dass der Mann und die Frau den Eid leisten, gemeinsam zu helfen, Gottes Plan zu verwirklichen und ihrerseits Jesus in ihrer eventuellen Nachkommenschaft hervorzubringen. Von jedem Paar wird erwartet, dass sie die Verfassung Christi in sich reifen lassen, damit diese Saat aus ihnen geboren wird.

Wenn die Göttliche Vorsehung es so verfügt, dass das Paar keine Kinder bekommen soll, kann diese Saat in geistigen Kindern zur Blüte gebracht werden, durch ein wachsendes Apostolat oder die Verbreitung des Lichtes  Christi in Worten, Gedanken und Werken. Auch Josef und Ich Selbst haben nie ein Kind durch körperliche Vereinigung hervorgebracht. Unser Jesus war die Frucht des Geistes. Auf ähnliche Weise kann eine kinderlose Ehe die Früchte des Geistes in sich zur Reifung kommen lassen".


11. Februar 2007

"Als Ich in Lourdes erschien, sagten die Verfolger Meiner lieben Tochter, der Heiligen Bernadette, dass es unmöglich wäre, dass eine so wunderschöne Dame in Massabielle, einem Ort voller Schlangen, erscheinen würde. Dennoch habe Ich dort den Kern des Mysteriums der totalen Befreiung und Heiligung der Seelen erkennbar gemacht: Die Frau, die mitten in der Otternbrut Satans erscheint, um ausgerechnet an diesem Ort zu verkünden, dass Sie die Unbefleckte Empfängnis ist, die Verkörperung der vollkommenen Heiligkeit. Meine Füße, die Instrumente von Qual und Demütigung für die Teufel, waren mit Rosen geschmückt. Die Rose ist die Königin der Blumen, Symbol von Leben, und sie vergegenwärtigt die Liebe. Seelen, versteht die Zeichen".


Aus der Offenbarung vom 13. Februar 2007

"Was verlangt der Allerhöchste in den vierzig Tagen der Fastenzeit von der Seele? Ich gebe die Antwort, indem Ich auf drei große Ereignisse in der Geschichte des Heils hinweise:

  1. Zu der Zeit Noahs regnete es 40 Tage und 40 Nächte lang. Durch die Sintflut beabsichtigte Gott eine tiefe Reinigung Seiner Schöpfung. Die vierzig Tage der Fastenzeit sollen für die Seele eine Periode tiefer Reinigung sein. Durch eine beständige Gesinnung der Bußfertigkeit soll sie den Regen der Gnade 40 Tage lang bis in ihren allertiefsten Wesenskern eindringen lassen, so dass ihre Wurzeln durch diesen Regen vollkommen getränkt werden.

  2. Nach Seinem Verborgenen Leben zog Jesus für einen 40-tägigen Aufenthalt in die Wüste. In Seiner Nachfolge soll die Fastenzeit für die Seele eine Periode tiefer Besinnung über ihre wahre Berufung und ihre wahre Lebensaufgabe sein, ebenso wie eine tiefe Vorbereitung für ihre weitere Wirkung im Dienst von Gottes Reich.

  3. Nach Seiner Auferstehung erschien Jesus Seinen Aposteln und Nachfolgern noch 40 Tage lang regelmäßig, bevor Er am 40. Tag zum Himmel fuhr. Die Fastenzeit soll für die Seele eine Periode gründlicher Vorbereitung auf ihren Aufstieg in das Göttliche Leben sein. Jesus lebte zwischen Seiner Auferstehung und Seiner Himmelfahrt 40 Tage lang in einem verherrlichten Körper. Für die Seele soll dies ein Symbol der totalen Loslösung sein: ein Leben, als ob sie nicht mehr in der Welt wäre, aufgrund eines Gedanken- und Gefühlslebens, das völlig auf die Verbreitung von Gottes Wahrheit und die Verherrlichung Seiner großen Mysterien gerichtet ist. Auch das ist eine Aufgabe für die Fastenzeit.

Diese drei Phasen in der Heilsgeschichte kann man als Symbole für die Neugestaltung (Sintflut) betrachten, als Symbol für die Erlösung (Anfang des Öffentlichen Lebens Jesu als Erlöser) und als Symbol für die Heiligung (die auferstandene Seele bereitet ihren Aufstieg in den Himmel in einer Erfahrungsatmosphäre vor, die bereits über das Weltliche hinaussteigt). Ja, die vierzig Tage der Fastenzeit sollen für die Seele heißen: Neugestaltung, Vollendung ihrer Erlösung und Heiligung. Seht, wie die Göttliche Dreifaltigkeit als Schöpfer, Erlöser und Heiligmacher tätig ist: Vater, Sohn und Heiliger Geist, in allen diesen Werken vertreten durch die Herrin aller Seelen, die den Seelen als Führerin durch die Wüste des Lebens gegeben worden ist".


Aus der Offenbarung vom 18. April 2007

"Das Leiden und die Prüfungen haben nie das letzte Wort, denn der Mensch ist nicht dazu geschaffen, zu leiden. Das Leiden ist ein notwendiges Mittel, um die Wirkungen der Erbsünde gutzumachen, es ist gewiss nie ein Ziel an sich.

Schau auf die Natur: Werden die Dornen auf dem Stängel der Rose nicht von der Blume gekrönt, die darüber sitzt? Wird die Distel nicht von einer Blume gekrönt? Wer der Prüfung in Annahme der Dornen trotzt, wird die Blume ernten, zu Gottes Zeit, wie Er dies in Seiner unergründlichen Weisheit und Allwissenheit vorgesehen hat. Die Reise zu der Blume verläuft nicht nur über Dornen, sie verläuft auch aufwärts, auf die Himmlischen Dinge zu".


3. Juni 2007 (Fest der Heiligen Dreifaltigkeit)

"Die Empfindung Meines Einflusses im Leben der Seele könnte man mit dem Einfluss vergleichen, den ein großer herrlicher Garten auf den Bewohner des Hauses ausübt, bei dem der Garten gelegen ist. Wenn sich der Bewohner danach sehnt, die Schönheit jenes Gartens in sich eindringen zu lassen und diese sein Herz erfreuen zu lassen, kann er durch das Fenster schauen. Sehnt er sich darüber hinaus danach, die verzückenden Düfte der Blumen in sich aufzunehmen, dann kann er auβerdem das Fenster öffnen oder kann er die Gartentür öffnen. Wenn er sich danach sehnt, völlig und ganz in der paradiesischen Atmosphäre des Gartens untergetaucht zu werden, kann er das Haus verlassen und in den Garten hineingehen, tiefer und tiefer, bis er in allen Richtungen um sich herum nichts sieht und riecht als Herrlichkeiten und ihn nichts noch an all dasjenige zu erinnern scheint, was außerhalb des Gartens existiert. Er wird dort die Schönheiten, die Düfte, aber auch noch die besondere Beschaffenheit der Luft und sogar noch andere, nicht wahrnehmbare Einflüsse in sich aufnehmen können, Einflüsse, die von den Kräften ausgehen, die in jeder einzelnen Blume und in ihren gegenseitigen Wechselwirkungen verborgen sind.

So geht es auch mit der Seele. Wenn sich die Seele nach Mir, dem Garten der Gärten, sehnt, kann sie nach Meinen Schönheiten suchen, ihre Tür für Mich öffnen und sogar in Mich hineintreten. Es ist das Sehnen nach Mir, das Mich einlädt, die Seele aktiv zu beeinflussen. Ebenso wenig wie die Blumen im Garten sich dem Bewohner des Hauses aufdringen, dringe Ich Mich Selbst der Seele auf. Meine Blumen stehen einfach da und warten geduldig, bis die Seele nach ihnen schaut, nach ihnen sucht, und ihr Parfüm streichelt sanft die Fenster und Türen entlang, um bereits bei der geringsten Aufgeschlossenheit vorsichtig nach innen zu schweben. Je weiter die Türen und Fenster sich öffnen, desto schneller und völliger trete Ich hinein. Darüber hinaus werden Meine Düfte die Kammern der Seele in dem Maße desto vollständiger betören und erfüllen, wie in diesen Kammern weniger Gegenstände vorhanden sind, deren Düfte nicht mit den Meinen im Einklang sind.

Mit anderen Worten: Je mehr sich die Seele nach Mir sehnt und je weniger sie weltlichen Einflüssen ergeben ist, desto entschlossener wird Mein Eintreten in sie sein. Wie der Blumenduft erst vorsichtig hineinschwebt, um nach einiger Zeit das ganze Haus derart zu erfüllen, dass es scheint, als ob sogar die Mauern aus Blumen bestehen, so kreuze Ich zunächst vorsichtig den Weg der Seele, mache Mich ihr bemerkbar, um irgendwann, wenn Ich bemerke, dass sie auf Meinen Besuch Wert legt, Meinen Thron in ihr zu errichten, um zu beginnen, über sie zu herrschen und zu regieren. Meine Gesetze sind jene der Liebe, Meine Verfügungen sind jene des Herzensfrieden, der inneren Hingabe.

Wenn die Seele Meine Düfte wahrgenommen hat, kann sie diesen womöglich entweder keinen Wert beimessen und deswegen ihre Fenster und Türen schließen und die Düfte der Welt in sich aufnehmen, um Mein Parfüm wieder zu verjagen, oder aber sie kann von einem tiefen Frieden, einer stillen Seligkeit, erfüllt werden, und sich bei jedem weiteren Einatmen Meines Parfüms tiefer in Meine Gegenwart hinübergleiten lassen.

Meine wahren „Sklaven“ sind jene, die Ich auserkoren habe, von Meinen Düften verlockt zu werden und so sehr in ihren Bann gebracht zu werden, dass sie sich in Verzückung zu Meinen Füßen hinlegen, schmachtend nach Mir, wie süchtig oder versklavt Mir gegenüber. Die Wahl liegt bei der Seele: Sehnt sie sich danach, den Einfluss des paradiesischen Gartens in ihrem Haus zu empfinden, oder wird der Garten sie gleichgültig lassen?

Heute wird die Allerheiligste Dreifaltigkeit gefeiert. Sollte sich die Seele selbst als ein Haus betrachten, so wäre der Ewige Vater Derjenige, Der es baut, der Sohn der Vollender, und der Heilige Geist der Instandhalter und Verstärker. In diesem Bild ist die Sünde jeder Einfluss, wodurch die Seele durch eigenes Dazutun Risse in ihren Mauern oder Löcher in ihrem Dach entstehen lässt. Die Mauern und das Dach haben ständig unter allen Witterungsbedingungen des Alltags zu leiden. An sich können diese das Haus schon beeinflussen, es jedoch nicht beschädigen, solange der Heilige Geist Seine Instandhaltungs- und Verstärkungsarbeiten ständig ausführen darf. Die Seele muss Ihn dafür bezahlen, durch ihre Anstrengungen, mit Ihm mitzuwirken".

"Betrachte nochmals das Haus als Bauwerk der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Jede Schwäche ist eine Veränderung, die der Bewohner des Hauses selbst an der Struktur des Gebäudes anbringt, wodurch die Konstruktion nicht mehr vollkommen dem Plan desjenigen entspricht, der es gebaut hat. Gott macht keine Konstruktionsfehler.

Das große Vorbild ist die Erbsünde, die sich als eine große Öffnung betrachten lieβe, welche die ersten Seelen in ihren Mauern angebracht haben, um darin eine Luke zu setzen, durch welche der Eindringling oder Einbrecher immer wieder eintreten kann. Eine Versuchung ist das Geklopf des Einbrechers an der Luke. Sobald der Bewohner die Luke öffnet, versündigt er sich. Er zeigt dadurch, dass er nicht genug an Gott hat, der innerhalb des Hauses wohnt und den er also immer in sich drinnen finden kann.

Der Eindringling zeigt sich mit der Luke, die durch die Erbsünde in die Mauern gesetzt worden war, nicht zufrieden, er sucht darüber hinaus unaufhörlich nach abbröckelnden Steinen, Löchern, Rissen in der Fertigstellung der Mauern. Die Seele, die Gottes Werke nicht mehr schätzt, schwächt ihre eigenen Mauern, ihr Dach und ihre Fundamente, denn sie sorgt nicht mehr vor und ist dem groβen Instandhalter gegenüber gleichgültig".


8. Juni 2007

"Gottes Plan hat für jede einzelne Seele unterschiedliche Auswirkungen und unterschiedliche Elemente. Diese sind für keine zwei Seelen identisch. Aus diesem Grunde muss die Seele sich immer vor Augen halten, dass von ihr ganz bestimmte Anstrengungen erwartet werden, die nicht notwendigerweise dieselben sind wie jene, welche von einer anderen Seele in ihrem Lebensbereich oder ihrer nahen Umgebung erwartet werden.

Ich gebe dir das Beispiel einer Seele, die dazu berufen worden ist, durch eine Krankheit hindurchzugehen und während dieser Zeit nicht essen kann. Eine Seele, die ihr Schicksal oder ihren Lebensweg mit dieser Seele verbunden hat oder durch die Göttliche Vorsehung hat verbinden lassen, kann aus einem Anstreben der Solidarität heraus ebenfalls jede Nahrungsaufnahme einstellen. Obwohl dies eine Äußerung von Nächstenliebe sein kann, ist dies nicht notwendigerweise das, was Gott in diesem Augenblick von ihr erwartet, denn Gott hat für diese andere Seele trotz ihrer Verbundenheit mit dem kranken Mitgeschöpf noch besondere Aufgaben vorgesehen. Sie muss sich für diese Aufgaben bereithalten, indem sie sich selbst instand hält.

Fasten aus Solidarität oder aus Nächstenliebe muss daher auf wohlüberlegter Weise geschehen, unter Beachtung der Vorsicht und unter intensiver Weihe von allen diesen Begebenheiten an Mich, damit Ich diese Seele jeden Meter ihres Weges uneingeschränkt begleiten kann. Die Seele muss sich immer vor Augen halten, dass sie die Nächstenliebe auch dadurch kann, dass sie sich vollkommen hingibt in der Fürsorglichkeit, im Taktgefühl gegenüber dem Kranken, in der Geduld, im Frohmut, im Vertrauen auf Gottes Liebe, sogar, ja vor allem, über die Grenzen des Todes hinaus, während sie sich auch ständig uneingeschränkt gegen jede hinzukommende oder neue Aufgabe aufgeschlossen bleibt, die Gottes Vorsehung auf ihren Weg bringen kann und wofür sie bei Kräften bleiben muss. Wie ich bereits angedeutet habe, kann auch Nächstenliebe verunreinigt werden, zum Beispiel durch Unvernunft".


15. Juni 2007 (Fest des Heiligsten Herzens Jesu)

"Die ganze Schöpfung ist von Gottes Liebe durchdrungen. Deshalb beruht jeder Augenblick, in dem eine Seele sich selbst nicht dazu bewegen kann, zu lieben, auf einer Unzulänglichkeit, sozusagen auf einer Kurzsichtigkeit in Bezug auf die Aufgeschlossenheit für die Werke von Gottes Geist. Dieser Mangel, diese Schwäche ist die Quelle vieler Angst in dieser Welt. Wenn Jesus sagt: 'Fürchtet euch nicht', so meint Er in der Tiefe damit: 'Liebt unendlich und lernt es, die Tiefe von Gottes Liebe für alle Geschöpfe zu spüren, und ihr werdet den wahren Frieden finden, den Frieden Christi'.

Der wahre Friede Christi wird von der Seele empfunden, sobald sie gelernt hat, die Strömung der Liebe, die Wolke der Liebe, die über der Schöpfung ausgebreitet ist, im tiefsten Mittelpunkt ihres Herzens zu spüren. Die Erfahrung der Göttlichen Liebe schließt alle Angst aus, denn ein Herz, das die Liebe wirklich lebt, spürt Gott in allem, und Gott ist eine Kraft, die Hoffnung und Vertrauen bringt. In dieser Erfahrung stirbt alle Angst wie eine Pflanze, die in den Wüstensand gepflanzt wird und nur noch einen Boden findet, der nicht fähig ist, das Leben zu tragen. So siecht auch die Seele in der Dürre allen Mangels an Liebe dahin. Liebe allein genügt nicht, sie muss aufgenommen werden, sonst ist sie wie ein Berg von Nahrungsmitteln, die vor einer Haustür ausgeschüttet werden, während der Bewohner im geschlossenen Haus verhungert. Bittet das Heiligste Herz Meines Sohnes um die Offenheit aller Seelen für die wahre Liebe, denn Sein Liebesfeuer findet zu wenig brennbare Herzen und wird dadurch ausgelöscht, ehe es die Herzen richtig betreten kann".


28. Juni 2007

"Die Seele ist immer teilweise für sich selbst ein geschlossenes Buch. Du kannst die Seele als einen Palast mit tausend Kammern betrachten, jede vom Schöpfer mit königlicher Pracht eingerichtet. Die Seele wird mit einem freien Willen geschaffen. Nach ihrer Schöpfung wird die Seele erachtet, mit ihrem freien Willen eine Entdeckungsreise durch sich selbst anzutreten.

Diese Entdeckungsreise ist wie eine Jagd nach Schätzen. Die Karte, um diese Schätze finden zu helfen, wird von der Göttlichen Vorsehung geliefert, die der Seele täglich Gelegenheiten und Anregungen bietet, sich entlang ganz bestimmter Wege durch die Landschaft des Lebens hindurch zu bewegen. Jede Kammer der Seele ist mit Beleuchtung ausgerüstet, der Heilige Geist muss diese Beleuchtung allerdings Kammer für Kammer anzünden, aufgrund des Sehnens der Seele danach, sich selbst gründlich kennenzulernen.

Die Erkenntnis der Seele von sich selbst, von eigenen Verhaltensmustern, eigenen Gewohnheiten und Neigungen, eigenen Reaktionsmustern, eigenen Fähigkeiten und Talenten, eigenen Schwächen, eigenen Verführbarkeiten und eigenen Unfähigkeiten, ist wie das Entdecken der Einrichtung von jeweils einer neuen Kammer in sich selbst. Je mehr sich die Seele danach sehnt, sich wirklich vom weltlichen Denken, Fühlen und Wünschen loszulösen und je unwichtiger sie die Einflüsse von allem Weltlichen in ihrem Leben macht, desto eher wird der Heilige Geist das Licht in den unbekannten Kammern der Seele anzünden. Je besser die Seele sich selbst zu ergründen lernt, desto mehr wird der Palast im Göttlichen Licht baden.

So kannst du verstehen, dass die Seele, die sich selbst gründlich kennenzulernen und zu begreifen beginnt, ein Licht für ihre ganze Umgebung wird, indem sie ihre vom Schöpfer eingegossenen Fähigkeiten und Unfähigkeiten gemäβ Gottes Erwartungen zu benutzen lernt. Dies gilt aber nur in dem Maße, in dem es die Seele anstrebt, ihren freien Willen gut zu gebrauchen, das heißt, ihr Leben auf ihre wahre Berufung auszurichten, auf den Auftrag, den Gott ihr in diesem Leben gegeben hat und der nichts mit weltlichen Wünschen zu tun hat.

So müssen die Seelen es verstehen, wenn Gottes Geist den Heiligen Paulus sagen ließ, dass seine Kraft in seiner Schwachheit lag: Sobald die Seele auch ihre finsteren Ecken zu beleuchten weiß, so dass sie genau weiβ, spürt und erkennt, wo auch ihre Schwächen liegen, kann sie diese ganz in Gottes Herz hinüberfließen lassen, so dass sie beleuchtet und aufgeräumt werden können. Tatsächlich, das Licht anzuzünden, ohne das, was man vorfindet, wenn nötig zu reinigen, dient zu nichts. Es ist dabei notwendig, dass die Seele ihre Außenmauern ordentlich gegen die Beschießungen durch den Fürsten der Finsternis wappnet, damit ihr Beleuchtungssystem nicht ausgeschaltet werden kann.

Dies also sind die großen täglichen Aufgaben der Seele:

  1. Sie muss sich ordentlich gegen alle Angriffe von außerhalb, von weltlichen Einflüssen und den Wirkungen Satans und seines Gefolges wappnen.

  2. Sie muss unermüdlich sich selbst, ihre inneren Verfassungen entdecken lernen.

  3. Sie muss die neu entdeckten Schätze in sich selbst unter Meine Obhut stellen. Beachte wohl, dass diese Schätze nicht nur die Fähigkeiten der Seelen sind, sondern auch ihre Unfähigkeiten. Ich bin die Herrin aller Seelen. Ich habe die Macht, Schwäche in Stärke umzuwandeln, indem Ich Finsternis in erlösende und heiligende Kraft verwandle. Ich benötige zu dem Zweck die totale Hingabe des freien Willens der Seele an Mich, damit Ich in ihr all dasjenige tun kann, was Ich will. Die wahre, tiefe Essenz der Weihe an Maria ist: Mir jegliche Spur der Finsternis zu geben, damit Ich diese in Frohmut verwandeln kann, indem Ich die Seele lehre, mit ihren Schwächen und Unfähigkeiten umzugehen. Die Entdeckungsreise durch die Kammern der Seele ist erst dann wahrhaftig fruchtbar, wenn sie an Meiner Hand geführt angetreten wird. Der Apostel Johannes nannte Mich einmal 'den fleischgewordenen Heiligen Geist'. Ich habe die Göttliche Vollmacht, das Licht in verfinsterten Kammern anzuzünden. Ich sehne Mich nur danach, dass sich die Seele wirklich über alles in der Welt nach Mir sehnt. Ich kann der Seele keine größere Gnade erwirken als diese, dass sie durch Einheit mit Meinem Herzen den wahren Frieden, das Licht der ewigen Frühlingssonne allmählich in sich aufblühen und strahlen sieht, so dass sie lernt, sogar ihre Finsternis und ihre Unfähigkeiten als Segen zu betrachten, als Sprungbretter zu ihrer wahren Erlösung und Heiligung, und sie diese Finsternis und Unfähigkeiten dann mit Freude in der entbindenden Macht Meines Herzens loslässt".


Aus der Offenbarung vom 2. Juli 2007

"Betrachte die Seele als eine Rose mit unzähligen Blättchen. Im Himmlischen Paradies scheinen die Rosenblättchen der Seele sich ständig zu verdoppeln, und jedes neue Blättchen, das sich völlig entfaltet, trinkt neue Herrlichkeiten aus Gottes Herz. Gottes Herz ist eine nie versiegende Quelle unbeschreiblicher Freuden, so dass die Seele im Himmel keinen Augenblick aufhört, die vollkommene Glückseligkeit zu empfinden. Es ist der Strom der vollkommenen Göttlichen Liebe, der diese Empfindung instand hält. Dieser Strom Göttlicher Liebe scheint die Empfindung der Glückseligkeit auch immer vielseitiger zu machen".


Aus der Offenbarung vom 19. Juli 2007

"Die Seele ist im Grunde genommen unbegrenzt, wie ihr Schöpfer unbegrenzt ist, weil Er ein Element von Sich Selbst in die Seelen gelegt hat. Jede Seele beherbergt in sich viele Fähigkeiten, die in vielen Fällen nie entdeckt und somit nie erschlossen werden. Diese unentdeckten und nie erschlossenen Fähigkeiten sind wie offene Tore zu der Unendlichkeit des Göttlichen Lebens. Aus diesem Grunde habe Ich früher bereits gesagt, dass die Seele sogar während des Ewigen Lebens nach ihrem Leben auf Erden sich ständig weiter entfaltet wie eine Rose, die Blättchen für Blättchen entfaltet, vorausgesetzt, dass die Seele ihre Lebenskraft bewahrt hat und diese nicht sterben lässt, indem sie auf Erden ein Leben in einem nicht wiederherstellbaren Stand der Ungnade führt".


Aus der Offenbarung vom 26. Juli 2007

"Bei ihrer Weihe an Mich legt die Seele sich wie eine Rose vor Meinen Füßen nieder. Durch ihr Sehnen, Mir bis zum Äußersten zu dienen, und Mein Bestreben, sie zu immer höheren Stufen der Vollkommenheit zu begleiten, wird die Rose immer voller. Die Blütenblättchen werden zahlreicher, schöner und zarter. Ihre Schönheit verherrlicht Mich.

Bei Meinem Triumphzug gegen Satan und sein Gefolge schreiten Meine Füße über das Beet von Rosen aller Meiner Diener: Sie breiten sich vor Mir aus, um Mich durch ihre eigenen Prüfungen in Meiner Glorie und Meiner Macht zu verherrlichen. Indem sie sich vor Mir ausbreiten, machen sie ihre Prüfungen zu einem Leiden, das sie durch Meine Gunst erdulden. So ist es auch, denn Ich erwirke ihnen unzählige Gnaden aufgrund ihrer Leiden.

Allerdings… wenn die Mir geweihte Seele sich nicht von Gewohnheiten abwendet, die sie durch Meine Belehrung als nicht heilvoll, als Untugend kennengelernt hat, verliert die Rose ihrer Seele jedes Mal ein oder mehrere Blättchen. Die Blumenkrone wird dünner und zäher, und die Dornen treten zutage. Wie kann Ich Meinen Triumphzug über diese Seele vollziehen, ohne Mir die Füße zu verletzten?"


5. August 2007

"Alles, was lebt, ist dem Gesetz der Erblichkeit unterworfen. Gott verfolgt damit eine Absicht. Betrachte den Menschen. Er erbt körperliche Merkmale von seinen Vorfahren, aber auch bestimmte Verhaltensneigungen. Gott hat die menschliche Natur mit reichen Variationen geschaffen. Jeder Verhaltenszug und jedes körperliche Merkmal hat einen ganz bestimmten Sinn und spielt innerhalb eines Menschenlebens eine ganz bestimmte Rolle.

Die Seele muss mit all dem etwas tun. Sie muss ihre körperlichen Merkmale und ihre Verhaltensneigungen benutzen, um ihrer spezifischen Lebensberufung zu folgen und ihren Lebensauftrag zu erfüllen. Neigungen und Merkmale, welche die Seele zu einer Untugend hin ziehen, müssen bekämpft werden, damit die Seele ihre alles übergreifende Berufung, die Aufgabe, wozu sie innerhalb von Gottes Heilsplan berufen worden ist, unbegrenzt verwirklichen kann.

Jede Seele hat ihre eigenen Merkmale und Neigungen, aber erbt auch Merkmale und Neigungen früherer Generationen. Damit die Seele ihren ersten Auftrag – die Heiligung – verwirklichen kann, tut sie gut daran, irgendwann das Leben ihrer Eltern und Großeltern zu betrachten. Sie muss dies in aller Offenheit, vollkommen unbefangen tun, ohne über längere Zeit hinweg bei weltlichen Erinnerungen zu verweilen und ohne irgendein Urteil zu fällen. Sie muss versuchen, sich ein Bild von typischen Neigungen und Merkmalen ihrer Eltern und Großeltern zu machen.

So kann die Seele in bestimmten Fällen zu einer besseren Erkenntnis und zu einem tieferen Verständnis ihrer eigenen Neigungen kommen und diese in inniger Einheit mit Mir zu reinigen versuchen. Dieser Vorgang kann der Seele helfen, sich von schädlichen Gewohnheiten loszulösen und den Entschluss zu fassen, bestimmten Neigungen in ihrem Verhalten und ihren Verfassungen eine neue Richtung zu geben, und kann helfen, schneller die Entwicklung bestimmter Neigungen in sich selbst bemerken zu können. So kann die Seele den Nutzen ihres Lebens innerhalb von Gottes Plänen und Werken vergrößern".


29. September 2007

"Der Heilige Erzengel Michael erhielt von Gott die Kraft, Luzifer und die Seinen aus den Himmlischen Regionen zu verstoßen. Diese Kraft war nichts anderes als die vollkommene Liebe, die die treu gebliebenen Engel in jener Stunde eins machte mit Gott, so dass sie an Seiner Kraft Anteil hatten.

Der Göttliche Erlass zur ewigen Verstoßung der untreuen Engel war innerhalb des Gesetzes der Göttlichen Gerechtigkeit damals bereits gerechtfertigt aufgrund der späteren Verdienste des Gekreuzigten Jesus und Meiner Selbst als Miterlöserin. Ja, sogar die Verstoßung von Luzifer aus dem Himmel geschah bereits Kraft der späteren Leiden Jesu und Meiner miterlösenden Verdienste. Auch aus diesem Grunde stand für die treuen Engel Meine Herrschaft über alles Geschaffene kraft Göttlicher Vollmacht damals bereits als ein unantastbares Göttliches Gesetz fest".


9. November 2007

"Die Heilige Taufe ist das Sakrament, das den ersten Strahl Göttlichen Lichts in eine Seele scheinen lässt, um dort wirksam zu werden. Solange eine Seele nicht die Heilige Taufe empfangen hat, kann das Göttliche Licht zwar in ihr scheinen, doch es wird dort nicht dieselbe Wirksamkeit entfalten können. Schau, jede Seele wird im Zeichen der Erbsünde empfangen. Das Licht der Heiligen Taufe verbreitet sich wie ein Balsam auf der Wunde, die von der Erbsünde in der Seele angebracht worden ist. Dieses Licht bildet einen Anfang des Ausgleichs für die Finsternis, die ohne die Heilige Taufe ungebremst wirken kann, indem sie die Seele allen Formen von Verführbarkeit ausliefert. Ohne die Heilige Taufe bleibt die Wunde der Erbsünde eine dunkle Kluft, die auf ungebremste Weise ständig die Finsternis anzieht. Die Heilige Taufe ist ein Sakrament.

Ich habe früher bereits gesagt, dass jedes Sakrament ein Berührungspunkt zwischen Himmel und Erde ist. Die Heilige Taufe bringt in der Seele ein Zeichen an, dass für Gott einem ersten Sehnen nach Seinem Wirken in der Seele gleichkommt, nach Seinem ersten Heilmittel für die große Verwundung durch die Erbsünde. Ohne die Heilige Taufe fehlt dieses Zeichen, das für das Licht wie eine Art Magnet wirkt. Das erste Licht, das durch die Heilige Taufe in der Seele ausgebreitet wird, muss wirksam werden können, sonst bleibt es eine oberflächliche Erscheinung. Es muss sich in der Tiefe auswirken können. Aus diesem Grunde werden die Effekte der Heiligen Taufe nur entfaltet, wenn der Getaufte nachher in der Lehre Jesu Christi ausgebildet wird.

Wenn du die Seele als ein Haus betrachten würdest, könnte die Heilige Taufe als das erste Mal betrachtet werden, dass in diesem Haus das Licht angezündet wird. In jenem Augenblick ist das Haus aber noch nicht möbliert: Gottes nährende Worte haben dort noch keinen festen Platz gefunden. Eine Heilige Taufe, der nicht eine solche Ausbildung in der Lehre Meines Sohnes folgt, ist daher wie ein beleuchtetes Haus ohne Mobiliar. Wie angenehm ist ein beleuchtetes Haus, wie wenig nützt es allerdings dem Bewohner, solange das Haus keine Einrichtung besitzt".

Myriam: "Liebe Herrin, wie sollen die Seelen dieses Bild sehen, wenn es um einen nicht getauften Erwachsenen geht?"

Maria: "Die Seele eines nicht getauften Erwachsenen ist ebenfalls ein Haus ohne Licht: Jede Einwirkung des Göttlichen Lichts trägt dort nur für eine kurze Zeit Frucht, denn die Finsternis der Erbsünde findet dort keinen Ausgleich. Schau, du könntest die Seele auch als ein Haus mit zwei Elektrizitätsquellen betrachten: einem Hauptgenerator und einer Notleitung. Die Erbsünde macht den Hauptgenerator unwirksam, bis dieser durch die Heilige Taufe wiederhergestellt wird. Solange die Seele nicht getauft ist, funktioniert ihre Beleuchtung auf einer Notleitung, die aber viel weniger stabil und somit sehr störanfällig ist. Immerzu ist das Haus ohne Licht. In der getauften Seele ist der Hauptgenerator wirksam. Allerdings ist die Kraft, die dieser erzeugt, von dem Maße abhängig, in dem die Seele auf Gott gerichtet lebt, denn Gott ist die Quelle aller Stromerzeugung. Ohne diese Quelle ist auch ein Hauptgenerator wie ein toter Gegenstand, denn es ist die Quelle, welche die Essenz, das wahre Wesen der Elektrik für die Seele hervorbringen muss. In einem nicht getauften Erwachsenen kann das Göttliche Licht tatsächlich wirksam sein, die Fruchtbarkeit ist jedoch sehr unbeständig. Ein tiefer und bleibender Kontakt zwischen der Seele und dem Göttlichen Licht ist nur für eine getaufte Seele möglich.

Ein nicht getaufter Erwachsener kann die Lehre Jesu Christi zwar in sich aufnehmen, kann diese jedoch nicht in der Tiefe zur Frucht kommen lassen. Es ist für diese Seele so, als ob sie zwar Mobiliar in ihr Haus hineinträgt, dies jedoch nicht auf die rechte Weise benutzen kann, so dass es für sie ist, als besäβe ihr Haus kein Mobiliar. Damit sie sich wirklich für Gottes Heilsplan rentieren kann, mit voller Fruchtbarkeit, muss die Seele die Heilige Taufe empfangen, in der Lehre Jesu Christi ausgebildet werden und ein Leben im Erstreben aller Tugenden führen. Dies sind die drei Grundsteine für die Fruchtbarkeit der Seele innerhalb von Gottes Plänen und Werken…

Im Zusammenhang mit dem zunehmenden Unterlassen, Neugeborene taufen zu lassen, sage ich betont, dass die Eltern eines Neugeborenen, und in Abwesenheit von Eltern die Seele oder die Seelen, die für die Erziehung des Neugeborenen Verantwortung tragen, sich mit einer Schuld gegenüber Gottes Gerechtigkeit belasten, wenn sie nicht jede notwendige Anstrengung auf sich nehmen, dem Neugeborenen das Sakrament der Heiligen Taufe spenden zu lassen".


Aus der Offenbarung vom 16. November 2007

"(...) Jesus sagte, dass Sein Blut zur Vergebung der Sünden vergossen werden soll. Vergebung der Sünden heiβt, dass ihre Wirkungen, ihre Auswirkungen in der Seele, rückgängig gemacht werden, in dem Sinne, dass der Griff der Finsternis auf die Seelen künftighin gebrochen werden kann.

Wenn sich eine Seele versündigt, lässt sich die Auswirkung mit einem Tumor in der Seele vergleichen. Je mehr die Seele die erlösende Kraft des Blutes Christi herabbittet, auf Meine Fürsprache hin, desto mehr wird dieser Tumor zurückgedrängt: Er wird immer kleiner. Dennoch hinterlässt ein Tumor, auch wenn er heilt, Veränderungen in den Zellen oder Geweben, wo der Tumor seine Wurzeln hat. Um auch die Spuren der Veränderungen auszugleichen, ist das persönliche Leiden, die Prüfung, das Kreuz auf dem eigenen Lebensweg, notwendig.

Das Leiden einer Seele kann auch dazu benutzt werden, die Spuren von Sünden in anderen Seelen heilen zu helfen. Dies alles ist ein Mysterium Göttlicher Liebe und Barmherzigkeit. Seelen, preist die Hindernisse auf eurem Lebensweg. (...)"


25. November 2007

"Freue dich, denn Ich kann die Schlangen nur zertreten, wenn sie hervorkommen. So hat der Allerhöchste es verfügt, weil dies Ihm die höchste Verherrlichung und die tiefste Verzückung schenkt. Sage daher auch den Seelen, dass sie sich über jede schmerzliche Erinnerung, die sich ihnen plötzlich aufdringt, freuen sollen: Jeder dieser Zustände bringt einen Augenblick zum Ausdruck, in dem eine alte Schlange ihr verborgenes Loch in der Seele verlässt. Mögen die Seelen dessen versichert sein, dass in solchen Stunden Mein Fuß ganz nahe ist. Er findet sein Opfer, sobald die Seele Mir diesen Moment des Schmerzes intensiv aufopfert und sich danach sehnt, ihn vollkommen in Mich hinüberfließen zu lassen.

"Schau Meine Rolle innerhalb von Gottes Heilsplan: Christus König wird zu vielen in der Stunde ihres Gerichts sagen:

'Ich hatte Hunger und du hast Mir nicht zu essen gegeben'.

Nun denn, Ich gebe den Seelen die Baustoffe, die sie brauchen, um die Nahrung zu erzeugen, die sie Jesus zu essen geben können, denn eine liebende Seele, das heißt, eine Seele, die sich bemüht, die Wege des Lichts zu gehen, ist Nahrung für Jesus. Das ist es, wozu Ich gekommen bin, als Herrin aller Seelen, auch dazu bin Ich gesandt worden. Selig sind jene, die sich danach sehnen, Meine Diener zu sein, jede Stunde ihres Lebens, denn in ihnen kann Ich dieses Wunderwerk vollbringen: Nahrung zu sein für einen Gott, der dennoch alles in Sich trägt und dem also nichts fehlt. Ein einziges Bedürfnis hat sogar Gott: jenes nach der Liebe Seiner Geschöpfe".


29. November 2007

"Der Advent ist die Zeit, in der die Seelen dem Kommen des Lichtes entgegensehen. Seelen Meines Herzens, das Licht Gottes ist für euch Mensch geworden. Dasselbe Licht sehnt sich danach, in jeder einzelnen Seele wiedergeboren zu werden. Es will jede Seele aus ihrer Finsternis befreien, aus dem Gefängnis ihrer Verbindungen mit der Welt, von ihren Anhänglichkeiten, von ihren unheilsamen Gewohnheiten, von den Ketten der Verführbarkeit und der Sünde. Um die Seele aus ihrer Finsternis zu befreien, muss das Licht in der Seele eine offene Tür finden: einen aufrichtigen Wunsch nach Befreiung.

Dasjenige, was sich zur Zeit der Geburt Jesu in Bethlehem ereignet hat, will sich in jeder Seele wiederholen, denn das ganze Ereignis ist den Wegen gefolgt, die Gottes Vorsehung dazu verfügt hatte. Jede Seele ist eine Grotte. Ich bin die Trägerin des Göttlichen Lichtes. Durch ein winterliches Bergland weltlicher Einflüsse rund um die Seele suche Ich Meinen Weg zur Grotte, um dort das Licht zu gebären.

Wie wunderbar ist doch in der Seele die Geburt des Lichtes. Wie groß ist das Weihnachtsfest im Himmel, wenn das Licht auf Erden neue Grotten gefunden hat, um in sie das Göttliche Leben zu ergießen und von ihnen aus jedes Mal eine ganze Lebenswelt zu durchstrahlen. Ich sehne Mich inständig danach, wieder die Reise nach dem Bethlehem vieler Seelen anzutreten.

Diener Mariä, lasset jetzt aus euren Herzen den Stern der Sehnsucht nach Gottes Licht aufsteigen, damit Meine Füße eure Seelengrotte betreten mögen. Lasset Mein Herz in der Adventszeit täglich in euren Herzen das nachfolgende Gebet lesen, wie einen Akt des Sehnens nach der Geburt des Lichtes in eurer Seele. Schenkt Mir die Freude, Meine erhabene Mutterschaft in jedem von euch erneuern zu können" (Am Morgen des nächsten Tages inspirierte Maria das Gebet Nr. 1007, das sich auf diese Worte bezieht).


18. Dezember 2007

"Meine Schwangerschaft war vollkommen frei von körperlichen Beschwerden. Du sollst wissen, dass die Unpässlichkeiten der schwangeren Frau genauso wie die regelmäßig wiederkehrenden Unpässlichkeiten der Frau nicht nur einen körperlichen Ursprung haben: Sie bilden einen Anteil, den Gott der Frau in der Abbüßung und Wiedergutmachung der Erbsünde anvertraut hat. Ich lade dich dazu ein, dich an diesen wiedergutmachenden Leiden zu beteiligen, zur Wiederherstellung Meiner Ehre und zur Verherrlichung Meiner Macht".


20. Dezember 2007

"Gott hat in Seiner Schöpfung eine ganz bestimmte Ordnung eingesetzt, die Er durch Inspirationen des Heiligen Geistes instand zu halten versucht. Der Geist Gottes tut dies auf viele unterschiedliche Weisen: durch die Unterrichtungen aus Meinem Mund, durch das Gewissen der einzelnen Seelen, durch das Gemütsleben der Seelen, durch unterschiedliche Ereignisse auf dem täglichen Lebensweg, durch wohlmeinende Unterrichtungen von Eltern gegenüber ihren Kindern, usw. (Maria erklärt nach dieser Offenbarung, dass Sie mit 'wohlmeinend' auf alle Unterrichtungen verweist, womit die Eltern (oder ein Elternteil) beabsichtigen, das Verhalten ihres Kindes in Übereinstimmung mit Gottes Willen, Seinen Plänen und Werken zu bringen).

Wenn die Seele all dem Folge leistet und ihr Verhalten nach all dem ausrichtet, befindet sie sich in der Verfassung des Gehorsams. Wenn die Seele einen oder mehrere von diesen Kanälen ignoriert oder anderen Seelen empfiehlt oder erlaubt, sie zu ignorieren, befindet sie sich im Ungehorsam, und sät Zwiespalt in Gottes Schöpfung.

Jeder Mangel an Gehorsam ist vergleichbar mit einem Vandalen, der durch Stadt und Land zieht und dabei in alle Richtungen mit einem Hammer um sich schlägt: Entlang seines Weges wird die von Gott eingesetzte Ordnung gestört werden, denn er wird Häusern, Pflanzen, Bäumen, Tieren und sogar Menschen Schaden zufügen.

So zeichnet der Ungehorsame die Karte von Gottes Reich neu. Die Seele, die andere Seelen im Ungehorsam unterstützt oder diesen fördert oder anderen Seelen empfiehlt, Meine Richtlinien zu negieren, dient den Werken der Finsternis, denn diese Seele macht sich die Verfassung das Fürsten der Finsternis zu Eigen: Auch jene, die gefallenen Engel, verloren ihre Heiligkeit, indem sie den Ungehorsam zur Lebensregel annahmen und um sich herum verbreiten.

Sagte Jesus nicht: 'Ihr seid Meine Freunde, wenn ihr tut, was Ich euch gebiete'? Wer Gottes Worte ignoriert, kann nicht Gottes Freund sein, denn er tut nicht Gottes Werke und stört also die Strömung der Liebe zwischen allem Geschaffenen. Die Seele, die andere Seelen nicht zum Gehorsam anregt durch alle Kanäle, die Ich genannt habe, schwächt in diesen anderen Seelen die Verfassung der aufrichtigen Liebe zu Gott und zu jeder Kraft, die von Gott zu Seinem Stellvertreter gemacht worden ist: an erster Stelle zu Mir Selbst, aber auch zum Beispiel zu den Eltern, die von Gott zu den Hütern Seines Gesetzes innerhalb der Familie eingesetzt worden sind.

Die Seelen, die Meine Worte und Unterrichtungen nicht beachten oder andere Seelen nicht mahnen, Meine Worte zu beachten, weise Ich darauf hin, dass sie sich von dem Einströmen des Lichts des Heiligen Geistes abschneiden. Ich ermahne diese Seelen, ernsthaft zu erwägen, welchen Schaden sie dadurch sich selbst zufügen, denn in ihnen bekommt Jesus nicht mehr die Chance, die Stürme zu bezwingen, bevor das Boot ihrer Seele Leck schlägt. Ich wiederhole, dass unermessliche Wogen des Heils aus Meinen Füßen strömen. Nur die Seelen, die sich zu Meinen Füßen niederwerfen und die andere Seelen anregen, zu Meinen Füßen niederzuknien, werden das Heil innerer Heilung und Wiedergeburt erfahren".


31. Dezember 2007

"Der Weg zum Reich Gottes auf Erden ist ein kurvenreicher und hügeliger Weg durch eine Landschaft voller Überraschungen. Er ist auch ein Weg voller Steinschlag, ein Weg, der durch Falschfahrer unsicher gemacht wird, die den Plänen der Finsternis dienen und nur auf diesen Weg kommen in einem Versuch, die Seelen, die ihm bis zum Ende folgen wollen, verunglücken zu lassen. Um diesen Weg unversehrt zu vollenden, muss die Seele also Meister in der Fahrkunst sein. Was sie braucht, sind eine großen Geschicklichkeit und Gewandtheit, eine ausdauernde Aufmerksamkeit und eine gründliche Kenntnis der Verkehrsordnung.

Nun denn, Meine Offenbarungen und Belehrungen bilden zusammen die Verkehrsordnung, die Straßenverkehrsordnung auf dem Weg zu Gottes Reich auf Erden. Die Fahrtüchtigkeit und Gewandtheit des Fahrers ist die Flexibilität, die Anpassungsfähigkeit der Seele. Nur die Seele, die vollkommen Mir gehört, alle Meine Belehrungen in ihrem Leben anwendet und frei von aller Erstarrung in ihrem Denken, Fühlen und Handeln bleibt, kann den Weg zum Reich des Lichts mit Frucht vollenden. Dabei ist es auch notwendig, dass die Seele jede Funktionsstörung von Mir wiederherstellen lässt. Wie kann sie allen Prüfungen des Weges standhalten mit defekten Bremsen, mit einem eingeklemmten Lenkrad oder mit festgerosteten Rädern?

Verstehe das Bild: Alles, was die Seele unwirksam macht, alles, was sie auf dem Weg abbremst oder von dem Weg entfernt, alle Erstarrung, aller Ballast aufgrund alter Gewohnheiten und Auffassungen, die festgehalten werden, dies alles muss die Seele unter Meine Herrschaft stellen, damit Ich sie heilen kann und sie auf dem Weg des Heils so flexibel wie möglich bleibt. Bedenke, dass der Widersacher viele 'Seelenfahrzeuge' überfällt und diese derart einrichtet, dass sie künftighin als Falschfahrer eingesetzt werden können, die den Weg zu Gottes Reich auf Erden unsicher machen. Du sollst aber wissen, dass Ich Macht über alles bekommen habe, was in dem Land geschieht, durch welche der Weg hindurch läuft. Eines nur ist nötig: dass die Seele in Mir verwurzelt bleibt. Wer in Mir verwurzelt ist, der isst und trinkt aus Gottes Hand und hat die Reise bereits im Herzen vollendet".